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Bigzzia Spinning Bike im Test

Getestet von Joscha am
Vorteile
  • gute Verarbeitungsqualität
  • einstellbare Sattelposition und Lenkstangenhöhe
  • gleichmäßiger Widerstand beim Fahren
Nachteile
  • klapprige Smartphone-Halterung
  • LCD-Anzeige nur rudimentär
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Nachdem der Hersteller Bigzzia mit seiner extrem günstigen Hantelbank in unserem Test für gemischte Gefühle gesorgt hat, folgt nun ein weiteres Produkt: Das Bigzzia Spinning Bike wechselt für nur 190€ den Besitzer. Das Spinning Bike verspricht dafür eine ordentliche Verarbeitung mit Metallkörper und eine LCD-Anzeige. Was das günstige Spinning Bike im Praxiseinsatz taugt, erfahrt Ihr im folgenden Test.

Lieferung und Aufbau

Das Spinning Bike wird in einem großen Pappkarton geliefert. Im Inneren befinden sich in Styropor und Plastiktüten verpackt die Einzelteile.

Bigzzia Spinning Bike 4

Für den Aufbau liegt eine Bedienungsanleitung im Lieferumfang bei. Die Anleitung ist nur in englischer Sprache verfasst, allerdings mit recht guten Bildern versehen. Die zum Aufbau nötigen Schraubendreher und Schraubenschlüssel sind allesamt beiliegend. Der Aufbau wird in sieben Schritten beschrieben. Zunächst installiert man die Standfüße des Gerätes und befestigt sie. Danach werden die Pedale angebracht. In Schritt 3, 4 und 5 befestigt man den Sattel und die Lenkstange. Danach wird das Display und der Smartphone-Halter angebracht. Schließlich muss man noch zwei AA-Batterien einsetzen, um das Display mit Strom zu versorgen und dieses mit zwei 3,5mm Klinke-Anschlüssen mit dem Rahmen des Spinbikes verbinden.

Bigzzia Spinning Bike 6

Der Aufbau ist relativ einfach und kann auch von Laien in circa 30-40 Minuten erledigt werden. Praktisch ist natürlich, dass kein Extra-Werkzeug dafür nötig ist. 

Verarbeitungsqualität

Wieder einmal überrascht uns Bigzzia mit einer sehr guten Verarbeitungsqualität trotz des niedrigen Preises. Zum Design des Spinning Bikes und dessen Verarbeitung, kann ich dem Hersteller jedenfalls fast nur Lob aussprechen. Das Gewicht ist mit 27kg wieder einmal gerade so schwer genug, um das Gerät nicht billig wirken zu lassen. Der Stand auf dem Boden ist dank der beiden vier Gummi-Standfüße ausreichend stabil. In Betrieb wackelt das Spinbike zwar etwas hin und her, aber nicht im störenden Maße. Teurere Spinning Bikes sind aufgrund des höheren Gewichtes vor allem in diesem Punkt überlegen.

Die Pedale bestehen aus Metall und haben einen Kunststoff-Aufsatz zum Einstecken der Füße. Lustig ist, dass der Hersteller hier wohl zu “Hardware” von klassischen Fahrrädern gegriffen hat, denn auf der Rückseite der Pedale sind Reflektoren angebracht. Solltet Ihr Autoverkehr in Eurer Wohnung haben, seid Ihr so aber auch auf der sicheren Seite ;-). Der Fuß sitzt jedenfalls stabil im Pedal und auch für größere Schuhe ist der Aufsatz groß genug (getestet mit Schuhgröße 47).

Wie könnte es bei einem chinesischen Produkt auch anders sein: Die Smartphone-Halterung gehört natürlich mit dazu. Diese ist im Gegensatz zum restlichen Bike aber ziemlich klapprig und hat seitlich auch keinen Verschluss. Ich würde daher nicht empfehlen, Euer Smartphone dort zu verstauen, wenn ihr nicht konstant ein Auge auf die Position des Handys habt. Ansonsten gibt es an der Unterseite noch eine Halterung für eine Trinkflasche.

Der Sattel hat einen Kunstleder-Bezug, der gut verarbeitet ist und sich angenehm anfühlt. Die Position des Sattels kann ebenso wie die Höhe der Lenkstange angepasst werden. Typisch für Spinning Bikes ist der Sattel etwas härter.

LCD-Anzeige

Das Spinning Bike verfügt auch über eine Anzeige. Diese ist rudimentär und deutlich schlechter als bei teureren Geräten, gibt aber zumindest über die wichtigsten Daten einen Überblick. So erfahrt Ihr die aktuelle Geschwindigkeit, die zurückgelegte Strecke, eine (komplett zu vernachlässigende) Schätzung Eures Kalorienverbrauchs und eine Puls-Anzeige. Um bei letzterer einen Wert ausgegeben zu bekommen, muss man natürlich die Hände auf den Sensoren der Lenkstange platzieren. Dann ist die Anzeige aber relativ zuverlässig und steigt und fällt mit der gefühlten Belastung.

Das Display schaltet sich natürlich nach einigen Minuten Nichtnutzung ab. Die Trainingswerte werden aber erst zurückgesetzt, wenn man den roten Button ein paar Sekunden gedrückt hält. Für mich persönlich ist dies ein großer Pluspunkt, denn so “verliert” man nach einer kurzen Trinkpause nicht alle Messungen und kann sein Training fortsetzen.

