Alfawise ist kein unbeschriebenes Blatt mehr. Ein breites Sortiment aller möglicher Gadgets findet sich in der Produktliste. Die Alfawise A7 True Wireless Earbuds sind die Nachfolgegeneration zu den A1. Mehr Laufzeit, besserer Klang, schickeres Design und das alles für einen günstigen Preis schreibt man sich auf die Fahne. Ob Alfawise diese hochgesteckten Ziele auch halten kann, erfahrt ihr im Test.

Design / Verarbeitung / Lieferumfang

Alfawise A7 True Wireless Kopfhörer 2

Beginnen wir beim Design, das ist ja bekanntlich Geschmackssache, den Geschmack der Zeit trifft Alfawise mit den A7 aber definitiv nicht. Die Earbuds haben ein wuchtiges, diamantenförmiges Äußeres. Die Hülle besteht aus mattem Kunststoff und fühlt sich nicht besonders wertig an. Das liegt vor allem daran, dass der einzelne Earbud für diese Maße ( 27 x 19 x 26 mm) mit 5 Gramm viel zu leicht wirkt. Das lässt Zweifel aufkommen, ob Alfawise diesen ganzen Platz auch sinnvoll gefüllt hat.

Die Bedienung erfolgt über einen guten alten Knopf auf beiden Earbuds. Dieser fällt angenehm groß aus und hat einen leichtgängigen Druckpunkt. Eine winzige LED auf diesem Knopf erstrahlt in Rot, wenn der Earbud geladen wird und in Blau, während des Suchvorgangs für einen Pairing Partner. An den schmal zulaufenden Ende des “Diamanten” gibt es ein weiteres Loch, hinter dem sich das Mikrofon verbirgt.

Für mich immer öfter ein Highlight, ist die Ladestation. Klingt etwas komisch, ist aber so, denn für die Station lässt sich der ein oder andere Hersteller etwas einfallen. Besondere Designs werden vor allem über die Ladestation realisiert, da man bei den Earbuds selber recht beschränkt ist.

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Als Ladestation für die A7 kommt eine regelrechte Truhe zum Einsatz. Das Gerät ist mit 7,8 x 3,6 x 4,7 cm (l x b x h ) gerade zu riesig, überträgt die Größe aber nicht direkt aufs Gewicht, welches mit 44 Gramm noch akzeptabel ausfällt. Der Deckel lässt sich über einen normalen Klappmechanismus, ohne Federn oder dergleichen öffnen. Der Verschluss könnte etwas leichtgäniger sein, die Angriffsfläche für die Finger etwas größer. So ist der Kraftaufwand beim Öffnen relativ hoch und ohne die zweite Hand zu benutzen, geht es fast gar nicht. Ein leichterer Verschluss mit zusätzlichem Magneten ( wie z. B. bei Xiaomi) wäre sicher die elegantere Lösung. Der Deckel ist Matt verspiegelt, an einigen Punkten befinden sich kleine Löcher, durch die man die Lade LEDs der Earbuds und die 4 blauen LEDs der Station sieht. Im inneren werden die Earbuds durch Magneten an ihrem Platz gehalten, leider fallen diese so schwach aus, dass schon leichtes Wackeln die Earbuds aus den Sockeln löst.

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Pluspunkt: Es gibt keine Links- und Rechtszuweisung. Die beiden Earbuds passen und laden in beiden Sockeln. Ob das Nachteile beim Tragekomfort hat, klären wir gleich. Der letzte Punkt im Feature-Set der A7 ist ein Schalter. Neben einem Mikro-USB Port auf der Rückseite findet sich dort auch ein Schalter, um die Station an oder abschalten zu können. Das hilft beim Stromsparen, kann aber auch hinderlich sein, wenn man die leeren Earbuds einlegt und vergisst, die Station anzuschalten. Die Idee ist jedoch super und lässt den Nutzer mehr Möglichkeiten die Akkukapazitäten einzuteilen.

