E-Scooter endlich ab Mai zugelassen

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Ninebot ES1 No.9 Ninebot ES2 Testbericht E Scooter 7 1Gut fünf Jahre hat es nun gedauert, bis ein Gesetz für die E-Scooter, bzw. eine Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung, in Deutschland abgesegnet wurde. Im Frühjahr 2019, was nun konkret Ende Mai bedeutet, soll es nun soweit sein und man ist legal auf den deutschen Straßen und Radwegen unterwegs mit den E-Rollern. Hier gehts zur Übersicht.

Auch die Leihanbieter stehen schon bereit und warten nur auf den Start in Deutschland. Folgt man der Preisstaffelung aus den USA, dann zahlt man als Nutzer 1€ bei Fahrtbeginn sowie 15 Cent pro Minute.

Nachdem das Gesetz nun mehrmals verändert wurde und die Auflagen diskutiert wurde, stehen die Voraussetzungen nun fest:

  • Mindestalter: ein Führerschein ist zum Glück nicht länger nötig, wo zunächst noch der Mofa-Führerschein im Gespräch war. 12 bis 15-jährige können die Scooter nutzen, die auf bis zu 12km/h beschränkt sind.
  • Versicherungspflicht: für die Elektrokleinstfahrzeuge wird ein Kennzeichen bzw. ein Versicherungsaufkleber (6,5 x 5,3cm) nötig sein. Dies dient der Kontrolle und Versicherungspflicht sowie im Falle eines Unfalls, das Fahrzeug zuordnen zu können.
  • Straßen und Radwegnutzung: E-Scooter müssen demnach Radwege benutzen. Ist kein Radweg vorhanden, müssen sie auf der Straße fahren – die Nutzung der Gehwege ist untersagt.
  • Mitnahme: die Elektrokleinstfahrzeuge dürfen in öffentlichen Verkehrsmitteln mitgenommen werden und dienen so als „Last-Mile Vehicle“
  • Keine Helmpflicht: einen Helm muss man während der Fahrt nicht tragen.

Xiaomi EUNI Scooter Outdoor 3 xiaomi scooter mijia 4

xiaomi mijia electric scooter cover1 Ninebot ES1 No.9 Ninebot ES2 Testbericht E Scooter 8

Interessant wird, was mit der bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit gemeint ist. Bei den meisten E-Scootern versucht man so viel „rauszuholen“ wie nur eben geht, was bei dem Xiaomi M365 und Ninebot Scooter ca. 25km/h entspricht. Wird es nun ausreichen diese Höchstgeschwindigkeit über die Software zu begrenzen? Zumindest so könnten Leihunternehmen wie Lime und Bird, je nach Nutzer 12 oder 20Km/h freischalten. Auch wäre dies für die Software der eigenen E-Scooter wünschenswert, nicht dass nun für jedes Modell eine „Deutschland Version“ notwendig ist.

E SCooter Bußgeld NewsEbenso hart wird allerdings auch der Verstoß gegen das Gesetz geahndet. Während es bei Fahrrädern fast schon egal ist, wie sie im Straßenverkehr teilnehmen, fallen die Verstöße bei Elektrokleinstfahrzeugen deutlich gravierender aus.

  • Wessen E-Scooter nicht die Vorschriften erfüllt, riskiert eine Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit und muss mit einem Bußgeld von 70€ rechnen.
  • Wer ohne Versicherungsschutz unterwegs ist, verstößt hingegen schon gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Hier zahlt man dann 40€.

Die Bußgelder sind dabei recht niedrig angesetzt und könnten auch deutlich höher ausfallen. Hier könnt ihr euch den kompletten Gesetzesentwurf anschauen.

