Die Huawei-Subbrand Honor steigt nun auch in den Markt der Gaming-Smartphones ein. Doch in Wirklichkeit ist das Honor Play gar nicht so Gaming wie man denkt, sondern vielmehr ein direkter Konkurrent des kürzlich vorgestellten Honor 8X. Ob es das neue Honor Play mit der starken Konkurrenz von Xiaomi aufnehmen kann und warum das Smartphone auch für Nicht-Gamer interessant ist, klärt der ausführliche Testbericht.

Design und Verarbeitung

Das Honor Play steckt in einem erfrischend neu wirkenden Metallgehäuse. Diese sogenannten „Unibody Metall Gehäuse“ waren lange Zeit voll im Trend und wurden in letzter Zeit durch Doppelglas-Designs abgelöst. Dies liegt häufig auch daran, dass man nur mit einer Glasrückseite auf das wiederbelebte Wireless Charging Feature zurückgreifen kann. Eine weitere Überraschung der alten Schule ist die mehrfarbige Benachrichtigungs-LED. Viele Hersteller, vor allem Xiaomi, verbauen nur noch eine einfache weiße LED. Hersteller wie Nokia verbauen sogar einfach mal gar keine Benachrichtigungs-LED. Das Honor Play wirkt durch den Alu-Unibody wie aus einem Guss gefertigt. Unterbrochen wird der Körper durch Antennenlinien oben und unten, die sind obligatorisch eingelassen um guten Empfang zu gewährleisten. Die Kamera steht einen Millimeter aus der Rückseite hervor und schließt mit der mitgelieferten Schutzhülle perfekt ab. Power-Knopf und Lautstärkeregler sitzen an der rechten Außenseite passgenau im Gehäuse, bestehen aber nur aus Kunststoff. Die Verarbeitung ist absolut tadellos und der eigentlich alte Unibody aus Metall wirkt erfrischend neu.

Honor Play Rückseite 1 Honor Play Rückseite 2

Das Honor Play kombiniert einen aktuellen USB-Type-C Anschluss mit dem aussterbenden 3,5mm Klinkenstecker. Beide Anschlüsse befinden sich unten, nebst Mikrofon und Mono-Lautsprecher. An der Oberseite ist lediglich ein zweites Mikrofon untergebracht und links findet man den Hybrid-Simkarteneinschub. Das Honor Play kann wahlweise mit 2 Nano-SIM oder 1 x Nano-SIM und 1 x Micro-SD für die Speichererweiterung genutzt werden (bis 200GB getestet). Gesteuert wird das Honor Smartphone mit den typischen Android-On-Screen-Buttons, die man beliebig anordnen kann.

Honor Play Design Verarbeitung 5 Honor Play Design Verarbeitung 3 Honor Play Design Verarbeitung 4 Honor Play Design Verarbeitung 1

Durch die Notch wirkt das Smartphone modern, man kann diese bei Bedarf auch ausblenden – dann bleibt der Hintergrund schwarz – und mit 27 x 8mm ist diese weder auffällig groß, noch nennenswert klein geraten. Die Ränder links und rechts zum Display sind mit 2,5mm angenehm dünn und auch unter dem Display sind es lediglich 8mm schwarzer Rand. Selbst auf diesem schmalen unteren Rand schafft es Honor noch, das eigene Logo reinzudrücken. Ich bin davon absolut kein Fan, auf der Rückseite sollte der Markenname allemal reichen. Mit seinem 6,3 Zoll Display bringt es das Honor auf folgende Abmessungen: 158 x 74.3 x 7.5 mm. Damit ist das Gerät dünn und schmal, aber definitiv recht lang. Auf die Waage bringt das Gerät nachvollziehbare 176g. Die Länge wird Honor dann beim Fingerabdrucksensor zum Verhängnis, denn dieser ist auf der Rückseite zu hoch platziert. Mit meinen kleinen Händen ist es nicht möglich, das Handy in der Hand einfach zu entsperren. Ich muss nach dem Entsperren leider umgreifen, weshalb für mich nur Face-UNLOCK in Frage kam. Das ist wirklich schade, denn der Fingerabdrucksensor ist blitzschnell und super genau. Face-UNLOCK ist auf Mittelklasse Niveau und hat im Dunkeln seine Probleme.

