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Geekom Mini Fun 11 im Test

Getestet von Erik am
Vorteile
  • echter Mini-Gaming-PC für aktuelle Titel
  • Platz für aktuelle High-End-Grafikkarten
  • klasse Erweiterbarkeit: 2 m.2 SSDs + SATA
  • viele und schnelle Anschlüsse
  • im Angebot fairer Preis für die Größe
Nachteile
  • UVP ist zu hoch
  • keine modernen Komponenten
  • vordere USB-C ohne Funktion
  • Windows Neuinstallation war notwendig bei uns
  • Achtung bei der GPU-Auswahl
  • PCIe-Stecker müssen umgelegt werden
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Premiere unter den von uns getesteten Mini-PCs: Der Geekom Mini Fun 11 eignet sich nicht nur zum Spielen, sondern ist speziell dafür konzipiert. Dies wird ermöglicht durch den optionalen Einbau einer (Deskop-) Grafikkarte. Geekom setzt auf einen schnellen Intel Core i9-11900KB Prozessor, kombiniert diesen mit 32GB Arbeitsspeicher und einer 1TB SSD und packt die Komponenten in ein luftgekühltes Gehäuse. Allerdings ist der Geekom Mini Fun 11 nicht mehr wirklich „mini“.

Der Gaming-PC ist für 900€ direkt beim Hersteller erhältlich, war aber schon für 600€ im Angebot. Seitdem Intel das Geschäft mit NUC Gaming-PCs an Asus abgegeben hat, ist der (Nischen-) Markt noch kleiner geworden und die kleinen Mini-Gaming-PCs ziemlich teuer. Das Modell von Geekom könnte sich auf dem überhitzten Markt als Preis-Leistungs-Alternative im Praxistest hervortun. Allerdings bringt auch Geekom aktuell unfassbar viele Modelle ohne Sinn und Verstand auf den Markt. Wie sich der Geekom Mini Fun 11 im Test geschlagen hat, erfahrt ihr jetzt! 

Hardware: Geekom Mini Fun 11 vs. Mini Fun 9

Geekom Mini Fun 9

Geekom Mini Fun 11

Prozessor: Intel Core i9-9980HK der 9. Generation Intel Core i9-11900KB der 11. Generation
Jahr / Fertigungsverfahren: 2019 – 14 Nanometer 2021 – 10 Nanometer
Kerne: 8 Kerne, 16 Threads @ 2,4 GHz – 5,0 GHz 8 Kerne, 16 Threads, @ 3,30 GHz – 4,90 GHz
Integrierte GPU: Intel UHD Graphics 630 @ 350 – 1250 MHz Intel UHD Graphics Xe 32EUs @ 350 – 1450 MHz
TDP / Stromaufnahme: 45 Watt 65 Watt
Vergleichbar mit Desktop-CPU: Intel i5-10600K

AMD Ryzen 5 5600G

Intel i5-11600K

AMD Ryzen 7 5700X

Noch nicht ganz so lange auf dem Markt ist der Geekom Mini Fun 11. Etwas länger erhältlich und dementsprechend mit einem älteren und schwächeren Prozessor ausgestattet, ist der Geekom Mini Fun 9 mit Intel Core i9-9980HK der 9. Generation. Sie unterscheiden sich im Wesentlichen durch den Prozessor bzw. das Intel NUC Element. Dadurch bietet der Mini Fun 11 auch modernere Anschlüsse (Thunderbolt 4 statt 3). Normalerweise liegt der Unterschied bei 200€ bzw. 100€ im Sale. Wir empfehlen allein aufgrund des moderneren Prozessors den Geekom Mini Fun 11.

