Leagoo T8s

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Mit dem Leagoo T8s will der durch Einsteiger- und Mittelklasse-Handys bekannt gewordene Hersteller dem aktuellen Trend der Notches, Full-Screen-Designs und 18:9-Displays etwas entgegen setzen und vereint hier aktuelle Technik der oberen Einsteigerklasse mit einem traditionellen Smartphone-Design.

Design

Wie schon erwähnt sieht das Leagoo T8s eher wie ein Smartphone aus 2016 aus. Es ist wahrscheinlich aus einem Aluminium-Block gefertigt und geht nicht mit dem aktuellen Trend mit, Handys fast komplett aus Glas zu bauen. Des Weiteren finden wir auf der Front dicke Display-Ränder und einen Screen im klassischen 16:9-Format. Mich persönlich erinnert das Design stark an verschiedene Geräte von LeEco, zum Beispiel das Le Pro 3 Elite.

GoldAuf der linken Gehäuseseite finden wir den Dual-Sim Slot, in den zusätzlich noch eine Micro-SD-Karte eingelegt werden kann. Auf der rechten Seite befindet sich dann die Lautstärkewippe und der Ein-/Ausschalter, der durch eine Riffelung von den anderen Tasten abgesetzt ist und so besser erfühlbar sein wird.

Auf der Oberseite findet sich dann der 3,5mm-Klinkenanschluss und auf der Unterseite leider noch Micro-USB. USB-C wäre hier die modernere und universellere Wahl gewesen.

Das Leagoo T8s ist in zwei verschiedenen Farben erhältlich, die ebenso wie das Design an LeEcoGrey erinnern: silber/grau und golden. Rund um die Kamera herum befindet sich ein breiter Streifen als Akzent. Das Leagoo T8s misst 151,3 x 74,4 x 8,5 Millimeter. Ein Gewichtsangabe macht der Hersteller nicht.

Die technischen Daten des Leagoo T8s

Im Leagoo T8s verrichtet der MT6750T Octa-Core SoC von Mediatek seinen Dienst. Vier der Kerne arbeiten mit 1,5 GHz, die anderen vier Kerne arbeiten mit 1 GHz Taktfrequenz. In anderen Geräten, in denen der MT6750T verbaut ist, hat er den Erwartungen entsprechend performt und ist ausreichend für alltägliche Aufgaben. 3D-Games kann man aber komplett vergessen. Unterstützt wird die CPU von vier Gigabyte RAM.

Interessanterweise liegt die maximale Display-Auflösung beim Mediatek MT6750T laut Herstellerwebseite bei 1280×720 Pixeln – das Leagoo T8s hat aber eine Auflösung von 1920×1080 Pixeln. Ich denke, dass die Angaben von Leagoo in diesem Fall korrekt sein dürften und tatsächlich ein 5,5 Zoll Display mit IPS-Technologie und 401 Pixeln pro Zoll verbaut ist. Solche Hacks kennt man auch bereits von Cubot, die ebenfalls höher auflösende Displays verbauen, als dies vom Prozessor eigentlich unterstützt wird.

Der Nutzer kann auf 32 Gigabyte internen Speicher zugreifen und diesen um bis zu 128 Gigabyte mittels Micro-SD-Karte erweitern. Selbst bei der Nutzung einer solchen Micro-SD-Karte lassen sich zwei Sim-Karten parallel nutzen, es handelt sich also nicht um einen sogenannten Hybrid-Slot, sondern um einen vollwertigen Dual-Sim-Slot mit Speichererweiterung.

Der Akku im Leagoo T8s hat eine Kapazität von 3080 mAh, was in dieser Klasse in etwa dem Standard entspricht. Wie die Akkulaufzeit dann tatsächlich abschneidet, finden wir im ausführlichen Testbericht raus.

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Das T8s von Leagoo kommt mit einem echten Dual-Sim-Slot mit der Möglichkeit zur Speichererweiterung,

Die Kameras des T8s

Auf der Rückseite kommt eine Dual-Kamera zum Einsatz, bei der aller Voraussicht nach nur ein Sensor funktionsfähig ist. Zwar ist hier unter dem 13-Megapixel-Sensor von Sony eine zweite Linse angebracht und auf dem Datenblatt wird auch von einem weiteren zwei Megapixel Sensor gesprochen, ob dieser aber irgendeiner Aufgabe nachkommt ist ungewiss. Wir gehen davon aus, dass der Bokeh-Effekt nur durch die Software errechnet wird.

Die Front-Kamera hat eine eher magere Auflösung von fünf Megapixel. Mit besonders scharfen Selfies muss man hier also nicht rechnen.

Konnektivität

Das Leagoo T8s unterstützt LTE Cat-6 und somit Übertragungsraten von bis zu 300 Mbit/s. Auch das in den ländlichen Gegenden Deutschlands wichtige Band 20 ist mit dabei. Achtung: In den USA lässt sich das T8s gar nicht oder nur sehr eingeschränkt benutzen, da die dort nötigen LTE-Bänder nicht unterstützt werden.

GPS und WLAN im 2,4- und 5-GHz-Band und Bluetooth 4.0 gehören ja zur Grundausstattung. Erfreulicherweise lässt Leagoo dem Nutzer die Option, mit einem kabelgebundenen Kopfhörer dem FM-Radio zu lauschen. Ob NFC verbaut ist, ist unklar, der Hersteller gibt auf seiner Seite „nicht angegeben“ an. Ich vermute aber, dass das mit „Nein“ gleichzusetzen ist, da nirgendwo explizit mit diesem Feature geworben wird. Klarheit schafft unser Testbericht in einigen Wochen.

Übrigens: Auch beim Kompass gibt der Hersteller „nicht angegeben“ an. Wäre kein Kompass im Leagoo T8s verbaut, wäre das wohl das erste Smartphone überhaupt ohne eine Bussole (entschuldigt das komische Wort, aber das Synonym-Programm hat leider nur diese österreichische Form als Synonym für Kompass ausgespuckt).

Die Software

Leagoo setzt hier auf ein sogenanntes Leagoo OS 4.0 auf Basis von Android 8.1 Oreo. Ganz ehrlich: Ich verstehe nicht warum jeder kleine Hersteller aufwändig Android redesignt und Malware einbaut, anstatt einfach das von Google zur Verfügung gestellte System zu nutzen und damit sogar Kosten zu sparen. Zumindest beim Leagoo S8, das bei uns Ende 2017 im Test war, konnte Leagoo OS nicht unbedingt überzeugen. Mit Updates auf neuere Android-Versionen ist nicht zu rechnen.

Unsere Einschätzung

Leagoo hat mit der Ankündigung des S10 vermutlich viel Vertrauen verspielt. Mit dem T8s besinnt sich der eher kleine Hersteller jetzt auf seine Wurzeln und stellt ein Low-Budget-Gerät vor, das mit der Ausstattung der Mitbewerber mithalten kann. Zumindest wenn im Betriebssystem nicht wieder Malware versteckt ist könnte das Leagoo T8s ein Kauftipp für die werden, die eher auf ein klassisches Design mit moderner Hardware stehen.

Das Leagoo T8s ist bereits bestellbar und kostet knapp unter 90 Euro.

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*Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 16.12.2018

 
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