Viele Smartphones leiden unter einer niedrigen Akkulaufzeit, weswegen sich sogenannte Akkuriesen immer größere Beliebtheit erfreuen und immer mehr Hersteller ein Stück des Kuchens abbekommen wollen. Cubot schickt in dieser Kategorie das H3 ins Rennen. Der Preis und der schon etwas ältere Prozessor lassen auf den unteren Leistungsbereich schließen. Ob das Smartphone mit der Konkurrenz mithalten kann, erfahrt ihr im Test.

Design und Verarbeitung des Cubot H3

Das Smartphone ist für einen Akkuriesen ungemein handlich. Noch dazu hat es ein kompaktes 5“ Display, und misst in der Länge nur 145 mm und in der Breite 71,8 mm. Dick bleibt es mit seinen 11,2 mm aber trotzdem, liegt mit einem Gewicht von 211g aber im Rahmen.

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Das Gehäuse besteht rundherum aus Plastik, ist aber durch aus sehr gut verarbeitet – hier knarzt nichts. Die Rückseite ist abnehmbar, und sitzt fest am Gehäuse. Hier befinden sich die Schächte für die SIM-und Micro-SD-Karten. Wer jetzt schon innerlich jubelt, dass die Batterie womöglich austauschbar wäre, der wird hier enttäuscht. Die Batterie ist trotzdem fest verbaut. Auf der Rückseite sind ebenfalls der Fingerabdrucksensor untergebracht und eine Dual-Kamera.

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Auf der rechten Seite sind der Powerbutton und die Lautstärkewippe mit einem weichen Druckpunkt. Vor allem, wenn man die Silikonhülle nutzt, bekommt man fast kein Feedback von den Buttons. Da SIM- und MicroSD-Karten unter der Rückseite untergebracht werden, ist die linke Seite vollkommen clean. Kopfhöreranschluss und USB-Port sind auf der Oberseite zu finden.

passende MicroSDs auf

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Unter dem Display befinden sich wie üblich die 3 Softtouch-Buttons, die nicht beleuchtet werden. Über dem Display gibt es wie gewohnt eine Hörmuschel, die Frontkamera und Sensoren. Auch eine Benachrichtigungs-LED ist vorhanden, die allerdings nur die Farbe Blau beherrscht und bei einem schwachen Akku dauerhaft leuchtet, weswegen Benachrichtigungen nicht mehr durch die LED angezeigt werden können.

Der Lautsprecher ist auf der Unterseite untergebracht und bietet der Preisklasse entsprechend keinen High-End Sound. Bis zu einer Lautstärke von circa 80% ist der Lautsprecher aber durchaus noch in der Lage, den Ton sauber wiederzugeben, darüber wirkt es verzerrt.

Alles in allem wirkt das Cubot H3 trotz Plastikgehäuse hochwertig und gehört wohl zu den kompaktesten Akkuriesen, die aktuell auf dem Markt sind.

Display

Das H3 verfügt über ein 5“ großes HD Display, welches mit 1280 x 720 Pixeln auflöst. Durch die Größe von nur 5“ sollte die Darstellung scharf wirken und Pixel nicht wirklich zu sehen sein. Trotzdem wirkt das Bild irgendwie verrauscht, was besonders bei großen weißen Flächen auffällt. Farben werden allerdings recht kräftig dargestellt. Wer Veränderungen vornehmen möchte, kann dies wie gewohnt via MiraVision tun. Die maximale Helligkeit ist durchaus ok, die automatische Regelung lässt aber zu wünschen übrig und reagiert nur sehr verzögert auf Lichtänderungen oder verändert die Helligkeit auch gerne mal einfach so. Noch dazu kommt die rigorose Regelung bei absoluter Dunkelheit. Erst dachte ich, das System würde ständig abstürzen, da das Display einfach komplett ausging. Bis ich die adaptive Helligkeitsregelung als Übeltäter identifizieren konnte, hat etwas gedauert. In einem dunklen Raum mit nur wenig Licht schaltet diese nämlich tatsächlich das Display komplett aus! Das Panel des Cubot H3 verarbeitet bis zu 5 Berührungen gleichzeitig und reagiert angenehm flott auf jede Eingabe.

