Mit dem Meizu Pro 7 Plus meldet sich der chinesische Hersteller mit einem neuen High-End Smartphone zurück. Das vergangene Jahr war für Meizu sehr erfolgreich, auch wenn man davon in Europa nicht viel mitbekommen hat. 2016 wurden ganze 22 Millionen Smartphones verkauft (Quelle), womit der China-Riese Meizu hierzulande bekannte Hersteller wie Sony (15 Millionen) bereits hinter sich lässt.

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Gleichzeitig erfreut sich Meizu im Gegensatz zu Xiaomi und Oneplus in Deutschland noch keiner Bekanntheit und auch das neue Meizu Pro 7 Plus wird hierzulande nicht offiziell verkauft werden. Chinahandys.net hat sich dennoch nicht lumpen lassen und sich ein Testgerät des neuen Flaggships besorgt. Ob das Smartphone im Praxiseinsatz überzeugen kann, erfahrt ihr im folgenden Testbericht. Ein 5,7 Zoll AMOLED Display, gepaart mit einer Dual-Kamera und einem zweiten AMOLED-Display auf der Rückseite, ein brandneuer Helio X30 Prozessor und große Speichermodule lassen auf ein neues Top-Smartphone hoffen.

Design und Verarbeitung

Das herausstechende Merkmal des Meizu Pro 7 Plus ist das zweite Display auf der Rückseite. Obwohl ein Display dieser Art ein Novum in der Smartphone-Welt darstellt, harmonisiert das Extra-Feature hervorragend mit dem Rest des Handys. Anstatt auf eine auffällige Abhebung zu setzen, wurde das zweite Display im zurückhaltenden Schwarz gehalten und befindet sich in einem Bauelement mit der Dual-Kamera und dem Dual-LED Blitz. Durch diese Anordnung wirkt die Rückseite des Smartphones trotz des zweiten Displays noch angenehm aufgeräumt.

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Mit seinem großen 5,7 Zoll Display ist das Meizu Pro 7 fast schon in der Phablet-Kategorie zuhause. Eine einhändige Bedienung ist in der Regel nicht möglich. Die Maße des Handys betragen 157 x 77 x 7,3mm und entsprechen trotz des größeren Displays denen der meisten 5,5 Zoll Handys. Zudem ist das Smartphone ausgesprochen schlank und hat mit 170g auch ein sehr angenehmes Gewicht.

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Die Lautstärke-Regler und der Powerbutton befinden sich auf der rechten Seite. Als Ersatz für die Soft-Touch Buttons kommt der multifunktionale Home-Button zum Einsatz. Dieser führt bei kurzer Berührung den Zurück-Befehl aus. Drückt man den Button hingegen mechanisch herunter, wird der Home-Befehl ausgelöst und zum Aufrufen der geöffneten Apps wischt man neben dem Homebutton nach oben. Die Steuerung des Smartphones ist in den ersten Minuten etwas gewöhnungsbedürftig. Man gewöhnt sich allerdings schnell daran und bedient das Smartphone dann genauso gut wie mit Soft-Touch Buttons. Als weitere Funktion dient der Homebutton zum Entsperren des Smartphones mit dem integrierten Fingerabdrucksensor. Dieser erfüllt seine Funktion sehr genau und entsperrt das Smartphone auf im Bruchteil einer Sekunde. Etwas störend empfand ich allerdings, dass der Homebutton mechanisch betätigt werden muss, um die Entsperrung durchzuführen.

Die Verarbeitung des Meizu Pro 7 ist durch und durch Premium-Niveau. Nichts knackt oder gibt nach, wenn man Druck auf das Handy ausübt und das Metallgehäuse vermittelt in der Hand ein hochwertiges Gefühl. Auf den Akku hat man leider keinen Zugriff. Zwei Nano-SIM Karten können linkerhand in einen Schacht eingesetzt werden.

Lieferumfang des Meizu Pro 7

Meizu Pro 7 Plus 1 300x200Das Meizu Pro 7 kommt in einer stylischen Box in Schwarz. Darin befindet sich neben dem Smartphone eine Schutzhülle, ein USB-Type C Kabel, ein Netzstecker und ein Stecker zum Herausnehmen des SIM-Slots. Eine Bedienungsanleitung ist ebenfalls vorhanden, allerdings nur in chinesischer Sprache.

