Wir hatten euch Anfang des Jahres das K1 aus dem Hause Koolnee vorgestellt. Kool…was? Ihr kennt Koolnee nicht? Vielleicht ändert sich das bald. Der chinesische Hersteller hat mit seinem ersten Sprössling einen durchwachsenen Start hingelegt. Überzeugen konnte uns das tolle, randlose Display und die gute Performance. Selbst die Kamera liefert anständige Bilder. Dennoch gab es mit einer Akkulaufzeit von gerade einmal 5 Stunden, kleineren Bugs im System sowie der hohen Bruchgefahr des Displays auch einige Schattenseiten. Mit dem K1 Trio veröffentlicht Koolnee sein zweites Smartphone. Wie sich das neueste Mobiltelefon schlägt und ob die Ungereimtheiten des ersten Gerätes behoben wurden, erfahrt ihr im folgenden Testbericht.

Design / Verarbeitung / Lieferumfang

Für den Beinamen „Trio“ kamen uns drei Bedeutungen in den Sinn – denn das Koolnee K1 Trio hat mit seinem Vorgänger nicht viel gemein:

  • Trio steht für die 3 im neuen Helio P23 Prozessor – dem Upgrade im Vergleich zum MT6750T
  • Mit Trio spricht man die (angeblichen) 3 vollwertigen Slots an: 2 Sim Slots und ein seperater microSD Kartenslot
  • Koolnee meint mit „Trio“ eigentlich den Übergang vom S8-ähnlichen Design mit 2 „bezelles“ Rändern hin zu drei – sucht euch die schönste Eklärung aus 😉

Koolnee K1 Trio Render

Als ich die ersten Bilder des K1 Trios gesehen habe, war ich doch leicht skeptisch. Ohhhh, schon wieder ein Galaxy S8 Clone *gähn*. Haben wir für euch doch schon das Homtom S8, das Leagoo S8, das Blackview S8 und das Meiigoo S8 ausgibig gestetest. Und nun auch noch das K1 Trio von Koolnee? Die Spezifikationen haben dennoch neugierig gemacht und als ich das Gerät dann das erste Mal in der Hand hielt, war von Skepsis keine Rede mehr. Die Maße ähneln stark denen vom Galaxy S8+. Das Telefon ist 8,7mm dick, misst in der Breite 75,3mm und ist 157,3mm hoch. Das Smartphone ist ein absoluter Handschmeichler. Das Smartphone wiegt 214g und selbst, wenn man den beiliegenden dünnen Silikon Bumper verwendet, wiegt beides in Kombination noch relativ leichte 230g. Selten bis nie konnte mich ein Smartphone derart auf den ersten Blick begeistern. Schaltet man das K1 Trio das erste Mal ein, erstrahlt das grandiose Display in seiner vollen Pracht. Die Displayränder mit gerade einmal 2mm fallen extrem schmal aus. Das ist „Tri-Bezel-Less“ par excellence!

Koolnee K1 Trio 1 Koolnee K1 Trio 2 Koolnee K1 Trio 4 Koolnee K1 Trio 5

Unterhalb des Displays gibt es einen 18mm Rand. Hier sind Fingerabdrucksensor und Frontkamera untergebracht. Ja genau, für Selfies sollte man sich also besser daran gewöhnen, dass Telefon umdrehen zu müssen. Das Smartphone ist in Schwarz und in Blau erhältlich. Vor Allem die mir vorliegende blaue Variante sieht einfach nur fantastisch aus. Während die Displayfront, sowie die Rückseite in einem schönen Himmelblau erstrahlen, ist der Rahmen in einem matt schimmernden Silber lackiert. Die abgerundeten Ecken zum Display, bzw. zum Backcover hin sind hingegen glänzend lackiert. Auf der Rückseite befindet sich im oberen Bereich mittig die Dual Kamera und der LED Blitz. Das Backcover ist relativ anfällig für Fingerabdrücke. Diese fallen aber aufgrund der leicht matten Lackierung nicht direkt ins Auge. Gewisse Spaltmaße von der Rückseite zum Rahmen existieren. Sie sind zwar sehr klein und fallen kaum auf, bergen aber das Risiko, dass sich dort Schmutzpartikel anreichern

