Im Smart Home Bereich gibt es mittlerweile viele etablierte Firmen, allen voran sicherlich Xiaomi. Doch gibt es abseits vom Smartphone Giganten auch kleinere Hersteller, die etwas vom Kuchen abhaben möchten und ebenfalls mit qualitativ guten Produkten bestechen. Einer dieser Hersteller ist Lebond. Der neuste Streich, die Lebond V2, stellt sich sogar direkt in Konkurrenz zur kürzlich getesteten Xiaomi Soocas X3. Die Frage bleibt also für diese Zahnbürste die gleiche: Macht es Sinn seine Zahnbürste in China zu bestellen?

Design / Verarbeitung / Lieferumfang

Lebond V2 Zahnbürste sample 7

Die Lebond V2 ist, wie der Name schon sagt, die zweite Generation einer Reihe elektrischer Zahnbürsten. Die V1 konnte einen Achtungserfolg erzielen, mehr aber auch nicht. Mit der V2 kommt nun die Kampfansage.
Die V2 gibt es in den Variationen Joy und Classic. Beide Versionen gibt es in drei Farbvarianten für Verkleidung/Display: Weiß/Blau, Schwarz/Grau, Weiß/Rosa. Die Joy hat nicht nur, wie die classic, drei verschiedene Reinigungsmodi, sondern kann jeden davon in fünf Stufen regeln. Im Test hatte ich die Joy Variante in Weiß/Blau.

Designtechnisch kommt die V2 mit relativ wenig Aufsehen. Die weiße Farbgebung der Kunststoffverkleidung kennt man schon von den hiesigen Reinigern, die schwarze Variante wirkt zumindest auf den Bildern wesentlich ansprechender. Unübersehbar im Zentrum der Zahnbürste befindet der hellblaue Bereich mit einem silbernen Knopf. Direkt unter dem Button wurde Platz für einen einfarbigen 2,5 cm x 1 cm großen LCD Screen geschaffen. Bei Sonnenlicht kann man auf diesem allerdings nichts erkennen. Da man nur selten im Freien die Zähne putzt, ist dies nicht weiter schlimm. Der LCD Screen wird genutzt, um den derzeit verwendeten Modus, die Stärke dieses Modus und die Akkustandsanzeige abzulesen. Das einzige Metallene auf der Außenseite der Zahnbürste ist der Aufsatz für die verschiedenen Bürstenköpfe.

Die Verarbeitung ist tadellos, es gibt keinerlei Spaltmaße. Wassereintritt konnte ich ebenfalls nicht Lebond V2 Zahnbürste sample 2feststellen. Lediglich zwischen dem aufgesetzten Bürstenkopf und dem Zahnbürstenhals bleibt ein minimaler Spalt, dieser ist jedoch so gewollt, damit der Bürstenkopf Platz zum Schwingen hat. Die mit Standardkopf genau 120 g wiegende Zahnbürste liegt gut in der Hand. Der Kunststoff fühlt sich fast schon weich an, das geringe Gewicht macht die Handhabung angenehm.
Neben dem Standardkopf in Längsausrichtung gibt es im Lieferumfang noch 5 weitere Aufsätze, insgesamt also sechs. Die Kosten für eine Doppelpackung neuer Standardaufsätze belaufen sich auf 19,99 €, nicht gerade ein Schnapper.

Hier einmal die verschiedenen beiliegenden Bürstenköpfe aufgelistet:
2x Standard Form
1x Standard Form mit weicheren Borsten
1x Zungenreiniger
1x schmal für Zahnzwischenräume
1x Standard Form aus Silikon (Massage)

Lebond V2 Zahnbürste sample 5 Lebond V2 Zahnbürste sample 3

Mit der V2 erhält man auch eine kleine induktive Dockingstation, über diese wird die Zahnbürste geladen. Etwas schwach ist das Fehlen eines passenden Netzteils, denn die Station wird über Mikro-USB geladen, es liegt aber kein USB-Netzteil bei! Die V2 ist CE Zertifiziert und benötigt ca. 12 Stunden zum Laden. Dies ist zwar nicht super schnell, die V2 hält bei zweimal täglich Putzen aber auch 20–30 Tage durch.

Lieferumfang

Lebond V2 Zahnbürste sample 4

Der Lieferumfang der V2 ist üppig. Alles lässt sich gut wieder in der Verpackung verstauen und ist somit auch für Reisen einfach transportierbar:

– verschiedene Zahnbürstenaufsätze
Schutzaufsatz für Zahnbürste, ohne Bürstenkopf
Schutzaufsatz für Aufsätze, passt auf alle Bürstenköpfe
induktive Ladestation (5V, 2,5W, IPX7)
USB-A auf Mikro-USB Kabel (1 m)
Zahnbürsten Aufsteller
Gebrauchsanweisung (Multilingual)

Praxiseinsatz

Die V2 kommt ohne App an die Haustür. Sind wir mal ehrlich, wer braucht das wirklich? Zwar ist die Idee mit einer dokumentierten Zahnreinigung nicht schlecht, mehr als eine Spielerei kommt dabei oft jedoch nicht herum. Wer weiß, vielleicht kann man in Zukunft seinem Zahnarzt protokollierte Reinigungstabellen vorlegen. Bis dahin vermissen dieses Feature, denke ich, die wenigsten.

