Homtom schlägt mal wieder zu und wirbt mit einem neuen Star im niedrigen Preissegment. Das S99 soll es richten. Man sollte der Benennung nicht zu viel Beachtung schenken. Die Zahlen hinter dem S scheinen willkürlich gewählt zu sein. Vielleicht meinte jemand in Shenzhen, dass 99 cool klingt. Wie dem auch sei, Homtom wirbt beim S99 mit einem großen Akku, einer Dual-Kamera (natürlich Fake) und ordentlichen Software Features wie Face Unlock. Ob es Homtom mit dem S99 schafft, nach einigen Nieten mal wieder zu begeistern, erfahrt ihr im Test.

Design, Verarbeitung und Lieferumfang

HomTom S99 review 4

Das S99 ist in der Erscheinung recht unspektakulär. An der Front befindet sich jedoch, neben dem 5,5 Display, im oberen Bereich eine Benachrichtigungs-LED, welche rot, blau und grün leuchten kann. Ein guter Anfang. In der Mitte befindet sich natürlich die Ohrmuschel. Auch vorhanden ist eine Selfie Kamera. Ein Näherungs- und einem Lichtsensor gibt es ebenfalls.

Schon etwas spannender ist die Hülle. Zwar besteht diese nur aus Kunststoff, ist an der Rückseite jedoch in einem Homtom-typischen Muster, bestehend aus Sechsecken, gehalten. Es gibt keinen eigenen Rahmen. Alles besteht aus einem großen Stück. Das Homtom S99 kommt somit ohne Metallrahmen aus. Etwas schade, denn die Verwendung eines solchen war bereits in noch niedrigeren Preissegmenten angekommen. An der linken Seite kann man nur das SIM-Karten-Tray finden. Dies unterstützt die Nutzung zweier Nano-SIM-Karten oder einer microSD-Karte und einerHomTom S99 review 9 Nano-SIM-Karte. Rechts befinden sich somit die Lautstärke-Wippe und der Power-Button. An den Seiten ist der Kunststoff außerdem geriffelt, um einen besseren Halt zu bieten. An der oberen Kante befindet sich ein guter alter 3,5 mm Klinkenanschluss. Die untere Kante beherbergt einen mittlerweile alternder Micro-USB-Anschluss, für das Preissegment geht dieser aber noch OK. Daneben das Mikrofon. Auf der Rückseite ist im unteren Bereich der Lautsprecherausgang, in einem netten Muster angesiedelt. Natürlich ist das Homtom Logo auch mit von der Partie. In der oberen Hälfte erhält man mit dem S99 eine vertikal ausgerichtete Dual-Kamera. Wie in der Einleitung angeschnitten, funktioniert hier nur der obere der beiden Sensoren. Der untere ist ein Fake. Die Diskussion hierzu erübrigt sich, denke ich. Unterstützt wird die Kamera von einem doppelten aber nicht zweifarbigen LED-Blitz. Direkt darunter findet noch ein Fingerabdrucksensor seinen Platz. Dieser zeigt ein etwas gemischtes Bild. Tatsächlich erfolgt die Entsperrung, wenn erkannt, sehr zügig. Leider ist die Erkennungsquote nicht die allerbeste. Gerade in etwas stressigeren Situationen neigt man dazu, den Finger nicht perfekt aufzulegen, hier hat der Sensor anscheinend wenig Spielraum bei der Erkennung und schon leichte Verunreinigungen, z. B. durch schwitzige Hände, verhindern die Entsperrung.

