Das Coolpad Max hat mich die letzten zwei Wochen begleitet und in seinen Bann gezogen. Die Marke Coolpad ist den wenigsten ein Begriff. Zumindest hierzulande scheint dieser chinesische Hersteller noch sehr unbekannt zu sein. Dies möchte der Hersteller nun ändern und vertreibt seine Smartphones auch auf dem deutschen Markt. So auch das neue Coolpad Max. Dieses Smartphone siedelt sich im unteren Mittelklasse-Segment an, zumindest was den Preis betrifft. Die Daten lassen mit 4 GB RAM, 64 Rom und Qualcomm Octa-Core Prozessor auf ein grandioses Preis-Leistungsverhältnis hoffen. Dem gegenüber steht aber das installierte Betriebssystem. Android 5.1 ist nun doch schon einige Jahre alt. Wieso mich diese Tatsache nicht stört und weshalb ich dieses Gerät in Zukunft trotz des „veralteten“ Betriebssystem privat nutzen werde, möchte ich im Folgenden beschreiben.

Verarbeitung und Design

Der erste Eindruck nach dem Auspacken des Coolpad Max ist absolut überzeugend. Es fühlt sich einfach super an. Der Alu-Uni-Body verleiht eine edle Note. Zudem gewährleistet das Material eine bessere Griffigkeit als Glas und ist resistent gegen unschöne Fingerabdrücke. Mit den Maßen von 152 x 75,5 x 7,6mm liegt das Smartphone sehr angenehm in der Hand und fühlt sich schlank an. Die 170 Gramm sind für ein 5,5 Zoll Gerät absolut in Ordnung.

max top

Das Coolpad Max ist derzeit nur in Champagner Gold erhältlich

Das Gehäuse lässt sich wie bei Alu-Unibody Gehäusen üblich nicht ohne Garantieverlust öffnen. Ein Akkuwechseln dürfte sich als schwierig erweisen. Das Gerät wirkt sehr solide. Nichts lässt sich biegen, und nichts knarzt. Es gibt auch keine sichtbaren Spaltmaße. Das Coolpad Max ist so sauber verarbeitet, dass ich es nicht wagen würde das Gehäuse zu öffnen. Manche sehen darin den großen Vorteil der hochwertigen Verarbeitung, andere eher den Nachteil, dass ein Akkuwechsel nicht vorgesehen ist.

Die fein abgerundeten Seiten des Coolpad Max beherbergen Power-Button und Volume-Keys. Beide Elemente sind aus Alu und haben einen angenehmen Druckpunkt. Nur bei entsprechender Krafteinwirkung wackeln sie ein wenig, aber bei normaler Bedienung merkt man davon nichts. Der AUX-Anschluss befindet sich oben und ein Micro-USB-Port ist an der unteren Kante zwischen den Bohrlöchern für Mikro und Lautsprecher zu finden.

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Die Rückseite ist komplett flach und durch zwei Kunststofflinien für die Antennen unterbrochen. Coolpad macht erst gar nicht den Versuch diese zu verbergen, sondern verwendet sie geschickt als hübsches Designelement. Die schwarzen Striche bilden einen tollen Kontrast zu der champagnerfarbenen Rückseite. Die Kameralinse ist nebst LED-Blitz oben mittig, und damit geschickt positioniert. Die Gefahr, dass man sie aus Versehen mit dem Finger berührt, ist eher gering. Das Kameramodul steht nur minimal aus dem Gehäuse und wird schützend von einem dünnen Alurahmen umschlossen. Sehr gut erreichbar befindet sich der Fingerabdrucksensor ebenfalls auf der Rückseite.

Genau wie die Rückseite, ist auch die Front schön anzusehen. Das Branding auf der unteren Seite wirkt keineswegs störend. Soft-Touch-Buttons gibt es nicht. Der User muss mit On-Screen-Buttons vorlieb nehmen. Eine LED weist in Grün und Rot auf App-Benachrichtigungen hin und informiert über den Akku-Status. Das 2.5D-Glas geht sauber in den Alu-Rahmen über. Staubfänger in Form von Spalten oder sonstiger unsauberer Verarbeitung konnte ich nicht ausfindig machen. Der obere und untere Rand in der Gerätefarbe ist angenehm schmal gehalten.

