Der Trend zu größeren Handys ist kaum zu verleugnen, doch Cube legt mit seinem Alldocube x5 noch einen oben drauf. Mit dem 8 Zoll Bildschirm liegt das Smartphone klar in der Klasse der Phablets. Wie sich das x5 mit MTK8783 Prozessor und 3GB RAM im Alltag schlägt, haben wir hier untersucht. Das Ergebnis findet ihr im folgenden Testbericht.

Alldocube X5 Testbericht 1200x800

Design und Verarbeitung

Die Verpackung des Alldocube x5 kommt im schlichten Weiß. So spärlich das Design des Kartons erscheint, so zeigt sich auch das im Lieferumfang enthaltene Zubehör. Hier findet man lediglich eine Quickstart-Anleitung und ein micro-USB Kabel ohne Ladeadapter. Eine Schutzhülle oder USB Adapter sucht man vergeblich.

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338 Gramm bringt das Alldocube x5 auf die Waage, was sich im Vergleich zu einem normalen 5,5 Zoll Smartphone viel anhört, doch in der Hand ist es dann erstaunlich leicht für seine Größe. Allerdings liegt das Gerät mit seinen stattlichen 21.40 x 12.70 x 0.88 cm nicht mehr gut in der Hand. So braucht man eine ganze Hand alleine um das Phablet zu halten. Das Design ist schlicht und funktionell. Die Rückseite ist aus Metall gefertigt und lediglich ein Antennenstreifen am unteren Rand und die Abdeckung der SIM-Slots am oberen Rand sind aus Plastik. Diese wurden beide nicht ganz so sorgfältig wie der Rest verbaut und es zeigen sich minimale Spaltmaße. Lautstärke- und Sperrtaste sitzen gut im Gehäuse und haben einen angenehmen Druckpunkt. An der Unterkante wurden Lautsprecher und Mikrofon hinter einem Gitter verbaut, an der Oberkante findet man den micro-USB Anschluss und einen 3,5mm Klinkenanschluss. Zieht man die Klappe über der Kamera ab, so findet man hier einen MicroSD-Karten-Slot und zwei Steckplätze für SIM-Karten. Hier wurde also kein Hybrid-SIM, sondern ein echter Dual-SIM verbaut. Insgesamt macht das Alldocube x5 einen guten Eindruck und die Verarbeitung ist der Preisklasse angemessen.

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Auf Soft-Touchbuttons wurde wieder einmal verzichtet und so wird lieber etwas Bildschirm für die Onscreen tasten geopfert. Hier findet sich auch schon der erste Schwachpunkt des Alldocube x5, denn manchmal funktioniert vor allem der Multiapp Button nicht und es lässt sich erst nach einigen Versuchen in den Arbeitsspeicher wechseln. Die Displayränder wären jedoch definitiv breit genug, um dort Tasten unterbringen zu können. Oberhalb des Displays wurden eine 5,0MP Selfie-Kamera, ein Lautsprecher und die Näherungssensoren verbaut. An den 3800mAh Akku kommt man aufgrund der fest verbauten Metallrückseite nicht. Ein Fingerabdrucksensor wurde im Alldocube x5 nicht eingebaut.

Display

Dem Alldocube x5 mit dem 8 Zoll Display wurde eine Auflösung von 1920×1200 spendiert und so steht Full-HD Filmen nichts mehr im Weg. Einzelne Bildpunkte sind jedoch bei genauem Betrachten noch erkennbar. Die Farben werden angenehm dargestellt und auch Helligkeit und Kontrast sind so gut, dass man auch im Außenbereich mit dem Phablet arbeiten kann. Allein das Displayglas macht manchmal einen Strich durch die Rechnung und reflektiert so, dass man das Alldocube x5 dann nur noch als Spiegel nutzen kann.