Anforderungen an die Personal Light Electric Vehicles

Wir schauen uns die Anforderungen, die bisher als Auskunft erteilt wurden, genauer an und vergleichen sie mit unserem letzten E-Scooter, dem Ninebote ES1 No.9 / ES2 und dem Xiaomi Mijia M365 ScooterVoraussetzungen an die Fahrzeuge:

  • Nicht schwerer als 55kg, maximal 140cm hoch, 70cm breit und 200cm lang
  • E-Scooter brauchen eine Lenk- / Haltestange
  • Zwei unabhängige Bremssystem, z.B. elektrische Vorderradbremse und mechanische Hinterradbremse
  • Klingel: eine „helltönende Glocke“ muss am Lenker befestigt sein
  • 500 Watt maximal Leistung

Ninebots und Hoverboards per Ausnahmeverordnung

Xiaomi Ninebot PLus Review 3Abseits dessen bekommen Elektrokleinstfahrzeuge ohne Haltestande, wie Ninebots oder Hoverboards, die Zulassung über eine Ausnahmeverordnung, an der noch gearbeitet wird. Im ersten Halbjahr von 2019 soll diese noch fertig sein. Möglich wäre es, dass Hoverboards so auch auf Gehwegen genutzt werden könnten, allerdings soll dies dem Grundgesetz widersprechen.

Werden sich E-Scooter bei uns durchsetzen?

An sich ja, denn man sieht schon in anderen Ländern, dass es funktioniert und auch angenommen wird. In Deutschland hängt es aber von weiteren Faktoren ab: wie geht es mit den Fahrverboten weiter, wie streng wird die neue Fahrzeugklasse, sind die Radwege in Großstädten nicht schon zu voll, kann ich meine Letzte-Meile-Elektromobilitätshilfe in den Öffentlichen Verkehrsmitteln mitnehmen?

In den USA sind die elektrischen Tretroller schon länger angekommen: dort stellen Anbieter wie „Bird“ und „Lime“ die E-Scooter bereit, man schließt sie mit der Smartphone-App auf und kann sie bequem nutzen. Abgerechnet wird dann auch über die App. Ähnlich wie bei uns Leihfahrräder verstopfen sie dort Gehwege, werden achtlos abgestellt und ziehen den Unmut der Bürger auf sich. In New York ersetzen sie die Taxen, was die Taxifahrer auf die Barrikaden treibt. Eine Regulierung der maximalen Anzahl an E-Scootern über eine Vergabeverfahren an die Start-Ups wäre eine Lösung.

Uber, Bird, Lime und Tier wappnen sich für den Start in Deutschland

Die Sharing Modelle für E-Scooter sind im Ausland sehr beliebt und erfolgreich. So findet man in großen Städten an jeder Ecke so einen modernen City-Roller und kann ihn ohne viel Aufwand per App nutzen und zahlen. Ist man zum Ziel gestromert, stellt man ihn einfach ab. So haben auch schon viele Städte in Deutschland, z.B. Hamburg und Bamberg, angekündigt mit den Sharing Anbietern zusammenzuarbeiten und die E-Scooter anzubieten.

In China werden Scooter schon fleißig und in riesigen Mengen bestellt. Wie die Gesetze in Deutschland nun ausfallen, wartet man nicht ab, wer als erstes seine Elektro-Tretroller anbieten kann, macht das Rennen.

So werden die verfügbaren Stückzahlen und Platzierung der E-Scooter darüber entscheiden, ob man auf einen Eigenen verzichten kann oder, wenn man ihn fest für die Letzte Meile eingeplant hat, doch einen benötigt.


Was meint ihr: ist Deutschland mal wieder viel zu spät dran oder kommt die Legalisierung der Elektrokleinstfahrzeuge gerade noch rechtzeitig? Oder werden die Auflagen das ganze Konzept bereits im Keim ersticken?

