Honor View 20

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Mit dem Honor View 20 stellt die Huawei-Tochter Honor nun ihr erstes Smartphone mit einer in das Display integrierten Kamera vor. Hierdurch soll die von einigen Usern als störend empfundene Notch umgangen werden, ohne wie Xiaomi und Vivo einen Slider-Mechanismus zu verbauen. Ob das Honor View 20 also nur ein Design-Blender oder auch insgesamt ein gutes Smartphone werden könnte, schauen wir uns heute gemeinsam an.

Einordnung

Bevor es mit der Ankündigung so richtig los geht, erst einmal eine kurze Einordnung: Das Honor View 20 wird laut Hersteller am 22. Januar in Paris vorgestellt. Auf den meisten europäischen Webseiten des Herstellers finden sich bisher auch noch keine Infos zum View 20. Wir werden am 22. Januar live von der Veranstaltung berichten.

In China wurde das View 20 unter dem Namen V20 bereits vor einigen Tagen vorgestellt. Selbiges hat der Hersteller auch schon beim direkten Vorgänger gemacht – in China heißt dieses Honor V10, in Deutschland Honor View 10.

Die View-Reihe war bisher immer die alternative Flaggschiff-Serie von Honor, die mit einer sehr guten High-End Austattung zu einem sehr fairen Preis punkten konnte. thumb 179300 default big

Das „Loch im Display„, also die in das Display integrierte Front-Kamera, ist eine Neuheit für den europäischen Markt. In anderen Märkten, besonders in Asien, gibt es aber schon einige Geräte, die ebenso aussehen. Als Beispiel ist hier das Samsung Galaxy A8s zu nennen. Einen Überblick über die verschiedenen Full-Screen Designs findet ihr hier!

Design und Verarbeitung

Wenn man das Loch im Display einfach mal vergisst, ist das Honor View 20 ein ganz normales Smartphone. Die Front wird von einem großen Display mit äußerst schmalen Displayrändern und stark abgerundeten Ecken dominiert. Das sogenannte Kinn an der Unterseite des Displays ist dabei etwas größer als der Rand oberhalb des Panels.

%nameAnsonsten ist die Front sehr unspektakulär, es gibt keinerlei Knöpfe und auch eine Benachrichtigungs-LED verbaut der Hersteller nicht. Der Fingerabdrucksensor befindet sich nicht im Display, sondern auf der Rückseite.

Apropos Rückseite: Dort befinden sich zwei Kameras – ausnahmsweise mal nicht im iPhone-Design angeordnet. Auch ein LED-Blitz ist natürlich verbaut. Die Rückseite ist in China entweder schwarz, blau oder rot. Ob alle Farben auch nach Deutschland kommen ist bisher nicht bekannt. Die Rückseiten sind jedenfalls nicht einfarbig, sondern kommen mit spiegelnden Effekten innerhalb der selben Farbgruppe daher.

Der USB-C-Anschluss befindet sich an der Unterseite des Geräts, der 3,5mm-Klinkenanschluss auf der Oberseite. Über die Platzierung der Lautsprecher haben wir bisher noch keine Informationen.

Das Honor View 20 misst 156,9 x 75,4 x 8,1 Millimeter und wiegt 180 Gramm.

Das Display

Das Display des Honor View 20 ist wohl das interessanteste Merkmal an diesem Gerät. Zwar handelt es sich um ein ganz normales 6,4 Zoll Display mit „Full HD +“-Auflösung (2310 x 1080 Pixel), aber die in das Display integrierte Kamera ist schon ziemlich interessant.

Erstmal vorab: Ja, die Linse ist leider immer sichtbar. Sie kann also nicht bei normaler Benutzung des Geräts ohne Einsatz der Front-Kamera mit anderen Inhalten überblendet werden. In der linken oberen Ecke befindet sich also immer ein schwarzer Punkt. %name

Die Ecke links oben hat Honor gewählt, weil die Kamera laut Nutzerumfragen des Herstellers dort weniger stört als in der Mitte oder rechts oben.

