Euer neues Xiaomi Mi6 lässt sich nicht mit euren alten Lieblingskopfhörern verbinden? Es fehlt die Klinkenbuchse; die Lösung könnte der Bluetooth Dongle A1 von iGene sein. Eine kleine Wunderwaffe, die es euch ermöglicht, bei jedem Gerät mit einem AUX Anschluss Bluetooth als kabellose Verbindung nachzurüsten. Das kleine, reisförmige Gerät funktioniert, wie wir es von anderen Bluetooth Kopfhörern gewöhnt sind.iGene A1 Farben 300x208

Was uns vor allem interessiert an dem iGene A1: Wie sieht es mit der Soundqualität aus? Verschlechtert die Übertragung via Bluetooth die Musik merklich oder sind die Vorwürfe gegenüber dem kabellosen Standard haltlos? Der Bluetooth Adapter von iGene wurde von Lenovo mitfinanziert. Dementsprechend hoch sind unsere Erwartungen an ein technisch einwandfreies Produkt.

Design

Der Bluetooth Transmitter ist in etwa so groß wie das MiBand 2 und besitzt eine gummierte Kunststoffoberfläche. An ihm findet sich ein Multifunktions-Button mit einer Umrandung in Orange, welche auch als Statusleuchte fungiert. Am unteren Ende befindet sich der Klinkeanschluss, das Mikrofon ist seitlich gelegen. Oben ist noch der microUSB Port zum Laden und ganz oben eine abnehmbare Kappe. Diese kann abgenommen werden, um das Kabel der Kopfhörer darin einzuklemmen. 
Der iGene A1 ist zum Glück recht unauffällig. Trotzdem fühlt er sich wertig an, wie aus einem Stück.

Lieferumfang des iGene A1

Hier überrascht uns der kleine Bluetooth Transmitter positiv! An Dreingaben wurde nicht gespart und alles ist wunderbar aufgeräumt in der Box. Zusätzlich zum iGene A1 befindet sich in der Box:

  • Ein microUSB Kabel zum Laden
  • Eine Ersatzkappe, falls das Kopfhörerkabel nicht „geklemmt“ werden soll
  • Ein Clip um den Bluetooth Receiver an der Kleidung zu befestigen
  • Ein Plastikteil, um das Kabel zu ordnen, z.b eine Schlaufe zu legen
  • Ein Band um den iGene um den Hals zu trageniGene A1 Lieferumfang1 1200x675Natürlich sind die Beigaben nicht sonderlich hochwertig, aber wir freuen uns trotzdem, dass so viel beiliegt. Außerdem befindet sich in der Packung eine recht ausführliche Anleitung in Englisch. In dieser sind auch die Techniken beschrieben, wie der iGene A1 getragen werden kann.

Funktion

Den Bluetooth Transmitter schaltet ihr an, indem ihr lange auf den Button drückt, dann begibt er sich in den Pairing Modus. Zieht ihr die Kopfhörer aus dem iGene A1, so schaltet er sich automatisch aus. Der Winzling verhält sich wie andere Bluetooth Kopfhörer. Er spricht mit euch und nennt euch sogar „Master“ – typisch chinesisch. Leider nur, wenn sich der Akkustand sich ändert oder ihr angerufen werdet. Telefonieren geht ebenfalls wie bei anderen Bluetooth Kopfhörern. Allerdings könnt ihr nicht mehr das Mikrofon oder die Kabelbedienung eurer Kopfhörer benutzen. Stattdessen wird auf das Mikrofon des A1 zurückgegriffen.

Verbaut wurde ein 80mhA Akku. Dieser ist in 120 Minuten über einen normalen USB Port am Laptop geladen. Anschließend bietet er kabellosen Musikgenuss für bis zu 4,5 Stunden.

Praxis

Der Bluetooth Transmitter von iGene kam komplett fehlerlos durch die Testwoche. Von Ausfällen kann ich deshalb nicht berichten. Viel Technik steckt eben auch nicht im Zwerg. Keines meiner Geräte hatte Probleme den A1 zu finden. Das Smartphone verbindet sich automatisch, wenn bei beiden Geräten Bluetooth aktiviert ist.