Koolnee K1 Trio HomeButton

LCD-Licht schein durch Fingerabdruck-Sensor

könnten. Ein weiterer, kleinerer Mangel ist der physische Home-Button, bzw. Fingerabdrucksensor. Hier ist das Spaltmaß teils so „groß“, dass ein bisschen des LCD Lichtes herausscheint. Im täglichen Gebrauch fällt dass dennoch nicht auf. Nur in Dunkelheit und bei hoher Displayhelligkeit ist das Licht sichtbar. Zu guter Letzt ist innerhalb der zweiwöchigen Testphase die Abdeckung der Hauptkamera einfach abgefallen. Sie ist einfach nur stümperhaft aufgeklebt gewesen.

Koolnee K1 Trio Kameraabdeckung

Hoppla

Auf der linken Seite des Metallrahmens befindet sich der Volume Button. Der Powerknopf ist rechts zu finden. Zwar haben beide Buttons einen angenehmen Druckpunkt, haben aber ein gewisses Spiel. Auf der Rahmenoberseite ist der Sim-Tray. Dieser ist etwas klapprig und wirkt etwas billig. Unterbrochen wird der Metall Body von je 2 Plastikelementen oben und unten um guten Empfang zu gewährleisten. Auf der Unterseite sind 4 Löcher für den Lautsprecher, mittig der USB-Anschluss, die Öffnung für das Mikrofon und der Headphone Jack. Der Fingerabdrucksensor befindet sich auf der Frontseite unterhalb des Displays. Er besitzt keinen Hub. Durch einmaliges Antippen gelangt man einen Schritt zurück. Zwar befinden sich alle nötigen Sensoren auf der Displayoberseite, aber für eine Benachrichtungs-LED war wohl doch kein Platz mehr. Sehr schade!

Zum Lieferumfang des Koolnee K1 Trio gehört folgendes Zubehör:

  • Smartphone
  • USB Ladekabel
  • Quick-Charge Netzteil
  • Bedienungsanleitung
  • TPU Silikon Bumper
  • Sim Tray-Pin
  • Panzerglasfolie

Zwar reiht sich rein äußerlich das K1 Trio nahtlos in die lange Liste der S8-Clones ein, aber es liegt einfach so toll in der Hand, das man es gar nicht mehr weglegen mag . Hier und da merkt man allerdings, dass Koolnee noch recht neu auf dem Markt ist: Sim-Tray, sowie Power- und Volume Button wirken etwas billig. Es ist also zu hoffen, dass der junge Hersteller bei Nachfolgeprodukten diese Kleinigkeiten ausmerzt. Ersteindruck: Tolles Erscheinungsbild, aber der Teufel steckt im Detail.

Display

Das K1 Trio besitzt ein 6,0“ großes IPS Display im Seitenverhältnis von 18:9. Die Auflösung liegt bei 2160 x 1080, was eine Anzahl von 402 PPI ergibt. Das Display ist einfach grandios! Das wiedergegebene Bild ist sehr scharf und einzelne Bildpunkte sucht man vergebens. Durch den extrem schmalen zur Seite des Display (Tri-Bezel-Less) hat das K1 Trio eine Screen-to-Body Ratio von etwas mehr als 78%. Dank 2.5D Glas sind die Displayränder schön abgerundet. Über Gorilla Glas verfügt das K1 Trio, wie auch das von uns getestete Koolnee K1, allerdings nicht. Hier ist also äußerste Vorsicht geboten!