Geekom Mini Fun 11 Test Design Groesse

deutlich kleiner als ein normaler ATX-Tower

Den Geekom Mini Fun 11 könnte man sich so auch selbst bauen. Folgende Komponenten kommen zum Einsatz, die an sich frei erhältlich sind:

  • Mainboard / Prozessor: Intel Extreme Compute Element BNUC11DBBI90000
  • SSD: Lexar 620 1TB
  • Arbeitsspeicher: 2x 16GB DDR4-3200 SODIMM
  • Gehäuse: Cougar NUC 110
  • Lüfter: 2x Cougar TC1225
  • Netzteil: SFX-500

Alternativ wagt man sich an einen Gaming-PC Marke Eigenbau im Mini-ITX Format: Der wird dann abermals ein Stück größer, aber ist unter 700€ realisierbar (ohne dedizierte GPU) und dank Desktop-Prozessor noch einmal leistungsstärker sowie leichter aufzurüsten.

Design & Verarbeitung

Als Mini-PC geht der Geekom Mini Fun 11 zwar nicht mehr durch, aber er findet leichter seinen Platz als ein großer Tower-PC. Unter dem Schreibtisch reicht z.B. ein Schränkchen oder der Gaming-PC wandert ins Wohnzimmer: Dort passt er leicht in TV-Möbel, nur sollte die Belüftung ausreichend sein.

Das Modell von Geekom befindet sich im Gehäuse des Cougar NUC 110 und ist nur auf der Vorderseite mit dem Schriftzug GEEKOM gekennzeichnet. Das Gehäuse besteht größtenteils aus Metall. Kunststoff ist kaum vorhanden und das Seitenfenster besteht teilweise aus Glas.

Die Abmessungen betragen 38,6 x 15,3 x 21,9 Zentimeter und das Gewicht liegt bei stolzen 6,5 Kilogramm. Hinzu kommt die dedizierte Grafikkarte mit etwa 500 bis 900 Gramm. Da die GPU vertikal eingebaut ist, wird für den Transport kein zusätzlicher Grafikkartenhalter benötigt.

Das Sichtfenster, der LED-Streifen auf der Vorderseite, der beleuchtete Powerbutton und die beiden beleuchteten Lüfter sorgen für Gaming-Atmosphäre. Mit einem Knopf an der Seite lässt sich die Beleuchtung ein- und ausschalten. Die Verarbeitung ist gut: Es gibt keine scharfen Kanten und die zusätzlichen Kabel lassen sich leicht anschließen. Abzüge gibt es allerdings für das Kabelmanagement. Allein das Netzkabel hängt lose herum. Ich habe es oben an den Lüftern entlang geführt, damit es nicht in den Bildschirm hängt. Das PCIe Stromkabel für die Grafikkarte bleibt aber auf jeden Fall sichtbar. Einige Anschlüsse im Inneren sind zusätzlich verklebt.

Lieferumfang & Demontage des Geekom Mini Fun 11

Geekom Mini Fun 11 Test Lieferumfang

Lieferumfang: Stromkabel, WLAN-Antennen, Inbusschlüssel, Ersatzschrauben

Der Geekom Mini Fun 11 kommt lediglich mit einem Stromkabel mit Kaltgerätestecker, einer viel zu knappen Kurzanleitung, einem Inbusschlüssel und ein paar Ersatzschrauben.

Für die Demontage hätte ich mir eine ausführliche Anleitung gewünscht. Einmal gemacht, geht es aber leicht: Die Seitenpaneele sind lediglich geklipst und können behutsam abgenommen werden. Ich habe eine alte Plastik-Scheckkarte zu Hilfe genommen. Im Video seht ihr die Demontage.

Der Inbusschlüssel wird nur zum Entfernen der Vorder- und Rückseite benötigt, was für den Einbau einer Grafikkarte nicht notwendig ist. Lediglich die Slotblenden (drei Stück) lassen sich leichter entfernen, wenn die Rückseite abgenommen ist. Hierfür benötigt man einen Kreuzschlitzschraubendreher.

Upgrade & Erweiterbarkeit

Da sich der Geekom Mini Fun 11 einfach aus Komponenten zusammensetzt, kann auch alles ausgetauscht werden. An sich ist es möglich, das „NUC Element“ bzw. „Extreme Compute Element“ komplett zu ersetzen. Günstig ist dies allerdings nicht: Das verbaute mit Intel i9-11900KB kostet etwa 600€ online (ohne Speicher wohlgemerkt!).

