Chuwi ist uns schon bekannt für seine schlanken Notebooks, die für kleines Budget eine recht gute Ausstattung und dank Ihres flachen Designs auch eine gute Mobilität bieten. Das LapBook mit 12,3 Zoll stellt im Sortiment die aktuelle Leistungsspitze dar. Wir haben das Gerät auf Herz und Nieren geprüft.

Versionen der Chuwi LapBook Reihe

Chuwi Lapbook 12.3 14.1 15.6 Test Testbericht

Das LapBook gibt es aktuell in 3 Versionen, die sich in Punkto Leistung nur minimal unterscheiden. Verfügbar sind neben 12,3″ auch 14,1″ und handelsübliche 15,6″. Dabei ist das größte Notebook das mit der geringsten Leistung und setzt noch auf einen älteren Cherry Trail Prozessor aus dem Hause Intel. Das LapBook 15.6 hatten wir auch bereits im Test. Die beiden kleineren Versionen besitzen den neuen Apollo Lake, der am unteren Ende der Leistungs-Nahrungskette steht.

LapBook 12.3 LapBook 14.1 LapBook 15.6
CPU Intel Celeron N3450 Intel Celeron N3450 Intel Atom Z8350
RAM 6GB DDR3 4GB DDR3 4GB DDR3
Display 12.3″ 2K 2736 x 1824 14.1″ Full-HD 1920 x 1080 15.6″ Full-HD 1920 x 1080
Akku 8000 mAh 9000 mAh 10000 mAh
Speicher 64GB eMMC 64GB eMMC 64GB eMMC
Anschlüsse 1 x USB 2.0, 1 x USB 3.0,
3,5mm Klinke, Mini-HDMI, SD-Slot, M.2
1 x USB 2.0, 1 x USB 3.0,
3,5mm Klinke, Mini-HDMI, SD-Slot, M.2
1 x USB 2.0, 1 x USB 3.0,
3,5mm Klinke, Mini-HDMI, SD-Slot, M.2

 

Design und Verarbeitung

Mit einem kompletten Körper aus Aluminium sieht das LapBook nicht nur edel aus, sondern macht auch einen stabilen und hochwertigen Eindruck. Das Gerät ist sehr gut verarbeitet und nichts knackt oder sitzt locker. Mit gerade mal 1387g Gewicht und einer Dicke von 8mm ist das LapBook der perfekte Begleiter für mobiles Arbeiten. Gerade im Zug bewies sich das kompakte Chuwi als sehr gute Alternative zu meinem etwas dickeren 13,3″ Notebook.

chuwi lapbook 12.3 Design Verarbeitung 11 300x200 chuwi lapbook 12.3 Design Verarbeitung 9 300x200 chuwi lapbook 12.3 Design Verarbeitung 10 300x200 chuwi lapbook 12.3 Design Verarbeitung 8 300x200

Das Scharnier macht einen sehr stabilen Eindruck und lässt das LapBook mit Leichtigkeit aufklappen. Es kann bis zu einem Winkel von 145° umgebogen werden und sollte somit für jeden den perfekten Displaystand für eine optimale Sicht bieten.

Schnittstellen und Kommunikation

Das Chuwi LapBook 12.3 bietet eine umfangreiche Ausstattung, die keine Wünsche offen lässt. So versorgt es den Nutzer mit einem USB 3.0 und einem USB 2.0 Anschluss, sowie einem microSD Slot. Kopfhörer werden über einen normalen Klinkenanschluss verbunden. Für Skype und Co. ist im oberen Rand eine 2 MP Kamera verbaut, die ein anständiges Bild liefert. Für das Surfen im Netz ist das Chuwi mit den aktuellsten WLAN Standards (Dual Band und Wifi a/c) ausgestattet. Die Reichweite des WLANs war hervorragend und die Verbindungsgeschwindigkeit den Standards entsprechend schnell. Des Weiteren bietet das Chuwi Notebook Bluetooth 4.0. Eine Datenübertragung von meinem Handy auf das LapBook ging problemlos. Auch die Verbindung mit den Bluetooth-Lautsprechern verlief reibungslos.

