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Aqara Roller Shade Driver E1 im Test – eine einfache Idee, sehr gut umgesetzt!

Getestet von Benjamin Kalt am
Vorteile
  • simples Design
  • viele Aufsätze im Lieferumfang
  • einfache Einrichtung & Installation
  • Umsetzung der App überzeugt
  • lange Akkulaufzeit
Nachteile
  • funktioniert bei mir nicht ganz perfekt
  • ein Hub wird immer benötigt
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Vor einigen Wochen habe ich den Aqara Camera Hub G3 getestet. Dabei handelt es sich um eine Überwachungskamera mit einigen sinnvollen Features und einer sehr soliden Videoqualität. Abgesehen von der Aufnahmefunktion fungiert die Kamera aber auch als Hub für andere Smart Home-Geräte von Aqara, die sich nur mit dem Standard ZigBee verstehen und deswegen nicht direkt ins WLAN-Netzwerk eingebunden werden können. Das Gadget funkt also erst an den Camera Hub G3, der das Signal dann in das Netzwerk einspeist.

Der große Vorteil davon ist ein geringerer Energieverbrauch. Außerdem hängen weniger Geräte im Netzwerk – vor allem alte WLAN-Router sind mit vielen gleichzeitig verbundenen Geräten gerne mal überfordert. Der Nachteil ist hingegen, dass ihr euch ein Hub kaufen müsst, um die anderen Gadgets überhaupt erst verwenden zu können. Es funktionieren alle aktuellen ZigBee-Hubs von Aqara, also der Camera Hub G3, der Aqara Hub E1 und der Aqara Smart Home Zentrale M2. Ob ZigBee-Hubs von Fremdherstellern unterstützt werden ist unklar, davon ausgehen würde ich aber nicht.

Aqara Roller Shade Driver E1 1

Eines dieser anderen Gadgets ist der Aqara Roller Shade Driver E1, den ich für einige Wochen ausprobieren durfte. Das kleine Plastikding sieht aus wie eine Wii-Fernbedienung und ist mit einem Motor ausgestattet. Mithilfe dessen könnt ihr eure Innenrollladen in euer Netzwerk einbinden und sie per App oder Sprachkommando steuern. Rund 60 Euro verlangt Aqara dafür – in Anbetracht der tollen Umsetzung ist der Preis fair. Meine Erfahrungen teile ich in den kommenden Absätzen mit euch!

Unboxing & Installation des Aqara Roller Shade Driver E1

Der Aqara Roller Shade Driver E1 wird in einer kompakten Box geliefert. Mit dabei sind ein Ladekabel von USB-A auf USB-C sowie einige Schrauben und Elemente, die für die Installation benötigt werden. Wie die funktioniert, ist in der verständlich geschriebenen, mehrsprachigen Bedienungsanleitung erläutert. Bevor es an die Installation geht, sollte der Akku erst einmal aufgeladen werden. Das dauert gut zwei Stunden. Danach soll die Laufzeit rund zwei Monate betragen. Wenn euch das nicht reicht, könnt ihr das Gadget auch an Dauerstrom betreiben.

Nach dem erfolgreichen ersten Ladevorgang müsst ihr die Klappe an der Oberseite des komplett aus weißem Kunststoff gefertigten Gehäuse abnehmen. Dann müsst ihr zwischen mehreren Aufsätzen wählen, die sich im Lieferumfang befinden. Sie können einfach abgezogen und wieder aufgesetzt werden. Für meinen Rollo habe ich den feinsten Aufsatz gewählt, das kann sich bei euch natürlich unterscheiden. Nun hänge ich die Kette des Rollos in den Aufsatz ein und hoffe, dass alles funktioniert. Das solltet ihr unbedingt testen, bevor ihr den Aqara Roller Shade Driver E1 mit den mitgelieferten Schrauben an der Wand befestigt.

Aqara Roller Shade Driver E1 6

Das Befestigen an der Wand geht aber eigentlich auch ziemlich einfach. Ihr müsst den hinteren Einschub am Gehäuse öffnen, die Schrauben zum Befestigen verwenden und den Einschub dann wieder am Gehäuse befestigen. Sollte der Motor einmal kaputtgehen, könnt ihr also einfach einen neuen Roller Shade Driver installieren, ohne weitere Löcher in die Wand bohren zu müssen.

Warum es bei mir nur teilweise geklappt hat…

Schon bevor ich das Gehäuse an der Wand befestigt habe, ist mir ein Problem aufgefallen. Die kleinen Kugeln an der Kette meines Rollos sind nicht gleichmäßig, weswegen der Aufsatz für den Motor im Roller Shade Driver die Kette nicht immer ideal anpacken kann. Teilweise rutschen einfach einige Kugeln durch, ohne dass sich der Rollo bewegt. Das liegt leider an meinem Rollo – es handelt sich um die billigste Möglichkeit zur Verdunklung von Amazon, bei der wohl auch bei der Qualität gespart wurde. Mit hochwertigen Rollos – zum Beispiel bei meinen Nachbarn – tritt dieses Problem nicht auf.