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Das Display des Cubot ist leider weniger gut gelungen. Die verrauschte Darstellung ist auch in diesem Preissegment nicht mehr üblich und sollte bei einem HD-Display nicht vorkommen. Noch dazu macht der Bug in der adaptiven Helligkeitsregelung diese quasi nicht nutzbar.

Leistung und System

Im Cubot H3 werkelt der typische Low-Budget Prozessor von Mediatek, der MT6737, dessen 4 Kerne mit 1,3 Ghz takten. Unterstützt wird dieser von einer Mali T720 GPU und ganzen 3GB RAM. Diese takten mit moderaten 2,2 Ghz, die das Multitasking trotz der Größe einschränken. Der 32GB große interne Speicher ist üppig bemessen und für die Preisklasse mit 146/130 Lese / Schreibgeschwindigkeit sogar angenehm schnell. Dieser kann zusätzlich durch eine MicroSD-Karte mit bis zu 128GB erweitert werden. Dafür muss auch nicht auf die Dual-SIM Funktion verzichtet werden.

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Grundsätzlich reicht das Smartphone für alltägliche Aufgaben wie WhatsApp, Telefonieren Youtube und Facebook aus. Spätestens aber bei Spielen mit mittleren Anforderungen geht dem Smartphone die Puste aus. RAM und Speicher sind groß und im Benchmark gehören sie auch nicht zu den langsamsten, trotzdem ist das Gerät kein Leistungswunder und Multitasking gehört deshalb nicht zu seinen Stärken.

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Auf dem Cubot H3 läuft ein reines Android 7.0. Es gibt keine Themes oder einen verbastelten Launcher. Wer sich dennoch für einen anderen Look entscheiden möchte, kann mit Drittanbieter Software Launcher und Icons ersetzen. Auf dem H3 können die Apps ganz normal über das Menü aufgerufen werden. Bei der Überprüfung wurde keine schädliche Software gefunden und es sind außer dem WtkSecurityLocker keine Drittanbieter Apps installiert.

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An Sonderfunktionen wurde gespart und so ist neben der Gestensteuerung nur Breathing Light mit an Bord. Leider konnte ich nicht feststellen, wofür genau diese Funktion gedacht ist, denn einen Effekt ist bei aktivierter Funktion nicht eingetreten.

Kamera

Cubot setzt auch bei seinem Smartphone H3 auf den aktuellen Trend: die Dual-Kamera. Leider kann diese qualitativ nicht überzeugen und ist zusätzlich auch noch ein Fake. Der Bokeh Effekt wird rein über die Software gesteuert, womit die zweite Kamera lediglich ein Dummy ist. Die Hauptkamera löst mit interpolierten 16 MP auf. Auslöser und Fokus sind Preisklasse entsprechend etwas träge. Die Qualität der Bilder ist leider auch unter dem Durchschnitt einer 16 MP Kamera und damit definitiv kein Highlight. Bei ungünstigen Lichtverhältnissen neigt die Kamera entweder zu rauschen oder überbelichtet. Noch dazu werden immer mal wieder Bereiche von Bildern unscharf.

Die 8MP Frontkamera liefert ein noch schwächeres Bild. Die Farben sind blass und das Rauschen nimmt zu.

Die Kamera des Cubot ist eine Fake Dual-Kamera und qualitativ unterirdisch für eine 16MP Kamera. Damit taugt sie nicht ein mal für den ein oder anderen Schnappschuss, die Bilder sind einfach nicht schön anzuschauen.

Konnektivität des Cubot H3

Bei der Konnektivität gibt es nichts zu meckern. So kommt dieses Gerät mit allen 2G, 3G und 4G Frequenzen, die für den Betrieb in Deutschland nötig sind. Somit ist auch das für uns wichtige Band 20 mit an Bord. Der Empfang war durchweg gut und auch LTE war für mich fast immer empfangbar. Die Stimmübertragung war gut und auch ich konnte jeden gut verstehen.

In das Cubot H3 können zwei Nano SIM-Karten eingesetzt werden und die Nutzung der Dual-SIM Funktion ist auch bei einer Speichererweiterung mit MicroSD-Karte immer noch gegeben!

