Meizu E3

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Mit dem Meizu E3 präsentiert der kleine Hersteller einen Konkurrenten zum kürzlich veröffentlichten Xiaomi Redmi Note 5. MEIZU bringt das Gerät auch in einer Global Version (also mit internationaler Software inklusive Google Apps) und dem Anschein nach trägt das Gerät dann den Namen M6E. Das Meizu E3 soll dem Xiaomi Redmi Note 5 die Kundschaft streitig machen, dafür sorgt eine sehr ähnliche Ausstattung. Mit einem Snapdragon 636, 6GB RAM, einem 6 Zoll FHD+ Display und einer Dual Kamera mit 12 und 20 Megapixel Sensor liest sich das Datenblatt verdammt gut. Einzig der 3360mAh Akku ist etwas klein, was in Anbetracht des sparsamen Qualcomm Prozessors aber kein Problem sein sollte. Wir haben uns das Meizu E3 in diesem Artikel mal genauer angeschaut. Für 232€ kann man das E3 derzeit in China erwerben.

Meizu E3 Design

Design und Display

Meizu E3 Display 3Ein modernes Design und eine gute Verarbeitung kennt man von Meizu zu genüge. Selbst Polycarbonatgehäuse wie beim M5 oder M6 wirken wie aus einem Guss und Meizu glänzt mit tadellosem Handwerk. Das Unibody Metallgehäuse erinnert wie üblich an das Iphone 7 und dazu tragen auch die ähnlich gestalteten Antennenlinien bei. Vor ein paar Jahren hat Meizu sein Logo überarbeitet und dieses prangert dezent und modern an der Rückseite. Der frühere mTouch Button beherrscht alle Funktionen, die man am Smartphone brauchte und auch der Fingerabdrucksensor war integriert. Heutzutage gilt es jedoch so viel Display wie möglich auf die Vorderseite zu packen und da hat der gute alte Button keinen Platz mehr. Stattdessen wandert der Fingerabdrucksensor in den Power-Knopf ab. Der Zurück-, Home- und Multitaskingbefehl werden weiterhin in einem drucksensiblen Button im Display zur Verfügung stehen. Wie gut das funktioniert, wird allerdings erst der ausführliche Testbericht zeigen.

Meizu E3 Meizu E3 Fingerabdrucksensor

Beim Display geht Meizu beim E3 mit der Zeit und setzt auf ein 18:9 Format IPS Display mit FHD Plus Auflösung. Das bedeutet 2160 x 1080 Pixel ergeben 403 Pixel pro Zoll. Durch das 18:9 Format bleiben auch 6 Zoll Smartphones noch ausreichend handlich. Man kann also die Displaygröße auf 6 Zoll steigern und das Meizu M3E ist lediglich ein paar Millimeter länger als ein 5,5 Zoll großes M6 Note. Werksangaben zum Display sind weiterhin ein 1500:1 Kontrast und eine Helligkeit von 450 cd/m².

Leistung und System

Zum ersten Mal konnte Meizu im M6 Note mit einem Snapdragon CPU begeistern. Nun greift man beim E3 direkt nach Xiaomi zum Snapdragon 636 und das ist in Anbetracht des Xiaomi Redmi Note 5 Testberichts eine exzellente Wahl. Der Snapdragon 636 schließt ähnlich wie der große Bruder Snapdragon 660 die Lücke zu den überteuerten 600€ Boliden. Der Octa-Core Prozessor liefert in der Praxis mit 4 x 1,8GHz und 4 x 1,6GHz Leistung, die für 90% der Nutzer vollkommen ausreicht. Das Meizu E3 hat dann auch noch 6GB RAM an Bord und Multitasking ist unbegrenzt möglich. Auch aktuelle 3D Spiele aus dem Google Playstore sind für die Adreno 509 GPU Kinderkram. Wer ein leistungsstarkes und zukunftssicheres Handy sucht, ist mit dem Mittelklasse-Smartphone Meizu E3 bestens beraten. Der üppige Speicher von wahlweise 64 oder 128GB lässt sich auch noch mit einer beliebig großen Micro-SD erweitern.

