Nach unserem Test des Pomelo P5 kam bei uns nun das Verlangen nach einer portablen Version des elektrischen Skateboards auf. Wir machten uns auf die Suche und wurden bei einem ehemaligen Kickstarter Projekt fündig: dem Maxfind Max-C! Ob der geringere Preis auch Auswirkungen auf die Verarbeitung und Leistung hat? Wir haben es getestet!

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Lieferumfang und Vorbereitung

In der Kiste befinden sich neben dem Skateboard:

  • Controller mit Handgelenksschlaufe
  • Ladegerät mit EU Stecker
  • Kleiner Schraubendreher
  • kurze Anleitung.

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Inbetriebnahme des Maxfind Max-C

Betätigt man den silbernen Startknopf auf der Unterseite des Boards ertönt ein kurzes akustisches Signal und der Kopplungsmodus ist eingeschaltet. Nun noch die Fernbedienung aktivieren und die beiden Geräte sind sofort miteinander verbunden.

Design und Verarbeitung

Maxfind Max C review 35Das Maxfind Max-C ist designtechnisch direkt an der Grenze zwischen spielzeughaftem Aussehen und seriösem Pennyboard einzuordnen. Eine Carbon Lackierung auf der Unterseite soll den Coolness-Faktor erhöhen, doch nach dem ersten Kratzer sieht das Ganze eher etwas unschön aus. Das Griptape auf dem 68 x 20 cm großen Deck sieht auf den ersten Blick rutschfest und sicher aus und bietet den Füßen angenehm viel Halt, doch nach ein paar Fahrten wirft es Blasen und die Ränder beginnen sich abzulösen. Mit etwas Sekundenkleber konnten wir hier jedoch leicht nachhelfen. Doch ist alles schlecht? Nein auf keinen Fall! Der Akku wurde komplett im Inneren des Maxfind Max-C verbaut, genauso wie der Motor, der sich in einem der Räder zu verstecken scheint. So ist es für Außenstehende nur schwer zu erkennen, dass man sich hier wirklich auf einem elektrischen Skateboard bewegt. Dass sich der Motor direkt in einem Rad befindet bringt einen großen Vorteil gegenüber der Antriebstechnik mithilfe eines Zahnriemens: Ist der Akku einmal leer, lässt sich das Maxfind Max-C wie ein ganz normales Pennyboard mit dem Fuß anschubsen und fährt auch so wirklich toll, auch wenn man natürlich den Unterschied zu normalen Pennyboards spüren kann. Man braucht also keine großen Befürchtungen haben, falls mal die Batterie leer geht.

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Alle Anschlüsse wurden feinsäuberlich mit Dichtungen gegen Spritzwasser abgesichert und so konnten wir nach einem Ausflug im Regen den Werbespruch „Das wasserdichte Max-C lässt dich nicht im Regen stehen“ bestätigen! Alles funktioniert noch einwandfrei. Auch der Sound ist minimal gehalten und so hört man keine Antriebsgeräusche. Um das Pennyboard gut transportieren zu können wurde unter der Nose eine Kerbe eingebaut, die als

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Vertiefung in der Nose zum Tragen

Tragegriff dient weshalb man das Max C relativ angenehm in der Hand tragen kann. Angenehm ist hier auch das niedrige Gewicht von gerade einmal 3,2 Kilogramm. Tricks und Sprünge sind dennoch nur sehr schwer zu vollführen, da Das Maxfind Max C im Vergleich zu einem normalen Skateboard dann doch um einiges schwerer ist. Wir empfehlen auf Tricks zu verzichten, um sowohl Akku als auch Motor nicht zu gefährden.

Controller

Der Controller des Max-C besteht aus angenehm griffigem Plastik und bietet eine Schlaufe, um ihn am Handgelenk zu sichern. Generell fühlt sich der Controller des Maxfind Max-C sehr groß und klobig in der Hand an und ist auch sehr auffällig. Neben einem ein/aus Schieber befinden sich an der Seite der Bedienung der USB-Anschluss zum Laden sowie ein Schieber um zwischen den Geschwindigkeitsmodi Low und High zu wechseln. Unterhalb des Joysticks sind vier Lämpchen die den Akkustand anzeigen sowie drei Knöpfe: Rückwärtsgang, Autocruise-Modus und “Code“ Knopf, um Brett und Controller notfalls neu zu pairen.

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Der Controller des Max-C stellte sich am Anfang als kleiner Schwachpunkt heraus, da wir nach dem Auspacken keinen schnellen Modus finden konnten. Über einen kleinen Schalter an der Seite lassen sich zwei verschiedene Stufen einstellen, doch dies war nicht möglich. Nachdem wir die Fernbedienung geöffnet hatten, kamen wir hinter das Rätsel: Die Wölbung der Fernbedienung ließ dem Schalter nicht genug Freiraum, um wirklich umzustellen. Diesem Problem schafften wir jedoch Abhilfe, indem wir die Schalteroberseite entfernten und nun von außen das Ganze mit einem spitzen Gegenstand manuell umstellen können. Kein riesiger Minuspunkt, aber trotzdem etwas ärgerlich und schlecht durchdacht. Könnte aber auch nur ein Einzelfall bei unserem Gerät sein. Ansonsten kann man über die Fernbedienung nichts Schlechtes sagen, denn auch der Rückwärts/Vorwärts Button funktioniert zuverlässig. Das Gas geben findet über einen kleinen Joystick statt, welcher sowohl direkt beschleunigt, als auch abbremst.

