Das Cubot Cheetah 2 wirbt mit einem Octa-Core Prozessor, einem 3GB großen Arbeitsspeicher, einem 5,5 Zoll FullHD-Display und 32GB Speicher. Zudem bietet das Handy eine 13 Megapixel Kamera, volle LTE Unterstützung und einem Fingerabdrucksensor. Und das für um die 150 Euro. Was steckt hinter der durchaus schicken Fassade und lohnt sich der Kauf? Die Antworten gibt’s hier im Test.

Verarbeitung und Design

Ein Metallrahmen umschließt das Cheetah 2. Eingelassen in diesen Rahmen ist ein Kunststoffchassis, in dem alle Komponenten verankert sind. Das Display sitzt mit einem dünnen Rand ohne Spalten im Kunststoffgehäuse. Dieser Rand ist an den Seiten und Oben 2,5 mm breit, unten sind es 3 mm. Über dem Display befindet sich die Hörmuschel, die Benachrichtigungs-LED, der Näherungssensor und die Frontkamera. Unter dem Display befinden sich die 3 androidtypischen Tasten, die durch silberne Symbole und nicht beleuchtet werden. Außerdem befindet sich der Fingerabdrucksensor im Homebutton. Der Homebutton hat einen guten Druck, gibt jedoch beim Drücken ein Geräusch von sich, was keinen besonders hochwertigen Eindruck erzeugt. Anschließend daran verläuft eine 1,5 mm breite Kunststofflinie rund um das Display. Alles wird eingefasst in einen gebürsteten Metallrahmen. In diesem sind jeweils oben und unten schmale Unterbrechungen für die Antennen. Oben befindet sich außerdem noch der Kopfhöreranschluss.

cubot-cheetah-2-5cubot-cheetah-2-1cubot-cheetah-2-3 cubot-cheetah-2-4

Auf der rechten Seite sind Power- und Lautstärketasten angebracht. Unten vervollständigen die Öffnungen für die Lautsprecher, eine Spalte zum Aufhebeln der Rückseite und der USB-Typ-C Anschluss den Rahmen. Die abnehmbare Rückseite besteht aus Kunststoff, der gebürstetem Aluminium täuschend ähnlich sieht. An der oberen Rückseite befinden sich die Kamera und ein Dual-LED-Blitz. Öffnet man die Rückseite, so kommen links der Kamera ein Mikro-SD Slot und ein Nanosim-Slot in Sicht. Rechts der Kamera findet sich ein weiterer Simkartenslot, welcher eine Mikro-Simkarte aufnehmen kann. Somit kann Dual-Sim bei gleichzeitiger Speichererweiterung (bis 128GB) genutzt werden. Obwohl der Rückdeckel abnehmbar ist, lässt sich der Akku nicht einfach wechseln. Mit etwas technischem Know-How sollte es jedoch möglich sein, im Notfall den Akku von den Kontakten zu lösen und auszutauschen.

Insgesamt macht das Handy einen wertigen Eindruck, der Kunststoff wirkt keinesfalls billig. Optisch erinnert es sehr an ein Samsung Galaxy S7. Die Verarbeitung ist gut, jedoch nicht exzellent. Zum einen trüben unsaubere Aussparungen oder manchmal sichtbare Spaltmaße am Metallrahmen das Bild, zum anderen ist die Rückseite sehr kratzeranfällig. Die Haptik ist ordentlich. Mit seinen Maßen von 154 x 75 x 10 mm fällt das Cheetah 2 jedoch dick und mit 189 Gramm auch schwer aus. Um ein filigranes Handy handelt es sich nicht. Der Fingerabdrucksensor reagiert sehr schnell und zuverlässig, auch bei fettigen Fingern.