Geekom Mini Fun Speicher

Wer den Arbeitsspeicher tauschen oder ein / zwei M.2 SSDs nachrüsten möchte, muss das komplette Intel NUC Modul aus dem Geekom Mini Fun 11 ausbauen, was aufwendig und aufgrund des kleinen Gehäuses etwas fummelig ist. Verbaut sind zwei DDR4-3200 SODIMM Riegel mit 16GB – also 32GB insgesamt. Möglich wären maximal 64GB.

Speichermangel braucht man beim Geekom Mini Fun 11 definitiv nicht zu fürchten. Windows 11 ist auf der 1 Terabyte PCIe Gen4*4 SSD installiert. Dabei handelt es sich um eine Lexar SSD NM620. Zusätzlich können gleich zwei M.2 2280 PCIe Gen3*4 mit je bis zu 2TB eingebaut werden.

Eine herkömmliche SATA-Festplatte kann auch eingebaut werden. Hier fehlt eine feste Unterbringung im Gehäuse (oder ich habe sie nicht gefunden?). Eine 2,5“ SSD / HDD passt zumindest unter das Netzteil, wo auch der SATA-Anschluss und das Kabel zur Stromversorgung liegen. Mit einem Kabelbinder ist die Festplatte dann sicher befestigt.

Netzteil: Das verbaute „SFX-500“ Netzteil liefert 500 Watt. Die Abmessungen betragen 13 x 12 x 7,5cm.

Das klingt für einen Mini-PC überdimensioniert, aber es muss ja auch eine leistungsfähige Desktop-Grafikkarte versorgt werden. Rechnen wir mit 65 Watt (TDP) für den Prozessor, einem gesunden Puffer von 40 bis 60 Watt für den Rest (Mainboard, Speicher, Lüfter), bleiben gut 250 Watt für die Grafikkarte, wobei Spannungsspitzen schon eingerechnet sind. Natürlich sollte man das nicht übertreiben. Angesichts dessen scheinen die effizienteren Nvidia RTX GPUs die bessere Wahl zu sein. Laut Foreneinträgen ist eine Nvidia RTX 4070 (Super) mit 225 Watt Leistungsaufnahme das (gesunde) Maximum.

Wer eher an einen AMD RX 7900 mit ca. 320 Watt gedacht hat, wo der Prozessor langsam zum Flaschenhals wird, sollte das Netzteil austauschen. Dazu benötigt man ein Netzteil im SFX Formfaktor: z.B. 750 Watt kosten ca. 150€.

Anschlüsse & Konnektivität

Geekom Mini Fun 11 Test Ports 2

volle Anschlussvielfalt hinten

Geekom Mini Fun 11 Test Ports 1

vorn kaum der Rede wert

Durch die Größe des Gehäuses finden sich hinten zahlreiche Anschlüsse. Für den Anschluss eines Displays hat man von Haus aus nur einen HDMI 2.0b Port und die beiden Thunderbolt 4 Ports – also theoretisch drei Displays mit 4K / 60 Hertz. Aber im Geekom Mini Fun 11 wird voraussichtlich eine extra Grafikkarte ihren Platz finden und dann noch mal einige HDMI / DisplayPort Ausgänge beisteuern.

Vorne rechts am Geekom Mini Fun 11 steht lediglich einmal USB-C bereit. Intern ist der Anschluss als “USB 3.1” gekennzeichnet und ein dickes Kabel führt auch zum Mainboard, nur bleibt er funktionslos bis auf Strom (5 Watt). Dazu ist hier noch ein vermeintlicher Kopfhöreranschluss, verschlossen mit einem Blindstopfen, der allerdings keine Kopfhörer / Lautsprecher erkennt. Hinten bietet der Gaming-PC dafür die volle Anschlussvielfalt: 2x USB-C mit Thunderbolt 4 (Videoausgang 4K / 60 Hz, Datenübertragung bis zu 40 GBit/s, Stromversorgung mit 15 Watt) und 6x USB-A 3.1 mit 10 GBit/s Übertragungsrate.