Koolnee K1 Trio 9 Koolnee K1 Trio 10

Der Touchscreen registriert maximal 5 Berührungen gleichzeitig. Sofern man die Bildschirmaufnahme bei gleichzeitiger Berührung des Displays mit 3 Fingern deaktiviert hat. Der Multitouchscreen reagiert sehr gut und ohne Verzögerung. Das Display leuchtet sehr hell. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung kann man die angezeigten Inhalte noch erkennen, obwohl das Display sehr stark spiegelt. Im oberen Display Bereich erreicht es maximal 620 Lux einen sehr guten Wert. In der Bildschirmmitte kommen wir auf 593 und im unteren Teil des Displays auf immer noch gute 557 Lux. Die Blickwinkelstabilität ist schier grandios. Die Farben wirken sehr kräftig und der User kann dank MediaTeks MiraVision die Displayeinstellungen nach eigenen Belieben anpassen.

Prinzipiell gefällt uns das Display ausgesprochen gut. Berücksichtigt man den günstigen Anschaffungspreis des K1 Trio’s, verblüfft das Display schon fast. Dennoch würden wir lieber etwas mehr Geld bezahlen und uns Gorilla Glas wünschen. Wurde hier am falschen Ende gespart? Solange man vorsichtig mit seinem Smartphone umgeht, sicherlich nicht….aber der Ärger wird vermutlich groß sein, falls einem das gute Stück doch einmal auf den Boden fällt.

Leistung

Koolnee K1 Trio CPU Z Koolnee K1 Trio Geekbench

Koolnee K1 Trio AnTuTuKoolnee K1 Trio 3DMark

Im K1 Trio werkelt die neue Mittelklasse SoC Helio P23 vom taiwanischen Hersteller MediaTek. Diese neue Generation des „Ein-Chip-Systems“ soll besonders energieeffizient und trotzdem leistungsstark sein und wird im 16-nm-Verfahren hergestellt. Ein weiterer Pluspunkt der Helio-Reihe ist die sogenannte CorePilot Technologie, die die 8 ARM Cortex-A53-Kerne so ansteuert, dass eine optimale Leistung erzielt und dennoch der Akku geschont wird. Aufwendige Rechenaufgaben werden von 4 Kernen, die maximal bis zu 2,0 GHz takten, in Angriff genommen. Weniger anspruchsvolle Tasks erledigen die anderen 4 Cortex-A53-Kerne mit maximal 1,5 GHz.

Arbeitsspeicher ist im K1 Trio genug vorhanden. Verbaut ist angeblich Samsung RAM und ist mit 6 GB mehr als üppig geraten. Dessen Speed liegt mit 4,3 GB/s im Mittelfeld. Multitasking-Aufgaben verrichtet das Smartphone somit verzögerungsfrei und bringen das Smartphone nicht so schnell ins Schwitzen. Die Grafikberechnung erfolgt durch die Mali-T71 GPU, die erstmals in Samsungs S8 und S8 Plus erschienen ist. Diese GPU gehört im Android Bereich zu den High-End Grafik Chips. Mit ihm sollen selbst anspruchsvolle 3D Spiele flüssig und in hohen Auflösungen dargestellt werden können. In Asphalt 8 kam es bei maximalen Details zu keinen Rucklern. Das Spiel läuft aller erste Sahne!

„Datenmessies“ werden wahre Freude am Koolnee K1 Trio haben. Immerhin kommt das Smartphone mit satten 128 GB Speicherplatz daher. Wem selbst das zu wenig ist, kann unter Opferung eines Nano Sim Platzes eine SD Karte einlegen. Der interne Speicher erreicht Raten von 168 MB/s beim Lesen und 197 MB/s beim Schreiben. In den von uns verwendeten Benchmarks erreicht das K1 Trio bei Antutu V7 akzeptable 65.181 Punkte. Bei Geekbench sind es im Multi- 3558, bzw. 453 im Single-Core.