chuwi lapbook 12.3 Anschlüsse und Status LED 6 300x200 chuwi lapbook 12.3 Anschlüsse und Status LED 5 300x200

Die beiden Lautsprecher des Notebooks sind an der Unterseite verbaut und werden beim Abstellen des Notebooks auf dem Schoß verdeckt. Sie können also nur anständig genutzt werden, wenn das kompakte Notebook auf einer Oberfläche steht, die den Lautsprechern Raum lässt. Der Klang der Treiber ist ok, aber nicht überragend. Ich empfand sie tatsächlich als etwas zu leise und griff dann doch lieber zu Kopfhörern oder externen Lautsprechern.

Eingabegeräte des LapBook

Die Qualität der Eingabegeräte bei Notebooks sind wichtig für die tägliche Nutzung. Hier gilt es beim Chuwi zu beachten, dass das Tastaturlayout auf Englisch ist. Für mich dank 10 Fingerblindsystem kein Problem, andere werden hier aber keinen großen Spaß haben. Andererseits ist das Layout für Programmierer hervorragend geeignet. Mann kann allerdings auch einfach Abhilfe durch Tastaturaufkleber schaffen. Dafür macht die Tastatur sonst einen guten Eindruck. Das Feedback ist gut und die Tasten sitzen wackelfrei im Chuwi LapBook 12.3. Die Lautstärke beim Tippen ist minimal und störte mich in keinster Weise. Das einzige, was ich vermisste, war ein Shortcut zur Deaktivierung des Touchpads. Diese Funktion habe ich an meinem anderen Notebook lieben gelernt, da meine Handballen beim Tippen oft versehentlich das Touchpad berühren. Auf festem Untergrund steht das LapBook, durch die höheren Gummifüße hinten, leicht geneigt. Das führt zu höherem Komfort beim Tippen.

chuwi lapbook 12.3 Eingabegeräte 300x200 chuwi lapbook 12.3 Display 2 300x200

Das Touchpad reagiert sehr schnell auf jede Eingabe und unterstützt die üblichen Multitouchgesten wie Scrollen mit zwei Fingern, Rechtsklick durch zwei Finger und Zoomen. Die beiden „Maustasten“ sind nicht unnötig laut beim Klicken. Leider ist das Touchpad recht dicht an der Tastatur, was für mich, wie schon erwähnt, ungewollt zu Berührungen beim Tippen führt.

Display des Chuwi Lapbook 12.3

chuwi lapbook 12.3 Display 1

Das verbaute IPS Display ist 12,3″ groß und löst mit 2K, sprich 2736 x 1824 Pixeln, auf. Das matte Display stellt alle Inhalte sehr scharf dar und wirkt farbecht. Die maximale Helligkeit lässt sich wie gewohnt über Shortcuts auf der Tastatur steuern und sorgt auch bei Sonnenschein für ausreichende Sicht. Bei maximaler Helligkeit sind keine Lichthöfe (übermäßige Ausleuchtung) vorhanden. Dank des matten Displays hat man nicht mit Spiegelungen zu kämpfen. Insgesamt ist das Display des Chuwi Lapbook 12.3 eine Wucht und bereitet Spaß – egal ob bei der Arbeit oder beim Filme schauen.

Leistung

In Sachen Leistung kann man hier natürlich keine Killermaschine erwarten. Im LapBook ein Celeron N3450 verbaut, der aus der Apollo Lake Serie stammt. Seine 4 Kerne takten von 1,1 – 2,2 Ghz. Die Grafikleistung wird durch die integrierte Intel 500 Grafikeinheit geliefert, welche mit bis zu 700 Mhz taktet. Desweiteren stehen dem Prozessor üppige 6 GB DDR3 RAM zur Seite. Auf Grund der niedrigen Leistungsaufnahme kommt der N3450 völlig ohne Lüfter aus, was den Geräuschpegel beim Arbeiten niedrig hält. Auch dem Akkuverbrauch kommt das natürlich zu Gute.

