Mit dem Chuwi SurBook mini bläst man zum Angriff gegen die Surface Reihe von Microsoft: „Powerful but Affordable“ laut hier das Motto. Das kleine 10,8 Zoll Tablet will mit Windows 10 als Betriebssystem und optionalem Tastaturdock als waschechtes Convertible überzeugen! Und bei den Preisen, die für das Surface aufgerufen werden, braucht es eine Alternative.Chuwi SurBook mini 1Im Chuwi SurBook mini findet man die bekannte Hardware, wie sie in den meisten Notebooks aus China zum Einsatz kommt: Die Basis bildet der Intel Celeron N3450 aus der Apollo Lake Reihe mit integrierter Intel HD500 Grafikkarte. Dazu gesellen sich noch 4+64GB Speicher und ein Full HD Touchscreen, womit alle Voraussetzungen für einen mobilen Begleiter mit Multimedia Ambitionen geschaffen sind. Kann das Chuwi SurBook mini überzeugen und sich als Alternative hervortun? Mit einem Preis von ca. 230€ zahlt man schließlich nur ein Bruchteil.

Wir haben zum einen das Chuwi SurBook mini mit 10,8 Zoll als auch das Chuwi SurBook mit 12,3 Zoll im Test. Das Keyboard Cover für das große Tablet erschien gleich zu Beginn, während die Tastatur für das Chuwi SurBook mini erst Anfang Januar verschickt wird. Das haben wir zum Anlass genommen genauer auf Windows 10 als Tablet-Betriebssystem einzugehen. Das Chuwi SurBook nutzen wir dann als begehrtes Convertible samt Keyboard-Dock und berichten über die Vorteile! Auch findet ihr hier einen Kommentar zum Windows Tablet/Convertible als mobiles Zweitgerät.

Update: inwzwischen haben wir das offizille Keyboard Cover erhalten und es getestet mit dem Chuwi SurBook mini!

Unterschiede zwischen den SurBooks

SurBook SurBook mini
Display 12,3 Zoll / 2736×1824 10,8 Zoll / 1920×1280
Speicher 6GB RAM / 128GB eMMC 4GB RAM / 64GB eMMC
Maße 293x200x9,4mm / 1043g + 350g Tastatur = 1393g gesamt 268x183x8,8mm / 748g + 234g Tastatur = 982g gesamt
Akku 37Wh 27,38Wh
Preis 350€ 280€

Zwischen den beiden Versionen des Chuwi SurBooks klafft eine saftige Preisdifferenz; zwischen den Äußerlichkeiten und den Spezifikationen allerdings nicht sonderlich. Bei beiden Convertibles kommt der Intel N3450 zum Einsatz. Erst im April wird mit dem Chuwi CoreBook eine leistungsstärkere Alternative auf den Markt kommen. Den Aufpreis zahlt man für den Speicher sowie das größere und schärfere Display. Im Test des Chuwi SurBooks klären wir, ob sich der Zuschlag lohnt.Chuwi SurBook mini 2Beide Keyboards schlagen mit 40€ zu Buche, was angesicht der 115€, die Microsoft verlangt, fair erscheint. Die Version für den Chuwi SurBook mini ist leichter, aber auch kleiner, was sich wohl beim Schreibkomfort bemerkbar machen wird.

Update: Magnetic Keyboard

Wir haben die magnetische Tastatur für unser Chuwi SurBook mini erhalten und fleißig drauf losgetippt! Mit dem anklipsbaren Cover wird das Windows Tablet erst zum vollwertigen Convertible; die 40€ Investition sollte man also beim Chuwi SurBook mini schon mal in vornherein einplanen.