Honor Play Lieferumfang

Lieferumfang Honor Play

Beim Lieferumfang wurde an nichts gespart. Neben einer Hülle sind sogar ein paar Kopfhörer mit Mikrofon (Headset) mit dabei. Ein 9V/2A Ladeadapter, USB-Type-C Kabel und eine kurze Bedienungsanleitung fehlen auch nicht. Honor kann bei Design und Verarbeitung so richtig gut punkten. Das Unibody Metallgehäuse ist erste Sahne, denn das Gerät wirkt verdammt hochwertig. Mit den zwei Anschlüssen und der bunten Benachrichtigungs-LED sollte jeder glücklich werden, einzig der für kleine Hände zu hoch platzierte Fingerabdrucksensor ist ein Ärgernis. Das Honor Play ist ein modernes, großes Smartphone mit einem hervorragenden Display zu Gehäuse Verhältnis. Gaming und Multimedianutzung sind hier also super möglich und dieser Fokus wird sich auch im weiteren Verlauf des Testberichts noch zeigen. Die Verarbeitung überzeugt und das Unibody Metallgehäuse wirkt hochwertig und modern.

Display

Das Honor Play verfügt über ein 6,3 Zoll großes IPS Display mit einer Auflösung von 2340 x 1080 Pixel. Damit bringt es das Smartphone auf gestochen scharfe 409 Pixel pro Zoll und das Displayformat liegt bei enormen 19,5:9. An Displayeinstellungen wurde nicht gespart, was ich explizit begrüße. Einen terminierbaren Nachtmodus will ich nicht mehr missen und Honor enttäuscht mich hier auch nicht. Die Notch kann man ein und ausblenden, wobei dies bei einem IPS Display nicht so richtig befriedigend ist. Im Falle des Honor Play ist der Kontrast durchschnittlich und die Notch leuchtet noch sichtbar durch. Schwarz ist also nicht wirklich Schwarz, für eine unsichtbare Notch ist ein AMOLED-Panel Pflicht. Weiße Flächen haben grundsätzlich einen leichten Blaustich, den sieht man aber nur im Vergleich mit anderen Geräten, oder wenn man genau darauf achtet. Die Farben sind im Auslieferungszustand auf lebendig gestellt und somit sehr kräftig und unnatürlich. Wer das nicht mag, kann einfach auf normal wechseln und zusätzlich hat man auch noch 3 Pre-Sets für die Farbwiedergabe und kann auch individuell nachbessern. Die Kombination aus Normal und Warm wirkt am natürlichsten und gefällt mir am besten. Die Displayhelligkeit reicht problemlos für die Nutzung im Freien aus, wird aber über den Helligkeitssensor umgehend voll nach oben geschraubt.

Honor Play Display 2 Honor Play Display 1

Das Display bearbeitet bis zu 10 Eingaben simultan und von einem Input-Lag ist keine Spur. Alle Eingaben werden genau und verzögerungsfrei umgesetzt, entsprechend eignet sich das Honor Play hervorragend für Schnellschreiber. Von Smart-Wake Features wie dem beliebten Doppelklick um den Bildschirm aufzuwecken ist leider keine Spur im System. Unter Bewegungssteuerung findet man lediglich: Umdrehen, Aufrichten, Zum Ohr heben und den Drei-Finger-Screenshot. Das Display des Honor Play ist vor Kratzern geschützt, auch wenn Gorilla Glas in diesem Fall mal nicht erwähnt wird.

Honor Play Display Einstellungen 1 Honor Play Display Einstellungen 2

Zusammenfassend kann das Honor Play beim Display gut punkten. Die Helligkeit reicht für das direkte Sonnenlicht gerade noch aus. Die Farben sind bei Bedarf kräftig, das Display ist gestochen scharf und der Touchscreen arbeitet fehlerfrei. Die 6,3 Zoll eignen sich super für Multimedia und Widevine L1 ebnet den Weg für Netflix und Amazon in FHD Auflösung. Ein weiteres sehr cooles Feature findet man im EMUI System unter „Anzeige“. Hier kann man, um Strom zu sparen, die Bildschirmauflösung reduzieren.