Aqara Roller Shade Driver E1 4

Ich habe mich deswegen dazu entschieden, mit der Einrichtung in der App fortzufahren und das Gehäuse nicht an der Wand zu befestigen. Da es in meinem speziellen Fall sowieso Probleme gibt, würden sich die Löcher kaum lohnen. Alle Features konnte ich aber auch so problemlos ausprobieren – eine Dauerlösung wird das händische Festhalten des kleinen Plastikkastens aber nicht. Vielleicht sollte ich einfach bessere Rollos kaufen.

Einrichtung in der App & Verbindung mit Google Home

Kommen wir zum noch einfacheren Teil der Einrichtung. Nachdem wir nun die Hardware befestigt haben und alles einsatzbereit ist, geht es an die Verbindung mit dem heimischen WLAN-Netzwerk. Dafür benötigt ihr zwingend die Aqara Home-App und ein kompatibles Hub. Beides habe ich zum Glück – ich habe mein Aqara Camera Hub G3 also wieder an den Strom angeschlossen und dann mit der Einrichtung begonnen.

Dafür müsst ihr eigentlich nur euer Produkt – in diesem Fall also den Roller Shade Driver E1 – aus der Liste auswählen und dann den Anweisungen folgen. Ihr wählt ein verfügbares Hub aus, dann ein Zimmer und einen Namen für euer neues Gadget. Das war es eigentlich auch schon. Alles funktioniert problemlos und geht sehr schnell – Aqara hat gegenüber meinen letzten Gehversuchen in der App merklich an der Usability der Anwendung gearbeitet. Mittlerweile ist sie einfacher zu bedienen und flüssiger als Xiaomi Home, wobei das wirklich kein allzu großes Kompliment ist.

Nach der Verbindung mit dem Hub werdet ihr nach der Öffnung und Schließung gefragt. Sprich: In welche Richtung muss sich der Motor drehen, damit der Rollo aufgeht? Genau das könnt ihr in diesem Schritt herausfinden, wonach die Tasten in der App und am Gerät entsprechend belegt werden. Außerdem müsst ihr natürlich einstellen, wann der Rollo komplett offen ist und wann es komplett geschlossen ist. Sonst würde sich der Motor ja immer weiter drehen. Auch dieser Arbeitsschritt dauert weniger als fünf Minuten. Mehr als 15 Minuten wird die Installation des Roller Shade Driver E1 insgesamt auf keinen Fall dauern.

Automatisierung, Nutzung im Alltag

In der App könnt ihr die Rollos dann ganz normal steuern – eine Latenz ist dabei nicht wirklich merkbar. Zudem könnt ihr euren Aqara-Account in der Google Home-App hinzufügen, dann sind die Rollladen auch per Sprache steuerbar. Auf dem Google Nest Hub (2. Generation) wird der Vorgang auch visualisiert und ist per Touch bedienbar.

Aqara Roller Shade Driver E1 2

In Richtung Automatisierung geht es natürlich auch noch. Dafür gibt es kleine “If Then”-Ketten, zum Beispiel mit einer Uhrzeit oder dem Wetter als Trigger. Auch das hat im Test tadellos funktioniert, obwohl ich in Ermangelung anderer Sensoren und Gadgets von Aqara nicht alle Möglichkeiten ausprobieren konnte.

Testergebnis

Getestet von
Benjamin Kalt

Aqara hat mit dem Roller Shade Driver E1 ein ziemlich simples Konzept hervorragend umgesetzt. Leider funktioniert das System mit meinen Billigrolladen nicht tadellos – dafür kann aber das hier getestete Gadget von Aqara überhaupt nichts.

Die Installation geht in wenigen Minuten von der Hand und auch die Einrichtung in der App ist nach wenigen Klicks erledigt. Aqara hat an alle wichtigen Features gedacht – sogar die Einbindung in Google Home ist problemlos möglich. Ihr könnt den Start- und Endpunkt des Rollos festlegen und Zeitpläne erstellen, um morgens automatisch Licht in euer Zimmer zu lassen. Auch bei längerer Abwesenheit ist das sicherlich sinnvoll, um potenziellen Einbrechern den Eindruck zu vermitteln, es wäre jemand zu Hause.

Müssen unbedingt auch Innenrolladen automatisiert werden? Nein, sicherlich nicht. Ich habe aber großen Spaß an Smart Home und mag es, wenn eigentlich einfache Ideen gut umgesetzt werden. Das ist Aqara mit dem Roller Shade Driver E1 gelungen – zumindest wenn die Qualität eures Rollos ebenfalls mithalten kann. Wenn ihr euer automatisiertes Zuhause weiter ausbauen wollt, solltet ihr dieses Gadget auf eure Wunschliste setzen. Vor allem auch wegen der hervorragenden Kompatibilität mit Google Home, Amazon Alexa, Apple Home, IFTTT und weiteren Diensten.

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