Der schwarze Rand – Ein Lob an Coolpad

Erst beim Einschalten des Displays taucht ein weiterer schwarzer Rand rund um das Display auf. Dieser misst an den Seiten ca 1,5 mm und oben und unten ca 3,5 mm. Schon lange nervt mich dieser schwarze Rand um die Displays der Smartphones. Aber nicht etwa weil dieser Rand vorhanden ist, sondern vielmehr, weil die meisten Hersteller ihn auf ihren Produktfotos verstecken. Hier machen weder Xiaomi, Elephone oder Vernee eine Ausnahme, nur um mal ein paar zu nennen. Diese Ränder werden aus Marketing-Gründen einfach weggezaubert, um das Gerät etwas schöner darzustellen, als es ist. Dies könnte man auch als Kunden-Verarsche verstehen. An dieser Stelle muss ich eine gewaltige Lanze für Coolpad aussprechen!! Dieser eine Hersteller geht hier einen ehrlichen Weg. Auf der Produktseite des Coolpad Max sind die Ränder deutlich sichtbar. Selbst bei Bildern mit dunkler Hintergrund-Anzeige ist eine Spiegelung auf dem Display simuliert, sodass der Rand erkennbar ist. Hut ab! Das sieht man im hart umkämpften Smartphone-Markt nicht oft. Mir gibt das Vertrauen in den Hersteller.

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Produktfoto von Coolpad mit scharzem Rand

Lieferumfang des Coolpad Max

ACoolpad Max Lieferumfang 300x200n dieser Stelle kann ich ohne schlechtes Gewissen gleich die zweite Lanze für das Coolpad Max brechen. So hochwertiges Zubehör hatte ich bisher bei keinem Smartphone aus dem Reich der Mitte. Dass eine Displayschutzfolie und eine passgenaue Hülle beigelegt ist, gibt es schon ab und zu. Auch die ausführliche Bedienungsanleitung ist nicht so außergewöhnlich, aber ein echtes Highlight sind die Kopfhörer. Bei Chinahandys ist dieses Mitbringsel keineswegs üblich. Das beigelegte Headset ist kein Billig-Teil. Es bringt sehr akzeptable Leistung fürs Musikhören und zum Telefonieren ist es dank integriertem Mikro auch sehr gut zu gebrauchen. Beim Ladegerät hat Coolpad ebenfalls nicht gespart. Das Kabel selbst ist hochwertig verarbeitet, mit vergoldeten Kontakten und einem stylischen USB-Anschluss. Zudem ist über dem Micro-USB-Port eine blaue LED angebracht, welche per Knopfdruck angeschaltet werden kann. Diese LED kann man z.B. nachts verwenden, um sein Handy oder sonstige Gegenstände zu suchen, ohne ein grelles Licht einzuschalten. Nette Idee!

Display

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Der Namenszusatz „Max“ deutet häufig auf ein großes Display (> 5,5 Zoll). Tatsächlich ist jedoch beim Coolpad Max ein 5,5 Zoll IPS Panel verbaut, was mittlerweile kaum mehr als Übergröße betrachtet werden kann. Dank FullHD-Auflösung und der damit einhergehenden Pixeldichte von 401 dpi, dürfte niemand einzelne Pixel entdecken. Viele aktuelle Flaggschiffe überbieten diese Größe mittlerweile. Gorilla Glas 4 soll die visuelle Schnittstelle zum Benutzer vor Kratzern und Brüchen schützen. Zum Rand hin ist das Glas abgerundet, was das Wertigkeitsgefühl des Coolpad Max merklich erhöht. Die Farben sind sehr kräftig und verändern sich bei verschiedenen Betrachtungswinkeln kaum. Am Kontrast lässt sich nichts bemängeln. Schwarzwerte sind natürlich nicht so perfekt sie bei AMOLED-Displays, aber noch im grünen Bereich.