Die restliche Ausstattung enthält keinerlei Überraschung. So ist Bluetooth 4.0 an Bord, welches ohne Probleme mit meiner Freisprecheinrichtung und in Verbindung mit meiner Box funktioniert hat. Das WLAN Modul funkt im 2.4 Ghz Bereich und unterstützt die Standards b/g/n. Das GPS des Cubot ist einsame Spitze, der Fix innerhalb weniger Augenblicke da und die Navigation immer sehr genau. Auf der Teststrecke zu Fuß und im Auto kam es deshalb nie zu einer Fehllokalisierung.

Das Cubot H3 ist neben dem Fingerabdrucksensor nur mit den 3 Standardtypen, Nährungs-, Licht– und Beschleunigungssensor ausgestattet. Der Fingerabdrucksensor erkennt innerhalb kürzester Zeit meinen Abdruck und entsperrt mit einer kurzen Verzögerung von 1 Sekunde das Smartphone.

Akkulaufzeit

Der 6000 mAh soll das Cubot H3 mit genügend Saft versorgen, um mehrere Tage durchhalten zu können. Leider weicht die Messung etwas mehr von den angegebenen Werten ab. So konnte ich im Durchschnitt leider nur 5400 mAh bestätigen, was etwas außerhalb der Toleranz liegt. Das erklärt auch den vergleichsweise „schlechten“ Wert im PCMark, der mit knapp 10 Stunden nicht auf der Höhe anderer 6000 mAh – Smartphones ist. Trotzdem kommt man bei Casual Nutzung locker über 2 Tage hinweg mit einer Ladung aus. Dank QuickCharge lädt der Akku auch innerhalb von 2,5 Stunden auf. Allerdings funktioniert QuickCharge scheinbar nicht immer. Denn einmal brauchte der Akku ganze 5 Stunden bevor er voll war. Vielleicht war das aber auch nur ein Ausnahmezustand.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Fazit und Alternative

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Mathias:

Cubot liefert mit dem H3 einen vermeintlichen Akkuriesen im unteren Preissegment. Ausgestattet mit 3GB RAM und 32 GB Speicher geht ihm in diesem Bereich nicht so schnell die Puste aus. Der Prozessor ist eher auf Standardaufgaben ausgelegt. Die Akkuleistung ist leider nicht auf der Höhe der Konkurrenz, ebenso wenig das Display und die Kamera. Dafür bekommt man ein sauberes Android ohne Schnick-Schnack. Das H3 ist also ein 5 Zoll „Akkuriese“ mit einigen Kompromissen. In einem ähnlichen Preisrahmen bekommt man beispielsweise von einem Oukitel K5000 mehr geboten. Ich kann das H3 derzeit nicht empfehlen!

58%
  • Design und Verarbeitung 70 %
  • Display 50 %
  • Leistung und System 60 %
  • Kamera 70 %
  • Konnektivität 30 %
  • Akku 70 %

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Gast
Boris

Vielen Dank für den Test (so wie für alle andren auch)! So kann man ohne unnötiges Risiko einzugehen bereist im Vorfeld erfahren, dass man beispielsweise in diesem Fall den Riesenakku eigentlich als Mogelpackung bezeichnen kann.

Gast
Olaf

Ich habe das Cubot h3 nun etwa 3 Wochen , und bin mehr als enttäuscht . Von Anfang an Probleme mit dem Verbindungsaufbau , sogar mit dem mitgelieferten Vitalband hat es Tage gedauert bis es funktionierte . Aber nicht von Dauer . Immer wieder schaltet sich die Verbindung ab , ändert sich die Zeitangabe von 24 Std. auf 12 Std. Modus . Ebenso große Probleme mit dem Standort , muß schon aus der Wohnung auf die Straße . W-Lan zum Anfang etwas besser als Telefonkarte , aber auch hier große Veränderungen. W-Lan geht nun überhaupt nicht mehr . Werde es wohl zurückschicken und hoffen das es ohne Schwierigkeiten abläuft,da beim Hersteller geordert.

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