Blackview BV9600 Pro/Plus

Blackview stellt mit dem Modell-Duo BV9600 Pro und Plus die Nachfolger des BV9500 vor. Es handelt sich hierbei um Outdoor-Handys der gehobenen Mittelklasse, die mit einigen Funktionen auffallen, die wir in dieser Klasse bisher noch nicht gesehen haben.

Design & Outdoor-Funktionen

Beim Design gibt es selten Outdoor-Smartphones die irgendwie auffallen – und das trifft definitiv auch auf das BV9600 zu. Beide Modelle haben eine Rückseite aus Gummi, einen Rahmen aus Metall und ein Display mit Notch, das von Gorilla Glas geschützt wird. Trotz des 6,21 Zoll großen Displays sind die Geräte mit 162.9 x 81.4 x 10 Millimetern nicht übertrieben groß, die Bedienung mit einer Hand dürfte aber dennoch schwierig werden.

Die Rückseite des BV9600 kommt mit einer schlichten Gummierung daher.

Was der Hersteller in seiner Präsentation hervorhebt ist das schlichte Design des BV9600, das komplett auf irgendwelche farbigen Akzente verzichtet. Auch die Rückseite ist trotz der Gummierung komplett flach und ist mit einer matten Oberfläche versehen, die zumindest auf den Bildern ziemlich gut aussieht. Das kennen wir so bereits vom AGM A9!

Im Metallrahmen findet sich ein Dual-Sim-Slot, der wahlweise mit zwei Sim-Karten oder mit einer Sim-Karte und einer Micro-SD-Karte betrieben werden kann. Außerdem kommt das BV9600 mit USB-C, dafür aber offensichtlich ohne Klinkenanschluss.

Outdoor-Funktionen des BV9600

Blackview bezeichnet das BV9600 als “unzerstörbar” (orig. “unbreakable”) und legt auf der Präsentationsseite direkt einige Videos als “Beweis” dafür vor. Inwiefern das BV9600 hierbei andere Outdoor-Telefone überflügelt wird, wird sich erst im ausführlichen Testbericht zeigen.

Wasserdicht nach IP Standard ist auch wieder vorhanden, somit ist längeres Untertauchen für das BV9600 überhaupt kein Problem.

Weitere Features sind ein Handschuh-Modus, durch den das Display auch mit handelsüblichen Handschuhen bedient werden kann und eine besonders gute GPS-Antenne, durch die Navigation besonders exakt sein soll.

Handschuhmodus

Die technischen Daten des BV9600

Richtig spannend wird es eigentlich erst in diesem Abschnitt, denn die Spezifikationen machen aus dem BV9600 ein ziemlich interessantes Gerät.

Direkt zu Beginn klären wir mal den Unterschied zwischen dem Pro- und dem Plus-Modell: Beim Blackview BV9600 Pro kommt ein Fingerabdrucksensor im Rahmen zum Einsatz, beim Blackview BV9600 Plus ein Fingerabdrucksensor im Display. Außerdem kommt das Plus direkt mit Android 9 Pie und kostet 369,99 Dollar UVP, das Pro kommt noch mit Android 8.1 Oreo und kostet 449,99 Dollar UVP. Letzteres ist übrigens schon erhältlich, während ersteres noch mittels IndieGoGo finanziert wird.

Ansonsten gleichen sich die Geräte wie ein Ei dem anderen. Das fängt schon beim Display an. Es kommt nämlich ein 6,21 Zoll Display mit einer Notch zum Einsatz. In dieser Klasse durchaus eine Besonderheit, dass Blackview nicht auf die IPS-Technik setzt, sondern in beiden Geräten ein AMOLED-Display verbaut. Das dürfte viele Nutzer, besonders wegen der Notch, sehr freuen.

Als Prozessor kommt bei beiden Modellen der Helio P60 von Mediatek zum Einsatz, der in anderen Geräten bisher sehr positiv aufgefallen ist. Der Achtkern-Prozessor ist sehr schnell, das System läuft ohne Ruckler und 3D-Games auf mittleren bis hohen Einstellungen packt der SoC auch. Ein paar Benchmarks zum Helio P60 findet ihr zum Beispiel in diesem Testbericht zum Umidigi Z2 Pro.

