Es lassen sich immer mehr Beamer im Bereich unter 200€ finden. Oftmals werden diese als Alternative zum Fernseher gekauft, da diese günstiger zu haben sind, die Bilddiagonale weitaus größer ist und ein Beamer portabel ist bzw. keinen festen Platz in der Wohnung braucht. Doch wie gut sind diese Modelle in Wirklichkeit dann? Wir haben den Abox T22 Beamer für rund 110€ genauer angeschaut und wollten sehen, was man zu dem Preis erwarten kann! Ein brauchbares Zweitgerät, Beamer für unterwegs oder tolle Alternative für Nutzer, die ihren Fernseher selten nutzen?

Design und Verarbeitung

Der Beamer wurde in schlichtem Weiß gehalten und zeigt beim Design keine Überraschungen. Die Maße von 21x32x12 cm und das Gewicht von 1,75kg machen den Abox T22 zu einem sehr handlichen und portablen Gerät. Eine Transportmöglichkeit stellt der Karton mit Tragegriff dar. Das Gehäuse besteht komplett aus Kunststoff mit einer glatten Oberfläche. Die Lüfter befinden sich an der linken Seite hinter einem Kunststoff-Gitter. Beim Thema Verarbeitung waren wir positiv überrascht, denn Spaltmaße oder Ungenauigkeiten in der Fertigung lassen sich nicht finden. Auf der Vorderseite befindet sich die kreisrunde Linse, über die das Bild auf die Wand geworfen wird. Über zwei Räder auf der Oberseite kann man das Bild in den Punkten Fokus, Bilddiagonale und Trapez anpassen. Zum Schutz der Linse liefert der Hersteller eine Kappe mit.

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Lieferumfang des Abox T22

Im Lieferumfang des Beamers ist folgendes Zubehör enthalten: Stromkabel, HDMI-Kabel, AV-Kabel, eine Fernbedienung und die englischsprachige Bedienungsanleitung.

Konnektivität

Nicht wie sonst üblich auf der Rückseite, sondern rechts und links sind beim Abox T22 die Anschlüsse verbaut. Dies könnte bei der Montage teilweise unschöne Kabelführungen zur Folge haben. Die Stromzufuhr wird über einen Standard C13 Anschluss geregelt und das mitgelieferte Kabel kommt mit EU-Stecker. Einen HDMI Anschluss findet man auf der linken Seite. Dieser ist wohl die meist benutzte Schnittstelle. Zusätzlich steht noch ein VGA Anschluss zur Verfügung, für ältere Geräte, wie ein Notebook zum Beispiel. Hier wackelt nichts und alles sitzt fest an seinem Platz.

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Wer den Beamer ohne externe Quelle betreiben möchte, der kann dies per SD Karte oder den USB-Anschluss machen. Möchte man Geräte mit analogen Formaten wie Videospielkonsolen oder VHS Kassette abspielen, geht das über den AV Eingang und das mitgelieferte Kabel.

Beim Abox T22 wurden also alle wichtigen Schnittstellen verbaut und auch die Qualität lässt keine Wünsche offen. Der eingebaute Lautsprecher hingegen ist leider kaum zu gebrauchen. Hier sollte definitiv per AUX-Ausgang eine externe Box angeschlossen werden. Ein AUX Kabel jedoch liegt nicht bei. Das ging auch schon mit kleineren Bluetooth Boxen recht gut – tollen Sound bekommt man größeren Boxen. Entweder man nimmt eine ab 20W Ausgangsleistung oder nutzt daheim PC-Lautsprecher.

Bedienung

Bedienen lässt sich der Abox Beamer über die mitgelieferte Infarot Fernbedienung oder über die Knöpfe auf der Oberseite des Gehäuses. Die Menüführung ist einfach und übersichtlich gestaltet und bringt keine Schwierigkeiten mit sich. So sollten auch weniger technikaffine Benutzer schnell alles einstellen können. Die Fernbedienung sieht zwar minimalistisch aus, deckt jedoch alle wichtigen Funktionen ab. Menüsteuerung, Lautstärke und Source-Suche sind ohne Probleme zu steuern.