Display

Das Meizu Pro 7 Plus hat ein 5,7 Zoll großes 2K-Display mit einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixel verbaut. Das Display arbeitet mit AMOLED-Technik. In der Praxis kann das Display auf ganzer Linie überzeugen und es handelt sich mit großer Sicherheit um das beste Panel, das bisher in einem Meizu Smartphone verbaut wurde. Dank der AMOLED-Technik ist der Kontrast unendlich hoch, da schwarze Bildflächen einfach unbeleuchtet bleiben. Die Farbdarstellung ist sehr kräftig. Man bekommt also kein besonders naturgetreues Bild geliefert, dafür allerdings ein sehr leuchtstarkes mit lebendigen Farben. Insbesondere Rot und Blau wirken im Vergleich mit anderen High-End Phones etwas übertrieben. Dies fällt allerdings nur im direkten Vergleich auf. Dank der extrem hohen Auflösung kommt das Meizu Pro 7 Plus auf gigantische 518 Pixel pro Zoll. Einzelne Bildpunkte sind mit besten Willen nicht mehr auszumachen und alles erscheint zu 100% scharf.

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Im direkten Vergleich mit dem Meizu Pro 7 fällt bei der Plus-Variante die höhere Helligkeit auf. Von Hersteller diese mit 430 cd/m² (im Vergleich zu 350 cd/m² beim Pro 7) angegeben. In Kombination mit dem hohen Kontrast des Smartphones ergibt sich so eine gute Lesbarkeit beim Einsatz im Freien. Auch bei recht starker Lichteinstrahlung kann das Handy noch problemlos bedient werden.

Die Werkseinstellungen des Displays haben mir persönlich gut gefallen. Wer das Display den eigenen Vorlieben anpassen will, bekommt von Meizu leider noch eine sehr undifferenzierte Auswahl zwischen den Displayeinstellungen Adaptiv, Standard, Foto und Dynamisch geliefert. Ein Feature, das mir persönlich jedoch sehr gut gefällt, ist der integrierte Lesemodus, der die Blaustrahlung des Displays reduziert. Dieser kann auch automatisch in den Abendstunden aktiviert werden.

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Der Touchscreen registriert bis zu zehn Berührungspunkte gleichzeitig und arbeitet äußerst präzise und schnell. Zum Schutz vor Kratzern kommt Gorillaglas 5 zum Einsatz. Einen Kratztest mit Schraubenzieher und Schlüssel übersteht das Meizu Pro 7 Plus ohne sichtbare Beschädigungen.

Fenêtre-Display

Das Alleinstellungsmerkmal des Meizu Pro 7 ist das zweite Display auf der Rückseite. Dieses Bezeichnet der Hersteller als „fenêtre“, was Französisch ist und „Fenster“ bedeutet. Es handelt sich hierbei um ein 1,9 Zoll großes AMOLED-Display mit einer Auflösung von 536 x 240 Pixeln. Das Display aktiviert sich automatisch, sobald man das Handy umdreht. Dies funktioniert in der Praxis sehr gut. Alternativ kann man das Display auch durch doppeltes Anklicken aufwecken.

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Die Funktionen des zweiten Displays sind derzeit noch relativ eingeschränkt. So zeigt es nach der Aktivierung einfach die Uhrzeit und den Wochentag, oder einen vordefinierten Hintergrund an. Wischt man nach links, kann man sich noch über die zurückgelegten Schritte und das aktuelle Wetter informieren. Zudem gibt es eine Benachrichtigungsanzeige. Der Inhalt von Apps wie Facebook-Messenger oder Whatsapp-Nachrichten werden leider (noch) nicht angezeigt, vielleicht wird es hierfür aber in der Zukunft Updates geben.

Die mit Abstand praktischste Funktion des zweiten Displays ist genau das richtige für Selfie-Fans. Und zwar kann man mit einem Klick auf Secondary-Display Icon in der Kamera App die Rückkamera auf dem zweiten Display anzeigen lassen, um Selfies mit der Rückkamera aufnehmen. Hier lassen sich dann wirklich sehr schöne Aufnahmen produzieren, da die Rückkamera natürlich auch eine wesentlich bessere Qualität als die kleine Frontkamera liefert.

