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Blitzwolf BW-PG4 – Powerstation mit 320Wh im Test

Getestet von Jens M. am
Vorteile
  • gute Verarbeitungsqualität
  • ansprechender Lieferumfang
  • 320Wh und zwei AC-Ausgänge
  • Ladestandsanzeige in Prozent
  • LiFePO-Akku
Nachteile
  • schlechte AC-Ausbeute mit schwachen Vebrauchern
  • kein Aufladen über USB-C
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Nachdem wir mit der Blitzwolf BW-PG1 und der Blitzwolf BW-PG2 bereits zwei Powerstations getestet haben, folgt nun ein weiteres Modell dieses chinesischen Herstellers. Die Blitzwolf BW-PG4 bietet eine Kapazität von 320Wh und zwei AC-Ausgänge mit bis zu 300 Watt Leistung. Worin sie sich zu BW-PG2 unterscheidet und ob sie mit der guten BW-PG1 mithalten kann, erfahrt Ihr in diesem Testbericht.

Design & Verarbeitung

Die Blitzwolf BW-PG4 sieht auf den ersten Blick eher aus wie die bereits von uns getestete BW-PG2, aber wenn man die Details etwas genauer betrachtet, ergibt sich doch recht schnell ein ganz eigenes, modernes Erscheinungsbild. Ähnlich wie bei den anderen Blitzwolf Powerstations, besteht auch hier das Grundgehäuse aus grau eloxiertem Metall. Damit wirkt sie absolut hochwertig und auch die Verarbeitungsqualität kann diesem ersten Eindruck standhalten. Die Front und das Heck sind aus schwarzem Kunststoff gefertigt. Auf der Oberseite findet man einen klappbaren Kunststoffgriff, der vollständig in das Gehäuse geklappt werden kann. Über eine passende Griffmulde ist er aber jederzeit leicht zu greifen. Auf der Unterseite befinden sich vier feste Kunststofffüße, die jeweils mit kleinen Silikonstöpseln für den direkten Bodenkontakt ausgerüstet sind. Somit steht die BW-PG4 rutschfest auch auf glatten Oberflächen.

Mit Abmessungen von 26,7cm x 17,7cm x 15,4cm und einem Gewicht von 4,9kg gehört diese Powerstation eher zu den kompakteren Geräten. Auf der Vorderseite befindet sich ein ca. 3cm x 11cm großes Display, auf dem der Akkustand und weitere Informationen zur Powerstation angezeigt werden. Anders als bei der BW-PG1 und der BW-PG4 gibt es hier nun endlich eine prozentuale Anzeige für den Akkustand. Bisher musste man bei Blitzwolf mit 5 Balken auskommen, die eine genauere Aussage über die noch verbleibende Kapazität doch recht schwierig machten. Das hat man bei der BW-PG4 nun deutlich besser gelöst.

Unterhalb des Displays befindet sich links der On/Off-Button und rechts ein weiterer Button zur Bedienung der LED. Unterhalb dieser zwei Buttons sind drei weitere Elemente angeordnet, die jeweils optisch durch einen dünnen weißen Rahmen voneinander getrennt sind. Ganz links findet man einen 12V DC-Ausgang über eine DC5525 Buchse. In der Mitte ist eine LED untergebracht. Auf der rechten Seite sind schließlich die weiteren DC-Ausgänge mit den bekannten USB-Formaten platziert. Auf der Rückseite der BW-PG4 befindet sich auf der linken Seite ein On/Off-Schalter und direkt darunter die zwei dazugehörigen AC-Ausgänge. Rechts davon befindet sich noch der 12V-KFZ Anschluss sowie ein Lüfter und der DC5221 Ladeport. Somit sind die Bedienelemente und Anschlüsse bzw. Ausgänge bei der BW-PG4 ähnlich angeordnet, wie bei den beiden bisher von uns getesteten Blitzwolf Modellen.

links: Blitzwolf BW-PG1 – rechts: Blitzwolf BW-PG4

Ähnlich wie auch der große Bruder ist die Blitzwolf BW-PG4 in einem ansehnlichen Karton verpackt. Im Inneren stößt man als Erstes auf die Bedienungsanleitung sowie zwei kleinere Boxen mit dem Zubehör. In einer befindet sich das Netzteil samt EU-Stecker. In der anderen Box findet man ein USB-C Ladekabel, einen 12V-Ladeadapter für das Auto sowie einen MC4-Adapter zum Laden der Powerstation mit einem Solarpanel. Noch beim Test der großen BW-PG1 habe ich fehlendes Zubehör bemängelt und gleich beim nächsten Produkt hat Blitzwolf nun die passende Antwort parat – geht doch!

