Chuwi GBox

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Chuwi hat neben der neusten Surface Alternative, dem Chuwi Corebook, noch weitere Produkte auf der CES 2018 angekündigt: das Chuwi Hi8 Air, SurBook Pro und die Chuwi Game Box bzw. GBox! Bei GBox denkt ihr, so wie ich auch, als allerersten an Microsofts Xbox? Die Spur ist schonmal richtig: die Chuwi GBox soll ein kleiner Computer werden, wie sie häufig für Media-Zwecke zum Einsatz kommen; nur die GBox soll auch beim Gaming keine schlechte Figur machen. Die Leistung liefert der Intel N4100 Quad Core aus der neuen Intel Gemini Lake Generation. Wir checken die Hardware vorab und urteilen, ob man sich mit dem Statement nicht vielleicht übernommen hat.Chuwi GBOX Chuwi GBox - Intel N4100

Die Chuwi GBox soll in zwei Varianten erscheinen: das normale Modell und eine GBox Pro, mit einem deutlichen Plus an Leistung. Findet im kleinen Modell die neuste Generation der Intel Celeron Prozessoren (Gemini Lake) Platz, so zeigt in der GBox Pro ein Intel Core i5 seine Power. Die Produktion ist derzeitig noch nicht angelaufen und Chuwi bindet die Community und Interessierte in wichtige Entscheidungen mit ein. Auf der Promotion Seite kann abgestimmt werden über das Design, Speicher, Anschlüsse und System. Wie die Abstimmung derzeitig verläuft, ist wohl noch der vernünftigste Weg, meiner Meinung nach.

Hardware der Chuwi GBox

Zum Erscheinungsbild lässt sich bisher eher weniger berichten, da die Community entscheiden darf. 3 Gehäuse stehen zur Auswahl und alle haben ein kompaktes Gehäuse, sichtbare Lüfterschlitze und reichlich Anschlüsse gemein. Die Abmessungen lassen sich auf 20x15x5cm und 1kg schätzen; im TV-Rack würde die Chuwi GBox ihren Platz finden.

Über folgendes lässt sich abstimmen:

  • Gehäuse: 1. Engineering Plastic, 2. Aluminium Magnesium Alloy und 3. Carbon Fiber
  • Arbeitsspeichergröße: 2GB, 4GB, und 8GB
  • Flash Speicher Größe: 32GB, 64GB und 128GB
  • Erweiterung des Speichers: SD Karte, m.2 SSD und HDP Expansion
  • Zusätzliche Ports: HDMI, VGA, Type C, RJ 45 LAN und USB
  • Betriebssystem: Windows oder Dual Boot Windows + Ubuntu

Chuwi GBox - Abstimmung*HDP Expansion will sich mir nicht erschließen, womöglich ist damit HDD gemeint; daher ein zusätzlicher 2,5“ Festplattenslot

Die Abstimmung steuert derzeitig auf die beste Alternative zu, aber viele Merkmale wird die Chuwi GBox auch so aufweisen: USB 3.0 Ports, WIFI, HDMI. Alle Vorraussetzungen für einen nutzbaren zweit oder Office-PC sind also schon gegeben. Wie sieht es mit der Leistung aus?

Leistung

Die schlussendliche Hardware und Leistung wird der spannendste Part des Chuwi mini PCs. Unterwegs brauch ich nicht so viel Leistung und erfreue mich an dem niedrigen Stromverbrauch. An einem festen Arbeitsplatz findet sich aber eine Steckdose!

Über die Pro Version der GBox ist quasi noch nichts bekannt: es wurde ein Prototyp im silbernen ovalen Gehäuse gezeigt, welcher mit reichlich Anschlüssen aufwarten konnte. So liest man lediglich von einem „i5“ Prozessor: wahrscheinlich ein mobiler Intel Core i5 Dual-Core. So einer dient schon als gutes Grundgerüst und bietet Leistungsspitzen dank Boost-Funktion.Chuwi GBox Pro i5 Chuwi GBox Pro i5

Die normale Chuwi GBox wird mit der neusten Generation des Intel Celeron ausgestattet sein. Vom Vorgänger, der Intel Apollo Lake Generation und dem N3450, können wir ein Ständchen trällern: dieser stellt für die Einsatzzwecke eines Ultrabooks ausreichend Power zur Verfügung – Gaming ist aber ein Fremdwort.

Die neue Generation, Intel Gemini Lake, der SoC (System-on-Chip) Prozessoren kommt wieder in günstigen Notebooks, lüfterlosen Geräten und Mini PCs zum Einsatz. Der Gemini Lake N4100 wird im Vergleich mit dem Vorgänger beworben mit: 55% bessere Performance unter Windows, 3.2 mal schnellere GPU, DDR4-SO-DIMM RAM Support, sowie 4K UHD Wiedergabe.

Der Celeron N4100 (Zum Datenblatt bei Intel) besteht aus 4 Goldmont+ Kernen die im zwischen 1,1 und 2,4 GHz takten (Apollo Lake 1,1 bis 2,2) und einer integrierten Intel HD600 Grafikkarte. Insgesamt verspricht man natürlich ein deutliches Plus an Leistung, aber zu euphorisch würde ich nicht an die Sache herangehen – nicht ohne Grund, denn Intel will vor allem die teureren m3 und i3 Chips an den Mann bringen. Im Vergleich zur Cherry Trail konnte man bei Apolo Lake einiges an Leistung zu legen – den großen Sprung erwarten Analysten bei Gemini Lake nicht, aber einen spürbaren Unterschied im Betrieb schon. Für das Gaming wird die Leistung der Gemini Lake Generation nicht ausreichen: ein Stoßgebet vorrausgesetzt, wird die Leistung wohl gerade so ausreichen für DOTA 2, League of Legends oder CS: GO.

Unsere Einschätzung

Was wird die Chuwi GBox nun also? Ein Gamingknecht sicherlich nicht, aber ein kompakter PC für Office, Web, Dateiverwaltung und Streaming. So ein kleiner PC braucht nicht viel Strom (ca. 65 Watt im Betrieb), verursacht dadurch nicht viel Abwärme und hat keinen Lüfter. Er kann also direkt auf dem Schreibtisch oder im Media Regal aufgestellt werden. Auch als Streaming Zentrale für das Heimkino oder als Büro-PC für kleine Unternehmen wird die Chuwi GBox interessant.

Den Preis würde ich auf 125 bis 175€ schätzen; hinzukommen noch eine Maus- und Tastatur Kombination (ca. 30€) und ein Anzeigegerät (Monitor, Fernseher, Beamer).

Alternative

Wenn es wirklich ein kleiner Computer zum Zocken sein soll, dann kann man ihn entweder komplett selbst zusammenschrauben – ich bin bei meiner Hardwarebasis aus AMD Ryzen 3 und GTX1050 Ti auf 640€ gekommen – oder man erweitert einen fertigen. So finden sich öfters Computer im miniITX Gehäuse, die von Haus aus einen i3, i5 oder gar einen Intel Xeon an Bord haben. Diesen kombiniert man mit einer kraftvollen (aber kurzen, bis ca. 22cm) Grafikkarte und hat seinen Kraftzwerg zum Zocken.Chuwi GBox - Intel NUC

Intel selbst hat einige Modelle im Portfolio, die sich NUC nennen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis dieser PCs auf mini ITX Basis ist ordentlich, nur vermisse ich die Möglichkeit, eine seperate Grafikkarte nachzurüsten. Auch wenn ein i5 verbaut ist, kann die integrierte GPU Intel Iris keine Games in Full HD stemmen.

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