Zusammenfassend ist das zweite Display auf der Rückseite sicher als ein Feature mit Potential zu bezeichnen. Allerdings sind die Funktionen derzeit noch viel zu eingeschränkt. Das einzige Feature, das in der Praxis wirklich einen Mehrwert darstellt, ist die Selfie-Funktion.

Leistung

Das Meizu Pro 7 ist das erste Smartphone mit dem neuen Mediatek Helio X30 Prozessor. Die CPU wurde Anfang 2017 vorgestellt und verfügt über ganze 10 Kerne. Diese teilen sich in drei Cluster auf auf:

CPU Cluster 1: 2 x ARM Cortex-A73 @ 2.6GHz
CPU Cluster 2: 4 x ARM Cortex-A53 @ 2.2GHz
CPU Cluster 3: 4 x ARM Cortex-A35 @ 1.9GHz

Der Clou an der hohen Kernzahl liegt nicht nur in der Geschwindigkeit, sondern insbesondere in der Energieeffizienz, zu der auch das neue 10 Nanometer Herstellungsverfahren beiträgt. Je nach Anwendungsintensität werden die verschiedenen Cluster eingeschaltet. So arbeitet bei der Nutzung von einfachen Grundfunktionen nur das Energiesparcluster mit 1,9GHz., während bei Gaming und anspruchsvollen Apps die weiteren Cluster hinzugeschaltet werden. Mediatek verspricht hiervon einen Leistungszuwachs von 35 Prozent im Vergleich zum Helio X20 bei einer gleichzeitigen Erhöhung der Energieeffizienz um bis zu 50%. Hinzu kommen auf dem Meizu Pro 7 Plus ganze 6GB LPDDR4X RAM und eine PowerVR 7XTP GPU mit 850MHz. Zudem handelt es sich bei den Speichermodulen um schnellen UFS 2.1 Speicher, von dem je nach Version 64 oder 128GB zur Verfügung stehen.

Auf dem Papier hat das Meizu Pro 7 also eine brachiale Leistung zu bieten. Dies bestätigt sich auch bei der Nutzung des Smartphones. Seit Jahren hatte ich bei der Nutzung des Pro 7 Plus das erste Mal wieder das Gefühl, dass Mediatek wieder mit der High-End Riege herankommt, die mittlerweile ausschließlich von Qualcomm Snapdragon Prozessoren besetzt wird. Das Meizu Pro 7 Plus navigiert ohne Wartezeiten mit einer durchweg sehr hohen Geschwindigkeit durch das System. Auch das Laden von Apps und das Rendering im Browser funktioniert schnell und butterweich. Beim Gaming macht das Meizu Pro 7 Plus ebenfalls eine gute Figur. Sämtliche Spiele laufen auf dem Handy flüssig und ohne spürbare Einschränkungen. Die Wärmeentwicklung bleibt dabei ebenfalls auf einem akzeptablen Niveau und das Smartphone wird mit 39° an der heißesten Stelle zwar spürbar warm, jedoch nie unangenehm heiß.

Antutu Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis Geekbench Single Ergebnis

Was die verbauten Speichermodule angeht, hat Meizu ebenfalls hochwertige Hardware verbaut. Der RAM ist mit 7 GB/s im guten Mittelfeld, wie auch der UFS-Speicher mit einer Lesegeschwindigkeit von 300 MB/s und einer Schreibgeschwindigkeit von 250 MB/s. Insgesamt ist die Performance des Smartphones auf einem erstklassigen Niveau und kann sich mit einem Snapdragon 835 und 821 messen, wenngleich die genannten Qualcomm-Prozessoren zumindest in den Benchmarks noch die Nase vorn haben.

System

Das Meizu Pro 7 Plus läuft mit FlymeOS 6 auf Android 7.0 Basis. Bei Flyme handelt es sich um eine stark modifizierte Benutzeroberfläche mit einer großen Fangemeinde. Die Optik von Flyme ist bunter als Stock-Android und die Icons haben ein minimalistisches Layout. Typisch für die chinesischen Benutzeroberflächen gibt es keine App-Übersicht. Alle Anwendungen werden stattdessen auf der Homescreen abgelegt und können dort dank eines ausgeklügelten Ordner-Systems gut sortiert werden. Auf dem Meizu Pro 7 bringt das Flyme-System eine Multi-Screen Ansicht, einige Feineinstellungen und ein Sicherheitscenter mit. Insgesamt läuft das System ausgesprochen flüssig und schnell und hat eine sehr ansprechende Optik.