Chuwi SurBook mini Magnetic Keyboard Cover 7 Chuwi SurBook mini Magnetic Keyboard Cover 4

Verarbeitung

Das Keyboard Cover an sich ist einfach konstruiert und designt, was aber seinen Zweck erfüllt. Die Rückseite ist mit einem grauen Fleece-Stoff überzogen, der zwar weich ist, aber auch Flusen und Haare quasi magnetisch anzieht. Die einzelnen Tasten und das Touchpad sind aus schwarzem harten Kunststoff und die innenliegende Oberfläche aus weichem Kunststoff. Leider findet man das US-Layout vor – Sticker könnten Abhilfe schaffen. Manche Tasten wurden doppelt belegt mit „FN“.

Chuwi SurBook mini Magnetic Keyboard Cover 3 Chuwi SurBook mini Magnetic Keyboard Cover 5

Der Klipp-Mechanismus und die Magneten funktionieren sehr gut. Das Ganze rastet sauber ein und hält zuverlässig. Zum Schluss gibt es noch eine Schliessautomatik: klappt man die Tastatur hoch, befördert man das Chuwi SurBook mini in den Ruhemodus und kann es durch Öffnen auch wiedererwecken.

Schreibverhalten

Bei einer Tastengröße von 14,3 x 13,3 mm tut man sich mit großen Fingern schon entsprechend schwer. Dazu kommt, dass die Tastatur entsprechend flach gehalten ist; so flach, dass die Tasten komplett versinken beim Tippen. Auch nicht gerade förderlich: das Touchpad wird während des Tippens nicht deaktiviert – das kleine aber nützliche Tool „Touchpad Blocker“ schafft Abhilfe, außerdem ist es Freeware.

Chuwi SurBook mini Magnetic Keyboard Cover 6 Chuwi SurBook mini Magnetic Keyboard Cover 1

Mit einem PC-Keyboard kann man das kleine Tastatur-Cover keines Falls vergleichen: im 10 Finger System schreiben klappt nicht. Aber mit etwas Übung kommt man eigentlich zurecht! Hat man die Tastatur schräg angeklippst, gibt sie etwas nach beim Schreiben. Die Schräglage ist zwar angenehmer beim Tippen, aber besser man legt sie auf den Tisch. So ist das Konstrukt stabiler.

Das Touchpad an sich navigiert flüssig und zielgenau. Lediglich Fingertips auf die Touchfläche wollen etwas beherzter ausgeführt werden. Das Scrollen mit zwei Fingern benötigt ebenfalls etwas Training.

Fazit

Und ja, das Update zum Test konnte ich auf dem Chuwi SurBook mini Magnetic Cover verfassen. Zusammenfassend ist die optionale Tastatur gleichzeitig Pflichtprogramm, wie auch ein Kompromiss. Chuwi SurBook mini Magnetic Keyboard Cover 2So ein Convertible ist eine Kombination aus zwei Geräten, gleichzeitig ein Tablet, wie auch ein Notebook. Man bekommt die Vorteile aus beiden Welten, wie auch die Nachteile.

Das Chuwi Keyboard Cover ist Alternativlos: das Original ist maßgeschneidert und passt perfekt auf das Chuwi SurBook mini. Aber auf der anderen Seite sind die Tasten recht klein, die Stabilität ist mit dem Kunststoffgehäuse nicht ganz gegeben und auch das Touchpad nervt teilweise. Aber ein bessere Alternative gibt es einfach nicht und so gewöhnt man sich daran und kann darauf ganz gut Texte runtertippen sowie halbwegs gezielt navigieren.

Design und Verarbeitung

Das Chuwi SurBook mini ist sowohl vom Design als auch der Verarbeitung ein richtiger Leckerbissen geworden! Der Mix aus matt silberner Metall Rückseite / Rahmen und voll verglaster Front in Schwarz macht schon einiges her. Das 10,8 Zoll große Tablet besitzt einen Unibody, bei dem lediglich die Front aufgesetzt wurde. Auf der Rückseite durchbrechen nur die runde Kameralinse und das gelaserte „Chuwi“ Logo die Erscheinung. Ebenfalls markant ist natürlich auch der ausklappbare Ständer. Dieser lässt sich um bis zu 125 Grad klappen. Der Knackpunkt sind natürlich die Scharniere bei so einer Konstruktion. Ein Verschleiß ist bei einem mechanischen und beweglichen Teil nie vermeidbar – schließlich segnet jede Autokarosserie mal das Zeitliche – aber bisher sind wir guter Dinge. Die beiden Scharniere sind aus Metall und schwergängig. Sie vermitteln ein stabiles Gefühl und könnten bei gefühlvoller Nutzung den Hardware-Zyklus überdauern.