Als System kommt hauseigenes Flyme zum Einsatz. Ob das optisch und technisch stark angepasste Betriebssystem schon eine Android 8 Basis hat, bleibt abzuwarten. Wer mehr über Funktionen und Aussehen von Flyme OS sehen will, sollte sich den Testbericht des M6 Note mal genauer anschauen.

Kamera und Akku

Beim Dual-Kamera Set-Up lässt Meizu die Muskeln spielen. Ein potenter Sony IMX362 Sensor mit f/1.9 Linsenöffnung, großen 1,4μm Pixel und einem Dual-Pixel Autofokus soll für hervorragende Bilder und Videos sorgen. Obendrauf hört sich der zweite Sensor mit 20 Megapixel auch einschüchternd im Vergleich zu den 5 Megapixel des Redmi Note 5 an. Neben Bokeh Aufnahmen soll auch ein 2,5 Zoom ohne Qualitätsverlust möglich sein. Wir sind gespannt, ob das Datenblatt und die hohen Megapixelzahlen auch in der Praxis überzeugen können. Insbesondere um ein direktes Duell mit dem Redmi Note 5 wird das Meizu E3 nicht herumkommen. Bei der Akkulaufzeit wird Meizu bedingt durch den 3360 mAh Akku schon mal verlieren. Immerhin wirbt Meizu mit 20W Quick-Charge, was die Geschwindigkeit es QC 2.0 des Redmi Note 5 problemlos in den Schatten stellen sollte.

Für anspruchsvolle Selfies sorgt ein 8 Megapixelsensor mit f/2.0 Linsenöffnung. Dieser sorgt auch für den obligatorischen Face-Unlock, der vermutlich dem Fingerabdrucksensor deutlich unterlegen sein wird. Für den Fingerabdrucksensor gibt MEIZU eine Geschwindigkeit von 0,2 Sekunden und einen 360° Erkennung-Winkel an.

Konnektivität und Kommunikation

Die chinesische Variante des Meizu E3 unterstützt folgende Netzfrequenzen. Bei der Global Version wird dann hoffentlich auch Band 20 mit dabei sein:

2G: GSM B2/B3/B5/B8
2G: CDMA 1X BC0
3G: CDMA 2000 BC0
3G: WCDMA B1/B2/B5/B8
3G: TD-SCDMA B34/B39
4G: TDD-LTE B34/B38/B39/B40 /B41
4G: FDD-LTE B1/B3/B5/B7/B8

Ansonsten macht Meizu alles richtig. Dual Band WIFI (2,4 und 5GHz Netz) mit ac-standard und brandaktuelles Bluetooth 5.0 sind am Start. Neben den Standard-Sensoren: Beschleunigungs-, Näherungs-, Helligkeits-Sensor gibt es auch noch einen Kompass, Gyroskop, Hall-Sensor und Infrarotsender. Auch GPS mit GLONASS und OTG dürfen natürlich nicht fehlen. Einzig auf NFC muss man verzichten. Ein aktueller USB-Type-C Anschluss an der Unterseite rundet das Meizu E3 Paket ab.

Unsere Einschätzung

Wenn Meizu es schafft, eine Global Version (vermutlich mit dem Namen M6E) auf irgendeine Art nach Europa zu bringen, dann wird es vermutlich ein erfolgreiches Jahr für den kleinen Chinesen. Xiaomi, Oppo, Vivo und Huawei sind in den letzten Jahren ihren Weg gegangen, Meizu hinkt immer noch etwas hinterher. Dabei sind die Smartphones meist hervorragend und auch in China recht schnell ausverkauft und beliebt. Aber die Versorgung mit Geräten ist nicht gewährleistet und insbesondere bei uns in Europa ist es sehr schwierig, die Hände an das richtige Gerät zu bekommen. Hoffen wir, dass Meizu mit dem E3 dazu gelernt hat und die Geräte nach Europa transportieren lässt. Das Meizu E3 ist jedenfalls ein ernsthafter Konkurrent für das derzeit beste Mittelklassesmartphone: Xiaomi Redmi Note 5.

