Doogee BL12000 – Der Name ist Programm, denn Doogee spendiert dem BL12000 einen 12000mAh Akku, welcher sich aus gleich zwei 6000 mAh Akkus zusammensetzt und sich so in direkte Konkurrenz zum kürzlich veröffentlichten Oukitel K8000 stellt. Liebhaber großer Akkus kommen also vollkommen auf ihre Kosten – zumindest verspricht das der Hersteller. In dem seit neustem hart umkämpften Gebiet der großen Akkus kommt es Doogee gerade recht, dass man als Alleinstellungsmerkmal hiermit das erste Big-Battery Handy mit 6 Zoll Display im 18:9 Format veröffentlicht.

Kräftig beworben werden auch die Dual-Kameras. Doogee verbaut hier also angeblich gleich 2 x 2 Kameras. Es gilt nun Herauszufinden, ob die Dual-Kameras, wie bei vielen anderen Genrevertretern in der unteren mittleren Preisklasse, mehr Schein als Sein darstellen und ob der Akku tatsächlich so gut ist wie versprochen. Ob das Doogee BL12000 die Krone für dauerhafte Leistungsbereitschaft gewinnt, wie lange man so einen riesen Akku lädt und welche Ausstattung das Smartphone sonst noch zu bieten hat, erfahrt Ihr im Test.

Design / Verarbeitung / Lieferumfang

Das Smartphone selber ist, vorsichtig ausgedrückt, vergleichbar mit einem Ziegelstein.

Mit einer Dicke von 14,7 ist das Handy doppelt so dick wie gewöhnliche Smartphones, die restlichen Maße sind mit 162 mm in der Länge und 74 mm Breite dem Format entsprechend. Das Gerät liegt relativ wuchtig in der Hand. Hinzu kommt das gemessene Gewicht von 320 g, eine ordentliche Hausmarke. Denn auch im Vergleich zur Konkurrenz wie dem Oukitel K8000 legt Doogee hier nochmals 100 g obendrauf und das spürt man. Auch nach Tagen war ich immer wieder überrascht, wie viel Gewicht hier in die Schale geworfen wird. Die angegebenen Amperestunden kommen eben nicht von ungefähr.

Doogee BL12000 2

Optisch macht das BL12000 eine gute Figur. Die obere und untere Kante des Displays ist leicht geschwungen, das Glas selber und die Ecken sind zu allen Rändern hin abgerundet. Das gibt dem Ganzen, trotz der Maße, eine elegante Note. Allerdings ist der Übergang vom Display in den Rahmen nicht perfekt gelungen. Kurioserweise fühlt sich der Übergang auf der rechten Seite ungemein härter und scharfkantiger an, als auf der Linken. Im normalen Einsatz wird die Bedienung dadurch nicht beeinträchtigt. Während der Wischbewegungen neigt man durch die abgerundeten Displaykanten kaum zur Berührung des Rahmens. Durch Nutzung der beiliegenden Hülle wird die Stelle jedoch komplett kaschiert. Wer sein Handy allerdings ohne Hülle nutzt, dem könnten die harten Kanten beim Ziehen aus der Hosentasche schon unangenehm auffallen.

Die Taste für das Einschalten und die Lautstärke befinden sich auf der rechten Seite des Rahmens. Diese bestehen, wie auch der umschließende Teil des Rahmens, aus Metall. Qualitativ sind die Tasten gut im Rahmen integriert, hier wackelt nichts und es gibt keine Spaltmaße. Gleiches gilt für das Sim-Karten-Tray auf der linken Seite. Verbaut wird ein Hybrid-Einschub, welcher die Verwendung von MicroSD-Karten im zweiten Slot zulässt.

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Beim Rahmen prallen zwei Welten aufeinander. Denn dieser ist leider nicht durchgängig aus Metall. Während die Flanken durchaus mit dem edleren Material verstärkt worden sind, hat man sich oben und unten für eine Plastikummantelung entschieden, die auch die ganze Rückseite einschließt. Wer nun auf einen wechselbaren Akku spekuliert, wird leider enttäuscht.

Auch beim Übergang von Metall zu Plastik gibt es Grund zur Kritik. Hier wurde vermutlich aus ästhetischen Gründen viele Stufen in das Design eingebaut, die jedoch zu unschönen Spaltmaßen an den Eckbereichen führen.

Ein Kopfhöreranschluss an der Oberseite ist ebenso vorhanden wie ein Micro USB-Port, Monolautsprecher und das Mikrofon an der Unterseite. Das kein Type-C Anschluss verbaut wurde, ist schade, aber nicht unüblich in dieser Preisklasse.