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Grundsätzlich ist das S99 gut verarbeitet. Dabei misst es 151 mm in der Länge, 70 mm in der Breite und die Dicke schlägt mit 12 mm zu Buche. Das Tragegefühl des 210 Gramm schweren Smartphones war in Ordnung, das Gewicht aber deutlich spürbar. Durch die etwas kleineren Maße lag es dennoch gut in der Hand. Die Tasten sitzen ordentlich an ihren Plätzen und dadurch, dass die Rückseite aus einem großen Stück gefertigt wird, gibt es auch keine zusätzlichen Übergänge oder Spaltmaße. Etwas unangenehm aufgefallen ist jedoch ein gelegentliches Knarzen, wenn man in den Mittelpunkt der Rückseite drückt. Es scheint ein wenig Spiel zwischen dem darunterliegenden Akku und der Abdeckung zu geben, wodurch bei Druck ein Geräusch entsteht. Etwas schade bei einem ansonsten guten Design.

Homtom S99 Specs

Lieferumfang des HomTom S99

Das S99 kommt in einer recht schmucklosen weißen Schachtel. Das Handy ist in Schaumstoff eingebettet. Daneben sind folgende Inhalte enthalten:
• Schutzfolie
• Gummihülle (Bumper)
• User Guide (englisch)
OTG-Kabel
• Micro-USB auf USB-A Ladekabel
• Netzteil (EU, 2A)
• SIM Nadel

Display

HomTom S99 review 1

Das 5,5 Zoll IPS Display kommt mit einer Auflösung von HD, also 720p daher. Dies entspricht einer Pixeldichte von 292 Pixel pro Zoll. Theoretisch wäre es also, möglich Pixel mit dem Auge zu erkennen, praktisch aber nicht. Der Wert liegt jedoch schon nah an der Grenze von 300ppi, ab der dies nicht mehr möglich ist (zumindest wenn man Apple glauben schenkt). Bei den Displayrändern kann man ordentliche Werte verzeichnen. Nach oben sind es 12 mm, zu den Seiten jeweils 4 mm und nach unten hat man 13 mm Platz gelassen. Da Hardwaretasten für die Navigation entfallen, muss man mit mittlerweile recht verbreiteten On-Screen-Buttons Vorlieb nehmen. Daraus resultiert eine screen to body ratio von ca. 74 % laut Hersteller. Das Display selber hat einen leichten Blaustich, der aber noch im Rahmen ist. Leider gibt es keine Möglichkeit, die Temperatur  zu justieren. Gut fällt definitiv der Schwarzwert aus, was man von der Helligkeit nicht unbedingt sagen kann. In der niedrigsten Einstellung war es mir oft noch zu hell, gerade in dunklen Räumen oder bei Nacht, bei direkter Sonneneinstrahlung hatte man jedoch seine Mühe, noch vom Display ablesen zu können. Die Blickwinkelstabilität weiß hingegen zu gefallen. Die Farbabweichung bei Neigung war sehr gering und auch bei sehr steilen Winkeln ließ sich der Inhalt noch gut ablesen oder erkennen. Ein geringer Helligkeitsverlust bei Neigung tritt zwar sehr früh ein, steigert sich dann aber nicht weiter.

Der Touchscreen erkennt 5 Finger gleichzeitig. Die Genauigkeit der Eingaben war gut, ebenso ging die Reaktionszeit in Ordnung. Für die Preisklasse ist das Display ordentlich ausgelegt.
Etwas meckern könnte man noch bei den Farben. Diese sind nicht besonders kräftig. Gerade im Vergleich mit der Konkurrenz in Form eines Meizu M6T fällt das Display dann doch ab.

Leistung

Ohne Frage sind auch Mitte 2018 die Smartphones im Low Budget Bereich keine Performance Junkies. Man nähert sich aber bei einigen Herstellern der Marke, bei der normale User durch den schwächeren Prozessor kaum noch Einschränkungen in Kauf nehmen müssen. Beim S99 setzt Homtom auf einen älteren MT6750 von Mediatek. Der Prozessor besitzt 8 Cortex-A53 Kerne. Von denen vier im Performance-Cluster auf 1,5 GHz rennen, während der Stromspar-Cluster mit 1 GHz versucht, den Energiehaushalt beisammen zu halten. Große Effizienz ist von einem Chip aus dem Jahr 2016 aber nicht mehr zu erwarten. Dieser wurde im 28 nm Verfahren hergestellt und ist schon deshalb stromhungriger als ein moderner 10 oder 14 nm Chip. Einen ähnlichen Fehler machte Doogee mit dem BL12000, der rießen Akku wird zum Teil dafür verbraucht, den stromhungrigen alten Chip zu speisen. Wie es besser geht, zeigte uns Ulefone mit dem Power 5.