Die Darstellung lässt sich nicht individualisieren. MiraVision sucht man leider vergebens, da es sich um ein Feature von MediaTek handelt und somit für Qualcomm-Smartphones nicht zur Verfügung steht. Ebenso unauffindbar ist eine Smart-Wake-Funktion. Das Display lässt sich lediglich durch den Fingerabdruck-Sensor oder den Power-Button wecken. Das eingeschaltete Display bietet ausreichend Leuchtkraft, auch für die Nutzung im Freien. Nur bei direkter Sonneneinstrahlung muss man sich etwas anstrengen, um Inhalte noch ablesen zu können.
Zehn Berührungspunkte gleichzeitig werden sehr zuverlässig erkannt. Auf Eingaben reagiert das Gerät sehr schnell, was Schnellschreibern entgegenkommt.

Leistung

Coolpad Max CPU 169x300Acht Kerne stellen dem Coolpad Max Rechenpower zur Verfügung. Der verbaute Qualcomm Snapdragon 617 beherbergt zwei Quadcore-Cluster, wobei vier Kerne mit 1,5 GHz takten und die anderen vier mit 1,2 GHz. So steht es zumindest auf dem Datenblatt. Auch Qualcomm gibt für den Prozessor eine Taktung von bis zu 1,5 GHz beim Leistungs-Cluster an. Bei einer kleinen Belastungsprobe erreichten vier Kerne tatsächlich den Wert von 1,5 GHz.

Diese Leistung reicht auf jeden Fall für Alltagsaufgaben. Die Navigation ist absolut flüssig und Apps werden schnell geladen. Dank 4 GB Arbeitsspeicher lassen sich auch gleich mehrere Apps gleichzeitig öffnen und nutzen, ohne merkliche Leistungseinbußen hinnehmen zu müssen. Neben dem RAM ist auch der interne Speicher mit 64 GB üppig und sollte für die meisten Nutzer ausreichen.

Die Grafikeinheit Adreno 405 macht es möglich, auch 3D-Kracher aus der Gaming-Welt genießen zu können. Sogar sehr anspruchsvolle Spiele wie Asphalt 8 oder Modern Combat 5 sind bei höchsten Grafikeinstellungen spielbar. Um wirklich hohe FPS-Werte zu erreichen, sollte man den Detaillierungsgrad etwas herunterschrauben. Mit 44.000 Punkten im Antutu-Benchmark holt man zwar niemanden aus seinem Ofenloch hervor, aber mehr erwartet man in der Preiskategorie des Coolpad Max auch nicht. Beim Gaming wird das Gerät nach einiger Zeit merklich wärmer, was wohl auch ein wenig der schmalen Bauweise geschuldet ist. Wirklich unangenehm wurde die Temperatur jedoch nie. Coolpad bietet eine umfassende Leistungsoptimierung an. So lässt sich z.B. bestimmen, welche Apps automatisch gestartet werden dürfen, um so ungewollte Systemlast zu dezimieren.

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2x Android mit CoolUI

Softwaretechnisch weiß das Coolpad Max ordentlich etwas anzubieten. Besonders interessant ist der Secure Space, also Sicherheitsbereich, welcher auf einer eigenen dynamischen Partition zu laufen scheint. Am ehesten ist es wohl mit einem Dual-Boot-System zu vergleichen, welches z.B. die Installation von Windows und Android auf einem Gerät erlaubt, nur dass hier Android gleich zwei mal installiert ist. Der Wechsel zwischen den beiden Bereichen ist im laufenden Betrieb möglich. So lässt sich Whatsapp z.B. zwei mal installieren und jeweils mit einer anderen Nummer verwenden, was dank DualSim möglich ist. Den Sicherheitsbereich kann man natürlich per Fingerabdruck oder sonstiger Authentifizierung sichern. Ein denkbarer Anwendungsbereich wäre den normalen Modus privat zu nutzen, und geschäftliche Dokumente, Apps, Bilder und Nachrichten im Sichereits-Bereich zu verwenden.