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Eine Benachrichtigungs-LED erstrahlt in Weiß und verlangt nach Aufmerksamkeit. Zur Seite steht ihr der Annäherungssensor zusammen mit einer Front-Dual-Kamera und dem Lautsprecher.

Die Rückseite zeigt sich recht unspektakulär. In der unteren Hälfte ziert sie das Doogee Logo, am obigen Rand ist senkrecht die Dualkamera, darunter der Fingerabdrucksensor angebracht. Flankiert wird die Kamera von einem doppelten, aber nicht zweifarbigen LED-Blitz. Der Fingerabdrucksensor ist gefühlt recht klein ausgefallen, ließ sich aber gut erreichen und entsperrte das Handy in 9/10 Fällen sauber aus dem Stand-By. Der Scanner genehmigt sich knapp eine Sekunde, um den Finger zu erkennen und den Bildschirm anzuschalten.

Insgesamt war der Umgang mit dem BL 12000 nicht so umständlich, wie ich befürchtet hatte. Das Smartphone liegt gut in der Hand und gibt einem durchaus das Gefühl von Sicherheit. Beim nächtlichen Surfen im Bett mit dem Handy über dem Gesicht ist jedoch Vorsicht geboten.

Grundsätzlich ist das Handy sauber verarbeitet, mit kleinen Ungereimtheiten, die das Gesamtbild etwas trüben.

Lieferumfang des Doogee BL12000

Doogee BL12000 8

Das BL12000 kommt in einer schicken schwarzen Schachtel, welche schon beim ersten Halten erahnen lässt, was auf einen zukommt. Doogee legt dieser eine große Ausstattung bei.

Für sein Geld erhält man neben einem Ladegerät für hiesige Steckdosen mit Quick Charge Unterstützung, auch noch das passende abnehmbare Mico USB-Kabel.

Außerdem gesellen sich noch zwei Schutzfolien, eine für das Display und eine für die Rückseite, dazu. Etwas mehr Schutz bietet eine durchsichtige Gummihülle, die auch die Ränder bis zum Display miteinschließt. Dem Schutz vor Kratzern und Dellen steht also ab dem Moment des Auspackens nichts im Wege.

Display

Das 6 Zoll IPS Display im 18:9 Format löst mit Full HD, also 2160 x 1080 Pixeln auf. Daraus ergibt sich eine hohe Pixeldichte von 402 ppi. Einzelne Bildpunkte sind nicht mehr zu erkennen und das Bild ist scharf. Hier muss sich das BL 12000 nicht vor anderen Geräten verstecken. Bei den Werbefotos hat Doogee dem Display etwas nachgeholfen, denn in Wahrheit genehmigt sich das Display an den Seiten ca. 3 mm Platz für den Rand. Das ist nicht viel aber eben lange nicht randlos.

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Die grundlegende Farbwiedergabe ist eher kühl angehaucht, dem kann man aber mit Mira Vision ordentlich entgegenwirken. Die Blickwinkelstabilität geht ebenfalls in Ordnung.

Abzüge gibt es bei der Helligkeit. Zwar ist die höchste Stufe ausreichend, um auch bei Sonneneinstrahlung noch gut vom Display ablesen zu können, jedoch hätte ich mir die niedrigste Stufe etwas dunkler gewünscht. Der Schwarzwert geht in Ordnung, Lichthofbildung gibt es keine. Den Kontrast eines AMOLED-Bildschirms darf man allerdings nicht erwarten.

Verbaut ist ein 5-Punkt Touchdisplay, der eine gute Bedienung gewährleistet. In der Preisklasse gibt es allerdings schon genug Konkurrenz mit 10-Finger Displays. Doogee gibt nicht an, ein Markenglas à la „Gorilla Glass 4“ zu verbauen, das Verbaute schützt das Display trotzdem gut vor Kratzern und auch ein Test mit dem Messer ließ keine Kratzer zurück. Die Gleitfähigkeit ist super, Fingerabdrücke sind aber allzeit präsent. Die Eingaben werden präzise umgesetzt, dabei scheint der Prozessor allerdings hier und da nicht ganz Schritt zu halten.

Leistung und System

Hier scheiden sich die Geister. Im Herzen des BL12000 schlägt und schaltet ein Mediatek MT6750 Prozessor, mit Acht Cortex-A53-Kernen. Diese teilen sich in zwei Cluster: Performance mit 4 x 1,5 GHz und Powersave mit 4 x 1 GHz. Das liest sich besser als es ist.