Chuwi Surbook mini dcim 7 Chuwi Surbook mini dcim 8Unter dem Scharnier findet sich der microSD-Slot und die typischen Kennzeichnungen. An der rechten Seite finden sich alle Anschlüsse für das SurBook mini: Zwei USB 3.0 Ports, eine Klinkenbuchse und einen vollwertigen USB-Type-C Anschluss. Über diesen wird geladen, Bildschirme angeschlossen oder diverse Hubs, um Anschlüsse und Features nachzurüsten (LAN, USB Ports, DVD-Brenner,…). Darüber ums Eck liegt der Powerbutton und die Lautstärkewippe. Außerdem liegt auf der Vorderseite noch eine Status-LED. Um den ganzen Rahmen wird der Spalt des ausklappbaren Ständers als leichte Einkerbung fortgesetzt – nicht zweckmäßig, aber ein nettes Detail. Auch ist die obere Hälfte des Rahmens mit kleinen Luftlöchern versehen, ähnlich wie beim Surface. Das Chuwi SurBook mini besitzt zwar keinen aktiven Lüfter, trotzdem tragen sie zum Hitzemanagement bei.

Chuwi Surbook mini dcim 11Chuwi Surbook mini dcim 10Chuwi Surbook mini dcim 9

Die Verarbeitung und das Design des Chuwi SurBook mini sind auf einem gehobenen Niveau. Als Tablet ist es recht schwer; da sind die 750g nicht sonderlich zeitgemäß verglichen mit einem Android Tablet. Dafür punktet das 10,8 Zoll Windows Tablet mit einer Top Verarbeitung und wertigen Materialien. Das SurBook ist also eher was für die Couch und den Tisch, dank des cleveren ausklappbaren Ständers.Chuwi Surbook mini dcim 1

Display

Dreh- und Angelpunkt des Chuwi SurBook mini ist der Bildschirm bzw. Touchscreen. Dieser misst in der Diagonale 10,8 Zoll und ist im 3:2 Format. Die Auflösung beträgt 1920 x 1280, woraus sich eine Pixeldichte von 213 PPI ergibt. Durch die Kombination aus hellem Bildschirm (450 Nits) und einer voll laminierten Fläche (kein Abstand zwischen Glas und Touchscreen) spiegelt der Bildschirm nicht sehr stark. Es ist zwar eine glänzende Fläche, aber trotzdem draußen nutzbar. Drinnen kam ich immer mit einer Helligkeit von 25% zurecht. Das Chuwi SurBook mini kommt mit einer angebrachten Schutzfolie ab Werk. Diese ist leider ein Magnet für Fingerabdrücke. Für das normale SurBook wird für 10€ eine Glasfolie angeboten, welche vielleicht auch bald für das SurBook mini verfügbar sein wird.

Chuwi Surbook mini dcim 2 Chuwi Surbook mini dcim 3

Der Touchscreen arbeitet im Ganzen gut. Unter Windows 10 im Tablet Mode werden Eingaben direkt umgesetzt, und auch Multitouch-Befehle erkennt das Chuwi Tablet zuverlässig. So macht das Browsen im Web, wie auch Paint aus dem Creators Update oder Photoshop Express Spaß. Besonders Apps aus dem Microsoft Store setzen die Touchsteuerung gut um.

