Das Doogee Y300 ist ein brandneues Smartphone des bekannten Herstellers Doogee. Das Smartphone bietet eine solide Mittelklasse Ausstattung mit einem 5 Zoll HD-Display, einem Quad-Core Prozessor, 2GB RAM und einer 8 Megapixel Sony-Kamera. Ein weiterer Pluspunkt des Smartphone ist, dass es mit Android 6 von Werk aus ausgestattet ist.

Design und Verarbeitung

Das Doogee Y300 wirkt nicht nur auf den ersten Blick hochwertig. Ein Metallrahmen umfasst die beiden mit 2.5D Glas bestückten Seiten des Smartphones. Sowohl durch das Glas, als auch den abgerundeten Rahmen liegt das Smartphone gut in der Hand. Auch die 145g lassen das Smartphone wertig wirken. Spaltmaße sind größten Teils nicht vorhanden. Nur der untere Rand auf der Vorderseite ist nicht ganz so sauber verklebt, was dazu führt, dass sich Fusseln durch das ständige rein und raus aus der Hosentasche ansammeln.

Doogee Y300 Design Verarbeitung (1) Doogee Y300 Verpackung Versand (1)

Die Lautstärke-Wippe und der Power-Button befinden sich auf der linken Seite und sitzen stabil im Gehäuse. Der Druckpunkt ist etwas zu leicht. Während der Testphase hat sich das Smartphone öfters mal in der Tasche entsperrt. Auf der Rückseite befindet sich die Kamera, die bündig mit dem Glas abschließt. Circa 1 cm daneben befindet sich der LED-Blitz.

Auf der Vorderseite sind neben der Hörmuschel die Benachrichtigungs-LED, die Frontkamera, der Lichtsensor als auch der Sensor zur Gestensteuerung angebracht. Die LED unterstützt nur die Farben Grün, Blau und Rot. Eine Konfiguration wann welche Farbe wie aufleuchtet ist nicht gegeben, nur ein Ausschalten der Benachrichtigung ist möglich.

Doogee Y300 Design Verarbeitung (5) Doogee Y300 Design Verarbeitung (3)

Unterhalb des Displays sind keine Soft-Touch-Buttons vorhanden, da das Handy über On-Screen-Buttons verfügt. Am unteren Rand befindet sich der USB-Anschluss, der von den Lautsprechern umrahmt wird. Diese sind von mittelmäßiger Qualität, frühes Übersteuern bei hohen Tönen und keine Tiefen, dafür aber eine passable Lautstärke sind gegeben.

Vergleich Headsetjack

Der Kopfhörerausgang befindet sich wie üblich am oberen Rand. Allerdings ist dieser tiefer als gewöhnlich und meine Kopfhörer, die ich sonst benutze rutschen leider sehr leicht wieder raus.

Doogee Y300 Design Verarbeitung (2) Doogee Y300 Design Verarbeitung (4)

Die Rückseite lässt sich nicht abnehmen. Die SIM-Karten/SD-Karte wird auf der rechten Seite im SIM-Slot eingesetzt. Wer Dual-Sim verwenden möchte kann eine Micro und eine Nano-SIM verwenden oder 2 Nano-Sim. Wer eine SD verwenden möchte, muss auf eine zweite SIM-Karte verzichten.

Lieferumfang des Doogee Y300

Neben der Standard-Kurzanleitung liegen der Packung recht viel Zubehör bei. Enthalten sind ein Netzstecker, ein Datenkabel, ein In-Ear-Headset, ein Putztuch, Ein Backcase, ein Nano-SIM Adapter und eine Displayschutzfolie. Zusätzlich gibt es eine 32 GB SD-Karte, einen Adapter für die zweite SIM-Karte und einen Pin um den SIM-Slot zu öffnen.

Doogee Y300 Lieferumfang

Das Headset liefert einen satten Bass, klingt dafür in den Mitten und Höhen sehr blechern. Das mitgelieferte Putztuch ist leider nicht zu gebrauchen, da es alles andere als sauber macht.

Weiteres Zubehör für das Doogee Y300 findet man auf Aliexpress.com

Zubehör bei Aliexpess

Leistung

Im Doogee Y300 werkelt der MTK MT6735p Quad Core von Mediatek. Dieser taktet mit 4 x 1 Ghz und wird von 2 GB Arbeitsspeicher sowie 32 GB Systemspeicher unterstützt. Für den Casual Betrieb und das gelegentliche Zocken eines Games reicht die Leistung völlig aus. Nur bei aufwendigen 3D-Spielen ruckelt es ziemlich stark. Surfen und das Bedienen von Standardapps läuft dagegen völlig flüssig. Der RAM ist mit 1882,14 MB/s nicht der schnellste. Mit 140,08 MB/s Lese-und 44,46 MB/s Schreibgeschwindigkeit ist der interne Speicher überdurchschnittlich schnell in dieser Preisklasse.

