Bluboo S3

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Bluboo hat auf der MWC 2018 in Barcelona zwei neue Geräte vorgestellt: das Bluboo S2 und S3 sollen die Reihe um das Bluboo S1 fortsetzen. Das Bluboo S3 wird ein riesiges Akkumonster mit randlosem Samsung S8 Design zum Budgetpreis von knapp 130€. Stolze 8500 mAh beherbergt das S3 und auch Features wie NFC, 12V / 2A Quick Charge und Face ID finden sich unter dem 6 Zoll 18:9 Display. Dual-Kamera war das Schwachsinns-Feature des Jahres 2017 und 2018 dürfen wir uns bei den kleinen chinesischen Herstellern auf Face-ID ohne nennenswerten nutzen freuen. Dabei scheiterte insbesondere das Bluboo S1 schon bei den Basics im Test. Bluboo S3 Ankündigung 1

Bluboo S3 Ankündigung 1Das Bluboo S2 ist mehr oder weniger eine Studie oder ein Prototyp, denn ob so ein Konzept so schnell massentauglich wird, bleibt zweifelhaft. Das Besondere ist die Kombination aus randlosem Design und einer fehlenden Frontkamera. Diese wird hochklappt und so braucht das Smartphone nur einen Kamerasensor. So spart man sich den Platz auf der Frontseite und muss keinen Notch verbauen. Das Bluboo S3 steht hingegen schon in den Startlöchern, wird Anfang Mai verschickt und wir schauen uns das Gerät genauer an!

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Design & Display

Das Bluboo S3 ist mit seinem großen 8500 mAh Akku und 6 Zoll Display sicherlich kein kompaktes Smartphone: 157,8 x 75,5 x 11,6mm bei 280g misst der Brocken. Aber darunter erwartet uns ein cleanes Äußeres mit einer pfiffigen Rückseite. Die Front wird vom 6 Zoll Display eingenommen, das zu den Rändern hin auch schön randlos wirkt(!). Oben und unten wurde ein schmaler Rand gelassen. Die Lautstärkewippe und der Powerbutton finden sich an der linken Seite. Am unteren Gehäuserand liegt der USB-Type-C Port und Öffnungen für Mikrofon und Lautsprecher.

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Die Rückseite ist nicht aus Glas oder Metall, sondern einfach aus Plastik. Diese ist zum einen an den Rändern ordentlich abgerundet und zum anderen mit einem sehr griffig wirkenden Rautenmuster versehen. Das bietet den Fingern genügend halt bei der Navigation und auch Schutz, wenn das Bluboo S3 doch mal runterfallen sollte. Der Rahmen um das Batteryphone ist aus Metall. Beim Bluboo S3 hat man die Wahl zwischen klassischem Schwarz und Gold.

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In dem Big-Battery-Phone kommt ein 6 Zoll 18:9 Display zum Einsatz. Das IPS LCD Panel löst in Full HD+ mit 2160 x 1080 Pixel auf. Daraus ergibt sich eine Pixeldichte von 402 PPI. Veredelt wurde das Display mit 2.5D Glas und Gorilla Glas 4.

Leistung des Bluboo S3

Bluboo S3 Ankündigung 14Für die Leistung ist ein Octa-Core zuständig, es ist aber lediglich der bekannte MediaTek MT6750T. Für die Preisklasse stimmig, nur leider nicht mehr ganz zeitgemäß. Der MT6750T bietet für den Alltag an sich genügend Leistung: Standardaufgaben sind kein Problem, nur muss man mit dem ein oder anderen Lag leben können oder Ladezeiten in Kauf nehmen. Auch die Full HD+ Auflösung belastet den Octa-Core zusätzlich. Daneben sind im Bluboo S3 4GB Arbeitsspeicher und 64GB Systemspeicher verbaut. Als Betriebssystem wurde direkt Android 8.1 Oreo angekündigt, vielleicht kommt das S3 aber zunächst auch nur mit 8.0 und erhält später (oder gar nicht) sein Update auf 8.1.