Leistung und System

Das Hertzstück des Honor Play ist Huaweis eigener High-End SoC Kirin 970, der erst jetzt mit dem Kirin 980 im Mate 20, 20X und Mate 20 Pro abgelöst wurde. Theoretisch sollte der Kirin 970 das Gegenstück zum Snapdragon 845 und Samsungs Exynos 9810 sein, doch insbesondere bei der Grafikleistung der Mali-G72 GPU haperte es ein wenig. Per Software half Huawei dann mit dem sogenannten GPU Turbo nach, dieser liefert in Spielen zwar nicht mehr FPS, aber renderte entsprechende Bilder zur richtigen Zeit. Das Ergebnis ist sparsameres und gefühlt flüssigeres Gaming. Nichtsdestotrotz outperformed ein Snapdragon 845 Gerät wie das Pocophone F1 ein Honor Play problemlos. Spiele wie Asphalt 9 oder PubG sind einfach nicht so super perfekt flüssig, aber definitiv sehr gut spielbar und darum geht es ja auch bei einem Smartphone mit dem Namen „Play“.

Antutu Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis Geekbench Single Ergebnis 3D Mark Ergebnis

Die CPU ist aber weiterhin sehr rasant unterwegs und liefert mit 4 x 2,4 GHz und 4 x 1,8 GHz starke Werte in den Benchmarks. Die Geschwindigkeit im System ist perfekt und dort ist auch der 4GB große RAM und der 64GB große, pfeilschnelle UFS Speicher nicht unbeteiligt. Der RAM bringt es auf 7,6GB/s und der interne Speicher auf solide 435/182 MB/s. Bei Huawei ist hier allerdings Vorsicht geboten, es gab mal Aussagen seitens des Herstellers, dass die Performance bei UFS und eMMC keinen Unterschied machen würde. Ob auch die 6GB RAM Version nach Deutschland kommt, ist derzeit noch unklar. Auch wenn man hier ein richtig schnelles Gerät hat, die Benchmarkwerte eines Pocophone F1 sind für das Honor Play nicht möglich. Beim intensiven Zocken wird das Honor Play warm, aber ist auch nach 2 Stunden noch weit entfernt von heiß oder unangenehm.

EMUI 8.2 System auf dem Honor Play

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Als System kommt Huaweis EMUI zum Einsatz und läuft auf dem Honor Play absolut exzellent. Kein Ruckeln, keine Verzögerungen und nach 10 Tagen konnte ich, trotz der vielen Einstellungen, keine BUGs finden. EMUI 8.2 basiert auf Android 8.1 und gehört zu den stark angepassten Betriebssystemen. Stock Android ist kaum noch zu erkennen und entsprechend sollten sich Minimalisten eher nach einem AndroidONE Gerät umschauen. EMUI liefert einen fetten Haufen an Extras zum Austoben und Individualisieren im System. Ebenso liefert der Hersteller das Gerät mit ordentlich Bloatware aus, diese lässt sich jedoch restlos deinstallieren, aber aufräumen sollte man auch schon direkt nach der Auslieferung. Im Standard landen alle Apps auf dem Home-Screen, dies kann man unter Display aber umstellen und erhält einen klassischen App-Drawer. Über den Telefonmanager kann man den Datenzugriff aller Apps steuern, ein Virenscanner und Akkusparmodus sind natürlich auch im System integriert. Über die Theme App kann man Design einstellen und noch viele weitere Extras gibt es im Optionsmenü zu entdecken. Im Standard ist ein nerviger Magazin-Home-Screen aktiviert, diesen kann man aber einfach deaktivieren. Einfach der Bildanleitung hier folgen:

Ansonsten läuft Huawei EMUI butterweich auf dem Honor Play. Man muss zunächst etwas warm werden mit dem doch sehr umfangreichen System. Hat man dies aber geschafft, erhält man durchaus ein übersichtliches und schnelles System. Honor liefert grundsätzlich viele Updates, was den Google Sicherheitspatch angeht, ist man aber nicht immer aktuell unterwegs. Sehr wahrscheinlich wird das Honor Play auch noch ein Android 9 Pie Update erhalten, was angesichts der installierten EMUI Oberfläche ohnehin kaum Bedeutung hat. Wenn Honor EMUI stabil und schnell hält, haben sie alles richtig gemacht.