Neben diesem Feature ist das Softwarepaket des Coolpad Max sehr umfangreich. Vor allem der Coolbutler kompensiert das „veraltete“ Android 5.1 System vollkommen. Er erlaubt die Berechtigungsvergabe an Apps, was ja eigentlich erst seit Android 6 nativ zur Verfügung steht. Zudem bietet er viele tolle Zusatzfunktionen, wie einen Virenscan, Hintergrundprozess-Killer, Energiemanager, Installationspaket-Manager uvm. Eine tolle Idee ist auch der Werbeblocker, welcher Apps nach Werbe-Plugins scannt und diese deaktiviert. Ob noch ein Update auf das aktuelle Android 7 kommt, wage ich zu bezweifeln. Das umfangreiche System auf ein neues Android anzupassen, wäre wohl sehr aufwendig und meiner Meinung nach auch gar nicht nötig.

Der Individualisierungsgrad ist sehr hoch. Es lassen sich verschiedene Themes herunterladen, die Übergangsanimationen lassen sich umstellen und für die Anordnung der Apps stehen intelligente Assistenten zur Verfügung, welche z.B. Apps ihren Genres entsprechend in Order verschieben. Auf einen Appdrawer muss verzichtet werden. Wer dies nicht kann, muss sich einen alternativen Launcher aus dem Appstore installieren.
Bugs im System konnten keine erkannt werden. Lediglich ein paar Übersetzungsfehler haben sich bei der deutschen Systemsprache eingeschlichen. Ansonsten ist die Software ein sehr umfangreiches Paket mit zahlreichen Möglichkeiten.

Coolpad Max Systeminfo 169x300Coolpad Max Home 169x300Coolpad Max Quicksettings 169x300

Kamera

Auch bei der Kamera hat Coolpad ganze Arbeit geleistet. Mit 13 MP löst die Hauptkamera auf und bietet eine Aperture von f/2.0, während sich die Frontkamera mit 5 MP begnügen muss und ein Öffnungsverhältnis von f/2.2 bietet. Mit dem Samsung ISOCELL 3M2 CMOS kommt ein leistungsfähiger Kamera-Sensor zum Einsatz. Zumindest holt Coolpad einiges heraus. Die Bildqualität der Fotos kann sich sehen lassen. Besonders gefallen haben mir Makro-Aufnahmen mit dem Coolpad. Diese werden gelingen sehr Detailgetreu. Farben werden kräftig, aber dennoch natürlich dargestellt. Der Fokus wird sehr schnell gefunden und auch der Auslöser reagiert in sehr kurzer Zeit, sodass mehrere Schnappschüsse schnell hintereinander kein Problem darstellen. Weiterhin gibt es für Selfie-Fans einen Beauty-Modus und eine integrierte Gesichtserkennung, welche das Alter mal mehr, mal weniger richtig schätzt.

Am meisten gefällt die Optionsvielfalt der Kamera. Hobbyfotografen können sich dank eines umfangreichen Pro-Modus austoben. Neben diesem stehen zahlreiche weitere interessante Modi zur Verfügung. Mit der Langzeitbelichtung lassen sich z.B. (für eine Handy-Kamera) ungewöhnlich schöne Nacht-Aufnahmen schießen. Um diese Funktion jedoch umfassend ausnutzen zu können, ist entweder eine extrem ruhige Hand, oder ein Stativ notwendig. Das Beispielbild mit 8 Sekunden Belichtungszeit wurde mit einem provisorischen Stativ geschossen. Das andere ohne Stativ. Es wird ein großer Unterschied zum Automatikmodus deutlich. Das Bildrauschen ist stark reduziert.