Das integrierte Intel WiFi 6E AX210 Modul konnte meine 250.000 DSL-Leitung voll ausreizen und der Ping ist für Gaming einwandfrei. Die 11. Generation des Intel Prozessor bietet noch keinen 10GBit LAN-Port, aber 2,5 GBit wird im privaten Anwendungsbereich völlig ausreichen. Für die kabellose Verbindung anderer Geräte wird Bluetooth 5.2 genutzt, was im Test mit Headsets problemlos funktionierte.

Leistung des Geekom Mini Fun 11

Geekom Mini Fun 11 Test Screenshot SSD

interne NVMe SSD Benchmark

Der Prozessor der 11. Generation von Intel ist schon drei Jahre alt (2021) und unterstützt nur DDR4-RAM. Ein Intel NUC Element mit CPU der 12. Generation stünde zur Verfügung, aber dies wird bei Geekom eine Kostenfrage gewesen sein. Herzstück des Systems ist der Intel Core i9-11900KB. Der Prozessor der Tiger-Lake Generation wird noch im 10nm SuperFin Verfahren produziert. Die CPU setzt auf 8 Kerne mit 16 Threads und 24MB Cache und taktet zwischen 3,3 – 4,9 GHz.

SSD Benchmark (read) Einheit: MB/s
SSD Benchmark (write) Einheit: MB/s

Die verbaute Lexar NM620 SSD ist per PCIe Gen4*4 angebunden, aber bleibt etwas hinter den Erwartungen zurück. Mit 3,4 GBit/s beim Lesen und 2,9 GBit/s beim Schreiben wird sie aber nie der Flaschenhals im System sein.

Geekom Mini Fun 11 Test Screenshot CinebenchDie maximale Leistungsaufnahme wird mit 65 Watt TDP angegeben. Gut, dass Geekom den Prozessor durch die TDP limitiert. Bei der maximalen Leistungsaufnahme würde die Kühlung nicht hinterherkommen. Auch so wird der Maximaltakt von 4,9 GHz im Benchmark nicht lange aufrechterhalten, da das System einfach zu heiß wird. Im 3D Mark Time Spy Benchmark wird das Maximum von 100° Celsius Prozessortemperatur erreicht.

Als GPU ist die Intel UHD Graphics Xe 32EUs mit einer Taktrate von 350 – 1450 MHz im Intel i9 integriert. Die GPU reicht für die meisten Anwendungen auch vollkommen aus und selbst bei Photoshop bräuchte ich nicht zwingend eine dedizierte Grafikkarte. Generell war die Rechenleistung des Geekom Mini Fun 11 im Arbeits-Alltag tadellos.

Geekom Mini Fun 11 Test Screenshot Time Spy

Der Benchmarkvergleich mit dem kürzlich-getesteten Geekom XT12 Pro mit Intel Core i9-12900H zeigt den kleinen Fortschritt bei der Prozessor-Leistung, aber die integrierte Intel GPU hat ordentlich zugelegt.

Geekbench Single
Geekbench Multi
3DMark Timespy

Grafikkarte

Der Spaß kommt erst auf, wenn man eine Grafikkarte in den Geekom Mini Fun 11 einbaut. Nach oben hin sind vom Hersteller eigentlich fast keine Grenzen gesetzt: 321mm darf sie lang sein und etwa 250W Maximalleistung ziehen (mit Puffer einberechnet).

Eine GPU mit besonders großem Kühlkörper sollte man nicht einbauen. Nvidia hat passend hierzu erst kürzlich Richtlinien festgelegt, was noch als Small-Form-Factor Grafikkarte gilt, die in Mini-PCs passen. Abgesehen der Länge, ergaben sich noch drei Probleme im Praxistest: Höhe, Stromanschluss, Slotblende.

Meine uralte Asus R9 280X mit den Maßen 29 x 16 cm im Dual-Slot-Design passt nicht, weil sie wegen der oben liegenden Heatpipe zu hoch ist. Generell sind 29cm Länge schon das Maximum, was man noch in das Gehäuse manövrieren kann. Meine Palit GTX1080 mit 285 x 150 x 58mm mit Triple Slot passte gerade noch so rein. Zusätzlich war noch die Slotblende der GPU im Weg, sodass diese nicht in den PCIe 4.0 Slot rutschen wollte. Also musste auch dieses Teil etwas “bearbeitet” werden. Damit wurde dann ein 3D Mark Time Spy Score von 7500 Punkten erreicht.