Koolnee K1 Trio Speicher

Die Ergebnisse von Benchmarks sollen Aufschluss auf Leistung und Geschwindigkeit von Smartphones geben. Gewiss können wir von Geschwindigkeitsunterschieden sprechen, wenn wir beispielsweise einen Snapdragon 835 (182.000 Punkte AnTuTu, OnePlus 5) mit einem Low Budget SoC wie dem MT6737 von MediaTek (29.450 Punkte AnTuTu – Leagoo M8 Pro) vergleichen. Stellt man den hier verbauten Helio P23 einem P25 gegenüber, schneidet das Koolnee K1 Trio ebenfalls leicht schlechter ab. Im täglichen Gebrauch wird das aber keineswegs auffallen. Was will ich damit sagen? Es sind „nur“ Zahlen, denn alle Standardaufgaben wie Surfen, WhatsApp, Facebook, Videos und Co., werden vom K1 Trio ohne Verzögerung durchgeführt. Hier gibt es nichts zu bemängeln.

Antutu Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis Geekbench Single Ergebnis 3D Mark Ergebnis

Android

Koolnee K1 Trio HomeKoolnee K1 Trio DrawerKoolnee K1 Trio SystemKoolnee K1 Trio Menue

Auf Android 8.0 warten noch sehr viele User. Selbst, wenn es sich um „Mainstream-Smartphones“ handelt. Beim Koolnee wird man mit 99,9%-iger Wahrscheinlichkeit ebenfalls lange darauf warten. Es ist schlichtweg unrealistisch, dass Koolnee ein Update zu Verfügung stellen wird. Mögliche Updates würden aber bequem via OTA eingespielt werden. Aber immerhin darf sich der User auf ein Android in der Version 7.1.1 erfreuen. Der vorhandene Sicherheitspatch basiert auf Anfang Januar 2018. Alle Standard Google Apps sind selbstverständlich serienmäßig auf dem Telefon vorinstalliert.

Der Android App Drawer ist zum Glück ebenfalls serienmäßig verfügbar. Im Gegensatz zum Koolnee K1 kann man erfreulicher Weise auch einen anderen Launcher ohne Problem installieren und als „Standard“ einstellen.

Waren es noch vor einigen Monaten die Dual Kameras, die als Neues „Must-Have“ galten, ist es dank Apple nun das Entsperren des Telefons mittels Gesichtserkennung. Auch Koolnee lässt sich nicht lumpen und integriert einen „Face Unlock“. Ich mache es aber ganz kurz: Das Entsperren mittels Gesicht funktioniert schlichtweg nicht. Ich habe es nicht einmal geschafft mein Gesicht im Telefon zu registrieren. Ich gehe noch ein wenig weiter und vermute, dass es sich beim Face Unlock Interface um eine reine Fake Funktion handelt, denn dem User wird überhaupt nicht signalisiert, ob ein Gesicht registriert wurde oder nicht. Dies soll keine Unterstellung an Koolnee sein und wir lassen uns gern eines Besseren belehren. Vielleicht klappt es ja nach einem möglichen Update von Koolnee?!

Koolnee K1 Trio Maleware negativUpdate 09.04.2018:

Koolnee hat uns wohl erhört und dem Smartphone mittlerweile ein Update auf Version V5MA86A.YIN.KOOLNEE.FHJ.AN.0309.V3.04 zur Verfügung gestellt.

Erfreulicher Weise fiel ein wiederholter Test auf Malware diesmal glücklicher Weise negativ aus.

Wo ich schon gerade dabei bin: Ein weiterer, durchaus größerer, Kritikpunkt des Smartphones hat sich während der Testphase herausgestellt. Wir haben das Smartphone durch zahlreiche Sicherheits-Apps gejagt: Mit dem Ergebnis, dass nur ein Programm den Trojaner Agent.AED erkannt hat.

Dieser Trojaner führt ohne Wissen des Benutzer Aktivitäten im Hintergrund aus. Dazu können das Einrichtung von Remotezugriffsverbindungen, das Erfassen von Tastatureingaben oder Systeminformationen gehören, wie auch das Herunterladen / Hochladen von Dateien und das Ausführen / Beenden von Prozessen.

