Blackview ist besonders bekannt für seine Outdoor-Smartphones. Mit dem P2 wird ein Akku-Riese ins Programm mit aufgenommen und steht in direkter Konkurrenz zum Oukitel K6000 Pro oder dem Ulefone Power. Zumindest auf dem Papier schlägt das P2 mit 4GB RAM, 64GB Speicher und einem MTK6750T die Konkurrenz fast problemlos. Ob das Blackview die renommierten Konkurrenten wirklich überbieten kann, erfahrt ihr im folgenden Testbericht.

Design und Verarbeitung

Nimmt man das Blackview P2 in die Hand fällt zuerst das hohe Gewicht von 232g auf. Für einen Akku-Riesen ist das nicht ungewöhnlich. Mit seinen Maßen von 154 x 77 x 10,4 mm ist das Smartphone zwar ziemlich dick, liegt aber trotzdem gut in der Hand. Das matte Unibody-Gehäuse aus Aluminium fühlt sich hochwertig an, wenngleich sich auch auf dem matten Schwarz schnell Schlieren bilden. Die obere und untere Leiste besteht aus Plastik, um einen guten Empfang zu garantieren. Das Gehäuse ist allem in allem tadellos verarbeitet und größere Spaltmaße sucht man hier vergeblich.

Auf der Rückseite befindet sich neben dem LED-Blitz die Hauptkamera, die minimal aus dem Gehäuse hervorragt. Darunter befindet sich der Fingerabdrucksensor. In der linken Leiste ist der SIM-Schacht untergebracht, rechts der Powerbutton und die Lautstärkewippe. Die Buttons sitzen fest im Gehäuse, allerdings haben sie keinen deutlichen Druckpunkt, was ich persönlich als unangenehm empfand.

Über dem 5,5“ Display liegen links und rechts von der Hörmuschel die Frontkamera sowie die Sensoren. Auch eine Benachrichtigungs-LED ist vorhanden. Zur Auswahl stehen die Farben Blau, Grün und Rot.

An der Oberseite befindet sich der Kopfhöreranschluss. Auch wenn an der Unterseite zwei Schlitze zu erkennen sind, verfügt das Blackview nicht über Stereolautsprecher. Unter der rechten Öffnung ist das Mikrofon eingesetzt. In der Mitte befindet sich ein zeitgemäßer USB-Type-C Anschluss.

Der verbaute Lautsprecher ist nicht der schlechteste, aber auch nichts Besonderes. Der Klang ist wenig differenziert. Die Höhen sind stark ausgeprägt, die Mitten ok, Tiefen aber dafür kaum vorhanden. Er übersteuert allerdings auch bei 100% Lautstärke kein bisschen.

Lieferumfang des Blackview P2

Blackview P2 Lieferumfang

Out of the Box gibt es:

  • Kurzanleitung
  • Headset
  • OTG-Kabel
  • USB-Kabel
  • Netzstecker
  • SIM-Pin
  • Silikonhülle
  • Display-Folie

Die mitgelieferten Kopfhörer sind wie so oft unbrauchbar. Auch wenn sie nicht übersteuern, klingen sie sehr dumpf. Hier lohnt es sich noch mal extra was zu investieren. Ansonsten ist der Lieferumfang mit Hülle und OTG Kabel vorbildlich.

Display

Das Blackview P2 verfügt über ein 5,5“ Full-HD Display, welches mit 1920 x 1080 Pixeln auflöst. Das aus 2.5D Glas bestehende Display ist haptisch sehr ansprechend und reagiert schnell auf jegliche Eingabe. Das Panel kann bis zu 5 Berührungspunkte gleichzeitig verarbeiten.

Der Kontrast ist gut, die maximale Helligkeit könnte allerdings besser sein. Trotzdem lässt sich das Display auch bei Sonnenschein noch ablesen. Mit Standard-Einstellungen wirken die Farben dynamisch und ausgewogen. Vergleicht man die mit der Kamera aufgenommen Bildern allerdings in der Galerie mit der Ansicht auf einem PC-Bildschirm, fällt auf, dass Blautöne zu stark dargestellt werden, was Farben wie Rot und Gelb blasser erscheinen lässt. Über MiraVision lassen sich die Darstellungen noch optimieren, allerdings ohne allzu großen Effekt. Ob das Display durch Gorilla Glas oder ähnliches geschützt ist, gibt Blackview nicht an. Während der Testphase sind allerdings keine Kratzer entstanden.