Chuwi Lapbook 12.3 HD Benchmark 300x244 Chuwi Lapbook 12.3 CPU Info 300x298

Der intern verbaute eMMC Speicher ist mit 64 GB ausreichend groß, um Windows 10 und einigen Anwendungen Platz zu bieten. Wem das nicht reicht, kann zusätzlich noch eine SSD an den M.2 Slot anschließen. Der Anschluss befindet sich an der Unterseite und kann ganz einfach ohne Werkzeug geöffnet werden. Schade, dass beim internen Speicher nicht auf eine schnellere SSD gesetzt wurde, das hätte das Bild noch einmal etwas mehr abgerundet.

Chuwi Lapbook 12.3 Benchmark 1200x800

Insgesamt kann man mit dem Chuwi Lapbook 12.3 gut arbeiten und selbst bei 4K Videos stockt ihm nicht der Atem. Eine Runde Zocken ist nur bedingt möglich. Hearthstone lief nur auf niedrigsten Einstellungen flüssig, alte Klassiker wie Alarmstufe Rot 2 oder Dawn of War verarbeitet das LapBook allerdings sehr gut. Nur die Hitzeentwicklung ist nicht ohne, da das Gehäuse aus Metall besteht und nicht über ein aktives Kühlungssystem verfügt. Bei längeren Gaming-Sessions wird es warm im Schoß und der Prozessor knackt die 60° Marke.

Betriebssystem

chuwi lapbook 12.3 Lieferumfang

Das Chuwi LapBook kommt mit einem vorinstallierten Windows 10 Home 64 Bit. Das System war bereits aktiviert und hat damit einen Key. Wie die Tastatur war auch das System in Englisch. Man kann aber in den Windows Systemeinstellungen einfach ein deutsches Sprachpaket herunterladen. Apps oder Programme waren keine vorinstalliert. Auch konnte ich keine Viren oder Trojaner auf dem Gerät finden. Windows läuft super flott und fährt innerhalb von 27 Sekunden hoch. Das Aufwecken aus dem Ruhezustand geht noch schneller.

Akkulaufzeit

Mit 36,48 Wh ist das Chuwi gepaart mit der sparsamen CPU üppig bestückt. Angegeben ist eine Nutzungsdauer zwischen 5-6 Stunden, die ich wenn das Display nicht zu hell eingestellt war und ich reine Officearbeit erledigte, überbieten konnte. Im Standby verbraucht das Notebook kaum Energie. Bei viel Daddeln wird der Akku aber circa nach 3 Stunden in die Knie gezwungen. Der größte Stromfresser ist hier wohl das 2K Display. Ein kompletter Ladevorgang dauert unter 3 Stunden. Eine Kurzbetankung ab 15% lädt den Akku recht schnell, ab 80% geht der Fortschritt langsamer voran.

Zur Herstellerwebsite

Fazit und Alternative

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Mathias:
Fazit und Alternative

Ist das Chuwi LapBook 12.3 ein gutes Gerät? Definitiv Ja! Ist es eine Gamingmaschine? Definitiv Nein! Der Einsatzbereich liegt ganz klar auf Casual- oder Office-Betrieb. Hier macht das Notebook eine sehr gute Figur. Es ist leicht, kompakt und sieht auch noch schick aus. Sowohl Tastatur, als auch Touchpad konnten überzeugen. Die Preis/Leistung ist für ein 250€ Gerät schlichtweg super. Der große Umfang an Anschlüssen machen das Chuwi somit zum perfekten Begleiter für den kleinen Geldbeutel. Negativ ist für manche allerdings das englische Layout, das man allerdings mit Tastaturaufklebern beseitigen kann. Uns hat das Gerät auf jeden Fall überzeugt und erhält somit auch eine Kaufempfehlung. Als klare, aber auch teurere Alternative bietet sich das Xiaomi Notebook 12" an.

84% Kompakt und Edel
  • Design und Verarbeitung 100 %
  • Touchpad und Tastatur 80 %
  • Display 90 %
  • Leistung 70 %
  • Akku 80 %

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