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BorisPeter aus BayernstefanSoRotelAlucard Letzte Kommentartoren
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Peter aus Bayern
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Peter aus Bayern

Ich bin mit meinem M365 bereits 1300km gefahren. 17km einfach zur Arbeit und durfte für den Rückweg in der Arbeit laden. Nachdem mich die Polizei – nachdem sie nichts anderes zu tun haben und unterbesetzt ist – aufgehalten hat und mir Strafanzeigen angehängt hat. Habe ich mir ein pedelec gekauft (zusätzlich).
Nachdem wegen dem Klimawandel die Wetterbedingungen immer extremer werden, habe ich auch in der Früh auf dem Weg in die Arbeit immer starken Gegenwind. Wenn ich mit dem normalen Rad fahre spüre ich das am meisten durch den hohen Kraftaufwand und bei meinem pedelec muss ich auch kräftig treten um auf eine Geschwindigkeit von 25km/h zu kommen. Der M365 fährt mit dem Tempomat konstant seine 25km/h und regelt immer nach. Dadurch wird der Akku nur etwas schneller leer. Wenn er wirklich langsamer fährt dann muss schon ein richtiger Sturm sein.
Ich bin am rechten Fuß wegen Arthrose operiert und habe beim Radfahren egal ob elektrisch oder nicht Schmerzen – mit dem Roller geht es noch am besten.
Ich bin aber trotzdem – auch ohne Motor – mit dem Rad recht schnell. Für die vielen Radfahrer die in München auf viel befahrenen Radwegen auf dem Weg zur Arbeit sind, sind Roller die nur 20km/h fahren eine Behinderung des Verkehrsflusses. Ich weiß es, weil ich ja selbst jeden Tag – mit was auch immer – ausser mit einem Auto in – die Arbeit fahre.
Meiner Meinung nach ist die Tempobegrenzung auf 20 Km/h nach dem Gesetz willkürlich und soll nur die Elektro-/e-bike Lobby unterstützen, die Angst vor einem Gewinneinbruch hat.

Was soll der Quatsch von last mile Gerede für den Stadtverkehr!

Wenn ich die Wahl habe, mit dem teuren Nahverkehr mit dem münchner S-Bahn Chaos und die 17 km enspannt (ohne Sitz) mit dem Roller zu fahren, dann fahre ich mit dem Roller. Bei der Strecke macht es sich schon bemerkbar ob man mit 20Km/h fährt oder mit 25, bei 20Km/h ist der Roller als Pendlerfahrzeug im Vergleich zum pedelec schon fast wieder uninteressant.
Ich habe den Eindruck dass es unsere Bundesregierung mit der Elektromobilität nicht ernst meint.

Unsere Demokratie ist so, dass ich meine freie Meinung äußern kann, aber nichts passiert. Unsere Parteien sind alle unfähig. Wenn Politiker selbst keine Meinung haben, benötigen Sie ein externes (gekauftes) Gutachten, bilden ein Gremium oder wälzen die Verantwortung neuerdings auf eine EU Regelung ab.

Die Regelung einen Roller nur als last mile Fahrzeug in der öffentlichen Diskussion zu behandeln ist diskriminierend. Das suggeriert nur, dass Rollerfahrer eigentlich nicht so wichtig sind und Autofahrer natürlich am wichtigsten sind und Autofahrer sich nach wie vor auch so verhalten, als hätten sie Sonderrechte.

Das ist genau so ein Quatsch wie wenn man in der öffentlichen Diskussion und in der Realität alle Radfahrer (besonders durch Kommunalpolitiker) als Genuß – und Spaßradler bezeichnet. Auch das suggeriert den Autofahrern dass sie so wichtig sind. Für mich als Radfahrer und e-scooter Fahrer sieht dann die Realität so aus, dass mir als „Genuß-/Spaßfahrer“ übelste Radwege nicht asphaltiert, Umwege, Buckelpisten- Hauptsache runter von der Straße – zugemutet wird. Autofahrer Pendler sind so wichtig, dass sie die kürzesten Wege auf Straßen mit einer Beschaffenheit – wie geleckt- fahren.

Wenn ich in der Früh mit Rad oder Roller oder pedelec losfahre und an der nächsten Kreuzung ewig warten muss, weil wenn ich nur einen Moment zu spät an der Ampel drücken kann (Bedarfslichtzeichenanlage) muss ich 1 1/2 Ampelzyklen warten. Da habe ich genug Zeit um den vorbei fahrenden Pendlern zu zu sehen.

