Chuwi CoreBook

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Das Chuwi CoreBook wird vielleicht der Surface-Killer aus China! Zurzeit wird das Convertible über Indiegogo, das asiatische Kickstarter, finanziert. Für 390€ erhält man das große Set, samt Tastatur und Stylus, im Presale. Das Finanzierungsziel ist bereits erreicht, aber steigt die Gesamtsummer über 100.000$ wird der Arbeitsspeicher umsonst von 6GB auf 8GB erhöht. Auch die anderen Spezifikationen überzeugen uns: das Convertible wird ein 13,3 Zoll großes Display bekommen. Somit kann man es sowohl als riesiges Tablet nutzen oder als Laptop für unterwegs. Der Prozessor bekommt ein Upgrade spendiert: statt dem Intel Apollo Lake N3450 kommt der stärkere Intel m3 aus der Kaby Lake Reihe zum Einsatz. Zum Gaminglaptop wird das Chuwi CoreBook dadurch nicht, aber man hat deutlich mehr Leistungsreserven beim Surfen, für Entertainment und Office.

chuwi corebook 3Der Trend bei den großen mobilen Begleitern hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert: das große schwere Notebook mit dedizierter Grafikkarte und Lüfter ist out; niemand möchte mehr ein Arbeitsgerät über 2kg mit sich rumschleppen. Die neuen Convertibles und Ultrabooks müssen alles können, klein und leicht sein und sollten auch noch reichlich Leistung mit sich bringen. Die Alternative zum Microsoft Surface bringt nun Chuwi: Mit dem SurBook hat man eine Budgetversion vorgelegt, das CoreBook bringt mehr Leistung sowie bessere Hardware und macht damit nun den Platzhirschen Konkurrenz?

Design

Das Chuwi CoreBook an sich ist ein großes Tablet. Sämtliche Hardware ist in dem Gehäuse. Mit der optionalen Tastatur wird es erst zum Convertible. Die Maße sind typisch für ein 13,3 Zoll Notebook: 315 x 211 x 8,5 mm – zum Vergleich das Jumper EzBook 3 Pro: 315 x 208 x 15 mm. Beim Gewicht liegt man allerdings über der Konkurrenz: 1,04 kg wiegt das Tablet an sich, mit der Tastatur kommen nochmal 630g hinzu, womit man bei 1,676 kg landet. Das Jumper Ultrabook bringt lediglich 1,38 kg auf die Waage.

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Da das Chuwi CoreBook lediglich 8,5mm flach wird, passt kein normaler USB-Port in das Gehäuse. Stattdessen setzt man auf einen Micro-USB- und einen USB-Type-C Port. Der Type-C Anschluss sollte genügend Konnektivität per Adapter bereitstellen, denn es ist noch ein Klinkenanschluss und ein Micro-SD Slot im Corebook. Im Rahmen sind noch 2 Lautsprecheröffnungen eingelassen, für Stereosound und 2 für Mikrofone.

Auch das restliche Gehäuse kann auf den Bildern und mit seinen Daten überzeugen. Die Rückseite und der Rahmen sind aus Aluminium. Das Displayglas ist zu den Seiten hin 2.5D gewölbt. Auf der Vorderseite findet sich in der Mitte noch ein Button / Fingerabdrucksensor.

chuwi corebook 11Ohne Tastatur ist das Chuwi CoreBook wohl weniger interessant: wer braucht ein riesiges Tablet? Mit dem Cover aber bekommt man ein mobiles und individuelles Arbeitsgerät, außerdem auch die Möglichkeit, das Tablet aufzustellen. Das anklipsbare Cover bietet gleichzeitig Schutz für das Gerätund und wird magnetisch mit dem CoreBook verbunden. Die Tastatur wird so groß wie eine normale Laptoptastatur. Das Touchpad darunter wirkt wie aus einem Guss. Über die Qualität und ob die Eingabemethoden mit einem normalen Laptop mithalten können, kann man bislang nur spekulieren.

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Trotzdem überzeugt das Gerät vom Design. Metall auf der Rückseite und Glas vorne. Auch der Stylus macht in silber was her. Über die Haptik wird letztendlich das Tastatur- und Touchpadcover entscheiden, da man dieses beim Schreiben am häufigsten anfasst. Steht das Tablet mit dem Cover sicher aufrecht? Wie lange hält das Scharnier der Beanspruchung stand? Die Umsetzung des Konzepts ist der entscheidende Faktor!

Display des Chuwi CoreBook

Im Chuwi CoreBook ist ein 13,3 Zoll großes Touchdisplay verbaut. Dieses löst mit Full HD auf und ist im 16:9 Format. Außerdem bietet es in Kombination mit dem Eingabestift 1024 Druckstufen (unser Grafiktablet hat 2048).

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Mit der 16:9 Auflösung macht man quasi nichts falsch: keine Balken bei Filmen und Serien. Die Konkurrenz setzt auf quadratischere Maße. Das Surface hat ein 3:2 Display und das iPad Pro ein 4:3. Ob wir hier ein mattes oder glänzendes Display bekommen, ist noch nicht bekannt – ein mattes wäre unterwegs im klaren Vorteil. Mit einem 13,3 Zoll großem Display lässt es sich ordentlich unterwegs arbeiten, schreiben und surfen, das hat das Jumper EzBook 3 Pro schon gezeigt. Für einige Aufgaben wünscht man sich seinen großen Desktop Monitor zurück, aber als mobiles Zweitgerät ist so ein Convertible bestens geeignet.