Blitzwolf BW PG4 04

Akku und Stromversorgung

In der Blitzwolf BW-PG4 kommen laut Hersteller Lithium-Eisenphosphat Akkus (LiFePO4) zum Einsatz. Während die Blitzwolf BW-PG1 noch mit “normalen” Lithium-Ionen-Akkus auskommen musste, hat sich der Hersteller für das neueste Modell indessen also auch für einen anderen Akkutyp entschieden. Generell haben LiFePo4 Akkus eine längere Haltbarkeit und eine höhere Sicherheit. Ob und wie sich das bezüglich der nutzbaren Kapazität widerspiegelt, erfahrt Ihr im weiteren Verlauf dieses Testberichts.

Die BW-PG4 hat eine Kapazität von 320Wh oder 100.000mAh bezogen auf eine Spannung von 3,7V. Im Vergleich zur bereits von uns getesteten BW-PG2 sind das also nur 20Wh mehr, aber der größere Unterschied zwischen beiden Geräten liegt u.a. in der Anzahl an AC-Ausgängen zur Nutzung von Wechselstrom. Hier hat die BW-PG2 nämlich wie bereits beschrieben zwei Ausgänge mit je 300 Watt Maximalleistung zu bieten, während man bei der BW-PG2 nur einen AC-Ausgang zur Verfügung hat. Natürlich besitzt die BW-PG4 aber auch einige DC-Ausgänge zum Laden mit Gleichstrom.

Energieversorgung über AC

Auf der Rückseite der Blitzwolf BW-PG4 stehen gleich zwei AC-Ausgänge für die Nutzung von Wechselstrom-Verbrauchern bereit. Diese Ausgänge liefern auch hier “nur” 220 Volt, während in unserem Stromnetz eher 230 Volt der Standard sind. Trotzdem ließen sich alle Geräte in meinem Test problemlos nutzen. Laut Hersteller kann jeder Ausgang maximal 300 Watt leisten, was ich bestätigen kann.

In meinen Tests zur nutzbaren Kapazität über die AC-Ausgänge mit Wechselstrom habe ich erneut einen Verbraucher im unteren Watt-Bereich (30 Watt Kartuschenpumpe) und einen im oberen Watt-Bereich (Föhn auf 215 Watt) genutzt und das Entladen der Station mit einem Strommessgerät aufgezeichnet.

Blitzwolf BW PG4 06

Im “Low Watt”-Bereich konnte ich der BW-PG4 in 8:37h insgesamt 237Wh entnehmen, was einer Abweichung von 25,7% zur Kapazität entspricht. Dieser Wert ist tatsächlich noch schlechter als der “Low Watt”-Wert aus meinem Test der BW-PG1 (dort waren es 21% Abweichung). Grundsätzlich ist die Entnahme von Wechselstrom mit eher schwachen Verbrauchern immer recht ineffizient, aber Abweichungen jenseits der 20% sind definitiv kein guter Wert.

Ganz anders verhält es sich (auch hier) im “High Watt”-Bereich. Als Verbraucher war hier erneut ein Föhn im Einsatz, der mit konstanten 215 Watt an der Powerstation hing. Mit dem Föhn konnte ich in 1:25h insgesamt 288Wh aus der BW-PG4 entnehmen, was einer Abweichung von lediglich 10% zur Herstellerangabe entspricht. Dieser Wert liegt also deutlich unter den als “normal” geltenden 15% und darf daher ausdrücklich gelobt werden. Während beim Verbraucher mit 30 Watt der Lüfter an der Rückseite der BW-PG4 stumm blieb, lief er beim Verbraucher mit über 200 Watt Leistung dann gut hörbar an. Die Lautstärke ist aber absolut im Rahmen. Leider verfügt die Blitzwolf BW-PG4 nicht über eine automatische Abschaltung der AC-Anschlüsse. Sind diese über den On/Off-Schalter einmal aktiviert, bleiben sie das auch dauerhaft. Somit entlädt sich die Station natürlich zunehmend von allein. In knapp zwei Stunden konnte ich so einen Abfall der Kapazität um 5% beobachten (was aber natürlich u.a. auch am Verbrauch des Displays liegt).

Energieversorgung über DC

Natürlich kann an der Blitzwolf BW-PG4 auch direkt Gleichstrom entnommen werden. Dazu stehen folgende Ausgänge zur Verfügung:

  • 1 x USB-C QC 3.0 & PD mit 60W
  • 1x USB-A QC 3.0 18W
  • 2 x USB-A mit 5V/2,4A
  • 1 x DC 12V/10A max.
  • KFZ-Anschluss (“Zigarettenanzünder”) mit 12V/10A

Hier stehen also fast genauso viele Ausgänge wie beim großen Bruder der BW-PG1 zur Verfügung und alle wichtigen Standards sind mit an Bord. Am 12V KFZ-Anschluss konnte ich erneut problemlos eine Kühlbox betreiben. Das Aufladen der Powerstation über den USB-C Port ist auch bei dieser Blitzwolf Powerstation nicht möglich.