In den allermeisten Autos sitzt nur eine Person. Man sollte mittlerweile überlegen, ob das noch mit dem Gemeinwohl vereinbar ist. Warum sind diese im Straßenverkehr dermaßen bevorrechtigt? Es sollte jedem klar sein, dass Luftverschmutzung ein Thema ist und jährlich viel. 100.000 Leute daran sterben. Das kann ja wohl kein Allgemeinwohl sein.

Ich fahre normalerweise auf dem Weg zur Arbeit an einem Recyling Werk (nicht Wertstoffhoff) vorbei, da ist die Staubwolke schon kilometerweit zu sehen.

Ich bekomme jedes Jahr 2-3 mal Bronchitis, aber keinen störts.
Ich habe einen wichtigen verantwortungsvollen Job falle für Wochen aus – aber egal ich bin ja nur ein Genußradler.
Beim e-scooter fahren muss ich nicht mit offen Mund – im Vergleich zum hecheln beim Gegenwind beim Radfahren – den einatmen.

Warum fährt nicht öfter die Straßenreinigung um die Feinstaubbelastung zu reduzieren?
Woran fehlts? Geld, Willen, fühlt sich keiner irgendwie zuständig. Ist das Wetter schuld, weil es nicht regnet und den Dreck wegwäscht.

Wenn die deutsche Politik Jahre braucht für ein Gesetz dass den Verkehr von Elektro Kleinstfahrzeugen regelt, ist das schon ein Armutszeugnis. Wie wäre es, wenn sich die Politiker anstatt sich gegenseitig auf die Schulter zu klopfen, alle im Bundestag in eine Ecke setzen und sich schämen.

Wenn ich auswandere braucht sich in Deutschland niemand wundern, aber ich nehme mein komplettes Vermögen mit und gebe es dort für Luxusgüter (Spielkasinos, Frauen, schnelle Autos) die nicht aus Deutschland stammen aus. Wenn ich mein Vermögen im Ausland „verkonsumiert“ habe komme ich als Sozialhilfefall wieder nach Deutschland, dass hat auch den Vorteil, dass man mir – falls ich Pflegefall werde und ins Pflegeheim muss kein Geld dafür – das ich hart erarbeitet und erspart habe – abnehmen kann.

Warum soll ich mich sozial, ökologisch, fürs Alter vorsorgend verhalten. Warum soll ich die dreckige Luft von Luxuskarossen, von Autofahreren die völlig unötig und gedankenlos rumfahren einatmen?

Wenn ich mit dem Rad oder e-scooter irgendwo hinfahre, überlege ich mir das immer zweimal, oder lasse es besser bleiben, da kann doch irgendwas nicht stimmen!!!

Dies ist meine persönliche, auf Lebenserfahrung beruhende Meinung.
Sie ist vollkommen unbeeinflusst von ADFC, Scooter – Verleihern, Scooter und pedelec Hersteller, Politiker, Parteien, Foren oder sonstwas.

Wenn jemand meine Meinung teilt, würde ich mich freuen, wenn er sie auf Facebook teilt und verbreitet (ich habe keinen Facebook Account), man sollte nur nicht so auszugsweise Zitieren, dass der Zusammenhang verfälscht wird.

Gerne kann er sie auch an Politiker weiter leiten…und hoffe, dass Sie aufwachen und in der Realität landen.

Ich hoffe ich bin nicht zu sehr abgeschweift. E-Scooter die nur 20km/h fahren sind weniger attraktiv, als welche die nur 20 fahren, das sollte jedem Bewußt sein. Meiner fährt 25 und ich werde, wenn es mir nicht versehentlich mit einem automatischen Firmware Update untergejubelt wird, auf keinem Fall ein Downgrade auf 20km/h machen.