Lieferumfang des Cubot Cheetah 2

cubot-cheetah-2-lieferumfang

Das Cubot Cheetah 2 kommt in einer goldbraunen Schachtel. Auf der Seite ist der Satz „Stop following, take the lead“ zu lesen. In der Box befindet sich neben dem Handy, welches von Werk aus mit einer Displayschutzfolie beklebt ist, ein USB-Charger, ein USB-Typ C Kabel und ein Quickstartguide. Zudem ist eine stabile Gummi-Schutzhülle im Lieferumfang des Cubot Cheetah 2 enthalten.

Display

cubot-cheetah-2-7

Das Display des Cubout Cheetah 2 hat ein 5,5 Zoll mit einer Auflösung von 1920×1080 Pixeln. Dies ergibt eine Pixeldichte von 401 Pixel pro Zoll. Ein guter Wert, es lassen sich mit bloßem Auge keine einzelnen Pixel mehr erkennen. Das Display ist an den Kanten abgerundet (2.5D Glas) und hervorragend lesbar, auch an einem hellen Tag im Freien. Die Helligkeit ist sehr hoch und die Farben sind lebendig. Außerdem lässt sich das Display aus allen Winkeln gut lesen. Beim Kontrast sieht es dagegen nicht so schön aus: So wirkt Schwarz manchmal etwas zu hell. Zum Schutz vor Kratzern ist das Displayglas gehärtet. Der akkurat und schnell reagierende Touchscreen kann maximal 5 verschiedene Punkte registrieren. Schreiben, Scrollen und Vergrößern geht akkurat und ruckelfrei vonstatten.

Leistung

Bei der verbauten CPU handelt es sich um einen Mediatek MT6753 mit 8 Kernen. Als GPU findet die ARM Mali-T720 Verwendung. Beides sind Komponenten der unteren Mittelklasse. Der Vorgänger hat ebendiese CPU/GPU-Kombination auch verbaut und wir fragen uns, warum Cubot beim Nachfolger nicht zu einem stärkeren Chipsatz gegriffen hat. Die Konkurrenz bietet im gleichen Preisbereich teilweise schnellere Prozessoren. In der Praxis reicht der Chip für die Nutzung der Grundfunktionen mit hoher Geschwindigkeit. Apps und einfache Games laufen auf dem Cubot Cheetah 2 ohne Murren. Die Größe des Arbeitsspeichers beträgt großzügige 3 GB und dieser ist 4GB/s durchschnittlich schnell. Für Multitasking sind ausreichend Kapazitäten vorhanden.

cubot-cheetah-2-antutu-benchmark cubot-cheetah-2-geekbench-4 cubot-cheetah-2-3d-mark-1

Der Hauptspeicher beträgt 32 GB, deren Lese-/Schreibgeschwindigkeit beträgt hier 211/90 MB/s. Dies ist eine durchschnittliche Geschwindigkeit für diesen Preisbereich. Der Antutu-Benchmark gibt einen Wert von ca 33.000 an. Die Komponenten sind durchaus in der Lage, 3D Games darzustellen, allerdings laufen anspruchsvolle Games selbst auf niedrigen Einstellungen nicht wirklich flüssig. YouTube Videos oder Surfen im Netz macht mit dem Cheetah 2 Spaß. Insgesamt sind keine Ruckler und kaum Ladezeiten zu spüren. High-End-Gaming ist mit diesem Handy nicht möglich, Zocker sollten sich nach einem anderen Modell umsehen. Wer jedoch nach einem Smartphone zur schnellen Nutzung der Grundfunktionen sucht, wird mit dem Cubot Cheetah 2 glücklich.

Betriebssystem

cubot-cheetah-2-stock-android-system-2 cubot-cheetah-2-stock-android-system-3 cubot-cheetah-2-stock-android-system-1

