Bluedio findet bereits zum zweiten Mal den Weg in unser Testlabor und wieder einmal mit einem Bluetooth-Kopfhörer. Der letzte konnte uns dabei nur halb überzeugen, ob es der Bluedio Turbine TM besser macht und aus den Fehlern des letzten Modells gelernt hat, erfahrt ihr im Testbericht.

Lieferumfang Bluedio Turbine Monitor

Design und Verarbeitung

Den Bluedio Turbine T Monitor (kurz TM) gibt es in den drei Farben Schwarz, Rot und Gelb und ist bereits für um die 30€ zu haben. Dabei setzt die Marke zumindest äußerlich nicht auf qualitativ hochwertige Materialien. Hauptsächlich besteht der Bluetooth-Kopfhörer aus Plastik und Kunstleder, lediglich das Innenleben des Bügels besteht aus Metall. Trotz der nicht so anmutenden Materialien ist die Verarbeitung dennoch tadellos. Nichts knarzt, wackelt oder weißt besonders große Spaltmaße auf. Im Zubehör enthalten sind neben der kleinen Anleitung auch ein USB-C Kabel vorhanden.

Bluedio Turbine Monitor Test 2 Bluedio Turbine Monitor Test 1 Bluedio Turbine Monitor Design Verarbeitung 4 Bluedio Turbine Monitor Design Verarbeitung 3

Die Ohrmuscheln sind oval geformt und sitzen bequem auf den Ohren. Das Polster mit dem Kunstlederüberzug tut dazu das Übrige. Die Polster sind weich und dichten die Ohren gut ab. Dazu muss man sagen, dass meine Ohren nicht besonders groß sind und vollständig im Zwischenraum der Polster verschwinden. Von daher tun sie auch nach langem Tragen der Bluedio TM nicht weh. Personen mit größeren Ohren könnten hier allerdings Probleme bekommen. So sehr wie die Hörer die Klänge von außen abschirmen, so sehr bleibt die Wärme unter den Polstern . Gerade an den etwas wärmeren Tagen sorgt das schon mal für heiße Ohren.

Bluedio Turbine Monitor Test 4 Bluedio Turbine Monitor Test 3

Auch wenn die Bluedio T Monitor Umgebungsgeräusche gut abschirmen können, so sehr lassen sie bei höherer Lautstärke auch alle an der eigenen Musik teilhaben. Die passiert allerdings erst aber einer Lautstärke von 60% und mehr. Für mich persönlich war aber schon bei 50% die Wohlfühlgrenze erreicht.

Bedienung und Konnektivität

Via Bluetooth 5.0 verbindet sich der Bluedio flott mit jedem Gerät. Generell werden alle Aktionen von einer Frauenstimme kommentiert. Die Verbindung bleibt auch bis auf 10m Entfernung stabil, auch wenn eine Wand dazwischen liegt.

Bluedio Turbine Monitor Design Verarbeitung 1

Die Bedienung des Bluetooth-Kopfhörers erfolgt über die Tasten an der linken Hörmuschel. Diese liegen vorne und sind auch beim Tragen gut erreichbar. Bluedio beschränkt sich bei den Buttons auf einen Powerknopf und eine Lautstärkewippe. Eine kleine LED zeigt sowohl an, ob das Gerät eingeschaltet ist (Blau) oder ob der Akku schwach ist (Rot). Letzteres wird aber auch oft genug von der netten Lady kommentiert, was den Musikgenuss doch erheblich stört, denn der Akku hält auch im schwachen Zustand noch einige Zeit aus.

Der Powerbutton hat drei Funktionen. Bei einmaligem Drücken wird die Musik entweder pausiert oder die Wiedergabe gestartet. Im ausgeschalteten Zustand wird durch langes Drücken das Gerät selbstverständlich eingeschaltet. Im eingeschalteten Zustand wird der Sprachassistent durch die selbe Aktion aktiviert, hält man weiterhin den Button gedrückt, schaltet sich das Gerät aus. Die Lautstärkewippe hat neben ihrer offensichtlichen Funktion auch die Möglichkeit, durch Gedrückthalten vor- und zurückzuschalten. Die Verpackung propagiert zusätzlich einen Equalizer Button, dieser ist allerdings weder in der Anleitung noch am Gerät zu finden. Auch durch rumprobieren ergab sich keine Kombination bei den vorhandenen Buttons, um irgendwelche Klangeinstellungen zu verändern.