Leistung

chuwi corebook 5Wie bereits angesprochen kommt im Chuwi CoreBook ein stärkerer Chip von Intel im Einsatz. Der Intel m3 7Y30 aus der KabyLake Generation hat schon mehr Gemeinsamkeiten mit den i-Prozessoren von Intel. Hier kümmern sich 2 Kerne (4 Threads) mit bis zu 2.6 GHz um die Rechenpower. Für die Grafik ist die integrierte Intel HD 615 On-Board GPU zuständig und dem System stehen 6GB Arbeitsspeicher zur Verfügung – wenn nicht sogar 8GB, falls das nächste Ziel erreicht werden sollte.

Den Chip hatten wir bereits im Cube Thinker und hier konnte er durchaus überzeugen. Bei Standardaufgaben merkt man den Unterschied zum Budget-Prozessor Intel N3450 nicht unbedingt. Hat man aber dann mal viele Tabs offen und mehrere Tasks gleichzeitig am Laufen, ist der Intel m3 wesentlicher potenter. Dieser kann auch mit 4K Videos, was aber nur interessant wird, mit einem anderen verbundenen Display. Als Gaming Laptop wird das CoreBook sich leider nur sehr bedingt eignen. Eine Runde Indie-Games zwischendurch oder grafisch weniger anspruchsolle Games klappen allerdings. Außerdem benötigt das CoreBook keinen aktiven Lüfter, das Convertible bleibt also leise während des Zockens.

Für den Speicherplatz kommen 128GB eMMC 5.1 Speicher zum Einsatz. Eine SSD hätte den Datendurchsatz deutlich erhöht, aber auch ein eMMC Speicher kann genügend Bandbreite bieten. Um den Speicher zu erweitern, kann man den Micro-SD Slot an der Oberseite nutzen. 64GB kosten circa 24€ – um seine Medien auszulagern gut geeignet. Das Chuwi CoreBook kommt mit vorinstalliertem Windows10. Die Oberfläche ist seit dem Creators Update für Touchbildschirme und Convertibles optimiert.

Die Leistung des Cube Thinkers haben wir damals als „gut proportioniert und ausbalanciert“ bezeichnet. Und so kann man sich auf das Chuwi CoreBook freuen. Wer einen mobilen Begleiter sucht ist an der richtigen Adresse.

Anwendungszwecke

chuwi corebook 1Mit so einem Convertible kann man einiges anstellen. Das Tastatur Cover scheint magnetisch befestigt und kann fix an- und abgesteckt werden. Mit einem 13,3 Zoll großen Tablet kann man sich auf die Couch setzen und im Internet surfen oder in der Uni Dokumente mit dem Stylus kommentieren. Mit dem Tastatur Cover hat man ein vollständiges Notebook vor sich stehen: der Winkel ist variabel, Tastatur, Touchpad und Stylus liegen bereit. So ist Office kein Problem, Bild- und Dokumenten Bearbeitung mit dem Eingabestift möglich und man hat das Tablet vor sich stehen.

Akku

chuwi corebook 13Das Chuwi CoreBook wird über einen 37Wh (10.000 mAh) Akku mit Strom versorgt. Mit der Akkukapazität sollen laut Chuwi bis zu 8 Stunden drin sein, je nach Nutzungsverhalten – in der Praxis werden es vermutlich ein bis zwei Stunden weniger sein.

Geladen wird es über USB-Type C mit dem 36W Ladegerät. So ist es angeblich in 3 Stunden wieder voll aufgeladen. Über Power Delivery 2.0 kann man auch auf andere Netzteile zurückgreifen und vielleicht auch eine Powerbank, wie die ZMI 20.000 mAh, zurückgreifen.

Unsere Einschätzung

chuwi corebook 4DIE Alternative zum Surface gab es aus China leider noch nicht. Mit dem Chuwi CoreBook will man dies aber nun endlich nachholen. Das CoreBook hat die besten Voraussetzungen dazu, denn Hardware und Konzept stimmen. Mit dem Chuwi Hi10 und Hi13 hat man schon Convertibles geliefert, welche zwar günstig waren, aber sich im Test nicht als vollständige Alternative herausgestellt haben. Das Chuwi SurBook hingegen ist den selben Weg über Indiegogo gegangen und konnte in den ersten Reviews gute Noten einfahren.

Die Finanzierung über eine Plattform wie Kickstarter ist für etablierte Firmen nicht üblich, aber bringt auf den ersten Blick nur Vorteile. Das CoreBook erhält von vornherein mehr Aufmerksamkeit, Interessierte können die Entwicklung mitverfolgen und sich im Voraus ihr Exemplar zu einem guten Preis sichern. Chuwi bekommt Kapital von den „Backern“ bereitgestellt und muss nicht auf Eigenkapital zurückgreifen oder einen Kredit einräumen. Beim Chuwi SurBook ist die Indiegogo Kampagne mit Erfolg verlaufen, wieso also nicht beim CoreBook?

Mit dem Chuwi CoreBook hat man definitiv gute Chancen den Großen einige Kunden abzujagen; wer lässt sich nicht die gleiche Hardware zu einem günstigeren Preis entgehen? Allerdings sind viele Faktoren noch nicht geklärt, die letztendlich über den Erfolg des Convertible entscheiden. Am wichtigsten ist die Umsetzung: bietet das Tastatur Cover die Qualität, die nötig ist, klappt das Zusammenspiel der Hardware mit den externen Eingabegeräten? Wir sind gespannt auf das Chuwi CoreBook.

 

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Oliver2
Gast
Oliver2

„niemand möchte mehr ein Arbeitsgerät über 2kg mit sich rumschleppen“ Ach so?

Hmm, ich bevorzuge weiterhin mein 17“ Bullman E Laptop. Power, Speicher und modularer Aufbau. So will ich es haben!