Alldocube X5 Display 2 1200x800

An den 10 Berührungspunkten des Displays ist nicht auszusetzen, denn hier funktioniert alles ohne weitere Probleme. Die Kanten des Touchscreens sind ebenfalls gut zu bedienen und weisen keine Schwächen auf. Auf Gorilla Glas wurde beim Alldocube x5 verzichtet und so ist die Oberfläche ohne Schutzfolieetwas anfällig für Kratzer. Einen Displaybruch bei einem Sturz sollte der großzügige Rahmen jedoch größtenteils absichern.

Leistung

Das Alldocube x5 verfügt über einen MTK8783 in Verbindung mit 3GB Arbeitsspeicher. Dieser Chipsatz wird oftmals mit der Leistung eines Snapdragon 410 verglichen. Die 8 Kerne sind mit einer Frequenz von 1,5GHz getaktet. Als Graphikprozessor wurde hier eine Mali T720 verwendet, die durchaus genug Leistung bietet, um Spiele ohne größere Lags zu spielen. Aufwendige 3D Spiele lassen sich mit zwischenzeitlichen kurzen Hackern spielen. Für die üblichen alltäglichen Anwendungen bietet das Phablet jedoch ausreichend Leistung.

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Android

Das Alldocube x5 läuft mit einem Stock Android 7.0 ohne Veränderungen. So wurde auch das Standard Userinterface verwendet. Oftmals ist ein aufgesetztes Design oder Veränderungen im Android eine Quelle für Lags, dies ist bei diesem Smartphone zum Glück nicht zu erwarten. Das System läuft meist flüssig mit dem Mediatek Prozessor. Alle alltäglichen Apps und kleinere Programme, wie Facebook, Chrome und WhatsApp, werden schnell gestartet. Kleine Ladezeiten beim Starten von aufwendigeren Apps sollt man jedoch einrechnen. Das Alldocube kommt ohne störende Bloatware. Der Google Playstore und die deutsche Sprache sind von Werk aus natürlich vorhanden.

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Kamera

Das Alldocube x5 kommt mit einer 13MP Hauptkamera ohne auffallende Sensortechnik. Dennoch sind die Bilder gut und verfügen über ein großes Detailreichtum und schöne Farben. Bei der dynamischen Reichweite gibt es, wie in dieser Preisklasse üblichen, Schwächen. So ist entweder der Himmel überbeleuchtet oder zu dunkel im Vergleich zum Rest des Bildes. Auch bei schlechteren Lichtverhältnissen sind die Ergebnisse, trotz leichtem Rauschen, gut und angenehm anzuschauen. Allerdings werden die Fotos bei eingeschaltetem Zoom schnell nicht mehr so erfreulich. Der Autofokus arbeitet gut und schnell. Die Zeiten, um scharf zu stellen, liegen unter einer Sekunde. Die Auslösezeit hingegen ist sehr direkt und so zu vernachlässigen. Insgesamt überzeugte uns die Hauptkamera des Alldocube x5 im Praxistest durchaus. Videoaufnahmen werden mit einer Qualität von 1080p aufgenommen, eine 4k Möglichkeit fehlt. Auch einen Stabilisator sucht man vergeblich und so werden die Video-Aufnahmen oft wackelig. Beim Wechsel zwischen Hell und Dunkel arbeitete der Bildsensor aber hingegen erstaunlich gut und muss sich auf keinen Fall verstecken. Das Herzstück der Frontkamera ist ein 5MP Sensor, der jedoch nicht ganz so gute Bilder schießt, wie es die Werbung erhoffen lässt. Die Farben sind sehr blass und auch der Kontrast ist schwach. Hiervon sollte man also nichts großes erwarten.

