Unzählig viele In-Ears gibt es auf dem Markt, das richtige Modell zu finden ist nicht einfach. Heute haben wir die Dodocool DA 131 im Test. Dodocool wirbt mit starkem Bass sowie einem räumlichen 5.1 Surround Sound.

Dodocool DA131 SampleDodocool ist seit 2011 auf dem chinesischen Markt vertreten und auf Accessoires spezialisiert. Darunter finden sich Kabel, Computer Zubehör, Mehrfach-Ladegeräte, Powerbanks, Home Stuff und eben einige In-Ears.

Das Besondere an den DA131 In-Ears: Sie wurden nicht primär für den mobilen Musikgenuss konzipiert, Multimediales Erlebnis, Gaming und VR sollen ihre Stärken sein! Außerdem bieten sie über das Kabel einen anpassbaren Sitz im Ohr – wir sind gespannt.

Nach dem ersten Probehören waren wir noch nicht so recht überzeugt, die Dodocool DA 131 kriegen aber trotzdem ihre Chance, sich im Test zu beweisen. Vielleicht erwartet uns ein kleines Klangwunder, das bisher unter dem Radar geflogen ist.

Design

Im Grunde genommen handelt es sich um ganz normale In-Ear Kopfhörer, dennoch hat man etwas Neues ausprobiert mit den DA 131. Bei dem Material setzt man vorwiegend auf Metall, was der Haptik zu Gute kommt. Das schwarze Metall mit roten Akzenten ist sicher nicht jedermanns Sache, aber schlecht sieht es nicht aus. Der Klinkenstecker verläuft gerade und ist recht kompakt. Am 1,20m langen Kabel findet sich noch der Splitter, ebenfalls aus Metall. Weiter oben am rechten Teil sitzt eine Bedienung mit einem Button, samt Mikrofon. Das Kabel der Dodocool DA131 ist nichts Besonderes und verheddert sich auch leicht. Die In-Ears selbst setzen das Design aus Schwarz und Rot fort.

Das besondere Feature der Kopfhörer: Man findet eine Art Schlaufe, die sich auf- und zuziehen lässt. Hier ist das Kabel auch mit einer durchsichtigen Gummihülle, zum Schutz, ummantelt. Diese Funktion soll den Sitz verbessern und im Test hatten wir auch einige Ideen zu der Schlaufe.

Lieferumfang

Die Dodocool DA 131 sind bei uns in einem ovalen Case, in Carbon Look, angekommen. Die Verpackung dient auch gleichzeitig dem Transport. In dem stabilen Case findet sich alles in Tütchen verpackt: die In-Ears, eine Schnellanleitung, 3 Ohrstöpsel Größen XS, S, M und L sowie ein Y-Adapter, mit dem ihr am Desktop-PC das Mikrofon der Dodocool nutzen könnt.Dodocool DA131 Lieferumfang 1200x401

Funktion

Stecker rein, Kopfhörer auf – fertig! Viel gibt es nicht zu beachten bei den herkömmlichen In-Ears Dodocool DA131. Am Kabel befindet sich die Fernbedienung mit Mikrofon und einem Button. Dieser stoppt/startet die Wiedergabe und nimmt auf Druck Anrufe entgegen.

Tragekomfort

Dodocool DA131 KabelDie angeteaserte Besonderheit an den Dodocool In-Ears ist der verstellbare Sitz. In der Theorie soll das verstärkte Kabel sich so der Ohrmuschel anpassen lassen, was zu einem besseren Sitz führen soll.

In der Praxis taugt dies aber nicht wirklich! Das verstellbare Kabel stabilisiert den Sitz schon, drückt dafür aber unangenehm. Zum Hören habe ich das Kabel immer komplett eingezogen gehabt, um das Feature zu „eliminieren“. So bietet sich aber auch dem Kabel eine willkommene Stelle für einen Kabelbruch. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass Kabel ums Ohr zu legen, was z.B. fürs Joggen nicht verkehrt ist.

Beim Tragekomfort liefert Dodocool definitiv keine Bestleistung ab. Nicht nur das Feature bereitet Probleme, auch die Form der In-Ears ist suboptimal. Sind im Gehäuse mehrere Treiber untergebracht, so wächst auch die Größe des Gehäuses an. Dadurch sind die Dodocool In-Ears bauchig geworden. Andere In-Ears sind leicht nach innen gebogen, damit das Gehäuse nicht gegen das Ohr drückt. Die Dodocool DA131 aber haben kaum Schwung im Gehäuse und der Ohrstöpsel steht nach oben statt nach innen zum Gehörgang. Durch die Form drücken die In-Ears leicht. Das mindert das Hörvergnügen leider.

Beim Tragekomfort kann man noch ein wenig nachhelfen, wie mit eigenen Lieblings-Ohrstöpseln, oder indem man das Kabel anders legt. Der Tragekomfort ist natürlich mein subjektives Empfinden, vielleicht passen sie anderen ja besser.

Klang

Die Dodocool DA131 sollen beim Sound mit zwei Features glänzen: voller Bass und ein besonders räumliches Klangbild. Wie schlagen sich die In-Ears?