 

Das manche Hersteller auf ihren Smartphones Bloat- oder Malware verstecken, ist leider nichts Neues. Koolnee scheint hier aber noch einen Schritt weiterzugehen. Während es meistens vorinstallierte und meist unbekannte Apps von Drittherstellern sind, die glücklicherweise i.d.R. einfach deinstalliert werden können, ist der Trojaner tief im System eingebunden und lässt sich nicht entfernen. Gemäß Sicherheitsprogramm befindet er sich in der Einstellungsapp von Android. Hier kann man nur auf eine Customs ROM hoffen und zurückgreifen. Nicht „cool“, Koolnee.

Koolnee K1 Trio FingerprintID

Na dann 🙂

Das System läuft insgesamt sehr flott, aber dennoch hat es den Anschein, dass es Koolnee wohl an etwas Erfahrung mangelt. Hier und da tauchen doch ein paar Bug auf. Da wäre zum einem, dass sich in der zweiwöchigen Testphase das Bluetooth von selbst anschaltet, obwohl es zuvor deaktiviert wurde. Zum anderen hatte anfangs die Taschenlampen-Funktion funktioniert, aber mittlerweile blitzt die LED nur kurz auf und bleibt dann einfach aus. Des Weiteren befindet sich lt. System der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite des Smartphones. Also, viel Spaß beim Suchen! 😉

Koolnee bietet Usern, die gerne das System nach ihren eigenen Geschmack anpassen möchten eines zusätzliches, nettes Feature: So kann die Systemschriftart beliebig geändert werden. Die gewünschte Schriftart kann direkt vom System aus heruntergeladen werden und erscheint in der Bibliothek.

Koolnee sammelt in diesem Bereich leider einige Minuspunkte. Der tolle Ersteindruck wird durch Bugs und das Vorhandensein eines Trojaners doch deutlich in Mitleidenschaft gezogen. Wir hoffen, dass Koolnee uns erhört und ein Update zur Verfügung stellen wird, dass nicht nur kleinere Bugs behebt, sondern dann auch „Malware-Free“ daherkommt.

Allerdings schließen wir auch einen Fehlalarm nicht aus, da nur Malwarebytes den Trojaner findet. Wir werden an dieser Stelle den Bericht ggf. ergänzen!

Kamera

Das Koolnee K1 Trio beherbergt eine 16 MP Dual Hauptkamera mit einer f/2.2 Blende, die durch eine zusätzliche 2 MP Kamera unterstützt wird. Videos können maximal in HD aufgenommen werden. Im unteren linken Display befindet sich die Frontkamera, ebenfalls mit einer f/2.2 Blende, die maximal mit 8 MP auflöst. Hier können wir getrost wieder vom Nachteil der Tri-Bezel-Less Displays sprechen, da das Smartphone für Selfies umgedreht werden müsste, bzw. sollte. Sofern gute Lichtverhältnisse gegeben sind, kann man durchaus gute Aufnahmen mit dem Koolnee K1 Trio machen. Bei bedecktem Himmel oder in schlecht ausgeleuchteten Räumen fehlt es den Bildern deutlich an Farbintensität. Die Qualität der Selbstportraits geht ebenfalls in Ordnung, sofern man in der Lage ist entspannt drein zu gucken, wenn krampfhaft versucht mit herum gedrehten Smartphone irgendwie noch den Fotoauslöser zu betätigen…. Sei es per Volume Button oder per Touch auf dem Display-Auslöser. Bei genauerer Hinsicht, bzw. zoomt man etwas heran, fällt jedoch auf, dass vorallem die Bildschirmränder deutlich an Schärf einbüßen. Für Standard-Selfies reicht die gebotene Qualität aber aus. Bitte nicht von der „Live-Foto-Vorschau“ verwirren lassen: Betrachtet man während die Frontkamera aktiviert ist das angezeigte Bild, ist die Darstellung überdurchschnittlich verpixelt und unscharf. Das Resultat nach dem Betätigen des Auslösers ist dagegen deutlich besser. Der Autofokus arbeitet schnell und präzise und auch die Fotoauslösezeit ist erfreulicherweise sehr kurz. Des Weiteren hat der stolze Besitzer des Smartphones die Möglichkeit in den Kamerafunktionen diverse Einstellungen, wie ISO-Werte, Belichtungsintensität, Geotagging oder auch eine Szenenauswahl vorzunehmen.

