Obwohl Elephone schon ein C1 im Sortiment hat, beschließen sie ein in der Hardware nahezu identisches Modell nachzuschieben –  das Elephone C1X. Lediglich die Kamera des C1X macht auf dem Papier einen besseren Eindruck, dafür wurde der Akku leicht geschrumpft. Geboten bekommt man einen Mediatek Quadcore Prozessor, 2 GB RAM und 16 GB ROM. Was das Low-Budget Phone taugt, klärt der folgende Testbericht.

Design und Verarbeitung

Die Rückseite des Elephone C1X besteht, abgesehen von den beiden Leisten an Ober- und Unterseite, aus Metall. Trotz allem fühlt sich die Rückseite im Vergleich zu  anderen Smartphones nicht so hochwertig an, wenngleich die allgemeine Verarbeitung gut ist. Auf der Rückseite befinden sich nur die kleine Kamera, ein Blitz und der Fingerabdrucksensor.

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Schaut man sich die rechte Seite an, findet man hier ein Button-Eldorado. Nicht nur die Lautstärkewippe und der Powerbutton sind hier untergebracht, sondern auch der Sonderbutton. Dieser lässt sich in den Einstellungen beliebig belegen. Auch wenn der Sonderbutton kleiner ist und sich haptisch anders anfühlt, kommt es trotzdem schon mal vor, dass man ihn versehentlich betätigt. Hier hätte man die Verteilung der Buttons besser aufteilen können, denn auf der linken Seite befindet sich nur der SIM-Slot.

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Über dem Display befinden sich wie üblich die Hörmuschel, Frontkamera und der Lichtsensor. Auf eine Benachrichtigungs-LED wurde verzichtet. Unter dem Bildschirm liegen die 3 unbeleuchteten Soft-Touch-Buttons. Unüblich dagegen ist, dass sich der Kopfhöreranschluss die Oberseite mit dem USB Anschluss teilt. Auf der Unterseite ist dafür nur das Mikrofon und der beworbene AAC Lautsprecher.

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Der Lautsprecher ist verglichen mit der Konkurrenz in diesem Preissegment deutlich besser, aber richtig gut ist er auch nicht. Er ist vergleichsweise leise, übersteuert dafür aber auch nicht. Das Klangbild ist auch recht gut, Höhen Klingen nicht überspitzt, Tiefen sind vorhanden, wenn auch nicht besonders stark. Die im System integrierte „Klangverstörung“ ist wie immer nicht zu empfehlen.

Beim Elephone C1X gibt es bei der Verarbeitung nichts zu meckern. Einzig allein die Metall Rückseite fühlt sich, verglichen mit anderen Smartphones, nicht so hochwertig an. Mit einer Größe von 15,2 x 8 cm und einer Dicke von ca. 7mm ist das Smartphone durchschnittlich kompakt für ein 5,5“ Gerät. Das Gewicht fällt mit 175g nicht allzu schwer aus und das Elephone C1X liegt damit gut in der Hand.

Lieferumfang des Elephone C1X

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Out of the Box gibt es:

  • Kurzanleitung
  • Silikon-Schutzhülle
  • USB-Kabel
  • Netzstecker
  • SIM-Pin

Display

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Das Elephone C1X verfügt über ein 5,5“ großes HD-Display, welches mit 1280 x 720 Pixeln auflöst. Damit fällt die Auflösung noch hoch genug aus, um keine einzelnen Pixel zu sehen. Trotzdem fällt bei der Schärfe natürlich auf, dass es sich hier nicht um ein Full-HD Display handelt. Laut der Website von Elephone verarbeitet der Panel 5 Berührungspunkte. Beim Test konnte das C1X aber problemlos 10 Punkte gleichzeitig erkannt werden. Das 2.5 D Glas hat eine angenehme Haptik und die Finger gleiten sehr gut darüber. Der Blickwinkel ist überaus stabil. Auch der Kontrast ist gut und Farben werden kräftig dargestellt. Bei maximaler Helligkeit war das Display auch noch bei direktem Sonnenlicht ablesbar. Mit MiraVision lässt sich das Display aber auch auf persönliche Vorlieben einstellen.