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Derzeit gibt es das Meizu Pro 7 bei den einschlägigen China-Shops entweder mit Englisch/Chinesischer Original-Software oder modifizierter Multilanguage Custom-ROM mit Google Playstore. Beide Varianten sind eigentlich nicht empfehlenswert, weil die Shop-ROM keine Updates erhalten wird und auf der Original-Software keine deutsche Sprache und viele China-Apps vorhanden sind. Zum Glück gibt es vom Hersteller aber eine Global-ROM mit deutscher Sprache und ohne Chinaapps, auf der auch der Playstore mit einem Klick installiert werden kann. Die Installation ist einfach und kann mit dieser Anleitung auch von technisch unerfahrenen Nutzern durchgeführt werden.

Kamera

Das erste Dual-Kamera Setup von Meizu besteht aus zwei 12MP Sony IMX386 Sensoren mit einer ƒ/2.0 Blende. Davon ist ein Sensor ein Farbsensor und der andere ein monochromer Schwarz/Weiß Sensor. Wir haben also die Möglichkeit, hervorragende Schwarz/Weiß Aufnahmen und Bokeh Shots zu produzieren. Ein Doppelzoom bleibt aber aus. Eine optische Bildstabilisierung ist nicht vorhanden. Es gibt lediglich elektronische Stabilisierung bei Videos mit Full-HD Auflösung.

Die Kameraqualität bei Tageslicht kann sich durchaus sehen lassen. Die Bilder sind ausreichend scharf und es gibt kein Bildrauschen. Im direkten Vergleich mit dem Oneplus 5 und dem Xiaomi Mi6 ist die Bildqualität des Meizu Pro 7 Plus auf einer Ebene mit der Konkurrenz. Was die Farbwiedergabe angeht, würde ich sogar dem Meizu Pro 7 Plus den Vorrang geben, da die Bilder besonders leuchtstark sind und die Farben sehr schön zur Geltung kommen.

Bei Nachtaufnahmen zeigt sich ein gemischtes Ergebnis. Zum Teil sind die Aufnahmen wirklich sehr schön geraten und haben ein geringes Bildrauschen bei einer guten Farbwiedergabe. Allerdings tritt auch häufig das gegenteilige Ergebnis ein und das Meizu Pro 7 Plus produziert solche Aufnahmen:

Die Selfie-Kamera ist von mittelmäßiger Qualität. Sie hat mit 16 Megapixel und einer f/2.0 Öffnung zwar auf dem Papier einiges zu bieten, die Selfies sind in der Realität jedoch weitaus weniger überzeugen. Zwar lassen sich durchaus gute Bilder aufnehmen, im direkten Vergleich ist die Schärfe jedoch weniger hoch und häufig wird auch der Fokus falsch gesetzt. Auf die etwas dürftige Selfie-Kamera kann man jedoch auch getrost verzichten, denn dank des AMOLED-Displays auf der Rückseite kann man Seflies auch mit der Rückkamera aufnehmen. Man sieht dann ein kleines Vorschaubild und kann die Lautstärke-Regler zum Auslösen benutzen. Auf diese Weise kommt man als Selfie-Fan voll auf seine Kosten.

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Selfie mit der Rückkamera aufgenommen

Was die Dual-Kamera Funktionen angeht, kann man zwar schöne Schwarz-Weiß Aufnahmen mit dem Meizu Pro 7 Plus produzieren, die Portrait-Funktion ist jedoch beinahe gänzlich unbrauchbar. Hier mangelt es dem Hersteller schlicht und ergreifend an Software-Optimierung, denn es kommt bei jedem Foto vor, dass Teile des Gesichts oder der Haare nicht sauber vom Hintergrund abgetrennt, sondern verschwommen dargestellt werden.

Insgesamt hinterlässt das Meizu Pro 7 Plus in punkto Kamera einen gemischten Eindruck. Die Bildqualität bei Standard-Aufnahmen mit guten Lichtbedingungen ist schlichtweg klasse und auch die Möglichkeit, die Rückkamera für Selfies zu nutzen, ist einfach sehr gelungen. Dafür versagt das Handy bei den meisten Nachtaufnahmen und die Bokeh-Funktion der Dual-Kamera ist eher unbrauchbar.