Chuwi SurBook mini 4 Chuwi SurBook mini 5 Chuwi SurBook mini 6 Chuwi SurBook mini 7

Ein Manko, das eine Umstellung in der Bedienung voraussetzt, hat der Touchscreen dann schon. Vom Flagship-Smartphone ist man es einfach gewohnt, nur flüchtig darüber zu gleiten, um es zu bedienen. Beim Chuwi SurBook mini muss man teils „herzhafter“ zur Sache gehen. Das hört sich gerade schlimmer an, als es ist: Ganz feines Tippen auf dem Touchscreen wird manchmal einfach nicht erkannt. Ist man sich der Sache aber bewusst, hat man sich innerhalb kürzester Zeit daran gewöhnt. Chuwi Surbook mini dcim 12Das voll laminierte Display darf als Übeltäter genannt werden.

Uns lag ein schwarzer Touchpen bei, der normal 14€ kostet. Dieser arbeitet aktiv, daher besteht eine Verbindung zum Digitalizer des Convertible Tablets. Mit diesem geht vor allem das Zeichnen leichter von der Hand, nur verschiedene Druckstufen stehen nicht zur Verfügung.

Eingabegeräte für das Chuwi SurBook mini

Nutzt man das SurBook mini als Tablet, so hat man als einziges Eingabegerät den Touchscreen zur Verfügung. Die Navigation erfolgt zum Großteil sehr intuitiv, allerdings merkt man an einigen Stellen dann doch, dass Windows 10 kein mobiles Betriebssystem ist. Auch bekommt man Websites aufgrund der Full HD+ Auflösung in der Desktop Version, wodurch sie nicht für mobile Geräte optimiert sind. Das erfordert teils Fingerspitzengefühl beim Klicken.Chuwi SurBook mini 1

Die Bildschirmtastatur lässt sich im Grunde gut nutzen. Löblich ist auch, dass sie bei Eingabefeldern zuverlässig erscheint. Andernfalls holt man sie über ein Symbol unten rechts hervor. Mit ein wenig Umgewöhnung klappt das Tippen flott, und man kann auch beim Mitschreiben während einer Präsentation mithalten. Vom Layout gefällt mir Googles GBoard unter Android allerdings besser. Das angesprochene Defizit, dass schnelle und leichte Berührungen nicht erkannt werden, kann beim Tippen auf der Tastatur teils schon nerven.

Alternativ lassen sich Maus und Tastatur auch ohne das offizielle Keyboardcover nachrüsten. Entweder man nutzt das Bluetooth des Chuwi SurBooks mini und verbindet so Maus (Xiaomi Wifi & Bluetooth Mouse) und Tastatur, oder man belegt einen USB Ports mit einem kleinen Empfänger. Aber die elegantere Lösung stellt das „Original Chuwi SurBook Mini Keyboard with Magnetic Docking“ dar.

Wir werden den Testbericht an dieser Stelle ergänzen, sobald uns die ansteckbare Tastatur vorliegt.

Leistung

Im kleinen und großem Chuwi SurBook bildet der Intel Celeron N3450 die Basis. Dieser wird bei den China Laptops mit Windows sehr gerne genutzt. Der Quad Core basiert auf dem Intel Celeron, hat aber eine variable Taktrate. Im Idel liegt er bei 1.1 GHz, manchmal auch darunter, im Boost hingegen takten die Kerne mit bis zu 2.2 GHz. Im Chip integriert ist die Intel HD Graphics 500. Dies ist eine abgespeckte Version und nicht vergleichbar mit den integrierten Varianten aus den Intel Core i Prozessoren. Trotzdem unterstützt die HD500 DirectX 12, kann 4K Inhalte wiedergeben und packt auch kleinere Spiele.

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Im Chuwi SurBook mini stehen außerdem noch 4GB Arbeitsspeicher und 64GB eMMC Systemspeicher zur Verfügung. Der SanDisk eMMC gehört zu der schnelleren Sorte: Mit diesen Werten ist er kein Flaschenhals im System. Mit der Leistung reißt man keine Bäume aus, aber Office, Web und Standardaufgaben werden ohne Murren verrichtet. Auch die Benchmarks liegen auf Augenhöhe mit anderen Intel N3450 Notebooks. Leistungstechnisch liegt ein Intel Atom x5 darunter und der Intel m3 liegt darüber. Die 4GB RAM finde ich sehr angemessen für den Intel Celeron Quad-Core: weniger Gigabyte mag Windows 10 nicht, aber mehr Programme im Arbeitsspeicher zwecks Multitasking macht der N3450 nicht mit. Die Grenzen des Prozessors habe ich im Tablet Modus vor allem gemerkt, wenn die Bedienung flott erfolgt. Das wird mit Stottern bestraft.