Kamera

Auf dem Papier ist das Kamera-Set-Up nichts Besonderes. Ein 16 Megpixel Sensor mit ein f/2.2 Blende in Kombination mit einem nicht weiter spezifizierten 2 Megapixel Sensor. Der einzige Auftrag des 2MP Sensor ist die Unterscheidung von Vorder- und Hintergrund bei Bokeh Aufnahmen. Davon abgesehen hat der 2. Sensor auf der Rückseite keinerlei Nutzen. Wie 2018 üblich arbeitet natürlich eine AI im Hintergrund und verbessert alle Aufnahmen der Kameras.

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„Überladen und wenig intuitiv“ trifft Honors Kamera-App wohl am besten. Durch Wischen kann man nichts erreichen, weder der Wechsel von Front auf Rück-Kamera noch irgendwelche Filter sind realisiert. Man muss hier einfach alles klicken, oder eben direkt unten über den Slider wischen, um die Modi zu wechseln. Auch ein umfangreicher Pro-Mode steht neben Standard Panorama und Potrait bereit. Zusätzlich gibt es neben Potrait nochmal Blende zur Auswahl. Bei Blende kann man die Stärke des Bokeh Effekt individuell einstellen, bei Potrait kann man lediglich den Bokeh Mode komplett deaktivieren. Also Huawei stiftet hier tatsächlich ohne Ende Verwirrung. Unter „mehr“ gibt es dann wiederum 13 Pre-Sets für die Kamera, der wichtigste ist wohl der Pro-Modus, welcher wirklich gut umgesetzt ist. Für Nachtaufnahmen steht ein Nachtmodus bereit, der bis zu 30 Sekunden am Stück belichten kann.

Für Selfies steht ebenfalls ein 16 Megapixel Sensor bereit und zwar mit einem festen Fokus. Damit lassen sich auch ansehnliche Selfies aufnehmen, aber richtig scharf sind diese nur beim richtigen Abstand zum Gesicht. Ein wenig Kritik muss sich Honor hier gefallen lassen: Hauptsache eine hohe Megapixel Zahl präsentieren, aber den Fokus bei der Frontkamera dann komplett einsparen ist schon etwas unverschämt. Auch für Selfies steht ein Blur (Bokeh Mode) bereit und dieser arbeitet gut. Für die ganz verrückten steht auch ein Beauty Mode bereit, der sogar in 10 Stufen einstellbar ist. Wie viel „Alien“ man also letztendlich sein will, kann man hier selbst bestimmen.

Der Bokeh Effekt bei Potrait Aufnahmen gelingt mit dem Honor Play ohne Probleme. Vorder- und Hintergrund werden sauber abgetrennt und dies meist sogar beim ersten Versuch.

Das Honor Play kann auch einfach normale Fotos aufnehmen und zwar mit und ohne AI. Sobald der AI Modus aktiviert ist, werden die Bilder farblich extrem lebendig.

Ich muss gestehen, dass es mir persönlich häufig ganz gut gefällt, aber manchmal ist es einfach zu viel des Guten. Auch HDR greift dann automatisch ein und die Bilder haben eine hervorragende dynamische Reichweite. Abgesehen vom AI Boost sind die Aufnahmen stets gestochen scharf und verwackeln trotz fehlendem OIS nur ganz selten. Schwerer hat man es dann bei wenig Licht. Wenn man nicht gerade ein Stativ aufstellen mag und 15 Sekunden belichtet, sind die Bilder für die Preisklasse angemessen und liefern das übliche Rauschen durch den hohen ISO Wert. Nutzt man den Pro und Nachmodus allerdings aus, kann man sensationell schöne Bilder (für ein Smartphone) produzieren. Die lange Belichtung holt natürlich viel mehr Helligkeit raus, trotzdem bleiben die Bilder anschließend extrem weichgezeichnet. Das Honor 10 macht bei Low-Light definitiv einen besseren Job und das Play liegt in etwa auf Pocophone F1 Niveau. Also die Schwachlichtperformance ist OK, aber eben nichts Besonderes, solange man nicht mit Stativ unterwegs ist und lange belichtet.