Boris
Gast
Boris

„Unsere Demokratie ist so, dass ich meine freie Meinung äußern kann, aber nichts passiert.“ – dieses Zitat braucht keine Zusammenhänge.

stefanSo
Mitglied
stefanSo

Für alle, die sich wundern, weshalb für e-Scooter eine Versicherungspflicht eingeführt wird, wo doch ein Pedelec (unter 25km/h Unterstützung) ohne auskommt: beim Pedelec muss man treten, der e-Scooter fährt alleine und ist daher vom Antrieb eher einem Moped ähnlich. Auch wenn das total be-Scheurert ist… Aber es muss Regeln geben! Egal wie sinnfrei. 🙁
Ich habe auch schon mit dem M365 geliebäugelt, aber ein bisschen bewegen möchte ich mich dann selbst doch noch. 😉

Alucard
Mitglied
Alucard

Klar, auf der Straße fahren… Ist ja mit dem Fahrrad nicht schon gefährlich genug.

Wollte mir eigentlich so ein Teil als Fahrradersatz zulegen, aber so nicht.

pLurchi
Gast
pLurchi

Oh man. Zum Beispiel in Berlin fahren Logistikräder (so groß wie ein VW Caddy) rum. Kein Nummernschild und so. Zum Glück scheint ja ein „kleiner“ Aufkleber bei den Scootern möglich zu sein.

Naja, ich bleib beim Skateboard 😀

Rotel
Gast
Rotel

Es kann genauso gut passieren das die China Scooter keine Zulassung erhalten oder man muss eine Einzelabnahme machen. (Steht so im Entwurf) Viel Spass dabei. Da nützt es auch nichts wenn man eine Versicherung hat bei einem Unfall die erlischt dann nämlich. Das wieder typisch Deutsch alles überreguliert.
20Km/h, Bremslicht (hat kein Fahrrad), Fahrradweg Benutzung… wenigstens sind die Blinker wohl vom Tisch

tant
Gast
tant

eBike ohne Versicherung und eScooter nur mit Versicherung. Wollt ihr mich verarschen? Anscheinend!

Roman
Gast
Roman

Erste Hindernis, ihr spart Spritkosten

VonLiechtenstein
Gast
VonLiechtenstein

Wenn dann muss der Gesetzesentwurf anders lauten als sich das im ersten „Versuch“ andeutete.
Insofern verbinde ich mit einer verzögerten Einführung eher Hoffnung als Ärger darüber, dass man mindestens noch Winter und Frühjahr bis zur Erlaubnis wird abwarten müssen.

In Bamberg scheint zumindest bisher großzügig über die Nutzung hinweggesehen zu werden. Mehrfach konnte ich beobachten, dass Roller dieser Art auf Fahrradwegen, nur farblich von der Straße getrennt, genutzt werden, ohne dass der Gesetzeshüter Anstalten gemacht hätte einzugreifen.
Nur darauf verlassen will ich mich nicht, dazu sind die möglichen Konsequenzen einfach zu einschneidend.

stefanSo
Mitglied
stefanSo

Das wird dann wohl ersteinmal doch nix.
Laut heutiger Meldung auf tagesschau.de, verschiebt sich die Einführung einer entspechenden Regelung.
Außerdem scheint diese Regelung (den wenigen Infos nach, die ich davon habe) eher unzutreffend für einen Scooter, wie einen der Ninebots, oder wie man sich eben einen normalen Roller mit E-Antrieb vorstellt. Versicherungspflicht mit Plakette ist ja nachvollziehbar. Beleuchtung an sich auch. Aber Blinker an einem Roller??
Mal sehen was das noch wird. Aber für den „Hausgebrauch“, also den kleinen E-Roller zum mal eben mitnehmen klingt mir das noch zu fern.

Hannes
Gast
Hannes

Den Vorrednern kann ich nur Zustimmen in ihren Analysen. Wird die besagte Gesetzesvorlage wie geplant umgesetzt, so bedeutet das absolute Unattraktivität für die im Gesetz behandelten Elektroscooter als tägliches Fortbewegungsmittel und Last-Mile-Vehicle.

