Bluboo machte zuletzt mit dem Akku-Smartphone X550 auf sich aufmerksam. Allerdings gab es Probleme mit der Micro-SD Erweiterung, die nach wenigen Tagen den Geist aufgab. Nun erreicht uns ein Low-Budget Gerät, welches direkt mit den momentan führenden Doogee-Geräten konkurriert. Das Bluboo XFire ist ein 5 Zoll Smartphone mit LTE und 2750mAh starkem Akku für lediglich 80€. Ob sich das Xfire gegen die Konkurrenz durchsetzen kann, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

Design und Verarbeitung

Bluboo Xfire Zubehör Bluboo Xfire Display (2)

Das Bluboo Xfire besteht komplett aus Kunststoff und ist an den Seiten abgerundet. Mit 146g und einer Dicke von 9,5mm liegt das Smartphone angenehm in der Hand. Der Kunststoff macht durchaus einen hochwertigen Eindruck und die Rückseite des Handys ist auch nicht zu rutschig. Drückt man das Smartphone fest zusammen, knarzt es ein wenig. An der rechten Außenseite befinden sich gut erreichbar der Power-Knopf und die Lautstärketasten. Anstatt der 3 üblichen Android Sensortasten arbeitet das Bluboo Xfire mit Onscreen-Tasten. Dies mag nicht jedermanns Sache sein und ich persönlich bin absolut kein Fan. Eine Benachrichtigungs-LED ist leider auch nicht verbaut.

Bluboo Xfire Design und Verarbeitung (4) Bluboo Xfire Design und Verarbeitung (3)

Der Rückdeckel kann einfach gelöst werden und darunter befinden sich die beiden Sim-Slots (1 x Micro, 1 x Normal), der Micro-SD-Slot (bis 64GB) und der wechselbare 2750 mAh Akku. Die Rückkamera schließt optimal mit dem Rückdeckel ab und das Bluboo Xfire ist ein handliches und gut verarbeitetes 5 Zoll Smartphone!

Display

Das Display des Bluboo Xfire löst mit 960 x 540 Pixel auf. Dies entspricht einer Pixeldichte von 220 Pixel pro Zoll und liegt somit klar unter dem Retina-Wert. Bei genauem Betrachten kann man durchaus einzelne Bildpunkte erkennen, im normalen Betrieb ist dies jedoch nicht sonderlich störend. Die Blickwinkel sind IPS-typisch sehr stabil, Kontrast und Farbwiedergabe durchschnittlich gut. Die Helligkeit ist auch an einem sonnigen Tag noch ausreichend, hält man das Xfire jedoch unter direktes Sonnenlicht, ist nichts mehr zu erkennen.

Bluboo Xfire Display (1) Bluboo Xfire Display (3)

Der 2-Punkt-Touchscreen ist sehr flink und genau. Selbst schnelle Eingaben werden problemlos erkannt und umgesetzt. Bei 2-Finger Gesten erkennt das Bluboo Smartphone jedoch nicht immer die 2 Finger und man muss gelegentlich erneut ansetzen. Obwohl Bluboo beim Xfire kein HD-Display verbaut, kann das Xfire in Punkto Qualität durchaus mit der Konkurrenz mithalten. Gleiches Problem wie beim Doogee X5 sind die Multitouchgesten (Zoomen im Browser).

Android und Leistung

Das Bluboo Xfire läuft mit Android 5.1 und Updates werden direkt über das Smartphone bereitgestellt (OTA). Lediglich das Design des Systems ist minimal verändert, ansonsten fühlen sich Stock-Android-Nutzer pudelwohl. Smartwake wurde von Bluboo noch zusätzlich integriert (Off-Screen Gesten).

Bluboo Xfire UI System Android 5 (3) Bluboo Xfire UI System Android 5 (1) Bluboo Xfire UI System Android 5 (2)

Der im Mittel- und Low-Budget Bereich bekannte MT6735 Quad-Core Prozessor von Mediatek kommt im Bluboo Xfire zum Einsatz. Alle 4 Kerne takten mit bis zu 1GHz, werden von einer Mali-T720 GPU und 1GB RAM unterstützt. Das Bluboo Smartphone ist nicht für anspruchsvolle 3D-Spiele gedacht und diese Titel können auch nicht gespielt werden. Weniger anspruchsvolle Android-Spiele wie Subwaysurf oder Temple-Run sind für das Xfire jedoch kein Problem. Wegen des Arbeitsspeichers von lediglich einem GB RAM hat das Smartphone eine schlechte Multitasking-Fähigkeit. Sobald man 2-3 Apps im Hintergrund geöffnet hat, ist es mühsam diese wieder zu aktivieren und zu wechseln.