Neben der Belichtungszeit lässt sich auch der Fokus manuell einstellen, was bei Makro-Aufnahmen von kleinen Objekten vor einem weiter entfernten Hintergrund hilfreich sein kann. Im Test funktionierte der Autofokus meist jedoch so gut, dass der manuelle Fokus nicht gebraucht wurde.
Sehr toll ist auch der SLR-Modus, welcher den Boke-Effekt erzeugt und das ganz ohne Dual-Kamera. Die fokussierten Objekte dürfen dabei jedoch maximal zwei Meter entfernt sein, damit die Entfernungsunterschiede erkannt werden und Bereiche von der Software scharf, bzw. unscharf gestellt werden können. Die Umsetzung des Bokeh-Effekts klappt nicht immer perfekt, aber mit einiger Geduld entstehen dennoch schöne Bilder. Der Modus „Neuer Fokus“ ermöglicht zudem ein Bild zu schießen und den Fokus anschließend zu verändern. Im Test funktionierte dies sehr gut. Hier gilt auch die zwei Meter Regel.

Konnektivität und Kommunikation

Coolpad Max Simkarten Einschub 1200x799

Coolpad möchte sich auf dem deutschen Markt etablieren und macht dabei vieles richtig, doch bei der Konnektivität gibt es noch ein großes Manko. Das hierzulande nicht unwichtige LTE Band 20 fehlt! Das kennen wir ja schon von Xiaomi, aber dieser bekannte Hersteller möchte auch noch nicht auf den deutschen Markt. Gerade für Kunden von O2 oder EPlus bedeutet dies, dass meisten „nur“ 3G-Empfang vorhanden ist. An dieser Stelle sollte Coolpad bei den nächsten Geräten nachsteuern. Wie mittlerweile von Chinahandys gewohnt, erscheint beim Öffnen des Karten-Schachtes die Hybridlösung, welche zwei Sim-Karten zulässt, oder eine Sim und eine SD-Karte. Dank 64 GB internen Speicher dürften die meisten User jedoch keine extra SD-Karte benötigen.

Nichtsdestotrotz kann sich das Coolpad Max in den restlichen Disziplinen der Kommunikation und Konnektivität durchaus sehen lassen. Der Empfang ist stets gut und zuverlässig. Das Surfen über die restlichen LTE-Frequenzen funktioniert makellos und auch das 3G Netz steht natürlich zur Verfügung. Auch beim WLAN gibt es nichts auszusetzen. Die Verbindung zum Router wird meist sehr schnell aufgebaut und bleibt zuverlässig aufrecht erhalten. Bei Telefonaten gibt es auch nichts zu beanstanden. Der Gegenüber konnte mich immer klar verstehen. Sogar bei Nutzung der Freisprechfunktion gab es keine größeren Kommunikationsschwierigkeiten. Der Lautsprecher leistet gute Dienste, aber keine außergewöhnlichen. Der Klang hat spürbare Tiefe und wird erst bei hoher Lautstärke etwas blechern. Für den Musikgenuss hat Coolpad ja glücklicherweise hochwertige Kopfhörer beigelegt.

Die Ortung und Orientierung ist dank GPS und integrierten Kompass möglich. Auf der Google Maps Karte erscheint recht schnell der blaue Punkt, welcher den genauen Standort angibt. Über eine Autostrecke von 170 Kilometern konnte mich die Navigationssoftware einwandfrei navigieren. Natürlich ist auch Bluetooth mit an Bord. Es wird dabei auf Version 4.0 zurückgegriffen.

Sensorisch bietet das Coolpad Max so ziemlich alles was man an gebrauchen kann:

  • Lichtsensor
  • Gyroskop
  • Annäherungssensor
  • Beschleunigungssensor

Eine Besonderheit ist der Fingerabdrucksensor, welcher sich mit unterschiedlichen Funktionen „programmieren“ lässt. So kann man z.B. festlegen, dass bei Auflegen des linken Mittelfingers sofort Whatsapp geöffnet wird, während beim kleinen Finger sofort ein Bild geschossen wird. Das integrierte Radio leistet auch seine Dienste und findet zuverlässig eine Anzahl an Sendern, welche in guter Qualität wiedergegeben werden.

