Meizu 16Xs vorgestellt – Notch-frei in der Mittelklasse

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Neben dem Flagship Meizu 16s, das gerade auch als Global Version erschienen ist, hat Meizu noch ein weiteres Smartphone im Petto. Das Meizu 16Xs ist eine abgespeckte Version des Top-Modells und der Preis von nur 1700RMB (ca. 220€) lässt das Gerät verdammt interessant wirken. Highlights sind unter anderem die Triple-Kamera, der 4000 mAh Akku, die handliche 6,2 Zoll Größe, das Notch-Freie Design, der leistungsstarke Snapdragon 675 Prozessor und mindestens 6GB an Arbeitsspeicher. Damit platziert sich das Meizu 16Xs als Alternative zum Xiaomi Mi 9 SE, wenn es denn in einer Global Version erscheint. Das Meizu 16S kann außerdem ab sofort in der Global Version bestellt werden, kostet mit 500€ allerdings doppelt so viel wie das 16Xs.

Meizu 16Xs Hand

Versionen und Bestellung

Der offizielle Meizu Store ist nach wie vor die Anlaufstelle für Meizu Smartphones in der Global Version. Der Shop versendet zunächst in sein Lager nach England und dann innerhalb der EU nach Deutschland. Dadurch entstehen keine weiteren Kosten, wenn ihr den DHL Express Versand beim Shop wählt. Da es ansonsten kaum Shops gibt, die Meizu Smartphones anbieten, ist der offizielle Aliexpress Shop eine klare Empfehlung. Wir haben bereits 3 Geräte im Shop bestellt und alle erreichten uns innerhalb von 10 Tagen. Zusätzlich gibt es bei Aliexpress auch noch eine Versicherung durch die Allianz mit dazu.  Auch das aktuelle Mittelklasse Smartphone Meizu Note 9 kann man im Shop günstig in der Global Version mit LTE Band 20 und Global ROM bestellen.

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Das Meizu 16Xs, um das es in diesem Artikel gehen soll, steht aber noch nicht in einer globalen Variante zur Verfügung.

Design und Display

Ein 6,2 Zoll AMOLED Display mit schmalen Rändern macht das Meizu 16Xs zu einem kompakten Gerät. Die Abmessungen liegen bei 152 x 74,5 x 8,3mm (Abmessungen Mi 9 SE: 147,5 x 71 x 7,8 mm) und das Gewicht liegt bei leichten 165g. Meizu verzichtet auf eine Notch und verbaut die Frontkamera einfach in einem sehr schmalen Rahmen an der Oberseite. Meizu Smartphones hatten schon immer schmale Display-Ränder und manchmal fragt man sich sogar, warum die Hersteller es nicht alle schaffen, die Kamera in den oberen schwarzen Rand zu setzen. Die Notch-freie Vorderseite wirkt jedenfalls verdammt modern. Ein Fingerabdrucksensor im Display und die Flyme-gestützte Gestensteuerung fehlen natürlich auch nicht.

Meizu 16Xs Farben Design

Hinten ist die Triple Kamera in der oberen linken Ecke platziert. Die Rückseite wird hoffentlich aus Glas bestehen (Meizu verbaut teils aber auch Kunststoffrückseiten, die sich sehr leicht verkratzen lassen – beim Note 9 zum Beispiel!), um eine Resistenz gegenüber Kratzern zu gewährleisten. Das Meizu Logo sitzt beim 16Xs mittig und bei den Farben kann man zwischen Schwarz, Weiß, Blau und Orange wählen, alle mit einem verspiegelten Farbverlauf.

Wobei insbesondere die orangene Version mal etwas Anderes ist und sehr gewagt ausschaut. An der Unterseite findet man im Metallrahmen den USB-Type-C Anschluss, Lautsprecher und sogar noch eine Kopfhöreranschluss. An der Oberseite ist lediglich das geräuschunterdrückende zweite Mikrofon untergebracht. Power-Button und Lautstärkewippe sitzen klassisch rechts außen.

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Das Display misst 6,2 Zoll im 18,6:9 Verhältnis bei einer Auflösung von 2232 x 1080p. Das resultiert dann in gestochen scharfe 403 Pixel pro Zoll und einzelne Bildpunkte sucht man vergebens. Die 430cd/m² bei der Helligkeit lesen sich eher ernüchtern, aber im automatischen Modus sollte vermutlich mehr drin sein. Ein OLED Display ist für diesen Preis jedenfalls eine sehr gute Wahl. Über Gorilla Glas verliert der Hersteller zwar keine Worte, preist aber einen speziellen Blaulichtfilter an. Wer ein kompaktes Smartphone ohne Notch in der Mittelklasse sucht, wird wohl bald um das Meizu 16Xs kaum herumkommen.

Leistung und System

Angetrieben wird das Meizu 16Xs von einem aktuellen Snapdragon 675 Prozessor, den wir bereits vom Note 9 oder Redmi Note 7 Pro kennen. Im Antutu liegt der Prozessor gleichauf mit einem Snapdragon 712 (aus dem Mi 9 SE), sollte aber dennoch etwas mehr CPU und GPU Power liefert. Hier mangelt es noch an Optimierung. Aktuelle Games wie Fortnite oder PubG spielt der Prozessor allerdings mit Leichtigkeit ab. Durch die Fertigung im 11nm Verfahren ist er vergleichsweise sparsam und die 8 Kerne sind in ein Leistungscluster mit 2GHz und ein Stromspar-Cluster mit 1,8GHz unterteilt.

