Magisk vs. SuperSU – Welches Root-Tool ist besser?

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Wer sein Smartphone mit Root ausstatten möchte, wird schnell über die Namen SuperSU und Magisk stolpern. Beide Tools werden dazu genutzt, ein gerootetes Smartphones zu verwaltet. In der Regel befindet sich eines der beiden Tools auf jedem Smartphone mit Root. SuperSU ist dabei der alte Hase, während Magisk als der aufstrebende Star der Community betrachtet werden kann. Im Folgenden Artikel erklären wir die Unterschiede zwischen Magisk und SuperSU und zu welchem Tool ihr am besten greifen solltet.

Magisk vs. SuperSU

System-Modifikation vs. Systemloses Root

SuperSU ändert die Systemdateien und fügt neue Dateien zur Systempartition auf dem Smartphone hinzu. Bis zu Android 6 Marshmallow funktioniert dies sehr gut. Mittlerweile hat sich hier jedoch einiges verändert. Eine veränderte Systempartition sendet mittlerweile Warnhinweise an Apps, die versuchen, Root zu erkennen. Dies hängt zusammen mit Google SafetyNet, einer API, die das System überwacht und verhindert, dass bestimmte Anwendungen funktionieren, wenn Manipulationen erkannt werden. Man kann Google Pay oder Netflix nicht mit SuperSU verwenden. Man erhält auch keine OTA-Updates, sobald das System geändert wurde. Ebenfalls wird man Probleme mit den meisten Banking-Apps bekommen.

Magisk wird als “systemloses” Root bezeichnet, weil es keine der Systemdateien verändert. Es wird lediglich die Bootpartition modifiziert und die Systemdateien bleiben unberührt. Stattdessen werden die Änderungen praktisch über die Originaldateien gelegt. Wenn eine App eine Systemdatei anfordert, wird die geänderte Version an ihrer Stelle gesendet. Da aber alle Systemdateien intakt sind, kann SafetyNet keine Veränderung registrieren. Die oben genannten Apps können somit auch auf einem mit Magisk gerooteten Smartphone genutzt werden.

Module

Ein weiteres Feature von Magisk wird von SuperSU gar nicht unterstützt. Beide Apps ermöglichen es dem Benutzer natürlich, die Root-Einstellungen zu kontrollieren. Es handelt sich bei Magisk aber auch um ein Repository für Module. Module sind installierbare Mods, mit denen man neue Funktionen auf sein Smartphone bringt. Einige der beliebtesten Mods sind Active Edge-Anpassungen, Austausch von Emojis, RAM-Management-Verbesserungen, Camera2API Enabler für den Google Camera Mod und einige mehr. SuperSU hat keine eingebauten Module. Hier muss auf weitere Frameworks wie Xposed zurückgegriffen werden, um Mods zu installieren.

Geschlosser vs. offener Quellcode

Ein weiterer großer Unterschied zwischen den beiden ist Closed Source und Open Source. SuperSU ist Closed Source, während Magisk Open Source ist. Der Vorteil an Open-Source ist, dass jeder den Quellcode einsehen kann und an der Weiterentwicklung mitarbeiten kann. SuperSU ist geschlossen und wurde vor einigen Jahren an ein chinesisches Unternehmen namens CCMT verkauft. Manche Leute verwenden nicht gerne Closed-Source-Software, zumal Android selbst auf dem Open-Source-Modell aufgebaut ist.

Fazit

Die meisten in der Android-Community bevorzugen aus guten Gründen Magisk. Die systemlose Methode ermöglicht es Benutzern, Anwendungen wie Google Pay, Netflix und Pokemon GO zu nutzen, ohne den Root-Zugriff zu beeinträchtigen. Auch das eingebaute Modul-Repository wächst von Tag zu Tag. Weitere Vorteile sind der Open-Source-Quellcode und die häufigen Updates. SuperSU hingegen hat immer noch viele Benutzer und es erledigt immer noch die Arbeit. Allerdings ist aus technischer Sicht Magisk klar zu bevorzugen.
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