Das Interessante an dem kleinen Empfänger: er ist so wunderbar vielfältig. So konnte ich das Autoradio per Bluetooth ansteuern, auch die Stereoanlage war kein Problem. Beide Geräte besaßen einen USB Port, die genügend Strom für unseren iGene A1 lieferten.

iGene A1 Qualität   Der wirklich spannende Punkt ist der Unterschied zwischen Kabel- und Funkbetrieb. Getestet haben wir das mit den Xiaomi In-Ear Pro HD, den Xiaomi Headphones Relaxed Version – diese bieten unglaublich differenzierten Klang sowie ein sehr breites Frequenzspektrum. Ein paar alte In-Ears, sowie ein PC Headset im unteren Preisbereich.
Um es kurz zu machen: man hört bei der Soundqualität nichts, null Unterschied. Getestet wurde es mit mehreren Titeln aus verschiedenen Gernes. Bei Techno / Minimal habe ich mir erhofft einen Unterschied auszumachen, Fehlanzeige. Der einzige Lichtblick kam, als ich die Geräte räumlich voneinander trennte: schon nach 8 Metern stockt die Verbindung. Aber innerhalb des Bereichs konnte ich -leider- keine Qualitätseinbußen verzeichnen. Die typischen Bluetooth Probleme sind teils vorhanden, der Input Lag beim Wechseln des Titels zum Beispiel.
Messbar ist der Unterschied, aber hören werdet ihr diesen nicht. Punkt für Bluetooth und die iGene A1.

iGene A1 WearStylesAls störend empfinde ich nur das lange überschüssige Kabel der Kopfhörer. Ohne den iGene A1 braucht man das Kabel seiner Kopfhörer, um das Smartphone in der Hosentasche zu verstauen. Mit dem A1 baumelt das Kabel herum und stört ein wenig. Die verschiedenen Varianten, das Kabel um den Hals zu legen helfen ein wenig, aber komplett weg ist das Kabel dadurch nicht.

Bluetooth

Ein kleiner Exkurs, wie die Bluetooth Übertragung funktioniert. Zum einen geschieht bei der Übertragung via Bluetooth eine doppelte Kompression: die Daten der Musik werden gleich zweimal verkleinert um sie via Bluetooth zu senden. Bis 2003 im Bluetooth 1.0 Standard waren nur Datenraten bis 1mbit/s möglich, mit 3.0 sind es 2009 bereits 2.1mbit/s. Bei Bluetooth 4.0 sind es wieder nur 1mbit/s, dafür funktioniert dieser Standard ohne viel Strom. Werte wie Bittiefe in Bit und kHz spielen hierbei eine größere Rolle. Bei „lossless Audio“ sind 24 Bit und 48 kHz nötig. Auch auf die Qualität der Musikdateien kommt es an. Am besten sind FLAC Dateien. Bei Streaming Diensten wird meistens auf AAC mit einer Rate von 256kbit/s gesetzt (1. Kompression). Bei der kabellosen werden die Daten komprimiert (2. Kompression), um danach analog an die Lautsprecher zu gelangen.

Neu, bzw. alt, ist die aptX Kompression. Alt, da dieser Code zu ISDN Zeiten benutzt wurde und nun für die Bluetooth Übertragung neu entdeckt wurde. Sind beide Geräte aptX Kompatibel, so dürft ihr euch über eine noch bessere Übertragung freuen.

Fazit und Alternative

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Erik Zürrlein:

Nun, hier geht heute einer der letzten Verfechter der guten alten Übertragung via Kabel über Bord. Der Bluetooth Receiver iGene A1 hat eindrucksvoll bewiesen, dass die Qualität nicht schlechter wird -  im Hörbaren Bereich zumindest. Der Akku und Funktionsumfang des iGene A1 zaubern aus euren alten Lieblingskopfhörern neue Blutooth Headphones.

Was mich nur stört, ist das überflüssige Kabel an den Kopfhörer. Dafür kann der iGene A1 natürlich nichts. Aber dies sollte auf jeden Fall bedacht werden, hinsichtlich des Tragekomforts. Unterwegs gibt es keine Bedenken auf Bluetooth zu setzen, die „kabellose Freiheit“ ist himmlisch. Daheim werden die Hifi Kopfhörer trotzdem weiterhin über Kabel verbunden. Ein Tick klarer klingt es doch – meine ich zumindest.

Für einen Preis unter 20€ gibt es wahrlich nichts zu meckern am iGene A1. Dieser verrichtet seine Arbeit tadellos. Falls ihr auf der Suche nach einem Bluetooth Receiver seid, ist dieser hier eine gute Wahl. Alternativ sucht ihr euch gleich die passenden Bluetooth Kopfhörer aus. Die MacaW T60 sind spitze unterwegs, klingen gut und bieten eine beispielhafte Verarbeitung. Die Ausdom M06 hingegen bieten einen unvergleichlich guten Sound, zwar bassbetont, aber auch filmreif. Für seinen Preis ist dieser ein Schnäppchen.

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