Die Kameras im Honor View 20

Abgesehen von der neuartigen Platzierung kann die Front-Kamera auch mit einer hohen Auflösung von 25 Megapixeln punkten. Ob das bei Selfies nötig ist sei mal dahin gestellt – bisher konnten die Honor-Kameras aber immer überzeugen, auch wenn sie nicht ganz an die Konkurrenz heranreichen.

Die Hauptkamera des Honor View 20 hat eine enorm hohe Auflösung von 48 Megapixeln. Als Sensor kommt der brandneue Sony IMX 586 zum Einsatz, der auch im offensichtlich nahezu baugleichen Huawei Nova 4 verbaut wurde. Die sekundäre Kamera auf der Rückseite ist nur für den Bokeh-Effekt verantwortlich.

Slow-Motion Videos mit 960 Bildern pro Sekunde in HD-Auflösung (720p) und 4K-Videos mit 30 Bildern pro Sekunde sind ebenfalls mit dabei. Für den Preis des Honor View 20 scheint es sich also um ein sehr gutes Kamera-Gesamtpaket zu handeln.

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Prozessor, Akku & OS

Im Honor View 20 kommt der aktuelle Top-Prozessor aus dem Hause Huawei zum Einsatz. Der Kirin 980 hat acht Kerne und kommt unter anderem auch in der Huawei Mate 20 Reihe zum Einsatz. Wir können also davon ausgehen, dass das Honor View 20 im Testbericht mit einer brachialen Performance punkten können wird.

Dem Prozessor stehen jedenfalls sechs Gigabyte LPDDR4X-RAM zur Seite. Der Nutzer hat Zugriff auf 128 Gigabyte Hauptspeicher, der nicht erweiterbar ist. Als Betriebssystem kommt Android 9 Pie zum Einsatz, über das die neue Honor-Oberfläche Magic UI  (EUI) drüber gestülpt wurde.

Der Akku hat eine Kapazität von 4000 mAh. Das mitgelieferte Netzteil pumpt Strom mit bis zu 22,5 Watt in den Stromspeicher, was für sehr schnelles Laden sorgen sollte.

WLAN nach allen möglichen Standards und Bluetooth 5.0 sind ebenfalls mit an Bord. Die chinesische Version unterstützt kein Band 20, das wird sich aber in der Version für Europa mit Sicherheit ändern.

Unsere Einschätzung

Das Honor View 20 könnte ein Flaggschiff-Killer werden. Top-Ausstattung in Kombination mit einem modernen Design sprechen definitiv für das Gerät. Jetzt muss nur noch der Preis stimmen. Wir rechnen mit einem Aufpreis von circa 100 Euro gegenüber der China-Version. Für die Variante mit 6/128GB würden dann 480 Euro fällig werden. Die Variante mit 8/128GB wird dann wahrscheinlich knapp 600 Euro kosten, insofern diese überhaupt nach Deutschland kommt.

Hierzulande wird das Honor View 20 am 22. Januar vorgestellt. Wann das Gerät ausgeliefert wird, werden wir wahrscheinlich erst dann erfahren.

 
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Ralf
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Ralf

Amoled oder Ips Display???

Uwe
Gast
Uwe

Ist ein IPS Display laut Gizmo

Mobilfunk-Guru
Gast
Mobilfunk-Guru

Ich habe das Honor View 10 und würde bedenkenlos das View 20 kaufen. Preis-/Leistung geht in Ordnung, wenn das Gerät im Einstieg unter 500,00€ bleibt. Der Straßenpreis sinkt dann schnell auf 399,00€, wetten?

tommy
Gast
tommy

viel zu groß u zu teuer

Selime Altay
Gast
Selime Altay

Eindeutig zu teuer. Hätte mir es günstiger vorgestellt. Um 600 euro kaif ich mir lieber ein dslr kamera

Enzio
Gast
Enzio

Bin ja Mal auf die Qualität der Kamera gespannt. 48 Megapixel auf einem so kleinen Sensor klingen erstmal nicht nach einer guten Idee.