Leistung

Im C1X werkelt der für Budget Smartphones typischer MT6737 Quadcore von Mediatek. Dieser taktet mit 4 x 1,3 Ghz (1,248) und wird von 2 GB Arbeitsspeicher unterstützt. Der interne Speicher beträgt 16 GB und kann per MicroSD Karte (bis zu 64GB) erweitert werden. Dafür muss allerdings auf die Dual-SIM Funktion verzichtet werden. Der RAM taktet mit circa 2,6 GB/s relativ langsam. Der interne Speicher macht bei der Schreibgeschwindigkeit eine ähnlich schlechte Figur und die 37 MB/s sind selbst für diese Preiskategorie schlecht. Die Lesegeschwindigkeit ist mit 146 MB/s dafür ok.

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Leistungstechnisch reißt das Elephone natürlich keine Bäume aus. Die 28750 Punkte im Antutu Benchmark bereiten einen schon darauf vor, dass das Handy nur die Grundfunktionen sicher leisten kann. Spiele gehen nur beschränkt, schon bei Games mit mittleren Ansprüchen sind deutliche Ruckler zu spüren. Auch das Öffnen aufwändigerer Apps dauert gefühlte Ewigkeiten. Wenngleich 2GB RAM für Multitasking ausreichend sind, so beschränkt die Leistung von Speicher und CPU diese Fähigkeit.

Android 6 System

Auf dem Elephone kommt ein reines Android 6 zum Einsatz. Das System ist einfach gestaltet, verfügt aber auch über die Sonderfunktionen 3-Finger-Screenshot und Gestensteuerung. Die Gestensteuerung wird scheinbar über den Nährungssensor gesteuert und funktioniert halbwegs gut. Das „Winken“ durch die Galerie geht nur in eine Richtung und funktioniert auch nur, wenn die Hand sehr dicht am Smartphone ist. Die Sondertaste lässt sich für Aktionen bei eingeschaltetem, sowie bei ausgeschaltetem Display konfigurieren. Bei eingeschaltetem Bildschirm kann man entweder per Button die Soundprofile wechseln, den Zwischenspeicher leeren, den Bildschirm anschalten oder eine beliebige App starten lassen. Die Snapshot-Funktion bei ausgeschaltetem Bildschirm lässt sich nicht nutzen und ist meiner Meinung auch nicht sinnvoll.

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Das System ist frei von Schadsoftware und außer einer Feedback-App ist nichts vorinstalliert. Die Navigation verläuft flüssig, Apps brauchen leistungsbedingt allerdings etwas länger zum Öffnen.

Kamera

Die Hauptkamera mit einem 8 MP Chip aus dem Hause Samsung löst mit interpolierten 13 MP auf. Unterstützt wird diese durch einen einfachen LED-Blitz. Die Bilder werden farbecht aufgenommen. Dafür mangelt es aber an Details. Das Rauschen ist enorm stark und die Bilder werden grobkörnig. Auch bei Nahaufnahmen hört das nicht auf, wenngleich es dort nicht so krass ist. Die Auslösezeit ist ok und der Fokus meistens auch. Allerdings gönnt sich der Fokus ab und zu mal mehr als nur einen Moment zum Scharfstellen.

Die Frontkamera löst mit 5 MP auf. Die Farben sind nicht kräftig und es driftet alles ins Gelbe ab. Noch dazu sind die Bilder nicht wirklich scharf, da es zu massiven Artekfaktbildungen kommt. Ich würde sie nicht mal zum gelegentlichen Selfie-schießen empfehlen.

Konnektivität

Das Elephone C1X verfügt über alle für Deutschland benötigten 2G, 3G und 4G Frequenzen. So ist auch das wichtige Band 20 an Bord. Der Empfang ist eher Durchschnitt. Ich hatte zwar keine plötzlichen Verbindungsabbrüche, aber trotz vollem Empfang und 3G wollte sich manchmal keine Verbindung zum Internet aufbauen. Die Sprachqualität hingegen war gut. So habe ich jeden gut verstanden und die andere Seite hatte auch nichts zu beklagen. Im Smartphone finden eine Nano- sowie eine Micro-SIM Karte Platz. Wer eine MicroSD-Karte nutzen möchte, muss auf die Dual-SIM Funktion verzichten.