Homtom S99 Geekbench GPU Homtom S99 Geekbench CPU Homtom S99 Antutu

Die Benchmark Werte des MT6750T sind einigermaßen bekannt. 51000 Punkte im Antutu 7.1 Test. Insgesamt kein schlechter Wert. Unter 100 € erreichen die meisten Smartphones nur die 40000er Marke. Jedoch gibt es Ausnahmen, die in diesem Preisbereich durch die Schallmauer brechen. Für dasselbe Geld gibt es auch ein LeEco LeRee Le 3 das ganze 94000 Punkte stemmt und das sogar noch im alten Antutu 6.

Homtom S99 3D Mark 2 Homtom S99 3D Mark 1 Homtom S99 PC Mark 1 Homtom S99 PC Mark 2

Einfache Spiele lassen sich mit dieser Leistung schon stemmen. Für aufwendigere 3D Spiele wie Asphalt 8 müssen jedoch immer noch Details heruntergeschraubt werden. Auf Mittel kann ein Game wie Asphalt 8 schon ganz passabel gespielt werden, FPS Abfälle kommen aber des Öfteren vor. Der Griff zur niedrigsten Einstellung ist also die bessere Wahl. Man merkt dem Prozessor auch an, dass er bei solchen Spielen ordentlich ackern muss, denn die Temperatur steigt fühlbar an, gerade im Sommer etwas unangenehm aber verschmerzbar. Dafür dass Spiele auf Touren kommen, sorgt eine Mali-T860 MP2 GPU mit 520 MHz. Für Multitasking stehen 4 GB LPDDR3 RAM bereit. Der schnellste ist er mit 3600 MB/s allerdings nicht. Die Ausstattung ist jedoch gut und reicht auch, um einige Apps ohne zusätzliche Ladezeit offen im Hintergrund laufen zu lassen. Platz für Apps, Videos, Musik und Fotos erhält man auch genug, denn das S99 kommt mit 64 GB (150r/117w MB/s) üppig ausgestattet an die Haustür. Wer will, kann diesen aber noch mit einer microSD-Karte um bis zu 256 GB erweitern.

Antutu Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis Geekbench Single Ergebnis

System – Android 8.0 Oreo

Das S99 wird mit der fast aktuellsten Android Version 8.0 alias Oreo ausgestattet. Mittlerweile gibt es zwar schon 8.1 und 9.0 steht vor der Tür, der Griff zum aktuellen Google-Nascherei-OS ist aber definitiv der richtige Schritt. Damit einher geht ein recht aktueller Sicherheitspatch vom Mai 2018. Soweit so gut.

Homtom typisch ist auch ein recht rohes Android ohne großartige Schmankerl installiert. Der App-Drawer lässt sich beispielsweise über den bekannten Button auf der Startseite oder durch einen Wisch nach oben öffnen. Der Button könnte somit auch entfallen und beispielsweise Platz für eine weitere App bieten. Die Navigation durchs System erfolgt via On-Screen-Buttons, deren Position sich auch tauschen und verbergen lässt. Die Bedienung geht einfach von der Hand und die Navigation durch die Menüs erfolgt recht flüssig. Einige Apps gönnen sich natürlich eine gewisse Ladezeit, Messenger öffnen sich aber z. B. fast augenblicklich.
Bei der Sicherheit wirbt Homtom mit Face Unlock und Fingerabdrucksensor. Der Sensor für den Finger ist wie beschrieben situationsabhängig gut, mit Präzisionsschwierigkeiten. Face Unlock folgt dem Beispiel und ist normalerweise recht zuverlässig, bekommt aber schon bei etwas schlechteren Lichtverhältnissen Probleme, was vor allem an den mäßigen Kameras liegt, dazu gleich mehr. Außerdem dauert die Entsperrung auch merklich länger als mit dem Finger. Immerhin hat ein Test mit einem Bild und einem Smartphone die Kamera nicht überlisten können. Das Gerät entsperrte sich nicht. Prima.