Leistung

Im Blackview P2 werkelt ein MT6750T dessen 8 Kerne mit 4 x 1,5 Ghz und 4 x 1,0GHz takten. Unterstützt wird dieser von 4GB RAM, der mit circa 4Gb/s taktet. Damit bewegt sich der RAM eher im unteren Preissegment. Der interne Speicher ist mit 64GB großzügig bemessen. Die Lese-/Schreibgeschwindigkeit von 113 bzw. 140 MB/s ist für die Preisklasse angemessen. Wem der Speicher nicht reicht, kann mit einer SD-Karte aufrüsten. Dafür muss aber auf die Dual-Sim Funktion verzichtet werden.

Schaut man sich die Benchmarks an, wird schnell klar, dass es sich beim Blackview P2 um kein Performance-Gerät handelt. Für den Alltag bzw. einfach Aufgaben reicht die Leistung aus, aber schon beim Multitasking gibt es trotz dem üppigen RAM Probleme. Dafür ist die niedrige Taktrate mitverantwortlich. Auch beim Öffnen aufwändiger Apps gönnt sich das Smartphone ab und an auch mal mehr als nur eine kleine Denkpause. Auch bei Spielen macht sich die geringe Leistung bemerkbar, somit sind Toptitel nicht auf höchsten Einstellungen spielbar. Für Standard-Aufgaben ist das Blackview P2 aber bestens geeignet. Whatsapp, Facebook und das Surfen im Internet gelingen mit einer sehr guten Geschwindigkeit.

Android

Auf dem Blackview kommt Android 6 zum Einsatz. Der Launcher wurde hier angepasst, sodass kein App-Drawer vorhanden ist und alle Apps auf dem Homescreen abgelegt werden. Auch die Icons wurden verändert. Das System ist frei von Bloatware und es sind lediglich die Apps Facebook, Twitter und Xender vorinstalliert. Allem in allem ist das System unspektakulär, es gibt keinerlei Sonderfunktionen wie z.B. SmartWake. Nicht einmal Themes können ausgewählt werden. Dafür läuft es allerdings aber auch flüssig, vielleicht werden in Zukunft ja noch Funktionen hinzugefügt.

Es gibt zwar Gerüchte wonach das P2 ein Update auf Android 7 erhält, wann und ob es eintrifft, bleibt allerdings abzuwarten.

Kamera

Die Hauptkamera löst mit 13 MP auf. Unterstützt wird diese von einem einfachen LED-Blitz. Die Kamera ist mit gemischten Gefühlen zu betrachten. Bei Nahaufnahmen sind die Bilder scharf und farbecht. Schießt man Bilder von Landschaften oder ähnlichem neigt das P2 dazu Texturen matschig darzustellen. Auch wird die Belichtung manchmal nicht richtig eingestellt und Bilder sind überbelichtet, noch dazu macht sich Rauschen auf Flächen wie z.B. dem Himmel breit. Die Auslösezeit ist annehmbar und der Fokus braucht manchmal etwas lange bis er sich scharf stellt. Insgesamt kann man behaupten, dass die Kamera absolut kein Highlight dieses Smartphones ist.

Die Frontkamera löst mit 8 MP auf und bietet auch keinerlei Überraschung. Farben sind ok, aber alles wirkt ziemlich bleich, so dass Gesichter bei Selfies verwaschen wirken.

Konnektivität

Das Blackview P2 verfügt über alle für Deutschland benötigten 2G, 3G und 4G Frequenzen. Auch der Empfang ist als gut zu bezeichnen. Hier hatte ich keine plötzlichen Verbindungsabbrüche oder ähnliches. Auch die Sprachqualität war überzeugend. So hab ich jeden gut verstanden und die andere Seite hatte auch nichts zu beklagen. Im Smartphone finden zwei Nano-SIM Karten Platz. Wer eine SD-Karte nutzen möchte, muss auf die Dual-SIM Funktion verzichten.

