Das Blackview Omega Pro protzt im Test mit einem HD Display, 3GB Ram und einer sehr hochwertigen Verarbeitung. Das Omega Pro gibt`s bereits für unter 150€ und ein 5 Zoll Gerät mit dieser Ausstattung ist derzeit eine Seltenheit.

Hinweis

Achtung! Aufgrund eines Problem mit dem Simkarteneinschub läuft nun eine Rückrufaktion. Wer im November oder Dezember bestellt hat, sollte seinen Verkäufer kontaktieren und erhält ein neues Gerät oder einen neuen Sim-Halter. Weitere Informationen findet ihr auf der Blackview Webseite.

Blackview Omega Pro 7

Design und Verarbeitung

Die Farben Weiß und Schwarz stehen zur Auswahl und das Smartphone ist von einem 7mm breiten Aluminiumrahmen umgeben. Mit den Glasscheiben auf der Vorder- und Rückseite ergibt sich eine Dicke von 8,2mm. Mit 174g bringt das Omega Pro ein angenehmes Gewicht auf die Waage und wirkt in der Hand durchaus hochwertig. Ein Premium Gefühl ist vorprogrammiert. Vom Aussehen erinnert das Omega Pro stark an das Xiaomi MI4. Der Metallrahmen ist sauber abgeschliffen und die Gorilla-Glasscheiben sitzen perfekt auf dem Handy, wobei die Rückseite des Smartphones entsprechend rutschig und ein Magnet für Fingerabdrücke und Dreck ist.

Blackview Omega Pro Verarbeitung und Design (6) Blackview Omega Pro Verarbeitung und Design (1)

Der Rückdeckel kann nicht entfernt werden und der Akku nicht einfach gewechselt. Der Simslot ist an der rechten Außenseite exzellent in den Rahmen eingearbeitet und kann 2 Mikro-Simkarten aufnehmen. Bei Verzicht auf Dual-Sim ist auch eine Speichererweiterung um bis zu 128GB möglich. Der Sim-Einschub kann nicht mit Sim-Adaptern verwendet werden! Wie auch beim Vorgänger des Omega Pro sind die 3 üblichen Sensortasten unbeleuchtet und eine Benachrichtigungs-LED sucht man vergeblich.

Blackview Omega Pro Verarbeitung und Design (5) Blackview Omega Pro Verarbeitung und Design (4)

An der Verarbeitung und dem Design des Blackview Omega Pro fällt es durchaus schwer, einen Kritikpunkt zu finden. Das Gerät vermittelt ein hochwertiges Gefühl und ist mit 5 Zoll auch noch angenehm einhändig zu bedienen. Abgesehen von der fehlenden Benachrichtigungs-LED, kann man mit der Glas-Metall-Kombination nicht viel falsch machen.

Display

Das Blackview Omega Pro bietet einen 5 Zoll großen Touchscreen mit einer HD Auflösung von 1280 x 720 Pixel. Das entspricht einer Pixeldichte von 293 PPI. Es handelt sich um ein 5-Punkt Multitouch Display und dieses wird durch Gorilla Glas 3 vor Kratzern geschützt. Im Vergleich zum alten Omega wurde die Pixelanzahl zwar reduziert, (Blackview Omega: FullHD) im direkten Vergleich ist der Unterschied in Sachen Schärfe allerdings zu vernachlässigen. Inhalte werden auf dem Omega Pro gestochen scharf dargestellt, die Farben sind kräftig und die Blickwinkel ausreichend stabil. Mit MiraVision kann das Display den persönlichen Vorlieben angepasst werden. Die Lesbarkeit im Freien ist durchschnittlich gut.

Blackview Omega Pro Display Blackview Omega Pro Empfang Netz (1)

Der Touchscreen reagiert penibel auf alle Eingaben und setzt diese ohne spürbare Verzögerung um. Trotz der vergleichsweise geringen Auflösung ist das Display des Blackview Omega Pro angesichts des Preises gut.