Lieferumfang

Alfawise A7 True Wireless Kopfhörer 1

Die Alfawise A7 True Wireless Earbuds kommen in einer schmucklosen braunen Schachtel. Im Inneren ist die Station gut eingebettet. Neben den Earbuds erhält man:

– 4 Aufsätze (S, M, L)
-2 Aufsätze mit Haken
-Ladesation (300 mAh)
-Mirko-USB auf USB-A Kabel (22cm)
-Gebrauchsanweisung (englisch)

Tragekomfort

Alfawise A7 Wearable

Wie schon angesprochen, fallen die Alfawise A7 True Wireless Earbuds sehr groß aus. Zudem gibt es keine Anpassungen für das linke oder rechte Ohr, die den Kopfhörer etwas ergonomischer gestalten würden. Durch die schiere Größe verlieren die Alfawise A7 schon Einige an potenziellen Kunden, denn kleine Ohren haben keine Chance und selbst durchschnittlich große Ohren dürften hier und da an ihre Grenzen stoßen. Haben die A7 Platz im Ohr gefunden, ist der Komfort jedoch auch nicht besonders hoch. Die sperrigen Ausmaße drücken nach einiger Zeit gegen die Ohrmuschel. Lockert man den Sitz etwas, ist der Halt so schlecht, dass die A7 ständig drohen herauszufallen. Etwas Abhilfe schaffen die Aufsätze mit Haken. Leider liegen diese nur in einer Größe vor. Leicht genug wären die A7, leider sind sie zu sperrig.

Zwar bietet die Ladestation eine Aufbewahrungsmöglichkeit für die Earbuds, in der Hose macht diese sich allerdings nicht gut. Viel zu groß und sperrig ist auch hier der Tenor. Zudem ist die Akkukapazität nicht hoch genug, um diese monströsen Ausmaße zu rechtfertigen.

Sound

Das Schwierige dieser Tage ist es, die Soundqualität Alfawise A7 True Wireless Kopfhörer 5einzuordnen. Die Alfawise A1 haben für 20 € eine ordentliche klangliche Wiedergabe abgeliefert, auch wenn das allgemeine Hochton Dilemma durchschlug. Für den niedrigen Preispunkt war das allemal vertretbar. Die A7 kosten 3 € weniger, was in diesem preislichen Rahmen schon eine Menge ist. Kann man damit noch die Qualität des Vorgängers erreichen ?

Rohdaten:
Frequenz: 20–20000 Hz
Bluetooth: 4.2
Reichweite: 9 Meter
Widerstand: 16 Ohm
Einzelnutzung: Ja
Lautstärke: 86 db
Apt-X: Nein
Codecs: A2DP1.3, HFP1.7, HSP1.2, SBC, MP3, AAC, HD Voice, AVRCP1.6, IOS
Akkukapazität: 50 mAh / 3,7V
Wasserresistenz: IPX4

Soundqualität der Alfawise A7

Alfawise A7 True Wireless Kopfhörer 3

Dass Alfawise hier keinen HiFi-Kopfhörer abliefert, sollte klar sein. Das Gebotene lässt sich durchaus als passabel bezeichnen. Höhen haben fast immer ein leichtes Rauschen im Hintergrund, was bei hohen Lautstärken zu ausgewachsenem Übersteuern heranwächst. Die Mitten verhalten sich bei niedriger bis mittlerer Lautstärke normal. Bei hohen Lautstärken ab 80 % überlagern sie aber alles andere – selbst die Bässe. Solange man es aber genügsam angeht, bekommt man ein einigermaßen brauchbares Paket. Für den Preis ist das Gebotene in Ordnung.

Wer sich übrigens fragt, wie das mit der Stereo Ausgabe funktioniert, wenn die Kopfhörer nicht mit “Rechts” und “Links” markiert sind: Sie sind es. Nur eben ohne Buchstabe und nur, wenn beide Kopfhörer zusammen verwendet werden. Ein Buchstabe hätte also trotzdem nicht geschadet.