Konnektivität und Kommunikation

Als wir das Alldocube x5 zum ersten Mal gesehen haben, waren wir überrascht, dass dieses Tablet über die Möglichkeit des Telefonempfangs verfügt. Mit der Dual-SIM lässt sich dann sogar aus zwei verschiedenen Netzen mobiles Internet empfangen. 2G/3G/4G Frequenzen sind, bis auf das LTE Band 20, breit aufgestellt und versprechen so auch eine gute Konnektivität. An der Empfangsstärke ließ sich im Test, sowohl beim mobilen Internet, als auch beim Telefonempfang nichts negatives erkennen. Mikrofon und Lautsprecher arbeiten beide sehr gut und übertragen die Gespräche ohne Zwischenfälle. Die Freisprecheinrichtung hingegen hatte etwas Probleme lästige Nebengeräusche herauszufiltern. Eine NFC Schnittstelle wurde im Alldocube x5 nicht verbaut. Das Standard WIFI Modul (802.11 b/n/g) verbindet schnell und zuverlässig. Auch bei der Reichweite gab es keine erkennbaren Probleme. Beim Thema Bluetooth setzt Cube auf die Bluetooth Version 4.0. Hier gibt es ebenfalls keine Probleme und auch hier kann die Reichweite der Verbindung überzeugen.

Die GPS-Sensoren arbeiten gut und bei einer Navigation über die Autobahn kam es nur selten zu Fehlanzeigen der Position.

Akkulaufzeit

Das Alldocube x5 verfügt über einen 3800mAh Akku, der über ein microUSB-Kabel innerhalb von 2,5 Stunden aufgeladen werden kann. Mit 100% lässt einen das Phablet dann einen ganzen Tag nicht im Stich. Geworben wird mit 4 Stunden durchgehender Video-Abspielzeit bevor der Akku schlapp macht. Im Praxistest erwies sich dies als richtig und das Smartphone schaltete sich nach knapp 4,5 Stunden aus. Für den Powernutzer ist der Akku vielleicht etwas zu klein, da vor allem das große Display viel Strom braucht. Doch aufgrund der geringen Ladezeit kann man hier hinüber wegsehen, wenn man nicht den kompletten Tag ohne Steckdose unterwegs sein sollte.

Fazit und Alternative

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Kilian B.:
Fazit

Das Alldocube x5 ist mit 8 Zoll Bildschirmdiagonale eines der größten Smartphones auf dem Markt. Die Verarbeitung ist sauber und nur bei genauem Betrachten fallen kleinere Schwächen auf. Der MTK8783 arbeitet in Verbindung mit den 3GB Arbeitsspeicher gut und bringt genug Leistung für alltägliche Aufgaben mit. Der Akku ist mit 3800mAh nicht übermäßig groß, aber reicht über den Tag. Alles in allem bleibt hier eher die Frage nach dem Einsatzzweck, denn das Phablet ist zu groß für jede Hosentasche und auch das Telefonieren und Bedienen gestaltet sich etwas kompliziert. Manch ein Nutzer wird aber nach genau einem solchen Tablet-Handy Hybriden gesucht haben. Hier ist das das Alldocube in seiner Klasse alternativlos und das Riesen-Smartphone liefert im Test allemal ab!

73% alternativlos!
  • Verarbeitung und Design 70 %
  • Display 80 %
  • Betriebssystem und Performance 70 %
  • Konnektivität und Kommunikation 80 %
  • Kamera 70 %
  • Akku 70 %

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Kommentar Updates
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Linea
Gast
Linea

Bei meinem Gerät sind die Steckslots unsauber verarbeitet, das Einlegen der Karten ist Fummelarbeit und erfordert Geduld.
Beim ersten Versuch ruschte mir die SIM-Karte zwischen das Gehäuse und den ersten Slot. Die Micro-SD Karte musste hinten leicht angehoben werden und im Winkel passte sie dann in den Slot.

Ingo Leonard
Gast
Ingo Leonard

kleine Korrektur: Die Auflösung des Displays beträgt nach Herstellerangaben1920x1200 Pixel.
Danke für die guten Testberichte.

Tobi
Gast
Tobi

Würde das fehlende Band 20 als negativ Punkt bei Positiv/Neagtiv und im Fazit erwarten . In D immer noch sehr wichtig

Jonas Andre
Autor
TeamStarMitglied
Jonas Andre

Hi Tobi, das sollte auch so sein. Danke für den Hinweis, ich habe es ergänzt.

Beste Grüße

Jonas

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