Zu guter Letzt wären die PCIe-Stecker zur Stromversorgung noch das Problem gewesen. Die meisten Grafikkarten haben ihren Stromanschluss oben, nur ragt dabei das Stromkabel stets in den Gehäuselüfter hinein. Man braucht auf jeden Fall einen “PCIe 180 Grad Adapter” (hier bei Amazon), um das Stromkabel nach unten zu führen. An das Problem hätte Geekom denken und direkt eine Lösung mitliefern sollen.

Der Geekom Mini Fun 11 stellt 3 Stecker mit je 8 Pins (davon 2 mit 6+2 Pins für ältere GPUs) bereit. Davon gehen zwei Kabel aus dem Netzteil aus, also zwei Lanes, die man auch beide nutzen sollte. Mit dem 500 Watt Netzteil, wovon die restliche Hardware auch noch lebt (ca. 100 Watt), hat man gesunden Spielraum bis etwa 250 Watt für die Grafikkarte.

Bleibt also die Frage, welche Grafikkarte man in den Geekom Mini Fun 11 eingebaut. Eine GPU wie eine ältere Nvidia RTX2070, eine AMD Radeon RX6750, eine neue Radeon RX 7600 oder auch eine Intel ARC A580 sollte für Spiele in bis zu Full-HD Auflösung eine gute Ergänzung sein. Für WQHD braucht es schon eine aktuelle GPU über 400€. Bei grafikintensiven Games könnte man auch noch etwas mehr Geld ausgeben für die entsprechende GPU, aber hier wird der Prozessor früher oder später limitieren.


Abschließende Worte: Letztlich konnte ich aktuelle Titel doch noch in hoher Detailstufe in Full-HD auf dem Geekom Mini-Gaming-PC zocken. Aber besorgt euch direkt eine Grafikkarte, die für kleine Gaming-PCs ausgelegt ist. Eine überdimensionale High-End-GPU ist beim Geekom Mini Fun 11 den Ärger nicht wert. Besonders, wenn man in der Materie “Selbstbau-PC” weniger bewandert ist. Ach so, an einem Mini-PC zu schrauben, macht keinen Spaß 😡. Viel zu eng und unübersichtlich.

Lüftersteuerung und Hitze

Zum Vergleich: Mein selbstgebauter Tower-PC ist mit 57 Dezibel deutlich lauter im Arbeits-Betrieb. Aktuelle Mini-PCs bleiben hingegen teils komplett leise bei 0dB, haben aber teilweise einen „aufheulenden Lüfter“.

Im Gehäuse sind drei Lüfter integriert. Einer für den Prozessor im NUC Element und zwei große, die Luft nach oben aus dem Gehäuse pusten. Auch das Netzteil hat einen aktiven Lüfter. Die beiden Lüfter oben drehen permanent im Betrieb mit gleicher Geschwindigkeit. Selbst beim Benchmark (ohne dedizierte Grafikkarte) bleiben die Lüfter bei gleicher Geschwindigkeit und direkt am Geekom Mini Fun 11 konnte man nicht mehr als 50 Dezibel messen. Bedeutet: Der Luftstrom ist gut konzipiert und im normalen Windows-Betrieb (Surfen, Office) bleibt ein leises Lüftergeräusch. Man hört aber, wenn der Lüfter des NUC Elements schneller dreht. Dann sind es knapp 53 Dezibel mit hörbar mehr „Wind“.

Baut man dann eine extra Grafikkarte ein, muss schon deutlich mehr Hitze abgeführt werden, wenn die Hardware gefordert wird. Dann kommt auch die TDP-Limitierung des Intel i9 zum Tragen, damit dieser nicht zu heiß wird. Beim Gaming messen wir teils bis zu 60 Dezibel.