Geschrubbt wird nicht durch eine direkte Reinigungsbewegung, mehr durch eine super hochfrequente Vibration (Sonic Power). Das Reinigungsgefühl im Mund ist nach einer Zahnputzsession mit der V2 jedenfalls super. Wer noch keine Schallzahnbürste benutzt hat, sollte sich das Ganze mal ansehen.
Lebond empfiehlt, wie die meisten Hersteller, eine Putzdauer von zwei Minuten. Diese teilt sich auf jeweils 30 Sekunden pro viertel Mundraum auf. Nach diesen 30 Sekunden stoppt der Putzvorgang für einen kurzen Moment, um darauf hinzuweisen, dass der Putzbereich gewechselt werden soll. Nach erreichten zwei Minuten schaltet die V2 ab. Wer will, kann natürlich durch einen weiteren Knopfdruck noch weiter Putzen. Immerhin gibt es drei Modi. Ein weiterer Druck wechselt in den Massage Modus, ein dritter in den White-Mode. All diese Modi sind mit dem 30 Sekunden Profil ausgestattet und lassen sich in Ihrer Stärke in fünf Stufen einstellen. Um die Stärke-Stufe zu ändern, ist lediglich das Gedrückthalten des Knopfes im jeweiligen Modus nötig. Nach der höchsten Stufe springt die Anzeige wieder auf die niedrigste zurück.

1. Standard Mode für Grundreinigung (einmal Drücken)
2. Massage Mode mit langsameren veränderten Schwingungen für das Zahnfleisch (ca. 28000 v/m, zweimal Drücken)
3. White-Mode mit besonderem Augenmerk auf die Spitze des Bürstenkopfes (dreimal drücken)

Natürlich lässt sich in relativ kurzen Testzeitraum von 4 Wochen auch bei der V2 nicht sagen, ob der White-Mode funktioniert. Vielmehr war der Modus interessant, da er verstärkt die Spitze des Bürstenkopfes in Schwingungen versetzt, was sich auch optisch bemerkbar macht. Damit ließen sich exzellent schwierige Stellen erreichen und zusätzlich bearbeiten, auch wenn dies vielleicht nicht im Sinne von Lebond ist.

Drückt man also den Startknopf, startet der Kopf die V2, mit von Lebond angegebenen 31000 Vibrationen pro Minute den Reinigungsprozess. Der Wert befindet sich im Durchschnitt zu den anderen Herstellern wie Sonicare und Happybrush die ebenfalls 30000–31000 Vibrationen pro Minute erreichen. Xiaomi setzt sich mit der Soocas X3 eindeutig an die Spitze, mit angegebenen 37200 Vibrationen pro Minute. Ob sich hierdurch ein echter Vorteil ergibt oder wie sehr die unterschiedlichen Vibration Geschwindigkeiten den Akku beanspruchen, lässt sich nur vermuten.

Wer wissen will, was klanglich auf einen zu kommt, immerhin ist vom tiefen Brummen bis zum hohen Fiepen alles möglich, für den gibt es hier ein kurzes Sample.

Standard Modus

Fazit und Alternative

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Max Drechsel:

Die V2 von Lebond macht vieles richtig, sticht aber gerade neben der Soocas X3 von Xiaomi nicht sonderlich heraus. Dazu gesellt sich ein höherer Preispunkt von 50 €. Zu allem Überfluss sind die Preise für Ersatz-Bürstenköpfe ebenfalls mit ca. 20 € horrend. Die Vorteile liegen bei den gut funktionierenden Modi und der veränderbaren Vibrationsstärke. Außerdem ist die Ausstattung an unterschiedlichen Bürstenköpfen sehr gut und sollte alles beinhalten, was man sich so wünschen kann. Die Zahnbürste verrichtet gute Dienste, keine Frage. Wie angeschnitten, ist es fraglich, ob man von einer noch hochfrequenten Vibration wie bei der Soocas X3 sonderliche Vorteile hat. Dennoch bleibt die Frage: Sollte ich lieber zur Lebond greifen? Die Antwort: Nicht wirklich, für diesen Preispunkt lohnt es sich weder die Wartezeit aus China in kauf zu nehmen, noch den Aufpreis zur in nahezu allem Punkten besseren Soocas X3. Einzig, wer auf das viele Zubehör nicht verzichten will, kann sich den Kauf überlegen. Sollte die Lebond V2 noch stark im Preis fallen, ist sie den Blick schon eher mal Wert. Solange ist man allerdings mit der Konkurrenz besser bedient. An der Stelle legen wir euch auch die Oclean One ans Herz.

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