Das Honor Play hat natürlich einen zeitgemäßen EIS, der wie so oft nur bei 1080p mit 30 FPS arbeitet. Dort arbeitet dieser aber wirklich perfekt und schluckt jeden Wackler locker weg. Zusätzlich kann man auch Videos mit 60 FPS oder sogar in 4K aufnehmen. Hier bräuchte man dann aber ein Gimbal, denn ansonsten sind die Aufnahmen stark verwackelt.

Konnektivität

Honor Play Dual SIM HybridDas Honor Play unterstützt alle in Deutschland und Europa wichtigen 2G, 3G und 4G (LTE) Frequenzen. Bei der Bestellung aus China einfach auf Global Version achten. Die Gesprächsqualität des Honor Play ist sehr gut und neben VoLTE wird auch WiFi-Calling unterstützt. Das geräuschunterdrückende Mikrofon lässt die Stimme bei Hintergrundgeräuschen meist etwas dumpf wirken, das ist aber normal. Auch der Freisprecher kann problemlos genutzt werden.

Das Honor Play funkt zuverlässig im 2,4 und 5GHz WLAN Netz mit ac-Standard. Die Reichweite und der Datendurchsatz sind exzellent. Bei Bluetooth 4.2 handelt es sich zwar nicht um den aktuellsten Standard, aber dafür wird AptX unterstützt. Selbst an der mobilen Bezahlrevolution kann man durch NFC Unterstützung bei Bedarf teilnehmen. OTG funktioniert auch ohne Probleme.

An Sensoren liefert das Honor neben den 3 Standards (Beschleunigungs- Näherungs- und Helligkeits-Sensor) auch noch ein Gyroskop und Kompass mit. Auch das GPS in Zusammenarbeit mit dem Kompass funktioniert als Fußgänger exzellent. Die Position wird in wenigen Sekunden auf 3-4m genau bestimmt und konstant aufrechterhalten. Auch im Auto gab es keinerlei Abweichungen vom Kurs oder Fehlangaben.

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Der einsame Monolautsprecher befindet sich an der Unterseite und ist nennenswert laut. Ebenso überraschend gut ist die Qualität der lauten Ausgabe. Selbst der Bass ist spürbar und Höhen sowie Mitten überzeugend differenziert. Auch der 3,5mm Klinkenstecker wurde nicht wegrationalisiert und liefert vollen, wenngleich nicht nennenswert lauten Sound.

Akkulaufzeit

Honor Play AkkulaufzeitDurch den Tag bringt einen beim Honor Play ein durchschnittlich bemessener 3750 mAh Akku. Huawei hat seine eigene Interpretation von Quick Charge, mit dem Namen SuperCharge – diese kommt hier aber nicht zum Einsatz. Nichtsdestotrotz liegt ein 9V/2A Adapter bei und man muss um “Quick Charge” (Aber nicht SuperCharge) zu nutzen auch das mitgelieferte USB-Type-C Kabel verwenden. Wirklich schnell geht der Ladevorgang auch dann nicht vonstatten. Von 0 auf 100 dauert es trotzdem 2 Stunden und 30 Minuten.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Im PCMark Akkutest brachte es das Honor Play auf 7 Stunden Laufzeit. Eine Stunde Youtube kostet 10% Akku (über WLAN) und eine Stunde Navigation 13%. Damit erreicht man bei einer gemischten Nutzung problemlos 2 Tage Laufzeit mit 6-7 Stunden DOT (Zeit mit eingeschalteten Display). Wer das Honor Play für Spiele nutzt, muss aber jeden Abend an die Steckdose, was aber bei keinem Smartphone vermeidbar ist. Die Akkulaufzeit ist jedenfalls zufriedenstellend.