Blitzwolf BW PG4 05

Für den Test zur nutzbaren Kapazität an den USB-Ausgängen habe ich wieder das USB-Meter und eine USB-Last genutzt. Am USB-A QC 3.0 Port konnte ich damit bei Entnahme von Gleichstrom mit 15 Watt insgesamt 265Wh aus der BW-PG4 entnehmen. Dies entspricht einer Abweichung von 17,2 % zur Kapazitätsangabe des Herstellers und ist somit noch im Rahmen. Einen typischen Handyakku mit 4.000mAh kann man an der BW-PG4 also knapp 11 Mal aufladen, bevor die Powerstation selbst wieder ans Netz (oder Solarpanel) muss.

Messungen im Vergleich

In der folgenden Tabelle seht Ihr die Daten der Powerstation im Vergleich mit der Konkurrenz. Ihr seht die Kapazität der Akkuzellen (rot), sowie die effektiv nutzbare Kapazität über USB und DC (Blau) und die AC-Steckdose (Orange).

Kapazität und nutzbare Energie

Aufladen der Blitzwolf BW-PG4

Wie bei jedem Endgerät mit Akku ist dieser auch bei der Blitzwolf BW-PG4 irgendwann einmal leer gesaugt. Dann muss die Powerstation ans Stromnetz. Dazu liegt dem Gerät ein Netzteil mit EU-Stecker bei. Der Hersteller gibt die maximale Ladeleistung bei Verwendung des Netzteils mit 60 Watt an, was ich mit meinem Test auch bestätigen kann. Mit diesen konstanten 60 Watt dauerte der Ladevorgang bei mir 6:45h und insgesamt wurden 400Wh in die Powerstation gepumpt. Die Ladeverluste sind grundsätzlich normal und ließen sich auch im Test der BW-PG1 schon beobachten. Gemessen an der eher mittelgroßen Kapazität der BW-PG4 finde ich die Dauer des Ladevorgangs jedoch recht lang.

Natürlich habe ich auch das Laden über ein portables Solarpanel (Bluetti PV120) getestet. Laut Hersteller ist die Ladeleistung hier auf 50 Watt begrenzt, aber bei meinen Messungen konnte ich auch Spitzen von bis zu 60 Watt nachweisen. Somit lässt sich die Blitzwolf BW-PG4 auch mit einem Solarpanel in beinahe derselben Zeit wie mit dem mitgelieferten Netzteil laden, denn die 50-60 Watt sind an wolkenfreien Sonnentagen mit einem 100-120 Watt Solarpanel locker auch dauerhaft drin. Angaben zum verbauten Laderegler findet man im Netz leider nicht. Aber da sowohl die BW-PG1, als auch die BW-PG2 einen MPPT-Regler verbaut hatten, gehe ich davon aus, dass auch die BW-PG4 über einen solchen Regler verfügt. Meine Messungen während des Ladevorgangs zeigten durchaus Schwankung der Panel-Spannung bei unterschiedlicher Bewölkung, was auf einen MPPT-Regler hindeutet.

Testergebnis

Getestet von
Jens M.

Die Blitzwolf BW-PG4 punktet mit guter Verarbeitungsqualität, prozentgenauer Kapazitätsanzeige und guten Leistungswerten bei der Entnahme von Gleichstrom und der Entnahme von Wechselstrom mit stärkeren Verbrauchern. Blitzwolf setzt hier auf die langlebigen und sicheren LiFePO-Akkus und bietet neben 320Wh Kapazität auch gleich zwei AC-Ausgänge und alle gängigen DC-Ausgänge an. Vor allem die unterdurchschnittlich schwache Leistung bei der Entnahme von Wechselstrom mit schwachen Verbrauchern möchte ich aber als Kritikpunkt an dieser Powerstation hervorheben.

Im Vergleich zur knapp 50 EUR günstigeren BW-PG2 hat die Blitzwolf BW-PG4 etwas mehr Kapazität, eine Kapazitätsanzeige in Prozent und gleich zwei AC-Ausgänge mit einer Maximalleistung von 300 Watt zu bieten. Daher würde ich sie in einem direkten Vergleich der BW-PG2 durchaus vorziehen. Für knapp 100 EUR mehr bekommt Ihr aber auch schon die Blitzwolf BW-PG1, die eine noch höhere Kapazität besitzt und nebenher noch einen Bluetooth-Speaker und AC-Ausgänge mit bis zu 500 Watt zu bieten hat.

AKTION:

Mit dem Code “BGfcba0b” bekommt Ihr die Blitzwolf BW-PG4 bei Banggood.com bereits für 242 EUR. Geliefert wird sie in wenigen Tagen aus dem europäischen Lager. Dieser Code ist noch bis zum 30.09.2022 gültig.

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