Performance

Blackview Omega Pro Andro BenchDer Octa-Core-Prozessor MediaTek MT6753 taktet mit 1,3 GHz, verfügt über eine Mali-T720 GPU und ist an 3GB RAM angebunden. Das System läuft absolut flüssig und stabil. Apps öffnen schnell und auch 3D Spiele können auf dem Omega Pro gespielt werden. Von den 3GB RAM stehen ganze 2,2 GB für Apps zur Verfügung und das Omega Pro kommt auch bei einer Vielzahl an gleichzeitig geöffneten Apps nicht ins Schwitzen. Der Speicher ist mit einer Lesegeschwindigkeit von 230MB/s und einer Schreibgeschwindigkeit von 70MB/s angenehm schnell. Spiele wie Asphalt 8 oder Modern Kombat 5 können gespielt werden, laufen allerdings nicht 100% flüssig. Wer viel spielt, sollte zu einem Helio X10 oder Snpadragon 801/808/810 Smartphone greifen. Die gesamte Performance des Blackview Omega Pro überzeugt und auch die 3GB Ram sind ein tolles Feature. Multimedianutzer kommen voll auf ihre Kosten und das System läuft uneingeschränkt flüssig.

Benchmark-Ergebnisse des Blackview Omega Pro:

Blackview Omega Pro Antutu Benchmark Blackview Omega Pro Geekbench 3 Blackview Omega Pro 3D Mark (1)

 

Betriebsystem

Das Blackview Omega Pro läuft mit Android 5.1 Lollipop und wahlweise mit dem X-Launcher oder dem Standard Android Launcher. Natürlich können auch beliebige Launcher aus dem Playstore installiert werden. Unter dem Stock Launcher läuft das System durchweg stabil und Abstürze gab es während der Testwoche nie.

Blackview Omega Pro User Interface System (1) Blackview Omega Pro User Interface System (2) Blackview Omega Pro User Interface System (3)

Der Multitasking-Übersicht wurde ein Wipe-All Button spendiert und Schnellstartleiste und Optionsmenü bleiben unverändert. Das Display erkennt im ausgeschalteten Zustand verschiedenen Gesten (SmartWake) und diese funktionieren genau und schnell. Auch der 3-Finger-Screenshot funktionierte im Test problemlos. Unser Blackview wurde mit dem Update vom 24. Dezember getestet und Blackview hält das Smartphone mit automatischen Updates (OTA) aktuell.

Kamera

Das Blackview Omega Pro verfügt über eine 13MP Rückkamera und eine 2MP Frontkamera. Die Rückkamera produziert durchaus brauchbare Fotos mit guten Kontrast und natürlichen Farben. Bei wenig Licht stellt sich jedoch schnell ein deutlich sichtbares Rauschen ein. Auch Nahaufnahmen gelingen in guter Qualität. Bei schlechten Lichtverhältnissen sind die Bilder jedoch nicht mehr zu gebrauchen. Die Auslösezeit ist gering und der Autofokus arbeitete meistens schnell und genau.

Für gelegentliche Selfies und Videotelefonie ist die Frontkamera allemal ausreichend. Der LED-Blitz gehört nicht zu den hellsten und dient im Notfall als Taschenlampe, oder zur Unterstützung von Nahaufnahmen im Dunkeln.

Netz und Konnektivität

Achtung! Die erste Charge leidet unter Problemen mit dem Simkarten-Einschub! Unser Testgerät hatte keine Probleme. Zum offiziellen Blackview Forum.

Das Blackview Omega Pro unterstützt folgende Netzfrequenzen:

2G: GSM 850/900/1800/1900 MHz
3G: UMTS  850/1900 /2100 MHz
4G: LTE 800/1800/2600 MHz

Blackview Omega Pro Empfang Netz (2)Das Blackview Omega Pro funkt problemlos in allen in Deutschland und Europa üblichen Frequenzen. Auch das 800MHz LTE Band wird unterstützt und High-Speed-Internet ist auch in ländlichen Regionen problemlos möglich. Mit dem Empfang gab es keinerlei Probleme. Der Sim-Slot fasst 2 Micro-Sim Karten oder eine Micro-Sim und eine Micro-SD. Leider kann kein Sim-Adapter verwendet werden, da die Sim-Karte dann aus dem Slot fällt. Der Gegenüber wird laut und deutlich verstanden und auch die eigene Stimme wird klar weitergeleitet. Der Freisprecher erzeugt ein deutliches Echo und ist bei Hintergrundgeräuschen nur eigeschränkt zu verwenden. Der Näherungssensor arbeitet während dem Telefonat fehlerfrei und zuverlässig.

