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Huawei MatePad 11 vorgestellt

Lange Zeit war Huawei eine der wenigen Marken, die noch hochpreisige Android Tablets angeboten hat. Das Thema Android ist ja bekanntlich inzwischen schwierig, aber das hält Huawei nicht davon ab, neue Tablets vorzustellen. Neben dem MatePad Pro 12.6 (zur Ankündigung) hat Huawei das günstigere MatePad 11 vorgestellt. Schauen wir uns das Gerät mal etwas genauer an.

Huawei MatePad 11 2

Design und Display

Beim Design erfindet Huawei das Rad nicht neu. Das Huawei Matepad 11 misst 253,8 x 165,3 x 7,25 Millimeter und wiegt 485 Gramm. Das Tablet ist grau gehalten, der Kamerahügel eher zurückhaltend und die Bildschirmränder standesgemäß dick. Lautsprecher sind an Ober- und Unterseite angebracht.

Huawei MatePad 11 4

Das Display des Huawei Tablets misst 10,95 Zoll und verfügt über 2560 x 1600 Pixel. Das  ergibt sich eine scharfe Auflösung von 276 Pixel pro Zoll. Anders als das MatePad Pro, setzt das MatePad 11 auf IPS Technik. Das Display verfügt über eine hohe Bildwiederholungsfrequenz von 120Hz. Dies lässt Inhalte besonders flüssig wirken und sorgt für wesentlich mehr Spaß bei der Nutzung. Das Display ist übrigens im 16:10 Format gehalten und deckt den DCI-P3 Farbraum ab.

Hardware des MatePad 11

Beim Prozessor des Huawei MatePad 11 stoßen wir auf eine kleine Überraschung. Denn das MatePad 11 setzt auf einen Qualcomm Prozessor – um genau zu sein den Snapdragon 865. Doch Moment mal, Huawei und Qualcomm; da war doch was. Richtig, genau wie alle anderen US-Konzerne musste Qualcomm seine Beziehung zu Huawei nach Richtlinien der US-Regierung komplett einstellen. Allerdings scheint Huawei eine Ausnahmegenehmigung bekommen zu haben, um mit Qualcomm Beziehungen führen zu dürfen. Dieser Deal scheint sich allerdings auf 4G Prozessoren zu beschränken. Da passt der Snapdragon 865 perfekt. Ein weiterhin starker High-End Chip der letzten Generation, der aber noch kein 5G Modem integriert hat.

snapdragon 865

An dieser Stelle noch ein kurzes Wort zu der Ausnahmeregelung von Qualcomm. Es erscheint zumindest nicht ganz fair, dass Huawei nun wieder Chips vom US-Konzern Qualcomm kaufen darf, aber Beziehungen zu TSMC weiter nicht möglich sind. TSMC legt die Grundlage für Qualcomm Chips und lange Zeit auch für Huaweis eigene Chips. Nur der US Bann hat das beendet. Jetzt indirekt TSMC, einer taiwanischen Firma, den Handel mit Huawei zu verbieten, aber inländischen Firmen das (wahrscheinlich sehr lukrative) Geschäft wieder zu erlauben, ist zumindest fragwürdig.

Aber zurück zum Snapdragon 865. Der stammt zwar aus dem letzten Jahr, bietet aber immer noch reichlich Power. Im Alltag dürfte die Leistung nicht von der eines Snapdragon 888 zu unterscheiden sein und 5G vermissen in einem Tablet wohl nur die Allerwenigsten. Das heißt: Das Huawei MatePad 11 kommt mit einem hochpotentem Chip, der durch Multitasking, Spiele und alle anderen Aufgaben nur so durchjagen dürfte. Zur Seite stehen dem Chip 6GB RAM und, je nach Wahl, 64 oder 128 GB Festspeicher. Einen so starken Chip mit so wenig Speicher zu versorgen, finden wir etwas schade. 8GB Arbeitsspeicher hätten es schon sein dürfen und eine 256 oder 512 Gigabyte Variante hätte sicher nicht geschadet. Immerhin kann der Speicher des MatePad 11 per MicroSD Karte erweitert werden. Interessant ist, dass Huawei dem Käufer bei dem MatePad 11 ausnahmsweise nicht die eigenen, wesentlich teureren NanoMemory Cards aufzwingt.

Software des MatePad 11

Bisher klingt das MatePad 11 nach einem tollen Gesamtpaket. Wäre da nicht die leidige Software. Android ist bekanntlich für Huawei nicht mehr und so muss das eigene OS ran: HarmonyOS 2.0. In ersten Berichten wird positiv über die Oberfläche berichtet. Viel sei sehr nah an Android, die Optimierung für Tablets im Stil von iPad OS und Windows 10 ein Gewinn. Schlechter sieht es mit der App Anbindung aus. Google Dienste sind nur über den Browser zu erreichen und Apps müssen über Huaweis App Gallery bezogen werden.

Kamera, Konnektivität und Akku

Bei den Kameras belässt es Huawei bei der Tablet-Standardausstattung. Eine 13MP Hauptkamera und eine 8MP SelfieCam, mehr Kameras bekommt das MatePad 11 nicht.

Huawei MatePad 11 3

An Konnektivitätsstandards gibt es nichts am Huawei MatePad 11 auszusetzen. Wifi 6 ist mit an Bord, Bluetooth 5.1 ebenfalls. Geortet wird über GPS, GLONASS und BDS. Sehr schön ist, dass Huawei dem MatePad 11 einen USB-C 3.1 Port spendiert. So ist Bildübertragung und Datenübertragung mit hohem Durchsatz über den Port möglich.

Der Akku des Huawei Tablets misst 7250mAh, eine volle Ladung mit dem 22,5 Watt Netzteil dauert laut Huawei 2,5 Stunden.

Preis und Einschätzung

Jetzt auf ein Huawei Produkt zu setzen, ist ein Spiel mit dem Feuer. Die Erfahrungen mit Harmony OS sind noch gering und die Zukunft Huaweis als Unternehmen weiterhin ungewiss. Entsprechend raten wir zu Vorsicht beim Kauf der Geräte des einstigen chinesischen Giganten. Schade, denn ein Tablet mit der Hardware des MatePad 11 für 400€ ist momentan mit Android oder IOS nicht zu finden. Wer das Gerät im Vorverkauf ab dem 14.06 kauft, bekommt auch noch Stylus und Tastaturcover umsonst obendrauf. Dazu ein Tablet mit hoher Bildwiederholungsrate und der Leistung eines Snapdragon 865, das ist schon wirklich ein starkes Paket.

Quellen

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