Akkulaufzeit

Screenshot 2017 07 01 08 24 58 169x300Mit 2800 mAh lässt sich der Akku des Coolpad Max betanken. Dies ist für ein 5,5 Zoll-Gerät recht knapp bemessen. Da hat auch ein intelligentes Energiemanagement nur geringen Spielraum. In der Praxis bedeutet dies, dass das Gerät bei normaler Nutzung einen Tag durchhält, um dann Nachts wieder an die Leine gehängt zu werden. Bei moderater Nutzung sind 1,5 Tage Nutzungsdauer drin. Noch schneller als sich das Gerät entlädt, lässt es sich glücklicherweise wieder aufladen. Nach 30 Minuten stehen schon wieder 65% zur Verfügung. Nach einer Stunde ist der Akku dann voll. Coolpad bietet zwei verschiedene Lade-Modi. Der Effizienzmodus ist standardmäßig aktiviert und lädt das Gerät in den besagten 60 Minuten auf. Der intelligente Modus hingegen benötigt 20 Minuten länger und soll dazu dienen, dass das Gerät beim Laden nicht zu heiß wird und dass der Akku länger hält. Tatsächlich war die Akkulaufzeit nach dem Laden im intelligenten Modus etwas besser. Im Workbench 2.0 Akku-Test machte das immerhin 25 Minuten aus, wo das Gerät 6,5 Stunden bei mittlerer Displayhelligkeit durchhielt. Dies entspricht einigen Stunden Stand-By-Zeit, da das Gerät bei ausgeschalteten Display sehr sparsam ist.

Fazit und Alternative

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Michael Froschauer:
Fazit

Wenn Coolpad so weiter macht, dürfen wir uns freuen. Das fehlende Band 20 wird den einen oder anderen vom Kauf abhalten. Auch die Akkulaufzeit von max. 1,5 Tagen könnte ein Störfaktor sein, dennoch möchte ich an dieser Stelle eine Kaufempfehlung aussprechen. Der Hersteller war mir schon durch die ehrlichen Produktbilder sympathisch. Dieser Eindruck bestätigt sich bei der Bedienung des Gerätes. Dass eine alte Android-Version verwendet wirkt, fällt gar nicht auf, da mit CoolUI eine wirklich cooles Softwarepaket bereitgestellt wird. Die zahlreichen Softwarefunktionen wie z.B. ein Werbeblocker für Apps, oder die Fingerabdrucksensorprogrammierung sind durchdacht und erleichtern das Leben. Auch der Sicherheitsbereich ist eine tolle Idee!
Die Kamera überzeugte im Test durch scharfe knackige Bilder und viele Möglichkeiten, wie z.B. die Langzeitbelichtung, der Pro-Modus oder der Bokeh-Effekt. Auch die sonstige Hardwareausstattung mit Octa-Core-Prozessor, 64 GB ROM und 4 GB RAM brachten im Test eine überzeugende Leistung.
Zu guter Letzt möchte ich auch noch das absolut hochwertige Zubehör hervorheben, welches mitgeliefert wird. Das ist wirklich beeindruckend. Coolpad scheint Kundenzufriedenheit mehr wert zu sein als trügerisches Marketing! Ein schöner Ansatz wie ich finde. Ich hoffe auf vergleichbare Geräte, welche dann hoffentlich auch mit dem LTE Band 20 funken.

87% COOL!
  • Verarbeitung und Design 100 %
  • Display 90 %
  • Betriebssystem und Performance 90 %
  • Kamera 90 %
  • Konnektivität und Kommunikation 80 %
  • Akkulaufzeit 70 %

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Kommentar Updates
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Jochen
Gast
Jochen

Hallo.
Ich finde das Coolpad Max ist ein Klasse Smartphone.
Es unterstützt leider kein LTE Band 20 – s c h a a d e – !!
Einzig mit einer D1(Prepaid) SIM ist LTE zu bekommen. Nicht einmal im 1und1 Vodafone-Netz, das immerhin das beste sein soll, ist LTE möglich. Eine ALDI-Talk SIM(eplus) kann LTE, aber das MAX nicht
Das ist echt ein Wermutstropfen. *heul*

Ist denn eventuell bekannt, ob das Coolpad Max jemals mit Band 20 Unterstützung auf den Markt kommen wird.