Die Reichweite des Wifi-Modul ist gut und auch der Datendurchsatz kann sich sehen lassen. Bluetooth wird unterstützt und macht erst nach 10m Entfernung Probleme. OTG wird ebenfalls unterstützt und funktionierte im Test problemlos. Ein Gyroskop-Sensor und Kompass sind leider nicht vorhanden. Das GPS des Blackview Omega Pro ist aureichend stark und die Navigation klappte im Auto problemlos. Die Standortbestimmung dauert nur wenige Sekunden und die Position wird durch etwa 10 Satelliten auf bis zu 3 Meter genau bestimmt (auch GLONASS wird unterstützt).

Der interne Lautsprecher, der sich auf der Rückseite befindet, hat einen unterdurchschnittlichen Sound mit geringer Lautstärke. Bei angeschlossenen Kopfhörern ist die Qualität gut und das Blackview Omega Pro liefert einen klaren und definierten Sound.

Akku

Der 2400mAh Akku des Omega Pro ist fest verbaut und kann nicht einfach gewechselt werden. Bei normaler Nutzung schafft man es mit 3,5 Stunden eingeschalteten Display durch den Tag, allerdings nur wenn man keine Spiele verwendet. Power-Nutzer sollten sich nach anderen Smartphones umsehen, ansonsten brachte mich das Blackview Omega Pro durch alle 7 Testtage und musste gegen 22 Uhr an die Steckdose. Vollgeladen ist das Smartphone mit dem mitgelieferten Adapter nach 2,5 Stunden. Die Akkulaufzeit ist schlichtweg durchschnittlich gut!

Preisvergleich

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* Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 6.12.2016

Fazit und Alternative

65% Gut

Blackview spendiert dem OMEGA ein gelungenes 64-Bit Upgrade. Auf ein FullHD Display wird verzichtet. Ansonsten ist das Preis/Leistungsverhältnis mehr als angemessen. Wer ein gut verarbeitetes Handy für Standard Aufgaben sucht, ist mit dem Blackview Omega Pro bestens bedient. Die Schattenseiten sind der interne Lautsprecher, die fehlende Benachrichtigungs-LED und der Kombo-Sim-Slot (Dual-Sim oder Speichererweiterung). Aufgrund des derzeit weit verbreiteten Problem mit dem Sim-Slot können wir noch keine Kaufempfehlung aussprechen.

  • Verarbeitung und Design 60 %
  • Display 70 %
  • Betriebssystem und Performance 70 %
  • Konnektivität und Kommunikation 70 %
  • Kamera 60 %
  • Akkulaufzeit 60 %

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2 Kommentare zu "Blackview Omega Pro Testbericht"

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Ulf
Gast
Ulf

Also ich hatte kurz das Vorgängermodell Omega v6…..
Optisch und die Verarbeitung waren Top, hatte sogar Full HD Display, war Optisch würde ich sagen Identisch, leider hatte mein Gerät wohl ein Softwareproblem……das Menü, also wenn man mit dem Finger vom Bildrand oben nach und wischt, funktionierte zu 90% nicht, nach neustart ja, aber nur solange wie das Display sich nicht ausgeschaltet hat….mußte das Gerät leider zurückgeben…….
Jetzt habe ich schon mehrere Wochen das Oukitel U10…..Top Smartphone, kann man nur weiter empfehlen

Nima
Gast
Nima

Steht schon fest, ob das Omega Pro eine Benachrichtigungs – LED haben wird?

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