Pairing

Beim Pairing kommt es hier und da zu kleineren Komplikationen. Die Earbuds sind einzeln nutzbar. Es ist nicht möglich, die Earbuds untereinander zu verbinden, wenn einer bereits mit einem Host Gerät verbunden ist. Ein zweiter Punkt war das erneute Verbinden mit einem Host: das funktionierte in der Regel zwar, dauerte aber meist sehr lange.

Die Statusmeldungen für das Pairing sind wie gewohnt auf Englisch und gut verständlich. “Pairing” gibt dabei beispielsweise an, dass nach einem Host gesucht wird. “Source connected” bestätigt eine erfolgreiche Verbindung.

Von den Werbebildern wird suggeriert, dass man die Alfawise A7 gleichzeitig mit zwei Geräten verbinden könne. Das hat natürlich nicht funktioniert. Zumindest nicht mit zwei Smartphones. Die Verbindung war dafür durchweg stabil. Selbst mit einer Wand zwischen Host und Earbuds hatte man bis ca. 9 Metern keine Einschränkungen.

Sprachqualität

Obwohl die A7 dieses riesige Maß haben, scheint kein bedeutend besseres Mikrofon verbaut worden zu sein. Die Qualität eines Gesprächs geht in Ordnung, man klingt aber etwas blechern. Selber versteht man den Gesprächspartner gut. Das Noise Cancalling arbeitet zufriedenstellend, wenn auch nicht 100 % akkurat. Bei viel Umgebungslärm gelingt es nicht immer, alles herauszufiltern.

AkkuleistungAlfawise A7 Data

Davon haben die A7 50 mAh pro Earbud. Die Ladestation ist mit 300 mAh ausgestattet. Wie bereits gesagt, etwas wenig für die Größe der Station. Somit lassen sich die Alfawise A7 Earbuds auch nur 2 x aufladen. Für eine vollständige dritte Ladung reicht es nicht. Immerhin ist die Ladezeit mit ca. einer Stunde angemessen. Die Station selbst braucht an einem USB 2.0 Anschluss nicht ganz zweieinhalb Stunden.

Bei Lautstärken unter 80 % werden knapp vier Stunden Musik geliefert. Bei 100 % sind nur unter 3 Stunden möglich. Wer genügsamer mit der Lautstärke umgeht, erreicht auch gerne mal viereinhalb Stunden.

 

Fazit und Alternative

max-drechsel
Max Drechsel:

Die Alfawise A7 True Wireless Earbuds konnten mich nicht hundertprozentig überzeugen. Zwar ist das Preis/Leistungsverhältnis nicht schlecht, doch habe ich etwas mehr erwartet, nachdem die Alfawise A1 relativ gut abschnitten.

Neben der nicht gerade vorhandenen klanglichen Finesse ist vor allem die Ladestation total willkürlich gewählt. Ich verstehe nicht, warum man so eine riesen Box beilegt, die kaum mehr Kapazität auf die Waage bringt, als die winzige Station von Xiaomi. Hier hätte Alfawise mit einer Powerbank-Alternative punkten können, die man auch noch manuell hätte abschalten können. So wird das Potenzial aber verschenkt.

Wer es möglichst günstig haben möchte, kann sich die Alfawise A7 mal ansehen und anhören. Vorrausgesetzt man hat große Ohren. Bis auf den nochmals niedrigeren Preis spricht allerdings nichts für diese Earbuds. Da greift man lieber für ein paar Euro mehr zu den Xiaomi AirDots Youth Edition.

70%
  • Design / Verarbeitung 70 %
  • Tragekomfort 40 %
  • Soundqualität 70 %
  • Akkuleistung 80 %
  • Preis / Leistung 90 %

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