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Neben den Sicherheitsfunktionen stehen noch einige Erweiterungen für eine Gestensteuerung bereit. Features wie der 3-Finger-Screenshot oder ein Doppeltippen auf den Home-Button, um das Display zu deaktivieren, können hier eingestellt Homtom S99 Malewarebyteswerden. Ich persönlich vermisse jedoch die Option, bei deaktiviertem Display mit einem Wisch oder einem Pfeil die Lieder des Musikplayers durchzuschalten. Auch doppelt Tippen, um das Smartphone aufzuwecken, fehlt.

Tatsächlich gibt es am System wenig auszusetzen. Es gibt keine doppelt belegten Apps und eine Untersuchung mit Malewarebytes konnte ebenfalls keine Unstimmigkeiten feststellen. Die zusätzlich verfügbaren Optionen der Gestensteuerung sind aufgeräumt und nicht über Menüpunkte verteilt. Hier kann das Homtom S99 definitiv ein paar Punkte gutmachen.

Custom Roms wird es aller Voraussicht nach nicht geben. Ein OEM-Unlock des Bootloaders ist zwar in den Entwickleroptionen möglich, die Fangemeinden für ein Low-Budget Smartphone mit Mediatek Prozessor sind allerdings klein.

Kamera

Homtom S99 Dual Kamera

Kommen wir nach einem relativ guten Punkt zu einem eher schlechten. Die Kameras im niedrigen Preissegment sind ja oft eher nichts. Meist gerade so brauchbar. Beim S99 bekommt „gerade so brauchbar“ eine neue Gewichtigkeit. Der funktionierende Sensor, ein 21 MP Modell ohne Namen, mit einer angeblichen f/2.0 Blende, erzeugt bei sehr guten Lichtverhältnissen die genannten einigermaßen brauchbaren Fotos. Allerdings nur, wenn man chirurgisch ruhige Hände hat. Keines der in der Galerie ersichtlichen Fotos ist auf den ersten Versuch entstanden. Schnappschüsse sind quasi nicht möglich, egal ob mit dem Hauptsensor oder der Selfie-Kamera. Viele der Low-Budget Smartphones haben nur mäßiges EIS (elektronische Bildstabilisierung), doch beim Homtom S99 scheint sich die Software gar keine Mühe zu geben, selbst kleinste Bewegungen auszugleichen. Bei nicht mehr optimalen Lichtverhältnissen verstärkt sich dieser Effekt zunehmend. Hat man nach einigen Versuchen ein ruhiges Händchen bewiesen, muss man sich zudem noch damit abfinden, dass große Teile der Randpartien des Fotos unscharf sind. Die Videos werden auch maximal in Full HD und mit 30 FPS erstellt. Der HDR Modus hat ebenso wie die Bildstabilisierung kaum Daseinsberechtigung. Der Effekt durch diesen ist quasi nicht vorhanden. Ab und zu lässt sich eine leichte Bildaufhellung erkennen.

Bei der Selfie Kamera mit 13 MP Noname-Sensor gibt es nichts Besseres zu berichten. Die Fotos sind kaum brauchbar und haben selbst bei guten Licht ein gewisses Bildrauschen. Nachtaufnahmen sind mit Blitz tatsächlich manchmal machbar. Allerdings nur von sehr nahen Objekten und meist trotz allem verschwommen. Wenn genanntes Objekt nicht direkt und frontal vom Blitz erhellt wird, kann man das Bild gleich in die Tonne treten.