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System

Viele Tablets, Convertibles und Laptops aus China konnten bereits beweisen, dass der Intel Celeron N3450 genügend Power bietet, um Windows 10 ordentlich nutzen zu können. Das Chuwi SurBook mini bringt eine vollwertige Version mit sich, lediglich die Systemsprache muss umgestellt werden. Wie schaut es nun aus mit Windows 10 für Tablets aus? Denn im Grunde ist das System für Desktop-PCs konzipiert. Erwartet man hier ein Tablet im Stile von Android oder iOS, ist man falsch. Windows 10 ist im Grunde weniger auf den mobilen Einsatz hin optimiert, bietet aber alle Vorzüge eines x86 Systems: unendliche Programmvielfalt.

Das Tablet ist bei mir schon länger zum Streaming-Knecht degradiert worden. Man hat sein Smartphone ständig bei sich und braucht auch nicht mehr. Mittlerweile sind 5,5 Zoll Standard, das reicht für jedes Medium oder Format, auch gibt es keine wichtige Website mehr, die nicht eine optimierte mobile Version bietet. Auch Apps bieten den vollen Funktionsumfang eines Computers. Das Smartphone macht andere mobile Geräte unwichtig – schließlich schau ich mir eine E-Mail nicht erst auf dem Smartphone an und dann nochmal auf dem großen Tablet: Das Handy kann alle Aktionen übernehmen – und ist dabei noch schneller.

Mit dem Hintergrund stellt so ein Convertible doch eine interessante Option dar. Ein Tablet bietet nicht mehr Funktionen eines Smartphones – ein Computer hingegen schon! Demnach lohnt es sich definitiv ein kleines Notebook oder Convertible bei sich zu haben.

Chuwi SurBook mini 8Und nun sind wir bei Windows Tablet: auf der einen Seite bietet es nicht den Komfort bei der Bedienung wie Android oder iOS. Auf der anderen Seite arbeitet man langsamer ohne Tastatur und Maus. Das Chuwi SurBook mini ohne Tastatur ist ganz klar ein Mittelweg voll von Kompromissen. Auf einem Notebook kann ich unterwegs arbeiten, aber im Bett oder auf der Couch ist es zu unhandlich. Genauso das typische Android-Tablet – zu wenig Flexibilität beim Arbeiten, dafür perfekt fürs Entertainment. Das Convertible bietet mir nicht den vollen Komfort beim Arbeiten, macht es aber auch nicht unmöglich, da man darauf alles zum Laufen bekommt. Außerdem kann ich es mit auf die Couch nehmen, da es gerade leicht und handlich genug ist. Dafür bedient es sich langsamer und umständlicher als das Tablet.

Zum Fazit: Warum kein Windows Convertible als Zweitgerät unterwegs? Das Smartphone nimmt mir viele Arbeiten ab, aber nicht alle! Für komplexe Aufgaben greift man also zum Windows Tablet, wie auch für das Entertainment auf der größeren Mattscheibe. Es hängt von den persönlichen Ansprüchen ab, aber das Chuwi SurBook mini kann viel und hat sich damit seine Position auf dem Markt verdient!