Obwohl die CPU noch recht jung ist, wurde sie im alten Fertigungsprozess von 28 nm gefertigt, das nagt dann an dem üppig ausgestatteten Akku. Als Grafikeinheit bringt der MT6750 die Mali-T860 mit, die sich mit 520 MHz Takt im Einsatz bemüht, den Inhalt flüssig wieder zu geben, was nicht immer reibungslos funktioniert. Hier wurde leider an der falschen Stelle gespart. Dem Ganzen stellt Doogee dann noch 32GB internen Speicher zur Seite. Der Prozessor ist sicher nicht der Leistungsstärkste, was auch ein Antutu Benchmark Wert von knapp 41000 Punkten widerspiegelt, mit etwas Optimierungsarbeit hätte man aber zumindest das System flüssig darstellen können.

Antutu Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis Geekbench Single Ergebnis 3D Mark Ergebnis

Beim Video Schauen in FullHD kommt es immer wieder zu FPS Abfällen. Nahezu alle Apps brauchen eine gewisse Bedenkzeit, bis diese sich öffnen. Spiele wie Asphalt 8 laufen auf mittlerer Einstellung gerade so annehmbar, besser ist das Gaming-Erlebnis mit niedriger Grafikeinstellung. Auch die Optimierung des Systems selber scheint teils auf der Strecke geblieben: Während man bei einmal geöffneten Apps, dank der 4GB RAM (2800MB/s, ca. 1,3GB frei), nicht viel von der schwächelnden Performance sieht, hat man jedoch immer wieder Verzögerungen und Ruckler beim Herunterziehen der Statusleiste.

Diese öffnet sich mal fix und flüssig, mal gar nicht und mal nur mit einer so geringen Aktualisierungsrate, dass man meint, eine Diashow anzusehen. Eine Musikliste wird allerdings ohne Probleme und flüssig durchgescrollt. Hier zeigen sich Leistungsschwächen erst, wenn man die Buchstabenbereiche der Titel durchwechselt, anstatt einfach die Titel der Reihe nach durchzusehen. Die Wärmeentwicklung hält sich in akzeptablen Grenzen, heiß wird hier nichts, wobei man wohl auch eher den Akku als die CPU spürt. Ein Handwärmer ist es aber dennoch.

System

Ausgeliefert wird das Doogee BL12000 mit fast unberührtem Android 7.0 (Nougat), lediglich einige Icons sind optisch angepasst.

Doogee BL12000 Android 7 1 Doogee BL12000 Android 7 2 Doogee BL12000 Android 7 3

Systemerweiterungen, die von Doogee den Standarteinstellungen hinzugefügt wurden, sind nicht übersetzt. So sind alle Gesten-Optionen, die erstaunlicherweise fast durchgehend funktionieren, in Englisch und selbst die integrierte App für die Energiespar-Modi ist nicht lokalisiert.

Das allgemeine Navigieren durch die Oberflächen ging gut vonstatten, wenn auch mit besagten Unterbrechungen des Flüssigkeitsgefühls. Bei den Onscreen Buttons gewinnt man leider auch keinen Blumentopf. In zu vielen Apps wird die Hintergrundfarbe der Buttons weiß hinterlegt, womit diese kaum noch sichtbar sind. Bei Drehung des Handys wechselt außerdem die Belegung der Buttons, womit man jedes Mal die falschen Tasten drückt.

Der Wechsel zwischen mehreren Apps dauerte hier und da ein, zwei Sekunden, wurde dann aber ohne weitere Probleme vollzogen. Abstürze oder Einfrierung des Bildes hatte ich keine. Ich will außerdem nicht ausschließen, dass zukünftige OTA Updates in der Leistung noch Besserung bringen, darauf bauen würde ich allerdings nicht. Auch Liebhaber von Custom-Roms schauen in die Röhre. Nach bisherigem Stand ist es eher unwahrscheinlich, dass sich eine breite Entwicklergemeinschaft bildet.

Kamera

Wie auch viele andere Smartphones in dieser Preisklasse wird der Hauptkamera ein zweiter, nicht funktionierender Sensor hinzugefügt, um den Kunden eine Dual-Kamera vorzugaukeln. Die Software bietet den Bokeh-Effekt zwar an, dieser ist aber aufgrund der nicht funktionierenden zweiten Kamera, wie auch alle anderen Dual-Effekte, lediglich über Software-Filter gelöst. Die funktionierende der beiden Kameras wirft 16 Megapixel mit f/2.0 Blende in den Raum. Ein Bildstabilisator ist nur elektronisch also als „EIS“ vorhanden.