Sitzt der Ohrhörer einmal richtig, kann sich das ganze Klangbild entfalten. Beim ersten Hören wirkt der Klang aufgeregt, er will sich quasi aufdrängen und von seiner Besonderheit überzeugen. Dadurch leidet der Sound teilweise:

  • Viele Details, die mit den Xiaomi In-Ear Pro HD hörbar sind, erkennt man nicht. Das liegt teils daran, dass der Bass diese übertönt und der erzwungene Sourround Sound sie schluckt
  • Der Bass scheppert und dröhnt teils. Bass ist zwar geil, aber mit den Dodocool ist mir dieser zu unsauber und nicht knackig genug
  • Der räumliche Sound ist zwar eindrucksvoll, aber nervt mit der Zeit einfach. Beim Musikgenuss ist es zu viel des Guten – aber bei Games trotzdem ein Argument pro Dodocool In-Ears

Zu dem angeblichen 5.1 Surround Klang muss man noch hinzufügen, dass es mit einem Stereo Setup nicht möglich ist, Klänge von vorne und hinten zu realisieren. Gute PC-Headsets sitzen über den Ohren und haben tatsächlich mehrere Lautsprecher und Treiber pro Seite – einfach mal einen 5.1 Test bei YouTube probehören. So bleibt bei den Dodocool In-Ears das Gefühl eines besonders räumlichen Klangs, und ist das Soundfile entsprechend ausgelegt, beeindruckt der Effekt umso mehr. Echtes 5.1 ist es aber nicht!

Dodocool DA131 Sample 1 1200x440Mit den In-Ears hat es mir elektronische Musik am meisten angetan, der dominante Bass durchdringt die Ohren regelrecht. Aber auch harter Rock klang nicht verkehrt. Für Klassik, Filmmusik oder Hörspiele würde ich aber immer andere Ohrhörer nehmen.

Nun aber zu dem zweiten Bereich, für den die Dodocool DA 131 sich gut eignen sollen: das Gaming. Zum einen haben wir es am Desktop PC probiert: naja. Hier kam nicht richtig Stimmung auf. Ich gebe die Schuld aber eher der Mainboard Soundkarte, da das gute Computer-Headset über USB angeschlossen wird.

Nun aber zur Playstation 4: Hier macht sich nun endlich mal ein Grinsen breit. Die Dodocool lassen sich einfach über den Controller zur Soundwiedergabe verbinden. Bei Action Spielen, wie Uncharted, ist zum einen das Effektfeuerwerk mit den Dodocool DA131 sauber zu genießen. Geräusche lassen sich lokalisieren, und der Bass übertreibt es nicht bei hitzigen Passagen. Für das Gaming an der Konsole kann man die In-Ears also durchaus empfehlen.

Beim Sprachchat und Telefonieren am Smartphone machen die Dodocool einen guten Job. Der Gesprächspartner wird klar verstanden. Ich habe mir aber sagen lassen, dass meine Stimme blecherner und gedämpfter klingt, als sie es über das Smartphone Mikrofon (OnePlus 5) klingt – aber alles noch im Rahmen. Nutzt man die In-Ears nur für die Verständigung und lässt den Sound über das Heimkinosystem übertragen, so filtert das Mikrofon der Dodocool Ohrhörer Nebengeräusche gut heraus.

Fazit und Alternative

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Erik Zürrlein:
Fazit

Die Dodocool DA131 sind ganz klassische In-Ears geworden, weder kabellos noch eine besondere Ausstattung oder ein neuer Anschluss, wie USB-C. Kann man damit heute noch bestehen? Jein. Die In-Ears sind grundsolide in Sachen Verarbeitung und Sound. Der Sound ist ganz cool und der Bass heftig. Für Musik werden sie definitiv nicht meine erste Wahl.

Es scheint, dass die DA 131 In-Ears für die nächste LAN-Party designt worden sind. Nicht mehr das große Headset mitschleppen, wenn die „5.1“ In-Ears im stylischen Carbon-Imitat Case in der Tasche landen. An der PS4 haben sie zumindest keinen schlechten Eindruck hinterlassen. Aber dem gegenüber steht der schlechte Tragekomfort – bei mir versagten die Dodocool DA 131 in diesem Punkt! Dem anderen könnten sie auch wieder wie angegossen passen.

Mit gemischten Gefühlen stehe ich den Dodocool DA131 gegenüber.
Positiv: die Ausstattung und auch das Multimediale Erlebnis.
Negativ: Form und Tragekomfort.
Verglichen mit Konkurrenz allerdings nicht tragbar: Seid ihr auf der Suche nach klassischen Ohrhörern mit Klinkenstecker, findet ihr bei Xiaomi treue Begleiter. Die Xiaomi In-Ear Pro HD sind meine persönlichen Lieblinge, aber auch die Piston 3 bieten für den Preis ein krankes Preis-Leistungs-Verhältnis.

64% Naja
  • KLANG 70 %
  • TRAGEKOMFORT 40 %
  • FUNKTIONSUMFANG 70 %
  • VERARBEITUNG UND HALTBARKEIT 80 %
  • PREIS/LEISTUNG 60 %

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