Gruß
Jochen

Ono
Gast
Ono

CoolPad ist nach meinem wissen kein Chinahandy, sondern eine gut bekannte Marke aus Indien.

Jonas Andre
Autor
TeamStarMitglied
Jonas Andre

Hey, da liegst du leider falsch. Coolpad ist ein Vollchinese:). Die „Yulong Computer Telecommunication Scientific (Shenzhen) Co., Ltd.“ ist in Indien allerdings sehr groß, im China hat man etwas an Marktmacht verloren, lag aber vor 2 Jahren noch bei 10% Marktanteil.

Beste Grüße

Jonas

Lazerda
Gast
Lazerda

Warum sollte man diese Gerät dem Redmi Note 4 vorziehen? Mir erscheint dies leistungsfähiger, besser ausgestattet und obendrein günstiger zu sein.

schmid
Gast
schmid

Vielen Dank für ihre Antwort.Auch wenn Ihr Test sehr gut ist,lese ich immer 5-6 Testberichte (auch Internationale) bevor ich ein Smartphone kaufe.Manche Sachen fallen Ihnen nicht auf oder werden übersehen!Das mit den 30% Verlust über Nacht schreibt der Test auf inside-handy.de .Sie können sich den Test ja mal durchlesen .Ein Vergleich schadent sicher nicht?Auf jedem Fall ist Ihr Test gründlicher als der Ihrer Kollegen(8×1,5 ghz)als ob es keine Stromspar Cluster gibt und es spielt auch eine große Rolle ob die GPU eine MP2,MP4 oder MP12 ist?Ich habe noch ein Smartphone mit den MTK6732 aber MaliT760 mit 16 Cores Ashalt 8 läuft super(keine Ruckler)!Es spielt eben auch eine große Rolle wie viele Shadder Cores eine GPU hat?Bei ihnen finde ich gut das Sie noch lernfähig sind und Vorschläge auch mit übernehmen.Ihre Testberichte werden dadurch immer besser.Weiter so!Das mit dem Display Rahmen (Werbefoto usw.) oder der Prüfung der Akku Kapazität macht sonst keiner Ihrer Kollegen.Feedback ist nicht schlecht und hilft uns allen.Auch wenn er manchmal nervt?Wir sind eben keine Experten! Ich konnte mir auch lange nicht vorstellen das die CPU oft gedrosselt wird,nur um Strom zu sparen(oder Hitzeproblem)?Deshalb immer mit CPU Z usw. prüfen.Sonst sind die Käufer enttäuscht oder fühlen sich verarscht?

schmid
Gast
schmid

Sehr gute Verarbeitung.Display doch recht dunkel(Sonnenlicht)keine Anpassung der Farben!Gut das auch mal die Taktung der Cpu geprüft wird.Da oft die CPU gedrosselt ist.Die Shops schreiben eh Octacore 1,5 Ghz? Was mich immer aufregt und manche Tester noch ungeprüft übernehmen.Es sollen auch nicht alle 3G Freqenzen vorhanden sein.4G kein LTE 800!Bei Ashalt8 gibt es wohl doch kleine Ruckler.Kann auch an der GPU liegen,ist halt Full HD.Meine Frage gibt es eine Aussicht auf Android 6 oder 7.und verliert das Akku bei Ihnen auch 30% über Nacht ohne Stromsparmodus?Der private Modus(zweite Nutzeroberfläche) ist super .Sicher da nur über Pin
sinnvoll für Bank Apps usw.Das mit den Werbebildern des Displays ist mir auch schon aufgefallen(Doogee Mix) usw.Ich meine im eingeschalteten Display sind keine Ränder zu sehen. Super Test. Danke

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