Maze Comet

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Neben dem Facelift des Alpha kommt bald auch das Maze Comet. Der Newcomer Maze hat uns mit seinen ersten beiden Modellen durch einen simplen Kniff überzeugen können: kein zehnter Samsung Galaxy S8 Clone, kein iPhone-Design und keine Mi Mix-Kopie! Der Hersteller Maze geht seinen eigenen Weg und das ist auch gut so!

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Das Maze Comet nimmt ein Material auf, was man nicht häufig bei Smartphones sieht: Leder. Zuletzt hat LG dies auf Rückseiten verwendet. In der Praxis zwar gut umgesetzt, aber es kam nicht an. Beim Comet sieht man recht viele spezielle Designelemente, die Hardware ist unterhalb des Maze Alpha angesiedelt. Hier bekommen wir lediglich die Standardkost der nächsten Generation der unteren Mittelklasse geboten: ein MediaTek MT6750T, 4GB+64GB sowie ein 5,7 Zoll Display im 18:9 Format. Dazu gesellt sich ein 4000 mAh Akku und alles, was dem neusten Stand der Technik entspricht. Kann es trotzdem vorab überzeugen?

Design des Maze Comet

Maze Comet 3 186x300Das Design ist derzeitig definitiv einzigartig! Typisch für ein 18:9 Display ist die längliche Bauweise des Maze Comet. Die Rückseite fällt als erstes ins Auge: diese ist nicht wie üblich aus Metall oder Glas, sondern mit Kunstleder überzogen. Auch die Kameraeinfassung ist weitaus mehr als funktionell gehalten. Sie ähnelt einem metallenem Wappen, welches auf das Leder geschraubt scheint. Der glänzende „Maze“-Schriftzug vervollständigt den Rücken.

Um das Maze Comet zieht sich der CNC gefräßte Metallrahmen. An der Seite ist er rund, damit man das Gerät besser halten kann. Oben und unten scheint er sehr gerade und wie ein optischer Abschluss des Smartphones. Auffällig sind die 4 silbernen Punkte / Schrauben an allen vier Ecken des Rahmens; was es mit diesen auf sich hat, werden wir erst im Test herausfinden.

Weiter geht es auf der Vorderseite. Zum einen scheint der Übergang vom Rahmen zum Displayglas mit 2.5D Glas äußerst gelungen. Unterhalb des Displays finden wir den typisch großen Bereich, der auch schon vom Maze Alpha / Blade bekannt ist. Beim Alpha X wird dieser kleiner, was auch gut so ist. Hier findet sich ebenso der Home-Button mit integriertem Fingerabdrucksensor.

Maze Comet 6 147x300Die Android typischen Buttons entfallen. Oberhalb des Displays findet sich ein Bereich für Ohrmuschel, Kamera und Sensoren. Dazu kommt noch Gorilla Glas 5 für das Display sowie ein verstärkter Rahmen. Das Maze Comet hat somit gute Chancen, Stürze zu überleben. Außerdem ist das Maze Comet in Schwarz und Blau erhältlich.

In der Smartphone-Welt, wo sich das Design alle paar Jahre mal ändert und es zig Klone und Nachahmungen dessen gibt, begrüßen wir den Weg, den das Maze Comet geht. Wahrscheinlich wird es schwerer, unhandlicher und klobiger dadurch, dafür aber ein Schmuckstück und einzigartig!

Display

Was hat man sich also beim Display gedacht? Ein Smartphone mit bezelles Display haben wir schon – den aktuellen Trend des 18:9 Formates aber nicht! So bekommt das Maze Comet ein 5,7 Zoll großes Panel im länglichen Format spendiert. Die Auflösung wurde offiziell noch nicht bekannt gegeben, gelistet wird es aber mit 1440 x 720 Pixeln, also gerade mal HD und 282 PPI. Wir hoffen, dass man zu einem FullHD Panel greift. Wie auch beim Mi Mix 2 besitzt das Maze Comet abgerundete Ecken, was ansehnlicher wirkt.

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Der Schritt zum 18:9 Format scheint hingegen wieder vernünftig. Durch das längliche Design, wird das Nutzererlebnis besser und man kann mehr auf dem großen Bildschirm darstellen. Allerdings hoffen wir, dass es über einem FullHD Display verfügt.

Leistung des MAZE Comet

Der neue Standard-SoC der kommenden Mittelklasse ist der MediaTek MT6750T! Der Octa-Core taktet im Maze Comet mit 1.53 GHz, zumindest 4 der 8 Cortex Arm-A53 Kerne. Die anderen werden wahrscheinlich geringer takten, um Energie zu sparen. Um die Grafik kümmert sich der Mali-T860 Chip und es stehen dem System satte 4GB Arbeitsspeicher zur Verfügung. Dieses findet Platz auf dem 64GB großem Speicher. Im Leagoo Kiicaa Mix konnte die Performance überzeugen. Mit der Hardware wird man einen Großteil der Zeit Freude haben – lediglich bei 3D Games kommt es ins Stocken. Auch die 43.000 Punkte bei AnTuTu sprechen für sich. Beim Maze Comet wird die Performance auch davon abhängen, wie ordentlich das System optimiert ist. Angekündigt ist das Maze Comet mit Android 7.0, welches im Maze Alpha flott läuft und so wenig wie nötig verändert wurde.

