Blackview R6 – Kamera mit Potenzial

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Blackview hat dieses Jahr so einiges an Geräten vorgestellt, nicht zuletzt das Blackview R6. Ausstattungstechnisch bietet das Smartphone einen Quad-Core mit 3GB RAM und 32GB Speicher. Wirklich interssant könnte allerdings die Kamera, mit der mir größten bekannten Aperture auf dem Markt, sein.

Design und Ausstattung

Das Gehäuse des Blackview R6 besteht, bis auf eine Plastikleiste oben und unten, komplett aus Metall. Auf der Rückseite liegen die Kamera und darunter der Fingerabdrucksensor. Neben der Kamera ist ein Dual-Tone LED Blitz zu sehen. Auf den publizierten Bildern ist leider kein SIM-Schacht abgebildet, somit ist eine abnehmbare Rückseite nicht ausgeschlossen. Mindestens eine Speichererweiterung in Form eines Hybrid-Slots (bis128GB) wird es geben.

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Auf der Vorderseite befindet sich das 5,5 Zoll große Full-HD Display, unter welchem die 3 üblichen Softtouch-Buttons untergebracht sind. Über dem Display liegen die Hörmuschel, sowie Frontkamera und Sensoren. Neben den Sensoren scheint sich eine LED zu befinden. Entweder handelt es sich hier um eine Benachrichtigungs-LED oder tatsächlich um einen Blitz/Leuchte für die Frontkamera.

Auf der rechten Seite sind, eingelassen in den Aluminiumrahmen, die Lautstärke-Wippe und der Powerbutton, die auch aus Aluminium bestehen. An der Oberseite finden wir den Kopfhöhreranschluss, gegenüber liegt der Micro-USB Eingang und das Mikrofon.

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Das Smartphone wird in den Farben Grau, Weiß und Gold angeboten.

Display des Blackview R6

Das Blackview R6 verfügt über ein 5,5“ großes IPS Display mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln. Damit wird kein einzelner Bildpunkt mehr erkennbar sein. Das Display wird von 2.5D Glas abgedeckt, ob es sich um Gorilla Glas handelt ist ungewiss. Da Blackview aber nicht damit wirbt gehe ich einfach mal nicht davon aus.

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Leistung

Im Inneren des R6 werkelt ein MTK6737T, der von 3GB RAM und 32GB Speicher unterstützt wird. Der Prozessor gehört nicht zu den stärksten, wird aber für den Alltag und auch gelegentliches Spielen locker ausreichen. Der Quadcore wird wahrscheinlich mit 4 x 1,5 Ghz tackten. Mit 3 GB RAM ist das Smartphone üppig genug bestückt, um auch mit Multitasking klar zu kommen. Der interne Speicher lässt sich mit einer SD Karte von bis zu 128 GB erweitern.

Android 6 auf dem Blackview R6

Das Blackview R6 wird mit Android 6 Marshmallow ausgeliefert. Wie auch beim R7 wird das System mit dem hauseigenen Launcher bestückt, welcher nicht über einen App Drawer verfügt. Auch das Optionsmenü und die Icons wurden hierbei angepasst. Ob neben der beworbenen Smart-Gesture Funktion noch andere Funktionen an Bord sind, bleibt abzuwarten.

Kamera

Die Rückkamera löst mit 13 MP auf und verfügt über eine große f1.2er Linse. Damit dürften auch Bilder bei schlechteren Lichtverhältnissen gelingen. Die meisten Handykameras verfügen über eine f2.0 Blende. Die große Linsenöffnung sollte sich auch positiv auf die Auslösezeit auswirken. Bis dato ist mir bisher kein Smartphone bekannt, dass eine solche Öffnung verwendet hat, daher bin ich sehr auf die Kameraqualität gespannt. Unterstützt wird die Rückkamera von einem Dual-Tone LED Blitz und optischer Bildstabilisierung. Die Frontkamera löst mit 5 MP auf und wird für Videotelefonie und Selfies dicke ausreichen. Sollte die LED an der Vorderseite tatsächlich zur Beleuchtung dienen, so können auch Selfies bei schlechtem Licht deutlich verbessert werden.

Blackview R6 Kamera

Kommunikation und Konnektivität

Das Blackview R6 ist LTE fähig, welche Frequenzen dabei unterstützt werden, ist allerdings noch nicht bekannt. Auch welches SIM-Karten Format unterstützt wird, wird nicht von Blackview beschrieben. Ansonsten bietet die Ausstattung auf diesem Gebiet keine Überraschungen, Bluetooth 4.0 und WLAN b/g/n sind mit an Bord. Bis auf den Fingerabdrucksensor sind keine weiteren Sensoren bekannt, ich vermute aber, dass Blackview hier lediglich auf die 3 Standardsensoren zurückgreifen wird.