Ebenfalls beworben wird, dass der Kopfhörer über den USB-C Anschluss per Kabel genutzt werden kann. Leider kann ich diese Funktion nicht bestätigen. Weder mit meinem Handy noch mit meinem Tablet wollte sich irgendwie eine Wiedergabe via USB-C auf dem Bluedio realisieren lassen. Ob man am Kopfhörer die Wiedergabequelle ändern muss, geht leider nicht aus der Beschreibung hervor. Dies könnte aber eventuell der Grund sein, warum diese Funktion nicht nutzbar war.

Klangqualität

Generell kann man die Klangqualität durchaus als gut bezeichnen. Die Höhen sind nicht klirrend, die Mitten recht ausgewogen und der Bass sogar recht kräftig. Für mich als Bassfanatiker kann es gern auch etwas mehr sein. Auf der Packung wirbt der Hersteller mit 118 dB maximaler Lautstärke und ja die Bluedio können verdammt laut sein. Allerdings konnte ich den Wert von 118 dB nicht wirklich messen. Die gängigen Apps spucken maximal um 95 dB aus, aber vielleicht stößt da auch das Mikrofon an seine Grenzen. Ein Nachteil bleibt allerdings. Bei maximaler Lautstärke übersteuern die Bluedio TM sehr gerne und Höhen werden geradezu unerträglich. Das ist aber auch nur halb so schlimm, denn so laut kann man eh keine Musik hören, da es einem sonst das Gehör rausschießt.

Das Klangbild des Bluedio T Monitor ist sehr neutral gehalten. So ist es quasi egal welches Genre man genießt oder ob man ein Hörspiel hört. Metal, Techno, Rock, Klassik – alles genossen werden und auch Stimmen werden klangvoll wiedergegeben. Hier kann der Bluedio definitiv überzeugen. Wo er allerdings nicht überzeugen kann, ist beim Telefonieren. Klar, der ankommende Anruf ist gut hörbar, da das Mikrofon aber sehr weit weg ist, werde ich nur sehr leise wahrgenommen und bei lauter Umgebung ist diese im Gespräch dominierend.

Akku

Der Akku der Bluedio TM verspricht 30 Stunden Musikgenuss. Diese sind keinesfalls gelogen und bei mittlerer Lautstärke sind auch gerne mehr drin. Auf dem Handy wird zu dem der Ladestand des Akkus gezeigt, sodass man rechtszeitig merkt, wann die Kopfhörer geladen werden müssen. Auch die LED leuchtet bei schwachem Akku rot auf. Als ob diese Signale noch nicht genug wären, so weist einen die Frauenstimme in regelmäßigen Abständen eh darauf hin, dass der Akkustand niedrig ist. In circa 3 Stunden sind die Kopfhörer via USB-C auch wieder vollgeladen.

Fazit und Alternative

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Mathias:

Die Bluedio T Monitor sind durchaus gelungenes Paar Bluetooth-Kopfhörer für den täglichen Gebrauch. Sie sitzen bequem, liefern einen guten Sound und halten eine stabile Verbindung auch über etwas Entfernung. Dazu kommt der ausdauernde Akku, der die Bluedio nur selten an die Steckdose zwingt. Etwas negativ könnte das Übersteuern bei maximaler Lautstärke gesehen werden, allerdings ist auf diesem Lautstärkelevel ein genussvolles Hören für mich zumindest nicht mehr möglich. Für mich bleibt also als einziger richtiger Kritikpunkt die billigen Materialien. Wenn schon Plastik, dann doch wenigstens kein Kunstleder, unter dem man bei warmen Wetter schwitzt ohne Ende. Abschließend kann ich die Bluedio Turbine Monitor aber dennoch empfehlen, wenn man mit den Kritikpunkten zurecht kommt.

85%
  • Design und Verarbeitung 80 %
  • Tragekomfort 80 %
  • Klang 80 %
  • Akkulaufzeit 100 %

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