Fazit und Alternative

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Jonas Andre:

Für diesen Testbericht musste ich mich durch viel Gaming und Ai Werbe-Bla-Bla quälen. Als wäre AI Prozessor und AI Kamera nicht genug, gibt es obendrauf GPU Turbo und 4D Vibrationsgaming sowie obendrauf noch 3D Gaming Sound Effekte. Der 4D Vibrationsgaming-Effekt kennt man von Konsolen, aber leider unterstützt kein einziges Spiel im Playstore dieses Feature. Auch den 3D Soundeffekt konnte ich nicht nutzen, angeblich wird es in PubG aber unterstützt. Also warum das Honor Play nun unbedingt ein Gaming Smartphone sein soll, ist mir nicht ganz klar. Für ein echtes Gaming Smartphone würde ich mir viele FPS wünschen (oder sogar ein 120Hertz Display) und natürlich maximale Leistung. Stattdessen liefert Honor einen GPU Turbo, der irgendwie funktioniert aber jetzt auch nicht den wirklichen Mehrwert bringt. Abgesehen davon ist der GPU Turbo in jedem Kirin 970 Gerät verfügbar. Also alleine der Joystick für das Blackshark hat hier einen deutlicheren Mehrwert als Honors geballtes Gaming Gebrabbel. Mal abgesehen vom Gaming Aspekt ist das Honor Play ein extrem interessantes Smartphone geworden. Das liegt mitunter an der leistungsstarken und aktuellen Ausstattung für den Preisbereich.

Für um die 300€ ist das Honor Play ein verdammt schnelles Gerät. Einzig das Pocophone F1 spielt hier noch in einer anderen Liga. Die Verarbeitung ist schlichtweg exzellent und das Unibody Metallgehäuse mal was Anderes. Die Preis/Leistung für um die 300€ ist super und das Display absolut gelungen. Die Kamera kann stabilisierte Videos aufnehmen und die Bilder sind bei Tageslicht super. Die nur durchschnittliche Qualität bei Nachtaufnahmen muss jedes Handy in diesem Preisbereich teilen. Auch bei der Akkulaufzeit enttäuscht uns Honor nicht. Es gibt einfach keine harten Kritikpunkte am Honor Play, außer dem zu starken Fokus auf Gaming. Andererseits hält Honor auch hier das Versprechen und das Handy ist definitiv spielgetauglich.

Im Vergleich zum Honor 8X gibt es also einen aktuellen Type-C USB und einen deutlich stärkeren Prozessor. Das Pocophone F1 hat zwar nur ein Kunststoffgehäuse, aber dafür nochmal mehr PS unter der Haube. Die richtige Entscheidung in diesem Preissegment wird kaum einfach, insbesondere, wenn ein Mi8 teilweise für 330€ über die Ladentheke geht. Wer Garantie in Deutschland will, kann das Honor Play direkt beim Hersteller Shop über HiHonor bestellen und macht damit definitiv nichts falsch!

85%
  • Design und Verarbeitung 90 %
  • Display 90 %
  • Leistung und System 90 %
  • Kamera 80 %
  • Konnektivität 80 %
  • Akku 80 %

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Harald
Gast
Harald

7,2 Stunden Laufzeit ist nicht mehr zufriedenstellend, da schafft doch bald jedes andere Smartphone mehr. Umso mehr fällt es ins Gewicht, wenn man sich vorstellt es zu dem was es bebrabbelt. Gaming zieht noch viel mehr Energie aus dem Akku und verkürzt die Laufzeit noch viel mehr.

Haiko
Gast
Haiko

Macht ihr noch einen ausführlichen Test des Play? In der Ankündigung oder im Test des 8x finde ich zwar ein paar Infos, aber nicht genug. Insbesondere würden mich die Kamera und die Akkulaufzeit interessieren, und was die Nachteile gegenüber einem 8x sind; auf den ersten Blick sehe ich nämlich wenig Grund für ein 8x bei ähnlichem Preis.

Joscha Becking
Admin
TeamMitglied
Joscha Becking

Hallo, der Test kommt heute oder morgen, du findest ihn dann hier anstelle des jetzigen Artikels. Liebe Grüße

Fabian
Gast
Fabian

Wird das Honor Play günstiger?
Hier auf der Website wird es in der Gearbest-Werbung mit 243€ anzeigt, aber auf Gearbest dann kostet es ca. 360€.
Wenn ja, welcher Preis ist zu erwarten und wie lange dauert das?