Konnektivität

Das Meizu Pro 7 Plus ist ein Dual-SIM Smartphone. Es können zwei Nano-Simkarten gleichzeitig in dem Handy betrieben werden. Die Möglichkeit, den Speicher per Micro-SD zu erweitern, gibt es leider nicht. Was die Netzfrequenzen angeht, werden alle in Deutschland nötigen 2G und 3G Frequenzen unterstützt. LTE ist mit den Frequenzen 1800 und 2600MHz vertreten, das für O2 und Eplus wichtige LTE Band 20 fehlt allerdings. Die Empfangsstärke des Smartphones ist sehr gut und steht hinter anderen High-End Phones nicht zurück. Beim Telefonieren überzeugt das Handy ebenfalls mit einer warmen Stimmübertragung und einem angenehmen Klang. Auch die Freisprechfunktion kann verwendet werden.

In punkto Konnektivität ist fast alles geboten, ein paar Dinge sind aber nicht auf Flagship Level. So ist „nur“ Bluetooth 4.2 an Bord und eben kein 5.0 Standard. Wenngleich dies in der Praxis keine wirkliche Einschränkung darstellt, wird dieser Standard bereits vom günstigeren Xiaomi Mi6 geboten.

Dual-Band Wifi wird mit neusten .ac-Standard unterstützt. An Sensoren verbaut MEIZU neben dem Standard auch noch Gyroskop und Kompass. NFC, ein Infrarot-Sender und ein FM-Radio sind allerdings nicht vorhanden.

Der interne Lautsprecher kann trotz der Tatsache, dass nur ein Mono-Lautsprecher verbaut ist, auf ganzer Linie überzeugen. Der Klang ist laut und auch auf höchster Stufe sauber. Zudem ist der – Gott sei dank vorhandene – 3,5mm Kopfhörer-Anschluss extrem hochwertig. Musik wird mit einem plastischen und differenzierten Klang wiedergeben, wie man ihn selten auf einem Smartphone zu hören bekommt. Hier hat Meizu wirklich erstklassige Arbeit geleistet.

Akku

Mit einem 3500mAh Akku ist die Kapazität des Meizu Pro 7 Plus für ein 5,7 Zoll großes Gerät mit 2K-Display gerademal durchschnittlich. Allerdings zeigt sich hier, dass der neue im 10nm-Verfahren gefertigte Mediatek Helio X30 Prozessor durchaus sehr energieeffizient ist. Das Meizu Pro 7 Plus erreicht zwar nicht die Spitzenwerte eines Xiaomi Mi6 oder Oneplus 5, liefert aber dennoch immer genug Energie für einen vollen Tag bei starker Nutzung. Für eine Stunde Youtube-Video mit halber Helligkeit benötigt das Smartphone etwa 9% Akku und beim Gaming intensiver 3D-Spiele werden etwa 13% verbraucht. Im PC-Mark Battery-Test hält das Smartphone ebenfalls gute 7 Stunden durch.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

In der Praxis hat man also genügend Laufzeit für einen Tag bei starker und zwei Tage bei durchschnittlicher Nutzung. Ebenfalls überzeugen kann die mCharge 4 Schnellladefunktion. Mit dem mitgelieferten Netzstecker ist das Meizu Pro 7 Plus in guten 90 Minuten wieder vollständig aufgeladen. Steckt man das Handy mit etwa 10% Akku an den Adapter, ist man nach einer halben Stunde wieder bei 60%.

 

Fazit und Alternative

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Jonas Andre:

Das Meizu Pro 7 Plus ist ein waschechtes High-End Smartphone geworden, das in unserem Test problemlos die Note „Gut“ bekommt. Die Verarbeitung ist durchweg auf einem exzellenten Niveau, die Kamera liefert eine gute Bildqualität bei Tageslicht, das System ist schlank und ansehnlich zugleich und das 2K-AMOLED Display kann sich problemlos mit den besten seiner Klasse messen. Die Wahl des Herstellers zum neusten Mediatek Helio X30 Prozessor wird zwar eingefleischte Qualcomm-Fans verschrecken, jedoch steht die Performance im System hinter den Snapdragon-Geräten gefühlt nicht zurück, auch wenn die Benchmarks etwas niedriger ausfallen. Etwas Kritik muss sich das Meizu Pro 7 Plus jedoch gefallen lassen. Zum einen ist es schade, dass das Smartphone nicht über das hierzulande wichtige LTE Band 20 verfügt, zum anderen hätten wir uns etwas mehr Mühe bei der Umsetzung des Fenêtre-Displays auf der Rückseite gewünscht. Die Möglichkeit, Selfies mit der Rückseite aufzunehmen, ist zwar ein hervorragendes Tool für Hobbyfotografen, jedoch wäre eine Integration von Drittanbieter-Apps kein Ding der Unmöglichkeit gewesen. Zudem bringt die Dual-Kamera nicht die erwünschten Vorteile und versagt bei den meisten Portrait-Aufnahmen kläglich. Vielleicht wird der Hersteller hier aber auch noch mit einem Update nachhelfen.