Koolnee K1 Trio Kameraeinstellungen

Einstellungen der Kamera-App

Ich habe noch gar nicht direkt über die Dual Kamerafunktion und den damit verbundenen Bokeh-Effekt gesprochen. Tja, wie soll ich es am besten beschreiben? Fangen wir mal mit der guten Nachricht an. In der Tat hat Koolnee hier eine Dual Kamera verbaut. Es handelt sich also nicht um einen Dummy, wie wir das eigentlich nahezu jedes Mal in der jüngsten Vergangenheit feststellen mussten. Wählt man entsprechende Funktion „SLR“ in der Foto-App verschwimmen automatisch die Displayränder. Verdeckt man mit dem Finger die obere der beiden Linsen, bleibt zwar das Bild bestehen, aber der Bokeh-Filter wird ausgeschaltet. Man erhält also ein Standardfoto. Nimmt man den Finger wieder weg, wird der Filter wieder aktiviert. Auf dem Display erscheint zudem eine Mitteilung die Linse nicht zu verdecken. Was stört dennoch daran? Ganz einfach: Es sieht schlichtweg nicht sonderlich gut aus. Zumal auch der Schärfegrad nicht manuell angepasst werden kennen. So wird, simpel gesagt, wieder nur ein Filter über das eigentliche Bild gelegt. Für 0815 Nahaufnahmen reicht der Bokeh-Effekt zwar aus, bietet aber keineswegs die Qualität der Premiummodelle.

Konnektivität und Kommunikation

Das K1 Trio unterstützt alle für Deutschland wichtigen Netzte, wie auch das Band 20. Beim Netzempfang leistet sich das Telefon keinen Patzer. Zur Navigation und Standortnutzung verwendet das Gerät GPS, A-GPS und Glonass. Die Navigation, egal ob zu Fuß oder im PKW ist ohne Probleme möglich.

Koolnee K1 Trio 8 Koolnee K1 Trio 7

Koolnee K1 Trio GPSDas Gerät unterstützt Bluetooth in der Version 4.0 und den WiFi Standard 802.11b/g/n, im 2,4 und 5,0 GHz Bereich. Der WiFi Empfang ist sehr gut. WLAN-Empfang war vom Router (5. Stock) runter bis in den 2. Stock gegeben. Dem User stehen alle gängigen Sensoren wie Helligkeits-, Beschleunigungs- und Annäherungssensor zur Verfügungen. Außerdem sind noch Kompass, ein Gyroskop, Magnetfeld- und Hallsensor mit an Bord. Alle Sensoren verrichten ihre Aufgaben erwartungsgemäß und genau.

Der FinKoolnee K1 Trio Sensorgerabdruck ist in der Praxis teilweise etwas launisch und es kann durchaus zu Fehlversuchen kommen. Zwar wurden beim Testen von 10 aufeinanderfolgenden Versuchen das Gerät 8 Mal direkt und zügig entsperrt, aber und dennoch kam es im täglichen Gebrauch zu mehrmaliger Nichterkennung meines Fingers. Überraschen konnte hingegen der Sound des internen Lautsprechers. Ein klarer Klang und keine übermäßige Übersteuerung bei maximaler Lautstärke. Klar, Tiefen werden nicht so gut wiedergegeben. Bei der Gesprächsqualität gibt es Nichts zu beanstanden. Allerhöchstens die Lautstärke könnte etwas höher sein. Im lauten Berlin, kann es daher durchaus zu Missverständnissen kommen.