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Bildqualität

Der Abox T22 bringt ganze 2000 Lumen auf dem Papier, was für die geringe Größe erstaunlich lichtstark ist. Selbst bei normalem Tageslicht ist das Bild bei einer mittleren Entfernung von 2,50 Metern auf einer 84 Zoll Projektion gut sichtbar. Je nachdem wie groß man die Entfernung des Beamers zur Leinwand wählt, ändert sich auch die Bilddiagonale. Bei einem Abstand von 3,60 Metern erreicht man eine 120 Zoll Projektion. Dies ist die maximale Bildgröße, bei der noch mithilfe der drehbaren Linse scharf gestellt werden kann. Klar zu sehen ist jedoch, dass das Bild ab einer 84 Zoll Projektion nicht gerade besser wird.

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Die native Auflösung liegt lediglich bei 800 x 480 und sie wird zunehmend schlechter und verpixelter mit ansteigender Bilddiagonale. Das Bild kann ebenfalls per Linsendrehung in der Trapezausrichtung angepasst werden, wenn der Abox T22 zum Beispiel unter der Decke montiert wird und schräg auf die Leinwand strahlt. Hierfür muss man lediglich den Fuß abschrauben und eine Deckenhalterung anbringen. Durch das geringe Gewicht besteht hier auch nicht die Gefahr, dass die Löcher in der Decke ausbrechen oder nicht genügend Halt bieten.

Die Geräuschkulisse des Lüfters ist zwar nicht ganz leise, aber sobald der Film läuft, verschwindet das Geräusch unter dem abgespielten Sound. Das Bild überzeugt uns, allerdings ist ab Werk ein leichter Rotstich zu sehen. Dies ließ sich allerdings größtenteils durch die Einstellungen anpassen.

Die Schärfe ist natürlich nicht mit einer Full-HD Projektion vergleichbar und so auch keine vollwertige Alternative zum Fernseher, doch für das gelegentliche Kino kann man sich hier, vor allem beim niedrigen Preis, nicht beschweren. Auf einer Leinwand zeichnet sich das Bild am besten ab, doch auch auf eine weiße Wand projiziert, kann man das Ganze auch noch gut anschauen.

Abox T22 in der Praxis

In der Testphase haben wir den Beamer vor allem für ein Kinderkino im eigenen Haus genutzt. Leinwand aufgebaut, Beamer an den Laptop angeschlossen und fertig ist die Kinderbetreuung. Hier ist natürlich der Anspruch an eine perfekte Bildqualität nicht zu hoch und alle waren sehr zufrieden. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit findet man in Verbindung mit einer TV Box oder den Anschluss eines USB-Sticks mit Filmen oder Fotos. Ist zum Beispiel die Xiaomi TV Box verbunden verfügt der Beamer über ein Android System und kann dann auch auf dem großen Bildschirm Spiele und Filme aus Streamingportalen präsentieren. Wer hier also einen gelegentlichen TV-Ersatz als nettem „Ah-Moment“ sucht, dem können wir zum Abox T22 raten.

Fazit und Alternative

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Kilian B.:

Auf der Suche nach einem Low-Cost Beamer geht eigentlich kein Weg am Abox T22 vorbei. Denn für knapp 140€ bekommt man hier eine gute Bildqualität für das gelegentliche Kino. Die Leuchtkraft mit ihren 2000 Lumen bringt auch bei Tageslicht ein klar sichtbares Bild und schlägt hiermit viele andere Konkurrenten. Die Farben und auch die Schärfe ist natürlich nicht mit einem Full-HD Modell vergleichbar, doch hier zeigen sich die Unterschiede auch deutlich im Preis. Bei einer 84 Zoll Projektion ist das Bild am besten und bietet ein angenehmes Erlebnis. Der Lüfter ist gut zu hören, lässt sich jedoch vom Ton des Filmes überspielen. Wer alternativ einen kompakteren Beamer mit eigenständigem Android-System sucht, wird mit dem Toumei V3 fündig.

Preisvergleich

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Martin Sommer

Moin aus Hamburg, ist der von Euch getestete DoCooler RD 804 Beamer
nicht die bessere Wahl?

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