Im Cubot Chetaah 2 werkelt ein gering modifiziertes Android 6 System. Es ist dabei schlank und ohne vorinstallierte Adware oder Bloatware. Man hat im Vergleich zum Vorgänger kaum Anpassungen des OS vorgenommen. Eine sehr gute Entscheidung! Die Systemsprache lässt sich auf Deutsch einstellen, an manchen Stellen findet sich jedoch noch das ein oder andere englische Wort oder eine holprige Übersetzung. Dies stellt keinerlei Problem dar, lässt einen aber durchaus schmunzeln, wenn beispielsweise das Einstellungsmenü für den Klang „Klangverstörung“ heißt.  Der Google Playstore ist vorinstalliert, sodass einer Benutzung in Europa Nichts im Wege steht. Das Betriebssystem reagiert und agiert ohne spürbare Unterbrechungen mit geringen Ladezeiten. Systemupdates gibt es über die praktische vorinstallierte Updateapp direkt auf das Handy.

cubot-cheetah-2-system-infocubot-cheetah-2-ota-updatescubot-cheetah-2-multitasking

Kamera

Das Cubot Cheetah 2 ist mit einer 13 Megapixel Kamera mit einer Öffnung von f/2.0 ausgestattet. Neben der Kamera befindet sich zudem ein Dual-LED Blitz. Der Hersteller wirbt mit einem Sensor von „SamSung“. Der Kunde soll also glauben, einen Sensor vom koreanischen Hersteller Samsung zu bekommen. Dies ist nicht der Fall. Im Praxiseinsatz erweist sich die Kamera als gerade so durchschnittlich. Bei guten Lichtbedingungen lassen sich gelegentlich brauchbare Bilder mit dem Cubot Cheetah 2 aufnehmen. Häufig kommt es jedoch auch zu unscharfen Aufnahmen, weil der Autofokus nicht verlässlich arbeitet. Auch sind Weitaufnahmen häufig etwas verwaschen und werden zu den Rändern hin unscharf. Bei Nahaufnahmen macht das Handy jedoch eine gute Figur. Aufnahmen bei schlechteren Lichtbedindungen zeigen durchweg Bildrauschen, was in diesem Preisbereich jedoch normal ist. Hier kommen verwackelte Aufnahmen jedoch noch häufiger vor.

Die Frontkamera hat 8 Megapixel und macht ordentliche Bilder. Hier kommt ein Sony IMX219 Sensor zum Einsatz. Die Qualität der Selfies kann sich durchaus sehen lassen.

 

Konnektivität


cubot-cheetah-2-dual-simDurch die entfernbare Rückseite können im Cubot Cheetah 2 eine Microsim-, eine Nanosim- und eine Micro-SD Karte gleichzeitig eingesetzt werden.
Die Nutzung aller drei Karten ist somit parallel möglich. Der Netzempfang ist gut und das Telefonieren war mit durchschnittlich guter Qualität möglich. Am Wlan Empfang (b,g,n 2,4 GHz+5 GHz) war nichts auszusetzen. Durch Zimmerdecken oder ähnliche Hindernisse gibt es auch noch ausreichend Empfang. Das Bluetoothmodul war gefügig und verband sich mit allem, was ich ihm vor die Nase setzte. Ein NFC-Modul ist jedoch nicht verbaut. Das GPS-Modul empfing Sattelitensignale recht schnell, selbst in einem Gebäuden wurde noch ein Fix durchgeführt, wenn auch in abgeschwächter Intensität. Navigation klappte auch dank des integrierten Kompasses sehr gut. Das Cubot Cheetah hat außerdem noch einen Sensor für Licht, Näherung, Beschleunigung, ein Kompass und ein Gyroskop (z.B. für VR-Brillen).

An der Audiowiedergabe über die Kopfhörer gibt’s nichts zu meckern, die Lautsprecher liefern eine durchschnittliche Leistung. Zur Jukebox reicht es nicht, zum gelegentlichen Anhören von Sprachnachrichten schon.

Akku

Der Akku des Cubot Cheetah 2 hat eine Kapazität von 3000 mAh. Ein Tag mit normaler Nutzung stellt kein Problem dar, am Abend eines nutzungsintensiven Tages muss das Cheetah 2 aber an die Steckdose. Über eine Nacht verliert das Handy nur ca 5 % Akku, was zum großen Teil an denen in Android 6 vorhandenen Stromsparfunktionen liegt. Aufgeladen wird mittels USB-C Kabel. 50 % sind nach 1:10 h erreicht, 100% nach 2:25 h.