Antutu Benchmark Doogee Y300 Doogee Y300 Geekbench 3 Doogee Y300 Speicher Geschwindigkeit

Wer den Speicher erweitern möchte kann SD-Karten bis 64GB Speicher benutzen.

passende MicroSDs auf

Android System

Auf dem Doogee Y300 läuft das aktuell Android 6, das nur minimal angepasst wurde. Hierbei fällt negativ auf, dass die Symbole in der Benachrichtigungsleiste nicht verändert werden können. Auch die Reaktion bei den Symbolen wie WLAN und Bluetooth sind leider sehr langsam in der Reaktion, sodass man denkt man hätte sie nicht richtig getroffen.  Weiterhin wurden auch die Icons optisch verändert. Ansonsten sind auf dem Smartphone drei Apps vom Hersteller vorinstalliert: Bagan Keyboard, BeautyMakeup und DT Xender. Außer BeautyMakeup lassen sich die Apps ohne größere Aufwände löschen. Allerdings stören diese Apps auch nicht bei der Verwendung des Smartphones. Ein weitere Kritikpunkt ist, dass der vorinstallierte Browser nicht mehr funktioniert, sobald man ihm auch nur eine Berechtigung entzieht. Chrome z.B. hat damit keine Probleme.

Doogee Y300 Test UI Launcher Doogee Y300 Test UI Launcher Doogee Y300 Test UI Launcher 2

Doogee Y300 Viren TestPositiv hingegen ist die Gestensteuerung. Die Punkte werden im System leider nicht übersetzt, sodass Personen, die des Englisch nicht mächtig sind, die Konfiguration schwierig finden könnten. Mit der Gestensteuerung können Symbole im Lockscreen gezeichnet werden um Apps zu starten, ansonsten werden die Standardfunktionen unterstützt (Bilder in der Galerie wechseln, Seiten im Launcher wechseln, Nächstes Lied im Musikplayer, Kamera auslösen, Anruf annehmen).

Display

Das Doogee Y300 ist mit einem 5 Zoll HD-Display ausgestattet, das mit 1280 × 720 Pixeln auflöst. Das Display verfügt über eine gute Blickwinkelstabilität und satte Farben. Display-Einstellungen sieht das System nicht vor, abgesehen von dem Farbkorrekturmodi, die Deuteranomalie, Protanomalie und Tritanomalie ausgleichen sollen. Leider wird das System deutlich langsamer, wenn der Farbkorrekturmodus aktiviert ist. Das Smartphone hat zwar einen modernen 5-Punkt-Touchscreen, verfügt allerdings nicht über ein kratzfestes Display, was angesichts des Preises aber nicht ungewöhnlich ist.

Doogee Y300 Display (2) Doogee Y300 Display (1)

Kamera

Der Rückkamera stehen 8 MP und der Frontkamera 5 MP zur Verfügung. Mit der Kamera-App lassen sich rückwärtig allerdings 13 MP und vorderseitig 8 MP Fotos schießen, da die Bilder per Software hochgerechnet werden. Die Fotoqualität ist der Preisklasse entsprechend nicht besonders gut. Die Farben sind kräftig, allerdings sehen die Bilder aus als wären sie mit einem Scharfzeichner zu sehr bearbeitet worden. Bei schlechten Lichtverhältnissen und im HDR Modus werden die Fotos noch körniger.

Konnektivität

Doogee Y300 Empfang KonnektivitätDas Doogee Y300 unterstützt alle Frequenzen, somit steht der Nutzung von LTE auch in Deutschland nichts im Wege. Der Empfang ist durchweg gut, es gab während der Testphase weder Abbrüche noch Störungen. Das Handy lässt sich mit 2 Micro-SIM Karten betreiben, allerdings muss dafür auf eine Speichererweiterung per SD Karte verzichtet werden. Die Gesprächsqualität beim Telefonat kann überzeugen und auch die Freisprecheinrichtung kann genutzt werden.

Der Bluetooth als auch der WLAN Empfang überzeugen ebenfalls. Die Verbindung zur Freisprechanlage im Auto als auch eine Datenübertragung zu meinem anderen Handy verliefen ohne Probleme.

Screenshot_20160512-223530Das GPS-Modul verrichtet einen guten Job. Die Position wird innerhalb weniger Sekunden bestimmt. Sowohl zu Fuß, als auch auf der 330km langen Teststrecke mit dem Auto gab es keine Abweichung.

Was die Sensoren angeht, hat Y300 eine Standard-Ausstattung. So ist ein Helligkeits-Sensor, ein Beschleunigungs- und ein Näherungssensor vorhanden. Auf einen Gyroskop-Sensor muss man verzichten.

Akkulaufzeit

Im Doogee Y300 ist ein 2200 mAh Akku verbaut, der einen sicher durch den Tag bringt. Wer sein Smartphone wenig benutzt und nicht damit spielt, kann sogar 2 Tage aus dem Akku kitzeln. Bei sehr intensiver Nutzung mit vielen Games ist der Akku in 8 Stunden schon leer gesaugt.

