Gopro Karma

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In den letzten zwei Jahren beklagte sich Gopro immer wieder über sinkende Geschäftszahlen. Die Konkurrenz auf dem Actioncam Markt nahm stark zu und stahl somit dem kalifornischen Unternehmen vor allem in den unteren Preisklassen die Kundschaft. Manch einer spekulierte sogar über einen baldigen Bankrott des Marktführers. Nun hat Gopro am 26.9.2016 die neue Produktlinie der Hero 5 Kameras vorgestellt. Mit intelligenter Technik wie der Sprachsteuerung und dem Touchscreen-Display wird die Benutzerfreundlichkeit um einige Grad gesteigert. Auch die vormals etwas schwache App für das Smartphone wurde neu überarbeitet. Doch das Hauptaugenmerk lag diesmal auf der Gopro Karma. Mit den euphorischen Worten des CEO Nick Woodman „Karma is so much more than just a drone!“ wurde der Quadrokopter auf dem Launchevent präsentiert. Doch warum ist die Drohne nicht nur eine Drohne? Und was macht die Karma aus?

gopro-karma

Schon auf den ersten Blick fallen die klappbaren Arme auf. Wer also unterwegs Luftaufnahmen machen will, der muss keinen überdimensionalen Koffer mehr mitnehmen, sondern kann den Kopter einfach in jeden Rucksack stecken. Hier hat Gopro gut konstruiert, denn ihre Kunden sind vor allem auf kompaktes Equipment, das bei den verschiedensten Aktivitäten kein Hindernis darstellt, fokussiert. Schraubt man zusätzlich auch noch die Rotoren ab, kann man nochmals Platz sparen. Außerdem gibt es einen speziellen Rucksack zu erwerben in dem die Gopro Karma perfekt eingepasst geschützt transportiert werden kann. Die Fernsteuerung ist dagegen allerdings doch relativ groß geworden und ähnelt fast einer kleinen Spielekonsole. Doch dafür ist hier ein großes Touchscreen-Display verbaut worden. Hier werden neben einem Live View der Kamera an der Drohne auch wichtige Informationen zu Akkustand und Signalstärke angezeigt. Per Fingerdruck können dann über den Bildschirm verschiedene Flugmodi gewählt werden. Diese sind zwar nicht besonders vielseitig, sollten jedoch ausreichen. Die „Cable Cam“ lässt die Gopro Karma zwischen zwei festgelegten Punkten hin und her fliegen. So kann man beispielsweise einen Sprung auf der Schanze seitlich aus der Luft verfolgen, womit unterem auch Red Bull tolle Videos geschossen hat. Der zweite Modus ist der sogenannte „Point of Interest“, hierbei umkreist der Quadrokopter einen festgelegten Punkt bzw. eine Sehenswürdigkeit. Diese Einstellung wird oftmals genutzt, wenn der Kletterer den Gipfel erreicht hat und er dann umflogen wird. Die Funktion die jedoch am meisten Aha-Effekt mit sich bringt ist die Möglichkeit den Live View zu sharen. So können Freunde die ebenfalls die Gopro App auf ihrem Smartphone installiert haben, das Bild der Kamera mitverfolgen. Das ist ein neues Feature, das selbst uns überrascht hat. Denn wer schon einmal einen Quadrokopter geflogen ist, der weiß, dass wie aus dem Nichts Zuschauer auftauchen, die unbedingt mit auf den Bildschirm schauen wollen.

karmacontroller

Beim Thema Kamera setzt Gopro natürlich auf die hauseigenen Kameras. So ist die Karma mit der Hero 4 und 5, sowie mit der Hero Session kompatibel. Diese bieten 4k Aufnahmen mit 35fps und 1080p Videos mit einer Framerate von bis zu 120 Bildern pro Sekunde. Schnelle Actionvideos sind also kein Problem. Die Kamera kann auch über verschiedene Knöpfe an der Fernbedienung gesteuert werden. Zudem kann man die Kontrolle über die Kamera auch an einen Freund mit verbundener Gopro App abgeben und sich somit voll und ganz auf das Fliegen konzentrieren, während der Partner den Bildausschnitt steuert. Stabilisiert wird das Ganze mithilfe eines 3-Achs Gimbals. Hier wurde ebenfalls eine weitere Neuheit verbaut: Das Gimbal kann man von der Drohne trennen und dann zusammen mit dem mitgelieferten Gopro Grip auch als Handgimbal einsetzen.

gopro-grip

Kurz nachdem der große Konkurrent DJI seine Mavic vorgestellt hat, wurde die Gopro Karma bereits für überholt erklärt. Fehlende Hindernisvermeidung und kein Follow-Me Modus waren die großen Kritikpunkte. Doch für uns sind die beiden Quadrokopter nur schwer zu vergleichen, da sie unterschiedliche Kunden ansprechen sollen.

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3 Kommentare zu "Gopro Karma"

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Lysander
Gast
Lysander

Warum genau kommt ein Bericht zur Gopro Karma als US-amerikanisches Unternehmen auf diese Seite, und es wird nur in zwei Sätzen die DJI Mavic erwähnt, die aus China kommt?
Wieso sollten unterschiedliche Kunden bei den Drohnen angesprochen werden? Vor allem, da die Mavic ein Killer für die Gopro-Drohne ist: Sie ist kleiner und somit wesentlich mehr auch für Actionsportler oder sonst wen geeignet der die Drohne schnell zur Hand haben will, hat mehr Funktionen und beeinhaltet die gesamte Erfahrung des Marktführers für Drohnen. Sie ist sogar so klein, dass man sie zusammengeklappt als Handgimbal benutzen könnte. Der einzige Nachteil ist also, dass man die Kamera nicht auf den Helm packen kann statt an die Drohne.
Für mich wirkt das wie ein eingekaufter Artikel von Gopro, ansonsten sehe ich keinen Bezug zum China-Fokus dieser Seite?

Joscha Becking
Editor

Vielleicht beschwichtigt dich unser neuer Bericht zur DJI Mavic: https://www.chinahandys.net/dji-mavic/

Lysander
Gast
Lysander

Danke! Kritik schnell angenommen und einen Beitrag erstellt, das sieht man gerne. Auch wenn ich immer noch nicht so ganz verstehe wieso über das US-amerikanische Unternehmen Gopro berichtet wird, aber das sind redaktionelle Entscheidungen. 😉

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