Zu all den negativen Aspekten kommt noch das unnötige Fake Dual Kamera Setup, bei dem nach wie vor keiner weiß, warum dies überhaupt eingesetzt wird. Langsam vermute ich persönlich einfach Restbestände des Dual-Glases, die sehr günstig zu erwerben sind, aber wer weiß. Für mich fällt die Kamera des S99 durch.

Konnektivität

Schon besser wird es wieder bei der Konnektivität. Das S99 unterstützt alle gängigen LTE Bänder in Deutschland, um eine Verbindung zu erhalten.

LTE Bänder: B1, B3, B7, B8, B20

An der W-LAN Front freut man sich über den 802.11n Standard was auch ein 5 GHz Band einschließt. Ordentlich funktioniert auch der W-LAN Hotspot. Verbundene Geräte erreichten gute Homtom S99 NaviÜbertragungsraten. Des Weiteren wird Bluetooth in Version 4.0 unterstützt. Sicher nach wie vor eine weit verbreitete Version. So langsam könnte man sich allerdings überlegen, hier mal ein paar Upgrades aufzufahren. Die Bluetooth Verbindung war weitestgehend stabil, solange keine Wände im Weg waren. Dann nahm die Reichweite drastisch ab.

Das GPS wurde immer auf 2–4 Meter sauber erkannt. Genutzt wurde A-GPS und GLONASS. Eine Navigation brauchte ein paar Sekunden Berechnungszeit und führte dann ohne Komplikationen ans Ziel.

In der Sensoren Abteilung werden größtenteils Standardgeschütze aufgefahren. Somit gibt es Sensoren für Helligkeit und Fingerabdruck, Näherung und Beschleunigung, außerdem ist noch ein Kompass vorhanden.

Auf Bitten von einigen Usern sollte die Audioabteilung etwas umfangreicher ausfallen, vor allem im Hinblick auf den Sound über Bluetooth.

Den Anfang macht jedoch wie immer der eingebaute Medienlautsprecher und der ist Mist. Höhen werden nicht besser dargestellt als Tiefen. Mitten sind immerhin noch einigermaßen brauchbar. Sprachnachrichten lassen sich also ohne Vergewaltigung der Ohren anhören. Musikalischer Genuss kommt jedoch nicht auf. Die Lautstärke geht allein von einem reinen Lautstärkefaktor aus in Ordnung und erreicht sogar gute Pegel. Leider verzerrt der Lautsprecher recht früh. Schon bei 60 % tritt häufiges Knistern auf. Dreht man höher, kommt das bekannte Blechern und Brazeln dazu. Laut also ja, schön nein! Die Ausgabe über die Ohrmuschel ist schon etwas gelungener. Stimmen werden klar und deutlich abgebildet und auch musikalische Klänge werden ganz passabel wiedergegeben, auch wenn das hier nicht der Anspruch ist. Das S99 verfügt bekanntermaßen über einen 3,5 mm Klinkenanschluss. Als Kopfhörer kamen einmal 1More Quad In-Ears zum Einsatz und einmal Beyerdynamic DT990 Pro 250 Ohm. Der Klinkenanschluss wusste schon besser zu überzeugen. Der Audiocodec unterstützt FLAC-Dateien, was unkomprimierte Wiedergabe ermöglichte. Die Lautstärke konnte definitiv überzeugen, die Höhen waren allerdings etwas schwach auf der Brust. Der Bass wurde sauber, manchmal aber etwas zu unpräzise wiedergegeben. Hier und da hätte es etwas mehr Punch sein dürfen. Grundsätzlich fehlten auch ein paar Details, das Gebotene ging aber völlig in Ordnung. Gerade in lauten Umgebungen punktet das S99 mit starker Leistung.