Akku

Koolnee K1 Trio Akku

Koolnee verbaut im Gerät einen 4200mAh großen Akku. Im Battery Life Test hielt das K1 Trio stolze 8 Stunden und 30 min durch. Über den Tag kommt man somit locker. Bei normaler Nutzung sind definitiv auch 2 Tagen möglich. Unser 60 Minuten langes YouTube Testvideo verbraucht 12% Akkuleistung. Geladen wird das Telefon mit einem 5V/2A Ladegerät via Standard Micro-USB. Das vollständige Aufladen von 19 auf 100% benötigt 2 Stunden und 22 Minuten. Etwas ungewohnt ist allerdings die Länge des Micro-USB Connectors (nicht die Buchse). Er ist um Einiges Länger als gewöhnlich. Dennoch funktioniert das Laden mit einem anderen, handelsüblichen Kabel. Umgedreht kann man das Ladekabel von Koolnee auch für seKoolnee K1 Trio PowerSavingine anderen Micro-USB-Geräte verwenden. Vielleicht will damit der Hersteller erreichen, dass man selbst bei Nutzung eines Smartphone Bumpers, der unter Umständen hinderlich für das Einstecken des Micro-USB Kabels sein könnte, das Ladekabel problemlos einstecken kann.

Bekanntermaßen weist Android den User daraufhin in wie viel Minuten das Smartphone vollständig geladen sein wird. Beim Koolnee K1 Trio ist es ähnlich wie mit der Deutschen Bahn: Wenn auf der Anzeige noch 5 Minuten stehen bis der Zug einfährt, vergehen locker noch 15 Minuten, bis der Zug dann tatsächlich bereit steht. 🙁

Richtig nervig ist übrigens das Power Management des System: Erreicht man den kritischen Akkuladezustand von 15%, wird man permanent daran erinnert den Energiesparmodus zu aktivieren.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Fazit und Alternative

7f383487dbcb98209350596a690860ea s131
Christian Müller:

Beim Koolnee K1 Trio ist man ein wenig hin und her gerissen. Das schönes Design, die gute Performance und das großartige Display sind Dinge, die das Smartphone durchaus attraktiv machen. Gerade der Ersteindruck ist verdammt vielversprechend und sogar die Kamera liefert ansprechende Bilder. Dennoch mangelt es bei diesem Smartphone an Verarbeitungsqualität. Hinzu kommen diverse Bugs im System, zu denen die Taschenlampenfunktionalität und das selbständige Anschalten von Bluetooth gerhören, die darauf hin deuten, dass es Koolnee noch an Erfahrung fehlt und noch an diversen Schrauben justieren muss. Dank des Updates ist das Smartphone nun mittlerweile frei von Trojanern. Als Alternative empfehlen wir das Honor 7X.

68%
  • Design und Verarbeitung 70 %
  • Display 80 %
  • Leistung und System 20 %
  • Kamera 80 %
  • Konnektivität 70 %
  • Akku 90 %

Preisvergleich

Nur 146 EUR*
10-15 Tage – Priority Direct Mail wählen - zollfrei
Zum Shop
183 EUR*
10-15 Tage – Duty-Free shipping – zollfrei
Zum Shop

*Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 16.12.2018

Newsletter bestellen
Hol Dir die neuesten Infos zu Chinahandys und Gadgets direkt ins Postfach!
 
2 Kommentar Themen
5 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
3 Kommentatoren
Christian MüllerMichauwe Letzte Kommentartoren
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei
Micha
Gast
Micha

Ich hab für meine Mutter das Handy gekauft, es ließ sich leicht installieren. Doch wie bekommt man die Softwaretasten aktiviert?
Wäre sehr nett wenn mir bitte jemand helfen kann.

Vielen Dank
Micha

uwe
Gast
uwe

Endlich mal ein Tester der auch mal gründlich nach Schadsoftware sucht! Danke. Oft werden diese von Euch übersehen? Wie teltarif.de schreibt, hat Dr.Web wieder einen Trojaner gefunden mit Namen Android.Triada.231 dieser ist auf mid. 40 Smartphone Modellen.Auch von Firmen wie Leagoo,Zopo,Doogee.Homtom,Umi,Cubot,Haier usw.Es ist wirklich schlimm.Ich hoffe Ihr nimmt das Problem weiter ernst!!! Ein Standartvirenscanner findet meistens nichts?Ihr müsst schon die richtigen Programme benutzen.Weiter so.