Kamera

Als Tablet hat das Chuwi SurBook mini auch Kameras an Bord, wobei beide lediglich eine Auflösung von 2MP aufweisen können. Die Frontkamera erfüllt die Ansprüche für Skype und Videokonferenzen, aber Spaß macht das nicht wirklich. Die Rückkamera ist grausam und maximal ein „nice to have“-Gimmick.Chuwi SurBook mini 12

Ein Kollege klagt immer über die bescheidene Kameraqualität seines Xiaomi Redmi Note 4 im Vergleich zu den Flagship-Smartphones. Der Begriff „Kartoffelkamera“ fällt bei den Schimpftiraden häufig. Aber dieser Begriff steht einzig allein dem Chuwi SurBook mini zu! Ich wusste gar nicht, dass Sensoren mit so wenig Megapixeln überhaupt noch verkauft werden. Ich bin mir sicher, dass die Rückkamera sehr selten zum Einsatz kommt – aber bei dem Frontsensor / der Selfiekamera hätte man etwas Besseres spendieren können. Dies ist aber bei mehr oder weniger allen Notebooks der Fall.

Konnektivität

So ein Tablet muss das volle Programm an Schnittstellen an Bord haben, denn Nachrüsten ist nur bedingt möglich. In lokale Netzwerke kommt man über den ac-Standard und in 2.4 als auch 5GHz Netzwerke. Unsere 50.000er DSL-Leitung konnten wir natürlich voll ausreizen, aber ein paar Meter und Räume vom Router entfernt fällt die Sendeleistung merklich ab. Mit anderen Geräten verbindet man sich über Bluetooth 4.0.

Das Chuwi SurBook mini hat auch Lautsprecher verbaut. Die Stereo Lautsprecher liegen auf der linken Seite hinter der Lüfteröffnung. Schade, denn auf beiden Seiten je einer hätte dem Klang gutgetan. So sind die Lautsprecher zweckmäßig: Um eine Serie zu schauen, muss ich die Lautstärke auf 50% drehen, dafür ist der Sound in Ordnung. Besser fährt man aber mit ein paar Kopfhörern. Das Mikrofon hingegen macht einen guten Job und bringt die Stimme klar durch.

Auch ein Lagesensor verrichtet seinen Dienst im Chuwi SurBook mini: Zum einen dreht sich das Windows Tablet automatisch, zum anderen lässt sich die Bewegungssteuerung bei Spielen, z.B. Asphalt 8, nutzen.

Schnittstellen des SurBook mini

Chuwi Surbook mini dcim 4Chuwi Surbook mini dcim 5Bei den physischen Schnittstellen und Anschlüssen zieht das Chuwi SurBook mini dem Microsoft Surface davon. Mit dem Keyboard Cover braucht man die USB Ports eigentlich nicht mehr, aber an einem Computer kann man nie genug haben. So finden sich an der rechten Seite zwei USB 3.0 Buchsen. Beide transportieren weit mehr als der USB 2.0 Standard. Ein Klinkenanschluss ist hier ebenfalls zu finden. Am besten gefällt uns aber der vollwertige USB-Type-C Anschluss! Mit dem neuen Standard schafft man es vielleicht endlich, viele Funktionen in Einem unterzubringen. Der Port dient zum Laden, und im Netz finden sich allerlei Multifunktionsstecker. Was zählt: unsere Geräte, Powerbanks und Kabel wurden alle erkannt. Auch die Übertragungsraten stimmen.Chuwi SurBook mini 10Zu guter Letzt findet sich unter dem ausklappbaren „Convertible“-Ständer ein microSD-Slot. Am besten nutzt man diesen, um den begrenzten Systemspeicher zu erweitern: für schnelle Karten mit Übertragungsraten über 90mb/s read zahlt man für 64GB 25€ und für 128GB 45€. Somit kann man dem Chuwi SurBook mini den begrenzten Speicherplatz vielleicht verzeihen.