Windows 11 Pro

Geekom Mini Fun 11 Test Screenshot Windows 11 Pro 2

Geekom Mini Fun 11 Test Screenshot TPM

Auf dem Geekom Mini Fun 11 ist Windows 11 Pro vorinstalliert und aktiviert. Bei der Ersteinrichtung gab es allerdings ein paar Probleme! Zum einen mit dem Windows Hello Pin und zum anderen einem Bluescreen beim Installieren der Updates. Bei unserem Exemplar des Geekom Mini Fun 11 war es letztlich notwendig, Windows 11 mit einem Installationsmedium (USB-Stick) komplett neu aufzusetzen.

Ansonsten läuft Windows 11 Pro problemlos, vom Anschalten bis zum Homescreen vergehen keine 5 Sekunden und der TPM-Sichherheitschip ist aktiv. Das “Advanced BIOS – UEFI” ist sehr umfangreich, schön grafisch und die Navigation per Maus angenehm. Hier gibt es sehr viele Einstellungen, sodass Potenzial zum Übertakten besteht:

Stromverbrauch

Die Peripherie im Geekom Mini Fun 11 zieht natürlich etwas mehr Strom, als bei anderen Mini-PCs. Im Leerlauf zieht der Gaming-PC 15 Watt und bei der Wiedergabe eines YouTube-Videos sind es 40 Watt. In einem 5 Stunden Arbeitsalltag (Internet, Texte schreiben, Bildbearbeitung) waren es gar 183 Wh, also durchschnittlich 36 Watt.

Je nachdem, welche Grafikkarte man einbaut, ändert sich der Stromverbrauch. Folgende Werte kamen am Beispiel der Nvidia GTX1080 zustande: 18 Watt Idle, 43 Watt YouTube und beim Gaming waren es zwischen 200 und 350 Watt.

Testergebnis

Getestet von
Erik

Top-aktuell ist der Geekom Mini Fun 11 nicht. Der Intel Core i9-11900KB hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel, es kommt nur DDR4-Arbeitsspeicher zum Einsatz und die interne SSD gehört nicht zu den Schnellsten. Dazu wird der verbaute Intel i9 Prozessor von anderen günstigeren Mini-PCs, die wir im Test hatten, abgehängt. Letztendlich braucht es nur noch eine leistungsstarke Grafikkarte und schon hat man einen potenten Gaming-PC, der aktuelle Spiele stemmt. Das schafft sonst keiner der Mini-PCs im Praxistest. Lediglich der Minisforum HX77G, mit einer AMD RX 6600M Laptop-GPU, geht in diese Richtung.

Unter den fertig-gebauten Modellen auf dem Markt ist der Geekom Mini Fun 11 eine Preis-Leistungs-Empfehlung. Zumindest, wer es auf so einen kompakten Gaming-Rechner abgesehen hat. Wir rechnen mit dem Angebotspreis von 600€. 900€ sollte man definitiv nicht ausgeben.

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Vicky
Gast
Vicky (@guest_108839)
1 Monat her

Leider ist beim Tausch des Netzteil darauf zu achten das der Motherboard Stecker offensichtlich ein seltenes Format ist. Hab mehre Netzteile ohne erfolg zurückgeben

Vicky
Gast
Vicky (@guest_108841)
1 Monat her
Antwort an  Erik

Er ist 10 polig, Geekom hatte mir ein Lenovo Netzteil empfohlen, bzw. ein Lenovo Adapter wie er auf ebay vielfach angeboten wird, dieser ist aber 9 polig, also eine Leer Buchse, damit macht der PC keine Anstalten zu starten, hab da schon einiges ausprobiert, da das Netzteil mit meiner Nvidia 3060TI überfordert ist, habe ich per MSI Afterburner die Max TDP auf 160 Watt gestellt, da er bei den 220 Watt sofort ausgeht. Besonders Fragil sind ebenfalls die erwähnten verklebten Lüfterkabel, wenn diese nicht genau Verbindung haben weiß die Software nicht wie sie die Drehzahl der Lüfter steuert. Dennoch um… Weiterlesen »

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