Auch das GPS verrichtet einen super Job. Der Fix dauerte nur einige Augenblicke und auf der Teststrecke kam es nie zu Fehllokalisierungen. Neben WLAN b/g/n verfügt das P2 auch über Bluetooth 4.0. Hier gibt es nichts zu beanstanden. Der WLAN Empfang war immer gut und bietet den Standard auch im 5Ghz Band an. Bei der Datei-Übertragung via Bluetooth sowie auch bei der Verbindung zu meiner Freisprecheinrichtung bereitete das Blackview keine Probleme.

Bei den Sensoren zeigt sich das Smartphone leider sehr sparsam. So sind nur die 3 Standardsensoren verbaut. Obwohl gängige Apps zum Auslesen der Sensoren mehr anzeigen, kann ich nicht mehr als den Annährungs-, Licht- und Beschleunigungssensor bestätigen. Der Fingerabdrucksensor funktioniert tadellos und es kam nie zu einem Nichterkennen meines Fingers.

Akkulaufzeit

Das P2 hat einen gigantischen 6000 mAh Akku verbaut, mit dem das Handy locker über 2 Tage kommt. Bei reiner Casual-Nutzung schaffte ich auch mal 3 Tage. Blackview versucht die Akkulaufzeit noch zu verbessern, indem das System ständig meldet, wenn noch Anwendungen im Hintergrund laufen oder Apps im Autostart liegen, die nach Meinung des Systems unnötig sind. Im PC Mark kam das P2 auf 9 Stunden und 14 Minuten bei voller Helligkeitsstufe. Das ist ein sehr guter Wert und das Smartphone ist wahrhaft ein echter Dauerläufer. Der große Akku ist, dank Quick Charge Technologie, innerhalb 2 Stunden aufgeladen.

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Fazit und Alternative

78% Dauerläufer

Das Blackview P2 überzeugt mit seinem riesigen Akku als Dauerläufer. Leistungstechnisch reißt es keine Bäume aus, reicht allerdings für den Multimedia- bzw. Casual-Betrieb aus. Die Kamera hat aktuell noch mit Schwächen zu kämpfen, die ich allerdings softwareseitig sehe und die mit einem Update noch behoben werden könnten. Wer also ein Smartphone sucht, das nicht jeden Tag an die Steckdose muss, einen großen Speicher hat und volle LTE Abdeckung bietet, ist mit dem Blackview P2 bestens bedient. 

  • Verarbeitung und Design 90 %
  • Display 80 %
  • Betriebssystem und Performance 60 %
  • Kamera 60 %
  • Konnektivität und Kommunikation 80 %
  • Akkulaufzeit 100 %

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Benachrichtigung
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Schmid
Gast
Schmid

Test 6,5h im Web surfen,5,5 Dauer Spiele,Filme Dauer sehen 8h43min
Helligkeit im freien unzureichend,Farbgenauigkeit nicht gut (rote u.rosa Farben),dick u.schwer
Software lückenhaft.
Akkulaufzeit laut Hersteller 17h,Standby 960h,telefonieren 2G ca. 30h usw.

Matsuo
Gast
Matsuo

Das Display kann unter Miravision, Menupunkt Augenschutz, Menu Blaulichtabwehr farblich optimiert werden. Ist zwar schlimm verdeutscht, aber die Wirkung ist gewaltig.

Mr. Maso
Gast
Mr. Maso

Naja. 9 Stunden im Work 2.0 test bei 6000mah ist schon schwach. Xiaomi Note 3 schafft 12-13…Note 4 sogar über 15 Stunden und das bei einem 4000mah Akku. Also entweder der Akku nicht wirklich 6000 (bei 4pda haben die Russen angeblich zwischen 4.700 und 5.300 mah gemessen) oder der Prozessor verbrät mehr als der Snapdragon….ich vermute beides.

Jonas Andre
Webmaster
Test
Jonas Andre

Hallo,

wir haben 5600 und 5700 gemessen, was mit der Abweichung des Testgerätes vollkommen OK ist. Der Work 2.0 Test wurde hier mit voller Displayhellikeit durchgeführt, womit die 9h sehr gut sind. Der Prozessor verbrät auf jeden Fall mehr als der Snapdragon 625!