Preisvergleich

Shop Preis  
EmpfehlungGearbest onlineshop Nur 125 EUR * 7-15 Tage – Germany Express wählen – zollfrei
efox-shop onlineshop 113 EUR * 7-14 Tage – Germany Express wählen – zollfrei
UUonlineshop-logo 119 EUR * 5-10 Tage – SF-Express wählen – zollfrei

* Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 24.11.2016

Fazit und Alternative

73% Gut

Das Doogee ist sein Geld definitiv wert. Für 120€ bekommt man ein Smartphone mit wertigen Materialien, Android 6 und ausreichend Leistung für den Casual-Betrieb. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Doogee mit allen nötigen Frequenzen daherkommt. Schade ist allerdings, dass Doogee die Vorteile von Android 6 zum Teil zu Nichte macht durch eigene Systemanpassungen.

  • Verarbeitung und Design 80 %
  • Display 70 %
  • Betriebssystem und Performance 70 %
  • Konnektivität und Kommunikation 90 %
  • Kamera 60 %
  • Akkulaufzeit 70 %

Schreibe einen Kommentar

10 Kommentare zu "Doogee Y300 Testbericht"

Benachrichtigung
avatar
Tamara K
Gast
Tamara K

Ich habe mir das Handy auch gekauft und bin wirklich sehr zufrieden damit. Nur eine Sache bekomme ich nicht hin, wie kann man das Aussehen des sperrbildschirms verändern oder diesen ganz ausschalten, um nur seine eigene Sperre zu haben zb. durch ein wisch Muster. Zudem kommt danach noch immer das Bild der aktuellen Telefon Liste die man auch noch weg drücken muss. Das heißt ich muss erst diesen blauen Sperrbildschirm weg schieben, dann mein Wischmuster eingeben und dann noch aus der aktuellen Telefon Anruf Liste raus gehen, und das jedes mal. Wie bekommt man es hin das man nur sein Muster eingeben kann? Für jede Antwort wäre ich sehr dankbar, da ich schon mehrfach alles durch gesucht habe. LG

Tobi
Gast
Tobi

Habe mir das Y300 als 2.-Phone fürs Auto und Navigation zugelegt.
Leider versagt das GPS-Modul völlig bei der Google-Maps Navigation. Es springt wie wild hin und her und landet häufig neben der Straße – leider für mich völlig unbrauchbar, auch wenn es für reines GEO-Tagging wohl reichen würde.
MIt der App „GPS-Status“ und dem Vergleich mit meinem S5 fördert es doch deutliche Unterschiede zu Tage (gefundene Satelliten etc..). GPS-Fix und gefundene Satelliten sind dabei durchaus im „OK-Bereich“.
Wenn man ein wenig im Web recherchiert gibts durchaus kritische Anmerkungen zu den Mittelklasse-Mediatek-Chipsätzen in genau diesem Bereich.
„Gutes GPS“ ist dann hier wohl eher relativ zu sehen… :-/

Gero
Gast
Gero

wie genau bringt man die zweite Sim bzw. eine SD-Karte zur Sim-Karte unter. Bei mir fasst der Slot nur die Sim-Karte.Und das ist schon eng.

Walross
Gast
Walross

Ich habe das y100 und bin damit sehr zufrieden. Ich bin zuversichtlich das das y200 genauso gut bzw besser wird.

Walross
Gast
Walross

Ich meinte natürlich das y300

D.I. Willi
Gast
D.I. Willi

Hallo,

das Y300 erinnert mich stark an das CUBOT X16. die Rückseite ist hier wohl auch aus Glas und dem Anschein der Fotos nach ist der Rahmen aus Metall.

In der Tat sind wohl Softbuttons vorhanden. der Sensor der Rückkamera ist wohl originär 8 MP, was nicht grundsätzlich schlecht ist, aber DOOGEE hat bisher kein gutes BIld bei den Kameras abgegeben..

Gegenüber dem X16 hat es doppelt soviel Ram sowie Android 6, aber die BIldschirmauflösung ist schlechter, wie CUBOT die Auflösung bei dem gleichen Prozessor verdoppelt haben soll ist mir im Übrigen ein Rätsel.

Bin mal gespannt auf euren Test.

Ich mache demnächst einen Vergleichstest CUBOT X16, ZOPO Hero 1 und INFOCUS M560, das Teil hier würde gut dazu passen.

D.I. Willi

kumpelmatratze
Gast
kumpelmatratze

Das Cubot x16 hat doch auch 2 GB RAM.

D.I. Willi
Gast
D.I. Willi

Ja, sorry, missverständlich:
Ich rede von dem, was im allgemeinen als „ROM“ bezeichnet wird, also 16 GB im CUBOT gegenüber 32 GBYTE im DOOGEE.

Leider ist der Begriff ROM falsch, aber hat sich ja so eingebürgert, ich mag mich aber nicht daran gewöhnen.

ROM ist ja read-only-memory, und das ist das „ROM“ hier natürlich nicht.

Vielleicht sollte man es „Processor-RAM“ und „User-RAM“ nennen.

wpDiscuz