Als Bluetooth Gerät kam ein Philips OST690/10 zum Einsatz. Dies ist kein High-End Gerät und nicht mal richtig mit den vorangegangenen Testobjekten vergleichbar. Mangels eines anderen Bluetooth-Lautsprechers musste es aber herhalten. Die erzielte Lautstärke war auch hier recht gut. Etwas dumpf waren die Mitten. Bässe waren dafür recht ausgeprägt. Die Höhen fielen etwas ab, wenn zu viele sonstige Töne präsent waren. Abhilfe schaffte nach anfänglicher Ernüchterung ein Griff zum Equalizer. Zumindest bei einem Radio war Verbinden und loslegen zwar möglich, blieb aber weit hinter einem guten Klangerlebnis zurück. Nach dem Zurückschrauben der Bässe und etwas mehr Betonung auf Höhen und Mitten verbesserte sich das Klangbild ungemein. Man könnte also sagen, die Bluetooth Soundeinstellungen sind eher stiefmütterlich gewählt.
Homtoms S99 leistet sich bei der Konnektivität keine großen Schnitzer, vor allem für diesen Preisbereich. Die Audioausgabe geht weitestgehend in Ordnung, lediglich bei Bluetooth muss man eventuell etwas nachjustieren.

Akkuleistung

Homtom S99 PC Mark Battery2Homtom S99 PC Mark Battery1

Wieder mal der letzte Punkt in unserem Test, die Akkuleistung. Hier will Homtom der Konkurrenz den Rang abschlagen. Dafür wurde dem S99 ein 6200 mAh Akku eingesetzt. Der Akku erzielt tatsächlich eine gute Leistung. Im Benchmark erreichte er immerhin 12 Stunden bei halber Helligkeit. Ein Youtube Video, ebenfalls bei halber Helligkeit, verbrauchte 6 % in 30 Minuten. Beim Laden wird das S99 recht warm, hält sich aber noch im akzeptablen Bereich. 35 % Ladung benötigte ca. eine Stunde an der Steckdose. Nach weiteren 2 Stunden war das S99 wieder vollgeladen. Ein Quickcharge Netzteil drückt die Gesamtladezeit leider nur mäßig um ca. 15 Minuten, nunja Quickcharge wird auch nicht offiziell unterstützt. Aber wie schlug sich das S99 im Alltag? Recht gut. Drei Tage am Stück waren in der Regel locker drin. Bei viel Nutzung, vor allem durch Spiele, sinkt diese Zeit auf zwei knappe Tage. Wer sein Smartphone mit bedacht nutzt, der kann auch vier Tage erreichen, wird aber nicht ganz über den vierten Tag hinwegkommen.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Fazit und Alternative

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Max Drechsel:

Das Homtom S99 ist kein Rundumschlag mit Sieg auf ganzer Linie, schafft es aber meiner Meinung nach, nicht als Ladenbüßer zu enden. Eine uneingeschränkte Kaufempfehlung gibt es trotzdem nicht. Warum? Zum einen steht das Meizu M6T in den Startlöchern für den nächsten Test, welches für denselben Preis von 110 € zu haben sein wird. Das M6T könnte dem S99 also direkt den guten Posten wieder Streitig machen. Zum anderen stimmt das Gesamtpaket des S99 einfach nicht ganz. Aber für wen und ab wann ist das S99 denn nun gut?

Sollte das S99 sich der 100 € Marke nähern und diese unterschreiten, ist es eine gute Wahl verglichen mit den Vertretern im 80 € Segment. Hier sollte man ruhig den Aufpreis Zahlen, solange die Kamera kein wichtiges Kriterium ist. Das Hauptargument ist der große Akku und das aktuelle, saubere OS bei recht moderaten Ausmaßen des Handys. Wer allerdings schon ein paar € mehr investieren kann, findet oft die besseren Smartphones bei Xiaomi oder Leeco.

72%
  • Design und Verarbeitung 80 %
  • Display 70 %
  • Leistung und System 70 %
  • Kamera 40 %
  • Konnektivität 80 %
  • Akku 90 %

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