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Als System kommt aktuelles Flyme OS 7 auf dem 16Xs zum Einsatz. Meizus eigenes UI glänzt mit einem minimalistischen und sehr schicken Design. Ebenso ist der Funktionsumfang nicht gerade von schlechten Eltern. Auch hat Meizu versprochen, sich mehr um Updates bei der Global ROM zu kümmern. Hier wurde auch bereits geliefert. Die offizielle Global Version des Meizu 16Xs wird dann natürlich mit der offiziellen Global ROM inklusive Google Services, Google Playstore und deutscher Sprache ausgeliefert. Beim Speicher hat man die Auswahl zwischen 6/64GB oder 6/128GB, es wird sich wohl um eMMC Speicher handeln. Die 6GB LPDDR4X RAM reichen in jedem Fall für exzessives Multitasking aus.

Kamera des Meizu 16Xs

Meizu 16XS Schwarz TestMeizu stellt die Triple Kamera in den Fokus und präsentiert im 16Xs ein 48MP + 5MP + 8MP Set-Up und auf der Vorderseite findet man einen 16 Megapixel Selfie Sensor. Die Hauptkamera schießt Fotos mit 12 Megapixel, ob es der Samsung GM1 oder der neue Sony IMX582 Sensor ist, bleibt abzuwarten. Die Hauptkamera hat jedenfalls eine große Blendenöffnung von f/1.7 und sollte auch noch anständige Nachtaufnahmen produzieren. Der 5 Megapixel Sensor steht zur Tiefenerkennung bei Portrait/Bokeh Shots zur Verfügung und beim 8 Megapixel Sensor handelt es sich um eine Super Weitwinkel Kamera. Der PDAF Autofokus wird auch noch erwähnt, leider gibt es kein Wort zur Stabilisierung bei Videos. Zuletzt konnte Meizu im Note 9 keinerlei Stabilisierung für Videoaufnahmen liefern, das ist im Vergleich zu Konkurrenz einfach problematisch. Hoffen wir mal, dass das im Meizu 16Xs anders ausschauen wird, wirklich beurteilen kann man die Kamera ohnehin erst im ausführlichen Testbericht.

"Ultra-Weitwinkel

Konnektivität und Akku

Meizu liefert die Standards und mehr muss es auch noch sein. Die Global Version wird auch Band 20 unterstützen, aber aktuell gibt es nur die China Version des 16XS mit folgenden Frequenzen:

GSM: B2/B3/B5/B8

WCDMA: B1/B5/B8

TD-SCDMA: B34/B39

CDMA: BC0

TD-LTE: B34/B38/B39/B40/B41

FDD-LTE: B1/B3/B5/B8

Ansonsten gehört ac-WIFI im 2,4 und 5GHz Netz ebenso zum Pflichtprogramm wie Bluetooth 5.0. GPS wird natürlich unterstützt und neben den 3 Standsensoren (Näherungs-, Beschleunigungs- und Helligkeits-Sensor) liefert Meizu noch einen Kompass und Gyroskop Sensor mit.

Meizu 16XS 4000mAh Akku

Highlight ist definitiv der 4000 mAh Akku, der auch noch Meizus Schnelladetechnologie mCharge unterstützen wird. Damit sollte der Akku in 1 Stunde und 30 Minuten wieder voll aufgeladen sein. Ansonsten erwartet uns beim Meizu 16Xs ein Handy mit einer 2 Tage Akkulaufzeit.

Unsere Einschätzung

Das Meizu 16s klingt zwar spannend als Flagship, aber bedenkt man den Preis und die Ausstattung, dann ist das Meizu 16Xs eigentlich das viel interessantere Gerät. Meizu tut gut daran, sich zunächst um die Mittelklasse zu kümmern, denn oben bei den Flagships zählt nur pure Leistung und starke Bildqualität und Xiaomi, Huawei, Oneplus und Samsung sind dort einfach noch überlegen. Auch wenn Meizu mit Kampfpreisen wirbt, die Global Version des normalen 16S kostet fast 500€. Wenn wir für das 16XS bei knapp 250€ landen, dann kann sich das Gerät vielleicht als Notch-Freie Alternative zum Mi 9 SE etablieren. Nebenbei gibt es natürlich auch eine bessere Akkulaufzeit und etwas mehr Leistung. Wir sind gespannt auf den Test und wir werden uns eine Global Version bestellen, sobald diese verfügbar ist.

 
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Marion Bergan
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Marion Bergan

Ist es nicht egal in welcher Klasse man antritt, gegen xiaomi aber hat man speziell in der Mittelklasse keine Chance was Preis Leistung anbelangt. Note 7, 9se und auch das Poco bieten für jeden Bereich Ausnahme Geräte.

Wolfi
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Wolfi

Das Motorola G7 Power macht das Redmi Note 7 derart platt, dass ich es sofort verscherbelt habe- und es ist noch günstiger. Es hat zudem NFC, 2 Tage länger Akku und einfach die bessere Kamera… Sorry… und Meizu holt gerade schwer auf

Ralle
Gast
Ralle

Ein 16,6:9 Display macht gerade bei den “kleineren” Displayformaten absolut Sinn. Dadurch ist das Display spürbar breiter als z.B. beim MI 9 SE, was sich gerade beim Video oder Foto schauen positiv auswirkt, da das Display dabei effizient genutzt werden kann. Meizu macht mich schwach 🙂

Gibt’s schon Infos bezüglich NFC oder Wireless Charging?