Alternativen zum Meizu Pro 7 sind derweil leicht zu nennen. Wer auf ein großes Display steht, findet mit dem Oneplus 5 oder 5T die passende Alternative. Hier bekommt man zudem eine bessere Dual-Kamera und LTE Band 20 geboten. Kostengünstiger aber nicht weniger leistungsstark als das Meizu Pro 7 Plus ist zudem der High-End Klassiker Xiaomi Mi6 mit 5 Zoll oder das Xiaomi Mi Note 3 mit 5,5 Zoll

80% Gut
  • Design und Verarbeitung 90 %
  • Display 100 %
  • Betriebssystem und Performance 80 %
  • Konnektivität und Kommunikation 70 %
  • Kamera 70 %
  • Akkulaufzeit 70 %

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Kommentar Updates
 
Gast
Artur

Warum ist „theoretisch langsamer als Snapdragon 835 Geräte“ ein negativer Punkt?

Gast
Patrick

Habe mir das Pro 7-H (das kleinere in der 128 GB Version mit dem Helio X30, nicht das Plus) in China gekauft. Allerdings hat es offensichtlich kein Band 20, zuminderst habe ich hier kein LTE. Nicht dass mich das jetzt besonders stört, aber etwas ärgerlich ist es schon. Habe es hier in dem Bericht auch anders verstanden, nämlich dass das Pro 7 mit Band 20 kommt. Ansonsten bin ich sehr zufrieden.

Gast
Holger

Gibt es hier jemanden , der die original Global Version inklusive OTA Updates hat?? Wenn ja wo gekauft??

Gast
Michael

Nun was Band 20 angeht kann man mittlerweile auch gut drauf verzichten (klar wäre es schöner zu haben) aber normal hat man in jeden Ort mit 10.000+ lte der unterstützten Bänder

Das Pro 7 plus ist ein tolles gerät geworden hat bei mir das Pro 5 abgelöst

Und das zweite Display ist schon echt cool 😉
Nutzen hält sich noch in Grenzen

Mitglied
Mitglied
Dirk Klatt

Tolle Aussage,
und was ist, wenn man sich zufällig mal ein paar Tage auf dem platten Land aufhält!?
Da wird das ‚Premium-Smartphone-Schnäppchen‘ plötzlich zur peinlichen Nummer, wenn man nicht mal mehr WhatsApp nutzen kann und Seine Freunde darum bitten muss, dass Sie mal Ihre LTE-Verbindung per Thetering zu Verfügung stellen müssen. 🙂
Und selbst in Hamburg nutzt z.B. O2 überwiegend LTE-Band 20….

Jeder wie er mag, aber inzwischen gibt es eben genug günstige Alternativen, die auch alle LTE-Bänder in Deutschland unterstützen.

Gast
Holger

Hast du die Global Version und wenn ja wo gekauft??

Gast
Michael

Ja hab ich gekauft bei cect-shop

Gast
Holger

Bekommst du hier Ota Updates??

Gast
Christian

Ich find das Gerät sehr interessant, nur finde ich schade das mal wieder nicht erwähntwird das es eine normale Version als das kleinere auch mit helio x30 gibt. Finds schade das aber diese so wie das Plus Model kein Band 20 unterstützen. Nur die Version mit Helio p25 . Ich weiß nichtob ich auf band20 verzichten könnte, deshlab nicih alnge am überelgen welche version ich nun wirklich haben wil.

Gast
Andre Warmt

sehr interessant. Durch das Display auf der Rückseite und Amoled werd ich mir das Phone mal genauer anschauen.

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