Tagsüber gehen die Bilder in Ordnung. Schon bei etwas schwierigeren Lichtverhältnissen tritt allerdings deutliches Bildrauschen bzw. Überbelichtung auf. Die Farbgebung der Bilder ist annehmbar und neutral gehalten. Zu den Rändern hin nimmt die Schärfe etwas ab. Von den Videos sollte man nicht zu viel erwarten. Sobald hier die nötige hohe Helligkeit nicht mehr gegeben ist, werden sie unbrauchbar. Der Bildstabilisator hilft nicht nennenswert und der Autofokus verrichtete nur selten sein Werk zufriedenstellend.

Die Frontkamera hat zwei funktionstüchtige Sensoren, die allerdings nicht gleichzeitig verwendet werden können. Die erste der beiden Frontkameras ist mit 16 Megapixel und einem Weitwinkelradius von 88° angegeben. Die zweite bietet mit 8 zwar weniger Megapixel, dafür wird in einen Weitwinkelmodus mit 133° umgeschaltet. In diesem Tritt dann ein recht starker „Fischaugen“-Effekt auf.

Für die Frontkameras gilt grundsätzlich das gleiche wie für die Rückseitige. Bei gutem Licht sind die Bilder zu gebrauchen, sobald es dunkler wird, sind gute Bilder eine seltenere Angelegenheit.

Der kleinere Sensor der Weitwinkelkamera produziert leider schon sehr früh Bildrauschen. Für das Schnappschuss-Selfie am Tag ist die Qualität ausreichend. Ein gewisser Grad an Unschärfe ist jedoch allgegenwärtig. Vergleichbare Konkurrenten ziehen hier leicht davon.

Konnektivität

Doogee BL12000 9Unterstützt werden alle hierzulande gängigen Frequenzbänder, auch das immer wieder vernachlässigte Band 20 über LTE (4G) ist vorhanden. In das BL12000 lassen sich wahlweise zwei Sim-Karten oder bei Bedarf eine Sim- und eine MicroSD-Karte mit bis zu 256GB einsetzen.

Der Empfang war auch in geschlossenen Räumen gut und ich konnte keine großen Unterschiede zu meinem OnePlus 3 feststellen.

Beim Telefonieren verstanden sich beide Gesprächspartner gut und klar. In der Freisprechfunktion nahm die Qualität gewohnter Weise ab, ging aber für beide Seiten noch in Ordnung.

Über eine schwächelnde W-LAN Verbindung kann sich beim BL12000 auch niemand beschweren. Das Wifi-Modul beherrscht das 2,4 und 5 GHz Band nach b/g/n Standard und hatte immer ausreichend Datendurchsatz bei guter Reichweite. Bluetooth ist in der Version 4.0 vorhanden und ließ sich problemlos mit anderen Smartphones und einem Radio koppeln. Die Reichweite in Verbindung mit dem Radio war besonders gut und sogar über ein Stockwerk und durch mehrere Wände hindurch Stabil.

Beim Lautsprecher muss man aber Abstriche machen. Weder ist er besonders Laut, noch ist das Klangbild ausgewogen. Selbst bei 80% wirkt er noch recht leise, dreht man voll auf, ist der Ton so blechern und scheppernd, dass man es auch ganz lassen kann. Lediglich die Wiedergabe von Stimmen, zum Beispiel bei einer Sprachnachricht, war gut.

Die Klinkenbuchse bietet hier die bessere Wahl, war aber ebenfalls nicht perfekt. Wieder im Vergleich mit dem OnePlus 3 werden einige Details selbst beim Bespielen recht hochwertiger 1More Quadro Kopfhörern verschluckt oder einfach nicht so sauber herausgestellt. Für die Preisklasse geht dies jedoch in Ordnung und im Allgemeinen war der Sound durchaus zufriedenstellend. Ich würde es schon als „jammern auf hohem Niveau“ bezeichnen. Einziger Wehrmutstropfen waren kurze Unterbrechungen der Lieder in unregelmäßigen Abständen.

Nachdem nahezu alle anderen Störfaktoren ausgeschlossen werden konnten (andere Kopfhörer benutzt, andere Lieder in anderen Dateiformaten gehört, unterschiedliche Lautstärken, verschiedene Musikplayer, eingehende Nachrichten usw.) muss ich leider sagen, dass diese Störungen wohl Software oder Hardwarebedingt sind. Persönlich vermute ich hier die Software, da diese wie schon beschrieben hier und da Feintuning nötig hätte. Kein Totalausfall aber sehr ungewöhnlich und etwas nervig.