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Mit dem Design wurde die Zielgruppe bereits abgesteckt: das Maze Comet wird Flagship-User eher weniger ansprechen. Mit dem MT6750T bekommt man eine gute Grundperformance geboten, die für alltägliche Aufgaben locker reicht. Auch konnte man mit der schwächeren Hardware den Preis sicherlich drücken.

Kamera

In der aufwendig gestalteten Kamera auf der Rückseite findet sich ein einzelner Sensor. Der Sony IMX 258 ist mit 13Mp angegeben (von 8MP interpoliert) und besitzt eine Blende von f2.2. Den Sony IMX 258 Sensor kennen wir bereits im Redmi Note 4X oder Vernee Mars Pro: Hier leistet er überzeugende Arbeit. Die Bilder können es nicht mit Flagship Modellen a là Mi6 aufnehmen aber sind besser, als bei den meisten Mittelklassemodellen. Je nach Abstimmung wird man ordentliche Bilder mit dem Maze Comet zaubern können. Außerdem begrüßen wir es sehr, dass man keine unnötige Dual-Cam verbaut.

Auf der Vorderseite kommt der IMX219 von Sony zum Einsatz. Dieser schießt Selfies mit 8MP und einer Blende von f2.2. Er arbeitet unter anderem im Nomu S30 Mini auch als Hauptsensor und weiß zu überzeugen. Bilder im Makro- und Nahbereich werden knackig, scharf und farbenfroh dargestellt.

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Das nächste Kamera Smartphone erwartet uns nicht, aber das Maze Comet setzt auf erprobte Sensoren und verzichtet auf den dämlichen Dual-Cam Trend. So gehört sich das in der Mittelklasse.

Konnektivität und Akkulaufzeit

Maze Comet 7 229x300Auf den Datenblättern findet man bereits erste Zahlen: das Maze Comet soll alle nötigen Netze unterstützen. So steht der Benutzung hier zu Lande nichts im Weg. Außerdem wird man zwei Nano-SIM Karten einsetzen können. Auch eine MicroSD-Karte wird unterstützt, vermutlich ist dies über den Hybrid-Slot gelöst – mit den 64GB Speicher aber kein Problem. Ins lokale Wifi kommt man über ac, GPS und A-GPS sollten ebenfalls unterstützt werden. An Sensoren findet sich das übliche Programm.

Von den Daten handelt es sich beim Maze Comet um denselben Fingerabdruck-Sensor wie beim Maze Alpha. Dieser funktioniert einwandfrei und lies sich konfigurieren, für die Befehle „kurzes und langes Drücken“. Offiziell ist es noch nicht, aber so lassen sich wahrscheinlich auch die On-Screen-Buttons beim Maze Comet „ausblenden“ und durch den Home-Button ersetzen.

Der Akku des Maze Comet bietet eine Kapazität von 4000 mAh, was ausreichend bemessen scheint. Mit dem 5,7 Zoll Display sowie der Mittelklase CPU wird man sicher über den Tag kommen. Wir schätzen die Display On Time auf 4 bis 5,5 Stunden pro Tag. Somit überlebt das Maze Comet auch mal zwei Tage bei genügsamen Umgang. Geladen wird über den Type-C Anschluss mit 5V/2A.

Unsere Einschätzung

Endlich mal was anderes als das klassische Smartphone. Maze mausert sich so langsam zu einem meiner Lieblingsherstellern. Das Maze Comet ist kein Samsung S8 oder Mi Mix, hier versucht man etwas Eigenes zu etablieren – und genau so etwas honorieren wir! Das Maze Comet wird nicht der Kassenschlager des Jahres werden, aber ein sehr interessantes Smartphone. Eine entscheidende Rolle spielt wie immer der Preis, Gearbest listet es derzeitig noch mit 160€, wobei der Pre-Sale noch nicht mal gestartet ist. Wir schätzen, dass dieser bei 130-140€ landen wird – Gebiet des Redmi Note 4X. Sobald wir das Mace Comet erhalten, wissen wir mehr!

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Kommentar Updates
 
Gast
Manuel

Sieht an sich ganz gut aus. Der IMX 258 ist nicht der schlechteste Photosensor, aber eine Blende unter 2.0 hätte man ihm spendieren können. Hatte den Chip im MI4c, HDR sah Bombe aus bei guter Beleuchtung, aber ohne Licht wurde es schnell rauschig.

Gast
Maich

Erinnert mich vom Design sehr an die Edelmarke Vertu. Diese haben zu „alten“ Zeiten Nokia Geräte veredelt. Mit Leder, Mineralglas usw.

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