Praxiseinsatz

Bigzzia Spinning Bike 14

Der Widerstand kann über einen Dreh-Regler nach oben oder nach unten reguliert werden. Um das eigene Trainings-Niveau zu verfolgen, wäre eine digitale Anzeige natürlich wünschenswert gewesen. Davon einmal abgesehen, erfüllt der Drehregler seine Aufgabe ganz ausgezeichnet. Der Widerstand kann sehr genau eingestellt werden und man hat ein direktes Feedback beim Treten.

Die Spinning-Eigenschaften erwiesen sich in meinem Test erfreulicherweise ebenfalls als sehr gut. Wie bereits erwähnt, gibt es bei “voller Fahrt” ein leichtes Wackeln, aber das war es eigentlich auch schon mit der Kritik. Der Widerstand beim Treten ist gleichmäßig verteilt, was einem das Gefühl gibt, ein hochwertiges Gerät zu verwenden. Auch kann das Bike durch die verstellbare Position des Lenkrads und Sattels gut an die eigene Größe angepasst werden. Kurze Aussetzer beim Widerstand gibt es ebenfalls nicht, sodass man sich durchweg sicher auf dem Gerät fühlt.

Testergebnis

Getestet von
Joscha

Ich habe in meinem Leben schon relativ viel Zeit auf Spinning-Bikes verbracht. Wer mit verschiedenen Geräten trainiert hat, wird merken, dass einem manche Bikes liegen und manche nicht. In meinem Fall liegt die “Trefferquote” etwa bei einem von drei Geräten. Erfreulicherweise kann ich sagen, dass das günstige Spin-Bike von Bigzzia zumindest für mich zu den guten Geräten zählt. Die Größe lässt sich gut einstellen, der Widerstand ist gleichmäßig über den ganzen Spin verteilt und der Sattel ist ausreichend bequem für längere Sessions. Natürlich hat das günstige Bike ein paar Abstriche im Vergleich zu teureren Exemplaren. Hier sind insbesondere das niedrige Gewicht, das damit verbundene leichte Wackeln beim Fahren und die nicht besonders ausgefeilte Anzeige zu nennen. Allerdings macht der niedrige Preis diese kleinen Kritikpunkte mehr als wett. Im Gegensatz zur Hantelbank hat Bigzzia hier einen echten Geheimtipp am Start!

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guest
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ZTETOM
Gast
ZTETom (@guest_69887)
10 Monate her

“Der Aufbau ist relativ einfach und kann auch von Leihen in circa 30-40 Minuten erledigt werden”
Wo kann man sich so jemanden ausleihen ??

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre (@jonas-andre)
10 Monate her
Antwort an  ZTETom

Danke für den Hinweis :).

Beste Grüße

Jonas

phoenix42
Gast
phoenix42 (@guest_69825)
10 Monate her

Ich finde es ja gut das ihr auch sowas testet, aber sind wir mal ehrlich braucht man sowas?
Wozu gibt es noch das gute alte Fahrrad oder ein E-Bike in der heutigen Zeit um sich zu bewegen.
Zumal man sich mit dem Rad oder E-Bike an der frischen Luft bewegt und noch was sieht von der Welt und nicht nur die Wand, Terrasse usw. je nachdem wo das Spinnging Bike steht.
Ich hatte mal ein Spinnging Bike im Urlaub getestet danach war ich froh wieder mit einem normalen Fahrrad was für meine Kondition zu tun.

Letzte Änderung 10 Monate her von phoenix42
IgorB
Gast
Igor (@guest_69828)
10 Monate her
Antwort an  phoenix42

Ja man braucht sowas.
Z.b. Schnee, Regen, Kälte.

Geoldoc
Gast
Geoldoc (@guest_69824)
10 Monate her

Hi Team,

in aller Regel sind “Hersteller” wie Bigzzia ja nicht die wirklichen Hersteller, sondern drucken nur ihren klangvollen Namen auf das Produkt.

Ich fände es cool, wenn Ihr bei Euren Tests auch mal danach schaut, ob es zumindest optisch vergleichbare Produkte anderer Marken gibt, Ihr also nur ein OUE-Produkt vor Euch habt. Das dauert oft nur wenige Minuten.

Zum Beispiel hier:

Sieht für mich bis auf die Farbe des Rades identisch aus und stammt von der für Fitnessgeräte mindestens genaus bekannten Marke SHUOQI.

Geoldoc
Gast
Geoldoc (@guest_69843)
10 Monate her
Antwort an  Joscha

Danke für die Rückmeldung. Gleicher Preis über den Marketplace. Wenn da die Lieferung ausfällt, sind die Chancen gut, dass Amazon einspringt. Klingt für mich deutlich attraktiver. Wie gesagt, ich finde bei den ganzen Chinaprodukten macht es Sinn zu schauen, ob man wirklich einen Hersteller vor sich hat oder nur irgendeinen Importeur, der irgendeinen (meist dämlichen) Markennamen auf ein OEM-Produkt druckt. Häufig sind die Produktbilder sogar identisch bei Amazon und Aliexpress. Das können natürlich auch immer Fälschungen sein, aber ein kurzer HInweis: “Sieht aus wie ein OEM-Produkt, folgende könnten identisch sein, aber ohne den direkten Vergleich können wir das nicht sicher… Weiterlesen »