Unterstützt wird der Prozessor von satten sechs Gigabyte RAM – Multitasking sollte also kein Problem sein. Für den Nutzer stellt das BV9600 128 Gigabyte internen Speicher bereit, der sogar noch per Micro-SD-Karte erweitert werden kann.bv9600

Der Akku misst satte 5580 mAh, was für ein Smartphone ziemlich viel zu sein scheint, für ein Outdoor-Smartphone aber eher unter dem Durchschnitt liegt. Dennoch sollte die Kapazität für anderthalb bis zwei Tage Laufzeit ausreichen.

Kameras & Konnektivität

In Bezug auf die Kamera wirbt Blackview eigentlich mit allem, was auch andere Hersteller so von sich geben: Toller Portrait-Modus, gute Bilder in Low-Light-Verhältnissen, natürlich besser als der Vorgänger etc.. Wie gut die Fotos wirklich werden zeigt sich aber erst im Testbericht, da man auf Werbefotos meistens nicht allzu viel geben kann. Teilweise werden sie ja nicht mal mit dem Handy aufgenommen, sondern mit einer richtigen Kamera mit Wechselobjektiven.

Zumindest die technischen Daten auflisten können wir aber: Auf der Rückseite findet sich ein Dual-Kamera-Setup mit 16 + 8 Megapixel Auflösung und Sensoren von Samsung. Im Vorgänger wurden hingegen Sensoren von Sony eingesetzt. Auf der Vorderseite befindet sich eine nicht näher spezifizierte Front-Kamera mit acht Megapixel Auflösung.

In Bezug auf die Konnektivität ist das Blackview BV9600 auch sehr gut aufgestellt:

  • Alle möglichen LTE-Bänder inkl. Band 20
  • WLAN im Dual-Band nach a, b, g, n und ac
  • GPS und Bluetooth 4.2
  • NFC

Unsere Einschätzung

Die neue Outdoor-Baureihe der gehobenen Mittelklasse von Blackview bringt interessante Features in das Segment der gummierten Handys, die wir so bisher nur von “normalen” Smartphones kannten. Vor allem das neue AMOLED-Display dürfte für viele Leute ein Argument zum Kauf sein.

Wie gut sich die Smartphones in der Praxis schlagen, klären wir dann im ausführlichen Testbericht. Da Blackview sich aber in der Vergangenheit keine groben Schnitzer geleistet hat, sind wir relativ guter Dinge, dass das Blackview BV9600 Pro und das Blackview BV9600 Plus gute Handys werden.

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luig
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luig

Nach mittlerweile mehreren runtergefallenen Handys hab ich erstmals dieses “unbreakable” Handy probiert/getestet.
Mein Test verlief negativ, großer Mangel: Auf der Rückseite liegend wird das Glas der Cams zerkratzt weil es direkt drauf liegt, und somit Kratzer genau über den Kameralinsen entstehen. Das Schutzglas über den Cams scheint im Gegensatz zum Display nicht allzu kratzfest zu sein. Ist bei manch anderen Handys auch so bei einem “unbreakable” aber ein No Go! Ich komm darüber hinaus mit so einem Riesending einfach nicht klar. Handys dieser Größe verdienen den Namen nicht mehr. Darüber hinaus hab ich das Gefühl dass das BV 9600 Pro trotz der beeindruckenden Leistungs-Daten nicht ganz so flüssig läuft.
Bin beim Sony Z2 Compact gelandet, mit Schutzglas und Bumper immer noch so klein dass ich es als Handy bezeichnen kann.
Hatte zwar nie mehr zu Sony gesagt, nachdem ich auch damit schon Bruch (Backcover) hatte, nachdem das Z2 Compact aber kein Backcover aus Glas mehr hat und neben dem iPhone in dieser Größe volle Power hab ich mich mangels Alternativen wieder für Sony entschieden.