Das GPS-Modul verrichtete seine Arbeit zufriedenstellend, nachdem es sich kurz beim Start einpendeln musste. Eine Autofahrt führte ohne Komplikationen ans Ziel. Als Sensoren wurden zusätzlich noch ein Näherungs-, Helligkeits-, Magnetfeld-, Beschleunigungs sowie ein Gyroskop verbaut.

Akkulaufzeit

Ach Doogee, es hätte so schön sein können. Hätte!

Grund dafür ist die mit 12000 mAh angegebene Akkukapazität, die sich als falsch herausstellte. Die Kollegen von Techtablets.com haben sich das BL12000 zur Brust genommen und festgestellt, dass bei der Akkuleistung um 2000 mAh gemogelt wurde. Wer das BL12000 also sein eigen nennen will, sollte sich bewusst sein, dass es statt 12 nur 10Ah verbaut hat.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Das wird auch durch die durchwachsene Leistung im PCMark Akkutests bestätigt. Mit knapp 18 stunden wird hier zwar ein Top Wert erreicht, bedenkt man das 2000 mAh fehlen und das Xiaomi mit dem Redmi Note 4x mit der Hälfte der Kapazität ebenfalls schon 15 Stunden stemmt, verfällt die erste Euphorie.

Doogee BL12000 Android 7 4Immerhin, bei durchschnittlicher Nutzung hielt der Akku knapp 4 Tage durch. Bei starker Nutzung waren noch zwei volle Tage drin, ohne fieberhaft auf die Akkuanzeige zu schielen, danach musste das Gerät jedoch dringend mit neuer Energie versorgt werden.

Dank vorbildlichem Quickcharge 3.0 geht das in 3 Stunden komplett. Nach 2 Stunden war die Anzeige bei gut 80%.

Eine integrierte App lässt zudem verschiedene Stufen des Energiesparmodus zu, bis hin zum Extreme-Powersave-Mode, in dem das Hintergrundbild gegen ein sehr dunkles getauscht wird und alle Apps außer Telefonie, SMS, Kontakte und Uhr deaktiviert werden.

Auch hier ein kleiner Dämpfer: Nach dem Zurückschalten in den normalen Modus sind alle Apps auf der Startseite weg, die nicht vom System sind und müssen manuell wieder aus der App-Übersicht an ihre Plätze geschoben werden.

Fazit und Alternative

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Joscha Becking:

Was auf dem Papier augenscheinlich sehr gut klingt, stimmt nicht immer. Das weiß der aufmerksame Chinahandy.net Leser. Während man die Fake Dualkamera noch verschmerzen kann und sich die großen Falschangaben in letzter Zeit hauptsächlich darauf beschränken, bei der Kamera zu tricksen, ist die Masche mit dem Akku mal wieder einer der größeren Brocken. Die Hohe, aber leider falsch angegebene Akkukapazität erkauft sich Doogee zu Lasten des Gewichts und der Dicke des Smartphones. Eine bessere Wahl für viele, wäre sicherlich der Griff zu einer potenteren CPU, sowie einer besseren Kamera gewesen. Lediglich das Display kann man als rundum gelungen einstufen, da es das Moderne 18:9 Design mit guter Bildqualität verbindet.

Dennoch: Ein Leeco Le 3 Pro ist für das gleiche Geld in nahezu allen Belangen weit besser ausgestattet. Selbst wenn man einen Hersteller wählt, der nicht gerade im Insolvenzabverkauf steht, hat man hier noch das Oukitel K8000 oder ein Xiaomi Redmi Note 4X in derselben Preisklasse, die ebenfalls in allen Belangen dem Doogee BL12000 überlegen sind. Für den Preis um 170 € greift man daher besser zur Konkurrenz.

Eine Kaufempfehlung gibt es daher nicht. Wer allerdings trotz hohem Gewicht, mäßiger aber noch akzeptabler Leistung, stark situationsabhängigen Kameras, verbesserungswürdiger Software, sowie den umfangreichen Abmaßen des Gerätes zurechtkommt, auf den wartet ein Begleiter der über mehrere Tage hinweg nicht nur im Standby-Modus rumlungert, sondern aktiv genutzt werden kann. (Unter anderem auch zur Selbstverteidigung :D)

62%
  • Design und Verarbeitung 60 %
  • Display 70 %
  • Leistung und System 50 %
  • Kamera 60 %
  • Konnektivität 70 %
  • Akku 60 %

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