Würde ein attraktives Gesetz zur Reglung von Elektrokleinstfahreugen (Gleichstellung mit einem Pedelec-Fahrrad würde reichen, meiner Meinung nach) beschlossen, könnten viele Menschen viel Zeit im Bereich Mobilität sparen. Insbesonder auch auf dem Arbeitsweg. Eine Entlastung des Verkehrs gerade zur Rush-hour wäre zu erwarten, da es dann für viele attraktiv wäre ÖPNV + Elektrokleinstfahrzeug zu nutzen, anstatt das Auto. Das führt zu geringeren CO2+NOX+Feinstaub Werten in insbesondere davon stark belasteten Gebieten und damit unter anderem zu weniger gesundheitlichen Schäden.
Hätten vielleicht sogar Diesel-Fahrverbote verhindert werden können, indem man Elektrokleinstfahrzeug gefördert hätte? Sicher nicht als alleinige Maßnahme. Doch es wäre ein deutlicher Schritt und besser als das Zeichen Grenzwerte anzuheben.

Politiker möchte ich von ganzem Herzen bitten, fortschrittliche und innovative Mobilität zu fördern und nicht zu verhindern, um auch im Bereich Mobilität umweltfreudlicher werden zu können.

Zitat aus einem Antrag, unteranderem der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

Vorbildfunktion der Politik für Klimaschutz ernst nehmen – Für eine nachhaltige
Senkung verkehrsbedingter CO2-Emissionen des Deutschen Bundestages

„Gerade im reinen Stadtverkehr können kleinere Fahrzeugklassen sowie effizien-
tere (Bio-)Gas- und Hybridfahrzeuge verstärkt zum Einsatz kommen. Ein
Flottenversuch mit batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen wie dem Smart
Fortwo ed (electric drive) bieten sich insbesondere in der Fahrbereitschaft an, da
hier in der Regel nur kurze Distanzen mit einem Fahrgast und geringem Gepäck
zurückgelegt werden. Elektroscooter könnten von den Abgeordneten im Nah-
bereich ohne Chauffeur genutzt werden. Der elektrische Strom soll als Öko-
strom aus erneuerbaren Energien bezogen werden. Für längere Fahrten stehen
weiterhin Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren zur Verfügung.“

[Antrag Deutscher Bundestag, 23. 04. 2008, http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/090/1609009.pdf%5D

Hannes
Gast
Hannes
Felix
Gast
Felix

Man kann nur hoffen, dass das Gesetz in Deutschland sich an dem in Österreich orientiert. Hier gelten für E-Scooter (bis 500Watt & 25 km/h) die gleichen Regeln wie für E-Bikes, sprich es gibt keine zusätzliche Versicherungspflicht oder Kennzeichenpflicht. Auch sind die Anbieter wie Lime und Bird mit Quoten belegt, wobei sich hier zeigen muss wie es langfristig klappt.

Tom Buchholz
Mitglied
Tom Buchholz

Dieses Gesetz macht solche Geräte kein bisschen attraktiv. Wer ist bereit, für einen kleinen Roller – der wohl weniger gefährlich ist als jedes Fahrrad – extra eine Versicherung abzuschließen? Und dann darf das Ding nicht mal in Bus und Bahn mitgenommen werden… So wird man gewiss keine Pendler zum Auto-Verzicht bewegen.
Wenn schon Versicherungspflicht, dann doch lieber ein S-Pedelec oder Motorroller mit bis zu 45km/h.

pLurchi
Gast
pLurchi

Wichtig ist, dass alles bis ins letzte Detail reguliert ist. Sonst weiß der Michel ja nicht, wie es zu nutzen ist.
Man ist also verpflichtet Radwege zu nutzen, aber ist dort schnell ein Hindernis, denn 20km/h sind doch arg knapp.
Natürlich muss es auch versichert sein und ein Kennzeichen haben, wie das auf dem Radweg fahrende Fahrrad… Ach ne, das hat ja kein Kennzeichen und es fährt trotzdem.
Naja, Zukunft kann halt probieren zu verbieten.

Licht und Bremse als Vorschrift macht aber Sinn um andere Verkehrsteilnehmer zu schützen.

Das mit den Öffis wird doch eh in jeder Stadt anders geregelt.