Akku

Im Chuwi SurBook mini ist ein 27,38Wh bzw. 8000 mAh Akku verbaut. Das reicht unterwegs für 5 bis 6,5 Stunden, je nachdem wie sparsam man mit seinem Convertible umgeht. Im Vergleich zur Konkurrenz ist das ein ordentlicher Wert. Im Video-Streaming Test braucht das SurBook mini 17% Akku in der Stunde, bei 25% Helligkeit, Full HD Videomaterial und Nutzung der verbauten Lautsprecher. Hatte ich das Chuwi SurBook mini unterwegs mit, kam ich bei einer Mischung aus Texten über Office, Surfen im Web und hin und wieder Anwendungen, die den Intel N3450 mehr belasteten, immer um die 5 Stunden aus. Damit wäre mein Tagesbedarf gedeckt, denn es gibt schließlich auch noch die Möglichkeit nachzuladen.Chuwi SurBook mini 11

Geladen ist das Chuwi SurBook mini über das mitgelieferte Netzteil (12V/2A) in gut 3 Stunden. Das darf schneller gehen – und das tut es auch: das Convertible unterstützt Power Delivery. Der Schnellladestandard über USB-Type-C kann verdammt viel Energie in den Akku pumpen, solange dies auch alle Komponenten unterstützen. Wir schafften beim schnellen Laden zwischen drin in einer Viertelstunde 10%. Das ist nicht viel schneller, aber um auf halber Strecke nachzutanken gut.

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Auch unsere ZMI Powerbank mit 20.000mAh ist kompatibel mit dem SurBook. Auf der anderen Seite kann man ein normales Smartphone-Ladegerät (5V/2A) mit einem USB-C Kabel hernehmen – das dauert dann halt länger.

Fazit und Alternative

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Erik Zürrlein:

Wenn bei Notebooks, Tablets und Convertibles aus China „Chuwi“ draufsteht, bekommt man ein vernünftiges Gerät – und das beweist auch das Chuwi SurBook mini. Mir gefällt die kleine Version des Convertibles: tolle Verarbeitung und edles Erscheinungsbild, hohe Funktionalität und ein vollwertiger USB-Type-C Anschluss, portables Gerät und zufriedenstellende Akkulaufzeit. Was will man mehr?

Die Leistung ist ein Knackpunkt: Die Power reicht für die meisten Aufgaben unterwegs aus, aber ein Leistungspuffer fehlt. Außerdem kommen auf den Preis, der im Vergleich günstig scheint, noch Kosten drauf: Das Keyboard Cover macht das SurBook mini erst komplett, und eine microSD Speicherkarte wird man auch bald einstecken wollen – das sind in der Summe ca. 60€.

Das Convertible aus China weiß zu überzeugen und hat mich als Begleiter unterwegs überzeugt. Man muss sich bewusst sein, was man erhält und was für Aufgaben man damit erledigen will. Aber wenn es ein mobiles Gerät im Stile des Surface sein soll, dann ist das Chuwi SurBook mini eine gute Wahl.

80%
  • DESIGN UND VERARBEITUNG 90 %
  • SCHNITTSTELLEN UND KOMMUNIKATION 90 %
  • DISPLAY 80 %
  • LEISTUNG 70 %
  • AKKULAUFZEIT 70 %

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Wie sieht es mit einem Stylus Stift aus? Gibt es einen für das Surbook/ Surbook mini und kann man damit zB gut Aufschriebe für die Uni machen?

H. E.
Gast
H. E.

Warum muss das Ding nur so viel wiegen? Da ist ein Ultrabook in der Tat besser.

Das letzte wirklich brauchbare und günstige Windows-Tablet war meiner Meinung nach das Xiaomi Mi Pad 2 mit 64 GB, mit dem ich auch diesen Kommentar schreibe. Meine Kombination mit Bluetooth-Tastatur Keysonic KSK-3022BT und Fenifox Bluetooth-Maus wiegt etwa 600 Gramm und läuft acht Stunden lang. Wenn man mit dem kleinen Bildschirm leben kann, hat man hier einen robusten und stabilen PC für die Reise, an den in Punkto Gewicht und Preis seitdem nichts mehr auch nur annähernd herangekommen ist.

Anscheinend ist der Markt zu klein, sonst hätte Xiaomi längst sein Mi Pad 3 in einer Windows-Version herausgegeben.