Akku

Der Akku des R6 misst eine Kapazität von 3000 mAh und ist somit durchschnittlich groß. Gepaart mit dem FHD Display und  dem MTK 6737T, wird er wahrscheinlich einen Tag durchhalten. Prozessorseitig wird auch Quick Charge unterstützt.

Unsere Einschätzung

Da das Blackview R7 für maximal 180€ angeboten wird, wird das R6 wahrscheinlich für um die 120€ auf den Markt kommen. Mit der Ausstattung und dem Aluminium-Gehäuse wäre das ein super Preis-Leistungs-Verhältnis. Besonders in Hinblick auf die Kamera dürfen wird gespannt sein. Sollte die Preisdifferenz zum R7 allerdings gering ausfallen dürfte das R6 eventuell liegenbleiben, die einzige Hoffnung die man da nur haben kann, ist das Blackview aus den Fehlern des R7 schon gelernt hat und die Verarbeitungsqualität verbessert hat.

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11 Kommentare zu "Blackview R6 – Kamera mit Potenzial"

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arminius
Gast
arminius

Übrigens steht jetzt überall nur noch f1/1,8. Die Aufregung war also umsonst…

Harald
Gast
Harald

Danke, bin mal gespannt auf einen eventuellen Test.

„Aperture“ heißt auf deutsch übrigens ‚Blende“.

Marc
Gast
Marc

„Aperture“ heißt auf Deutsch nicht „Blende“, sondern „Öffnungsverhältnis“ oder kurz: „Öffnung“ (einfach mal bei Wikipedia reinschauen). Und nur dieser Begriff bezieht sich auf das Objektiv an sich bzw. bezeichnet die Lichtstärke des Objektivs. „Blende“ meint vielmehr einen Öffnungswert, den man einstellen kann. Das können außer der größtmöglichen Öffnung auch alle möglichen Werte darunter sein. Die „Blende“ entspricht also nur dann der „Öffnung“, wenn sie ganz offen ist.

arminius
Gast
arminius

Im deutschen Sprachgebrauch bezieht sich „Blende“ in Zusammenhang mit Eigenschaften eines Objektivs immer auf die Offenblende. Z.B. „Ich habe ein 50mm Objektiv mit Blende f1/1,8“. Ich wüsste nicht, warum man bei Handy davon abweichen sollte und Blende nun Aperture nennen sollte.

Natter
Gast
Natter

Im deutschen Sprachraum meint man mit Blende f/X.X, dass die Blende eben maximal einem entsprechenden Öffnungsverhältnis möglich ist. Jede andere Angabe zu einer Linse macht keinen wirklichen Sinn, da eine Blende weiter zu (bis zu einem Wert, wo es entweder nicht weiter geht oder aufgrund von Lichtbeugung an den Blendenlamellen keinen Sinn mehr macht) immer möglich ist.
Das Wort Aperture wird im Englischen verwendet, und auch ein anderes (vielleicht ja besser geeignetes) Wort wie Öffnungsverhältnis macht nur Sinn, wenn man ein extremes Verhältnis damit angeben möchte.

In den Artikeln sollte das deutsche Wort Blende verwendet werden. Aperture wirkt eher so, als würde der Autor sich nicht in der Materie auskennen.

arminius
Gast
arminius

Stimme zu. Das ständige „Aperture“ nervt und ist völlig überflüssig.

Herbert
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Herbert

Das geht mir auch schon länger auf die Nerven, dass hier grundlegende Fachbegriffe aus welchen Gründen auch immer, ständig falsch wiederholt werden. Blende ist der richtige deutsche Begriff für „Aperture“, mal sehen, wann es unsere Handy-Studenten lernen 🙂

Tobi
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Tobi

f1.2 Blende? Wer’s glaubt wird selig. Wenn es f2 wird, sollten sich die Käufer freuen, alles andere ist eher in diesem Preisbereich unglaubwürdig…(btw. besser als f1,7 hab ich noch nirgends gesehen

Natter
Gast
Natter

Glaube auch, dass sowas hier nicht möglich ist, ohne eine gigantisch schlechte Bildschärfe zu erzeugen.

arminius
Gast
arminius

Eine korrekte Fokussierung vorausgesetzt, sehe ich keinen Grund warum bei f1/1,2 die Schärfe schlecht sein soll.

Auch eine Befürchtung die Tiefenschärfe könnte so gering sein, dass man bei flüchtigem Hinsehen das Bild als gesamtes als unscharf ansehen könnte teile ich nicht, denn die Brennweite wird so kurz sein, dass die Tiefenschärfe trotz der großen Blende relativ hoch ist.

Einzig ein mangelhaftes Obejktiv würde zu Unschärfe führen.

Natter
Gast
Natter

Genau das Letzte meinte ich eigentlich… Das Bild wird zu den Rändern nicht gut bzw. so scharf wie im sweet spot sein. Bei einer so kleinen Linse kriegen die die Linse sicher nicht präzise genug gearbeitet. Sonst hätten die Marktführer doch schon längst noch lichtstärkere Objektive verbaut.

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