Preisvergleich

Shop Preis  
EmpfehlungGearbest onlineshop Nur 123 EUR * 7-15 Tage – Germany Express wählen – zollfrei
efox-shop onlineshop 143 EUR * 7-14 Tage – Germany Express wählen – zollfrei

* Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 24.11.2016

Fazit und Alternative

77% Gut

Das Cubot Cheetah 2 erweist sich in unserem Testbericht als brauchbares Mittelklasse-Smartphone mit wenigen Schwächen. Positiv hervorzuheben ist die gute Verarbeitung und das sehr gute FullHD-Display. Auch, dass das Handy Speichererweiterung und Dual-Sim gleichzeitig möglich macht, ist ein Vorteil. Die Leistung liegt mit dem Octa-Core Prozessor und 3GB RAM im Durchschnitt. Die Grundfunktionen und Apps lassen sich ohne größere Wartezeiten nutzen. Wer sein Handy zum Zocken nutzen will, wird jedoch nicht glücklich. Etwas enttäuschend am Cheetah 2 ist leider die Kamera, welche zu häufig unscharfe Bilder produziert. Davon abgesehen ist das Cheetah 2 ein gutes Mittelklasse-Smartphone.

  • Verarbeitung und Design 80 %
  • Display 80 %
  • Betriebssystem und Performance 70 %
  • Konnektivität und Kommunikation 90 %
  • Kamera 70 %
  • Akkulaufzeit 70 %

Schreibe einen Kommentar

4 Kommentare zu "Cubot Cheetah 2 Testbericht"

Benachrichtigung
avatar
Chris
Gast
Chris

Kein Wort dazu, dass es KEINEN Unterschied zum Vorgänger gibt? Eines der unnötigsten Smartphones. Die sollen mal lieber Android 7 auf ihre Geräte packen, aber das wird ja nix. Ich bin mit meinem Cheetah 1 zufrieden, wundere mich einfach nur sehr darüber, dass sie ein IDENTISCHES Handy rausbringen.

arminius
Gast
arminius

Naja, „KEINEN Unterschied“ stimmt nicht: Dual-SIM und SD-Karte können nun gleichzeitig verwendet werden, USB-C, anderer Fingersensor und mechanische Home-Taste, kein Cubot-Launcher mehr, …

Chris
Gast
Chris
Was wahrhaftig nicht erwähnenswerte Unterschiede sind. Cubot wirbt mit tollen Änderungen, aber am veralteten Prozessor und Betriebssystem auf einem Ende 2016 erscheinenden Handy hat sich nichts geändert. Ebenso wenig Kamera, Display, Software – ok, anscheinend kein Cubot Launcher, benutzt doch eh keiner – Masse statt Klasse. Man stelle sich vor, Samsung o.ä. brächte ein Gerät mit identischen Specs des Vorgängers auf den Markt. Dieses Handy hätte sich Cubot sparen sollen, bzw. verbessern sollen. Vom Aussehen her Top, USB-C ist super (3.0?), der Sensor unten im Button auch gute Verbesserung, aber das hätten sie noch mit einer besseren Hardware verknüpfen sollen. So erscheint das Gerät wie eine Kopie des Cheetah 1, welches für seinen Preis schon Mitte 2016 etwas hinterherhing. Ich denke, du verstehst was ich meine, wenn ich sage, dass dieses Smartphone unnötig ist, wenn es das Cheetah 1 gibt. Cubot möchte nur möglichst viele, möglichst billige Geräte auf den… Read more »
arminius
Gast
arminius

„Der Hersteller wirbt mit einem Sensor von „SamSung“. Der Kunde soll also glauben, einen Sensor vom koreanischen Hersteller Samsung zu bekommen. Dies ist nicht der Fall.“

Was lässt euch glauben, dass der Sensor nicht von Samsung ist?

wpDiscuz