Screenshot 20170426 085038 169x300Das GPS verrichtet einen guten Job. Der Fix dauerte zwar manchmal einige Augenblicke, auf der Teststrecke kam es allerdings nie zu Fehllokalisierungen. Neben WLAN b/g/n verfügt das C1X auch über Bluetooth 4.0. Hier gibt es nichts zu beanstanden. Der WLAN Empfang war leider nur ok, denn selbst wenn ich direkt neben dem Router Stand, zeigte mir das Elephone oft nur 3 Balken an. Bei der Daten-Übertragung via Bluetooth sowie auch bei der Verbindung zu meiner Freisprecheinrichtung bereitete das Smartphone keine Probleme.

 

Bei den Sensoren zeigt sich das Handy leider sehr sparsam. So sind neben dem Fingerabdrucksensor nur die 3 Standardsensoren Annährungs-, Licht- und Beschleunigungssensor verbaut. Wenn der Fingerabdrucksensor mal funktionert, erkennt er den Finger mit einer Quote von 90%. Allerdings hat er im Testzeitraum zwei mal die Kalibrierung verloren, sodass der Sensor nicht einmal merkte, dass überhaupt ein Finger aufgelegt wurde. Führt man in den Einstellungen eine erneute Kalibrierung durch, funktioniert er wieder tadellos. Der Sensor ist zwar nicht der schnellste, entsperrte dafür aber recht zuverlässig.

Akkulaufzeit

Screenshot 20170413 204904 169x300Das Elephone hat einen verfügt über einen 2500 mAh Akku, mit dem das Handy, dank des sparsamen Prozessors, gut über den Tag kommt. Bei reiner Casual-Nutzung schaffte ich auch mal 2 Tage. Spielt man aber zwischendurch auch mal ein Spiel, purzeln die Prozente rasant. Im PCMark schafft das C1X einen für diese Akkugröße normalen Wert von 5 Stunden und 28 Minuten. Leider dauert das Aufladen wegen der fehlenden QuickCharge Funktion fast 3 Stunden.

Fazit und Alternative

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Mathias:
Fazit und Alternative

Das C1X ist ein typisches Budget Smartphone. Die Leistung ist für die Grundfunktionen ausreichend und Dank des sparsamen Prozessors hält auch der nicht allzu große Akku den Tag durch. Der Fingerabdrucksensor ist auch in dieser Preiskategorie inzwischen keine Besonderheit mehr. So kann sich das C1X außer durch den Sonderbutton nicht von der Konkurrenz abehben. Alternativen wären Vernee Thor, Umi Diamond, Oukitel U20 Plus,Cubot Manito oder Blubbo Edge. Verglichen mit diesen, kann man sich auch für das Elephone entscheiden.

60% Durchschnitt
  • Verarbeitung und Design 70 %
  • Display 70 %
  • Betriebssystem und Performance 50 %
  • Kamera 50 %
  • Konnektivität und Kommunikation 60 %
  • Akkulaufzeit 60 %

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Gast
Marcus

Wenn ich mir das Xiaomi Note 4X bei banggood.com für 148 Euro inkl. 7 Euro Versandkosten (Priority Direct Mail) kaufe, zahle ich ja keinen Zoll, weil die Gesamtkosten über 150 Euro sind und bei Priority der Versender die Zollkosten übernimmt, aber wie sieht es mit der Einfuhrumsatzsteuer aus? Bei Priority Direct Mail zahlt man ja generell keine Zollkosten (auch bei unter 150 Euro), gilt das auch für die Einfuhrumsatzsteuer? Und kann ich bei diesem Gerät meine SD-Karte umformatieren, dass sie zum internen Speicher zählt? Ging ja bei den Android Geräten, die Android 6.0 Marshmallow hatten.

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