Bedienung des Maxfind Max-C

Der Joystick, mit dem man beschleunigen und bremsen kann, konnte mich ergonomisch gesehen nicht überzeugen. Für meine Handgröße steht er zu weit hervor und wird unangenehm, wenn man ihn lange betätigen muss. Hier bevorzuge ich das unauffällige kleine Rädchen des Pomelo P5.

Die unergonomische Form des Joysticks wird durch den “Cruise Mode“ wettgemacht, den man ab einer Geschwindigkeit von 10km/h betätigen kann und dann quasi mit Tempomat fährt, bis man wieder den Joystick betätigt. So kann man die Fernbedienung auch etwas bequemer und unauffälliger in der Hand halten.

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Die zwei Modi Low und High erwiesen sich als sehr praktisch für Boosted Board Anfänger. Im langsamen Modus fährt das Board – sogar wenn man den Gashebel direkt auf Vollgas drückt – sehr sanft an und kommt auf eine von uns gemessene Geschwindigkeit von 8km/h. Dies ist angenehm langsam, um sich an die Lenkung und Bremsung zu gewöhnen. Zu langsam jedoch für den täglichen Gebrauch und zu schwach um Steigungen zu überwinden. Stellt man den Schalter zu Beginn auf „High“, beschleunigt das Max-C unangenehm abrupt und kommt auf gute 16 km/h auf ebener Strecke. Sanfte Steigungen werden mit geringen Geschwindigkeitseinbußen überwunden, eine relativ steile Brücke war jedoch nicht machbar. Das Max-C begann jämmerlich zu piepsen und ich musste auf die „oldschool-Art“ nachhelfen, um auf die andere Seite der Überführung zu kommen. Hier schafft das Pomelo P5 um einiges mehr an Leistung, die besagte Brücke z.B. bezwingt es  mit Leichtigkeit, man sollte jedoch nicht vergessen, dass die Füße auf dem kurzen Max C Pennyboard im Vergleich zum fast 1m langen Pomelo P5 um einiges enger stehen und somit Beschleunigung und Bremsungen schwerer abgefangen werden können, weshalb eine höhere Geschwindigkeit/Leistung hier eher unangenehm und anstrengend wäre.

Was negativ auffiel: Während einer Testfahrt wurde das Brett nach 3.8 km plötzlich langsamer, fast bis zum Stillstand, als ich jedoch den Gashebel kurz losließ und erneut betätigte lief alles wieder wunderbar und es trat seitdem nicht mehr auf.

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Drückt man den Joystick der Fernbedienung nach hinten, bremst das Maxfind Max C ziemlich abrupt ab. Dies ist bei höheren Geschwindigkeiten unangenehm und lässt sich auch durch sanfteres Bedienen des Hebels nicht vermeiden. Für Gefahrenbremsungen ist die Bedienung nicht geeignet, da man sofort vom Brett fällt. Bergab und zum vorsichtigen Reduzieren der Geschwindigkeit ist die Bremsfunktion sehr nützlich, man scheint sich jedoch nie wirklich an das zu starke und unangenehme Bremsen zu gewöhnen. Auch Bergab ist das Max-C nicht allzu Leistungsstark bezüglich der Bremse, da zwar das Tempo auf eine angenehme Geschwindigkeit reduziert werden kann, jedoch allein durch das Betätigen des Bremshebels nicht komplett angehalten werden kann. Unebenheiten auf der Straße sowie kleine Steinchen oder Stöckchen werden problemlos vom Maxfind Max-C überwunden.

Akku

Die Batterie des voll aufgeladenen Boards hat sogar eine Woche in meinem Auto während der heißen Sommerzeit ohne große Einbußen überstanden. Nach einer halben Stunde Testfahrt und 5.1 km Strecke mit Bergtest und Bremstests zeigt die Batterieanzeige immer noch vier von fünf Punkten an. Die in der Anleitung angegebenen 13km Reichweite sind also locker drin und könnten vielleicht sogar überboten werden. Geht es mal bergab, dann ist der Motor in der Lage zur Rekuperation (die Energie in den Akku zurück zuspeisen). Die Ladezeit beträgt zwischen 40 und 60 Minuten, konnte jedoch nicht mit Sicherheit festgestellt werden, da sich die Batterieanzeige auf der Fernbedienung befindet und verdächtig früh einen vollen Ladestand anzeigte sowie von uns während des Tests als unzuverlässig befunden wurde.

Jetzt zur schlechten Nachricht: Leider ist das Maxfind Max-C als elektrisches Skateboard im deutschen Straßenverkehr nicht zugelassen. Eine Entscheidung, die elektrische Kleinfortbewegungsmittel betrifft, soll aber Ende des Jahres kommen. Das bedeutet, dass das Board offiziell nur auf Privatgelände betrieben werden darf.

Fazit und Alternative

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Annika Öttinger:

Ich bin mit dem Maxfind Max-C sehr zufrieden und es kommt auch Fahrspaß auf. Das handliche Board ist wahnsinnig praktisch um mal eben in die Innenstadt zu fahren und sich mit Freunden zu treffen, da es auch leicht getragen und unter dem Tisch im Restaurant verstaut werden kann. Dennoch hat mich die Leistung vor allem an Bergen nicht ganz überzeugen können, weshalb ich mein Pomelo P5 auf längeren Strecken vorziehe. Im Alltag ist das Maxfind Max-C dennoch ein treuer und praktischer Begleiter geworden, den ich nicht missen möchte.

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