Gruß Jonas

Schmid
Gast
Schmid
der Mtk 6750 t ist extrem stromsparend da die Grundfunktionen über die 4x1Ghz CPU laufen weniger geht nicht .Bei dem Test wird die Cpu wohl wenig beansprucht und die GPU auch nicht. Oder läuft da eine Video Schleife? Sie schreiben im Test ja selber die Helligkeit könnte besser sein.Kann man auch messen?Die max, Helligkeit ist nicht besonders hoch da gibt es bessere Display s? Der Snapdragon625 ist mit 8x2Ghz getaktet und soll weniger Strom verbrauchen als die 4x1Ghz für die Grundfunktionen des Mtk6750 ist auch ein A53. Muss ein technisches Wunder sein?Und von wegen 8×1,5 ghz wohl eine Sonderanfertigung nur für chinahandys.net ? Ich glaube den Angaben nicht.Dafür gibt es ja den Test? Gerade bei China-akkus wird getrickst die nehmen das nicht so genau? Merkt man doch schon an Größe und Gewicht? Fällt schon leihen auf.Eine gesunde Vorsicht ist immer gut und testen testen. Viel Giück Der Test ist sonst… Read more »
Matsuo
Gast
Matsuo

Endlich ein Akku-Riese mit genügend RAM/ROM und einer Benachrichtigungs LED. Habe ich mir soeben bestellt – Feedback folgt.

Schmid
Gast
Schmid

Traue niemals den Angaben von China Shops.MTK 6750 t octacore 4x 1Ghz + 4×1,5 Ghz nicht
8×1,5 Ghz .Falschinformation nun schon zum dritten mal bei chinahandys.net.Unglaublich!
Gpu hat nur mehr Hertz (650 Mhz) da Fullhd Display.Es gibt doch wohl genug Apps die das
prüfen und genau anzeigen.Es gibt nur diesen MTK6750 t.Was soll das?Die Akku Angaben
stimmen auch meist nicht.Da wird auch mächtig getrickst.Meist aber falscher Aufdruck kann
man aber auch prüfen.Also nicht alles glauben! 6000 mAh scheint mir übertrieben?Wohl eher
4500 mAh?Das prüft nur keiner genau?
MTK6750 sehr stromsparend da Grundfunktionen über 4x1Ghz laufen das ist ja auch der Sinn
der Sache und gut so.

midaw
Gast
midaw

Wo lebst du?
Im Jahre 2007?
Ich habe selbst seit einem Jahr den Ulefone Power mit 6000 mAh und 8×1,3Ghz.
mit dem Akkuleistung komme ich ca. 3-4 Tage und da ist der auf 30%.
Nur weil die Apps nicht mehr als 4000mAh anzeigen können heißt es nicht, dass das Akku jetzt 4000mAh hat…

Außerdem ist der Test hier nicht umsonst durchgeführt wurden.

Selbst wenn das Akku nur 4500mAh hat, Samsungs haben gerade mal 2500mAh und müssen jeden Abend an die Steckdose…

Schmid
Gast
Schmid

Bei den meisten hält das Ulefone power nur 2 Tage durch.Ich traue den Angaben der
Hersteller nicht .9h Dauernutzung ist gut müsste meiner Meinung nach aber mehr sein?
(mind 12h)
Die Grundfunktionen laufen über die 4x1ghz.
Beim Oukitell K6000 gibt der Hersteller bei normaler Nutzung 9-10 Tage an! 40 Tage
Standby und 96h Dauergespräch.Wie gesagt Herstellerangaben.
Das Ulefone Power hat auch nur 1,3 Ghz hat also keine Power.Mir ist das Teil zu dick
und viel zu schwer.Da lade ich lieber jeden Tag.Es wird höchste Zeit für eine neue
Akkugeneration.Technisch hat sich seit 2007 bei den Akkus nicht wirklich was geändert.
Ist nur ein Akku was sonst für Tablets benutzt wird.Also kein neuer Akku.

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