Ausstattung

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Das Bluboo S3 kommt mit weitreichender LTE Unterstützung: B20/B5/B8/B3/B1/B7/B38/B39/B40/B41. Hierzulande, aber auch im Ausland wird man wohl selten Empfangsprobleme haben, da die Kunststoff Rückseite für guten Empfang sorgt. In dem Hybrid Slot kommen entweder zwei Nano-SIMs unter oder eine Micro-SD Speicherkarte zur Erweiterung der 64GB Systemspeicher. Daneben unterstützt das Bluboo S3 WLAN n & 5.0GHz Netze, Bluetooth 4.0, GPS (GPS, A-GPS, GLONASS) und NFC. Der USB-Type-C Port ist auch für den Klinkenanschluss zuständig.

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Oukitel K8000 Akkulaufzeit 1

Oukitel K8000 Battery Benchmark

Entsperrt wird das S3 entweder über den Fingerabdrucksensor auf der Rückseite oder durch Face ID mithilfe der Kamera. Auf der Rückseite findet sich außerdem noch die Dual Cam wieder. Hier löst ein Sensor von Samsung mit 21MP auf, ein zweiter mit 5MP ist für die (Fake) Bokeh Aufnahmen zuständig. Hervorgehoben ist besonders die Low Light Qualität der Aufnahmen. Die Selfiecam kommt mit einem Sensor aus, welcher mit 13MP Fotos schießt.

Das Herzstück ist der riesige Akku, den selbst die Hartgesottenen nicht so schnell klein bekommen. Er misst 8500 mAh, womit es im Battery Benchmark irgendwo zwischen 16 und 20 Stunden landen sollte. Das Oukitel K8000 hat einen 8000mAh Akku verbaut und schafft es damit auf 19 Stunden im Benchmark oder auf 13,5 Stunden Display-On-Time. Geladen wird mit der neuesten Generation Pump Express 3.0: über USB-C fließen so 12V / 2A (im besten Fall) in das Bluboo S3.

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Unsere Einschätzung

Das Bluboo bietet zwar coole Features wie NFC, gutem Empfang und einem großen hochauflösenden Display – leider steht nur ein älterer MediaTek MT6750T bereit. Ein neueres Modell, wie der Helio P23 hätte dem Smartphone sicher gutgetan. Dafür vermissen wir sonst nichts an Ausstattung. Dem gegenüber steht der Preis und der ist richtig gut! Keine 130€ für ein Smartphone mit fettem 8500mAh Akku sind heiß. Smartphone in der Akkulaufzeit-Bestenliste sind für gewöhnlich teurer. Wir hatten noch nicht viele Geräte von Bluboo im Test und vor dem Kauf sollte man erste Reviews abwarten, ob der Hersteller hier auch hält was er verspricht.

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*Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 16.12.2018

 
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MichaEnzioNils Letzte Kommentartoren
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Micha
Gast
Micha

Das Handy hält alles was es verspricht. Bei den Fotos waren einige Versuche notwendig, um ordentliche Bilder zu erzielen. Display und Akku sind wirklich gut, es liegt zwar durch die raue Abdeckung gut in der Hand, aber da ist mein Problem. Der Begriff Knochen passt hier wieder, das Gewicht schließt langes arbeiten/spielen/telefonieren einfach aus. Daher nur für Leute die nicht so viel mit dem Handy daddeln. Ausstattung für den Preis sensationell. Habe mich dennoch für das neue Xiaomi Redmi Note 5 entschieden.

Nils
Gast
Nils

Erst liest man sich so die ganze Featureliste durch „Akkumonster“, NFC, Randlos 18:9 Display und dann so „Mediatek 6750T“ dö dömmm.. fail 😀
Was anderes hätte mich aber auch gewundert 🙂

Enzio
Gast
Enzio

Eigentlich reicht schon der Firmenname, denn ein Zwerg wie Bluboo hat überhaupt nicht die Möglichkeiten, hochwertigere Hardware einzukaufen. Und da diese Geräte immer mit der spitzen Nadel kalkuliert werden und die 150€ selten überschreiten, opfert man eben dem Stil die Substanz. Ein Cubot hat damit sogar Erfolg, da deren Komponenten gut abgestimmt sind, aber hier darf man wohl zweifeln. ^^