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Jonas AndreHugoHaraldjanniGrabeEnzio Letzte Kommentartoren
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Hugo
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Hugo

der Unterschied zwische der Global und der Chinaversion lievt doch lediglich im Band 20 oder? Google Apps lassen sich doch auch auf der Chinavtsion nachinstallieren, war jedenfalls bei meinem MX4 so wofuer ich langsam einen Nachfolger suche

Luki
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Luki

50€ teuer und das in China, Android 7 und ohne Band 20!

Enzio
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Enzio

Die Global kommt sicher. Die vom Note 6 kann man ja zur Zeit über Ebay kaufen. Denke also, dass es diesmal auch eine Global vom E3 geben wird. Ist zwar teurer als das Xiaomi Note 5, dafür gibts dann aber sicher die bessere Kamera und die bessere Verarbeitung. Und falls es wirklich so kommt, dass die Global vom Note 5 eine minderwertigere Hardware im Vergleich zur China-Version ( Schlechtere Blende steht wohl schon fest, dazu eventuell eingesparter EIS) erhält, aber trotzdem teurer wird, kann mich Xiaomi mal kreuzweise. Hatte mich auf das Note 5 gefreut, aber ich zahl nicht mehr Geld für ein minderwertigeres Global-Gerät.

janniGrabe
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janniGrabe

Die Global kommt wohl (leider) ziemlich sicher nicht. Das hat der Marketingchef von Meizu letztens auf Twitter klargestellt: „The Meizu E3, initially branded ‚M6E‘ internationally, will only be released in China. Our focus internationally is on bringing the M6s to more markets around the world.“ (https://twitter.com/ArdCB/status/976363022955532294)

Enzio
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Enzio

Na toll. Ich hatte es schon auf dem Zettel. Total unverständliche Entscheidung von Meizu. Gerade auch deswegen, weil das Note 6 ja als Global mit Band 20 zu bekommen ist. Zwar selten, aber man kommt ran.

janniGrabe
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janniGrabe

Ist echt unverständlich, es wäre eine super Alternative zum Redmi Note 5 gewesen, mit USB-C und vermutlich besserer Kamera.

Harald
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Harald

Wahrscheinlich bessere Kamera ok aber bessere Verarbeitung? Minderwertige Hardware, da warten wir doch mal ab. Die Blende das ist sehr wahrscheinlich richtig, wird auf dem Papier schlechter sein.
Was das in der Praxis für einen Unterschied machen wird muss man sehen. Ob EIS fehlen wird ist derzeit einfach nur eine schlichte Vermutung, genauso kann es gut sein, dass es vorhanden sein wird. Eventuell wird es sich auch wieder nachträglich „aktivieren“ lassen, die Community ist bekannter Maßen groß und besonders aktiv.
Was meinst du mit aber trotzdem teurer wird, teurer im Vergleich wozu, zur China Version die ohne Band 20 ist?
Dumm ist es allemal dem Kunden das Gefühl zu geben man würde ihn versuchen mit schlechterer Ausstattung abzuspeisen da stimme ich dir uneingeschränkt zu!

Letztendlich vergleiche ich aber nicht nur Xiaomi intern die Geräte sondern mit dem was auf dem Markt verfügbar ist und da sieht es aktuell so aus, dass es Xiaomi wieder geschafft hat die Konkurrenz auszustechen.
Eines muss man dabei festhalten, dieser Erfolg liegt nicht nur an Xiaomi sondern auch an der Unfähigkeit der anderen Hersteller, daher bin ich wenn dann sauer auf die anderen Hersteller, welche erneut eine Chance zu verpassen zu Xiaomi aufzuschließen.

Dazu zähle ich genau Meizu, da bekommen sie Zugriff auf den 636er und entschließen sich dann offensichtlich doch dazu diesen lediglich in China anzubieten. Der Rest der Welt bekommt mit dem M6S den tatsächlich minderwertig ausgestatteten „Abklatsch“ (kleineres HD+ Display, langsamerer CPU, weniger interner Speicher, weniger RAM…) zu einem Preis der gerade mal 25-30€ unter dem Note 5 liegt zu kaufen!
Das ist mal richtig ärgerlich!