Alles zum neuen 18:9 Format bei Displays!

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Der aktuellste Trend in der Smartphone-Branche lautet „18:9“ Display! Mit dem neuen Displayformat lässt sich ein Smartphone konzipieren, dessen Bildschirm groß ist, die Front möglichst komplett ausfüllt und sich noch mit einer Hand bedienen lässt! Nun klagen viele über zu große Displays – aber wie sieht es mit der tatsächlichen Fläche beim 18:9 Display aus?

Immer größere Displays

Eine Diagonale von 6 Zoll war vor ein paar Jahren noch monströs; heute schon fast Standard. Ein Smartphone unter 5,5 Zoll darf man, vor allem auf dem chinesischen Markt, als Rarität bezeichnen. Hier sind größere Smartphonebildschirme ausdrücklich erwünscht. Mit einzelnen Ausnahmen, wie das iPhone, wächst das Smartphone stetig! Nur die eigenen Hände werden nicht größer.

18 9 Format 2Das Smartphone soll immer größere Bildschirme bieten, aber auch gleichzeitig nutzbar bleiben. Schon 2012 stieg man von 4:3 auf 16:9 um; das Apple iPhone 5 war der Auslöser der Welle. Und nun sind wir bei 18:9. Mit dem länglichen Display kommt man zum einen über die ganze Breite mit dem Daumen und kann auch die Bildschirmdiagonale, 1920×1080 auf Full HD+ 2160×1080, erhöhen – eine Win Win Situation für alle?

Absatzzahlen

Die Reaktionen auf das Display kann wohl noch am besten bei Apple betrachten: Das Universum „iPhone“ ist im Grunde ein geschlossenes System – Überzeugte interessiert die Konkurrenz mit Android nicht und Alternativen kommen nur von Apple selbst. „Mixpanels“ erfasst Nutzungsdaten und stellt sie zur Verfügung: lag das kleine iPhone in der siebten Generation noch vorne, sieht das beim iPhone 8 schon anders aus – 5,5 Zoll sind beliebter. Noch mehr Apple-Jünger griffen zum neuen iPhone X.18 9 Format 1

Apps in 18:9?

Mit dem neuen Format und der Displayauflösung sind nun aber Entwickler im Zugzwang die Apps zu aktualisieren und dem neuen Trend nachzugehen! Die Vorteile von 18:9 sind gegeben, nur müssen sie auch umgesetzt werden. Google geht voran und bringt einen Zoom für YouTube: mit dem länglichen Display hat man Balken links und rechts. Über einen kleinen Zoom ins Bild verschwinden diese und man nutzt den kompletten Bildschirm. Aber, dass wir in Zukunft Videomaterial im neuen Format erhalten, wird nicht so schnell passieren: Fernseher, Notebooks, Monitore sind fast immer in 16:9 gehalten.

Tatsächliche Fläche

18 9 Format 1Nun zum oft vergessenen Aspekt: wie sieht es mit der tatsächlichen Fläche aus, die man bekommt? Ganz einfach ist es eigentlich, denn sie wird kleiner. Die Displaydiagonale sagt nicht alles aus.

Ein 6 Zoll Display im „alten“ 16:9 Format ist 13,3cm lang und 7,5cm breit. Das ergibt eine Fläche von 99,75cm².

Ein 6 Zoll Display im neuen 18:9 Format ist 13,6cm lang und 6,8cm breit. Die ausgerechnete Fläche beträgt 92,48cm².

Das Display ist also 7,86% kleiner bzw. man verliert umgerechnet 0,2 Zoll an Bildschirmdiagonale. Es ist nicht alles gold was glänzt.

Unsere Einschätzung

Trotzdem ist das Display in 18:9 keine reine Marketing Maßnahme. Die Branche reagiert auf die Wünsche des Konsumenten. Haben wir also die Grenze erreicht? Konzepte wie das Doogee Concept Smartphone, flexible Smartphones oder Klapp-Handys mit 2 Bildschirmflächen zeigen Lösungen auf, wie man noch größere Displays für Smartphones anbieten kann. Aber bisher durchgesetzt hat sich nur das Mix-Design vom Xiaomi Mi Mix, sowie das 18:9 Format initialisiert vom Samsung Galaxy S8. Vor allem sollte man die Neuerungen und größeren Displays nicht einfach so ablehnen. Große Displays bieten beim Smartphone einfach viel mehr Möglichkeiten!

Quelle: t3nEuronicsAreamobile

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Reinhard Schäfer

Korrektur zum Artikel oben:
Das HTC One X hatte in 2012 bereits ein halbes Jahr vor dem Release des iPhone 5 ein 16:9-Display, ich vermute, auch einige weitere Geräte.

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Schnubbi

Zitat
Das Display ist also 7,86% kleiner bzw. man verliert umgerechnet 0,2 Zoll an Bildschirmdiagonale. Es ist nicht alles gold was glänzt.

Das ist etwas unglücklich formuliert, da die Diagonale in beiden Fällen 6″ beträgt.

Ich vermute, dass die Diagonale gemeint war, wenn die Flächeninhalte von 16:9 und 18:9 jeweils auf Quadrate übertragen werden und deren Diagonalen verglichen würden.

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