Bluboo Xfire Androbench Bluboo Xfire Speicher Bluboo Xfire Smartwake Gestensteuerung

Insgesamt ist das Erlebnis beim Navigieren durch System eher geprägt durch Ruckeln und Verzögerungen. Andere Hersteller optimieren ihr System bei Weitem besser. Von den 8GB internen Speicher können 5GB für Apps verwendet werden. Das Bluboo Xfire bleibt in Punkto Systemperformance klar hinter den beiden Doogee Geräten zurück.

Bluboo Xfire Antutu Benchmark Bluboo Xfire Geekbench 3 Bluboo Xfire 3D Mark (2)

Kamera

Die 5MP Rückkamera des Bluboo Xfire produziert verschwommene und unscharfe Bilder. Ob es sich bei 8MP um den Interpolationswert handelt, ist eigentlich irrelevant, denn brauchbare Aufnahme kann man lediglich bei geringen Abstand zu Objekten erzielen. Auch die Farben wirken wenig natürlich und verblasst. Die Frontkamera ist für Videotelefonie ausreichend, wirklich Spaß macht das ganze jedoch nicht.

Kommunikation und Konnektivität

Bluboo Xfire Empfang LTE (3)Das Bluboo Xfire unterstützt alle in Deutschland notwendigen 2G, 3G und 4G Frequenzen. Der Empfang war durchweg konstant und ohne nennenswerte Probleme. Im Gesamten ist die Gesprächsqualität zwar überzeugend, die Ohrmuschel könnte allerdings ein wenig lauter sein und auch die Stimme wird nicht sonderlich laut übertragen.

 

Bluboo Xfire GPS Test Fix (1)Das WLAN-Signal hielt sich konstant aufrecht mit einer guten Geschwindigkeit. Die Reichweite ist nicht die größte und im Vergleich mit der Konkurrenz aber durchaus geringer. Die Navigation klappte leider unter keinen Bedingungen und das Xfire ist zum Navigieren leider ungeeignet. Die Positionsbestimmung springt zwischen 3m und 20m hin und her.

Der interne Lautsprecher ist auf hoher Lautstärke nur noch durch unsauberen und kratzigen Sound gekennzeichnet. Schließt man einen Kopfhörer an das Bluboo Xfire an, erhält man akzeptablen Sound.

Akku

Bluboo Xfire Empfang LTE (2)Das Bluboo Xfire kommt mit einem wechselbaren 2750mAh Akku daher. Die Ladedauer ist mit knapp 5 Stunden zwar ewig, gleiches gilt allerdings auch für den Einsatz des Handys. Auch Intensivnutzer schaffen es problemlos durch den Tag, denn das Display und der niedrig getaktete Prozessor sind spürbar sparsam. Wer ein Zweithandy mit guter Akkulaufzeit sucht, wird vom Bluboo Xfire nicht enttäuscht werden.

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Fazit und Alternative

60% NAJA

Die schwerwiegendsten Kritikpunkte am Bluboo Xfire sind die Kamera und die schwache Systemperformance. Auf der anderen Seite ist die restliche Leistung im Test dem Preis mehr als angemessen. Abstriche muss man ohnehin bei einem Smartphone für unter 100€ machen und dies sollte wohl jedem klar sein. Wer auf die gute Akkulaufzeit des Bluboo Smartphones verzichten kann, der sollte sich das Doogee X5 einmal genauer anschauen.

Alle die 25€ mehr auf der hohen Kante haben, erhalten mit dem Y100 Pro eine spürbar besser Kamera und auch in allen anderen Kategorien spürbaren Zuwachs an Leistung!

  • Verarbeitung und Design 60 %
  • Display 70 %
  • Betriebssystem und Performance 50 %
  • Konnektivität und Kommunikation 70 %
  • Kamera 30 %
  • Akkulaufzeit 80 %

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1 Kommentar zu "Bluboo Xfire Testbericht"

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John Daniell
Gast
John Daniell

Naja, vom Design her ein typisches China phone. Wie das „Pepsi“ P1

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