Geliefert wird die No.1 D7 in der altbekannten weißen Schachtel. Der Lieferumfang umfasst ein Ladekabel mit Magnetverbindung und eine kurze Anleitung. Mehr findet man in der Box nicht, doch unserer Ansicht nach reicht das auch vollkommen aus. Nach den letzten Modellen war die Messlatte doch relativ hochgelegt worden. Ob die D7 diese Standards ebenfalls hält haben wir getestet.No.1 D7 Smartwatch Test 8

Spezifikationen

Als Prozessor wurde ein MTK6572 mit einer 1,2GHz Taktung und einem Arbeitsspeicher von 1GB. Hier wurde zum Vergleich zum Vorgängermodell D6 ein Schritt zurückgegangen. Damals wurde nämlich der MTK6580 mit 1,3GHz Taktung verbaut. Für das Speichern von Bilder und Dateien stehen 8GB ROM zur Verfügung, was erstaunlich viel Speicherplatz für ein so kleines Gerät ist. Eine Speichererweiterung per microSD-Karte sucht man vergeblich. Gekoppelt wird die Smartwatch per Bluetooth 4.0 mit dem Handy und bietet eine stabile Verbindung. Als Besonderheit besitzt die No.1 D7 einen Steckplatz für eine Sim-Karte, um die Smartwatch auch als eigenständiges Telefon mit Internetzugang nutzen zu können. Zudem ist ein GPS-Modul, ein Pulsmesser und ein Schrittzähler verbaut, die im Test sehr präzise arbeiteten. Der Pulsmesser arbeitet, wie auch schon beim Vorgänger, erstaunlich genau und zuverlässig.

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Design und Verarbeitung

Design war in unseren Augen schon immer ein Schwachpunkt der No.1 Smartwatches, denn hier kam oftmals das Gefühl auf, dass man vom Aussehen her eher ein Spielzeug in der Hand hält als ein hochwertiges Produkt. Dies wurde bei der D7 auch nicht besonders viel geändert. Die Verarbeitung ist trotz des schwachen Designs sehr gut. Spaltmaße oder lockere Knöpfe? Fehlanzeige! Das Armband aus Kunstleder lässt sich nicht austauschen, da hierin die Antennen für den mobilen Empfang eingebaut sind. Durch die ständige Bewegung liegt hier natürlich eine Schwachstelle der Uhr.

Display

Auch beim Thema Display hat man in Bezug auf den Vorgänger bei der No.1 D7 einiges verändert, jedoch leider in die falsche Richtung. Von einer Auflösung von 320×320 Pixeln wurde hier auf eine Auflösung von 240×240 Pixeln zurückgeschraubt. Dadurch sind wieder bei genauerem Betrachten einzelne Bildpunkte zu erkennen. Der Touchscreen bleibt aber in der gewohnt guten Qualität und Probleme sind hier nicht zu finden. Auch beim Einsatz von Touchpens klappt alles einwandfrei. Sollte das Scrollen einmal nicht so flüssig laufen liegt dies jedoch nicht an der Funktion des Displays sondern eher an der Leistung des Prozessors.

Apps

Die No.1 D7 ist eine der wenigen Smartwatches mit einem original Android 4.4 Betriebssystem. Somit stehen theoretisch alle Apps aus dem Google Play Store zum Download bereit. In der Praxis grenzt der Arbeitsspeicher von 1GB die Auswahl etwas ein. Wer sich zum Beispiel erhofft locker vom Handgelenk aus Pokemons zu fangen, der wird leider enttäuscht. Jedoch werden alle üblichen Apps wie Mail oder Adobe Reader einwandfrei abgespielt. Ein großer Schwachpunkt allerdings ist, dass die meisten Apps nicht oder nur schlecht auf das runde Display angepasst sind und somit hat man zum Beispiel bei Google Maps Schwierigkeiten das drop down Menü an der Seite zu bedienen. Whatsapp allerdings wird gut angezeigt und man kann alles lesen und auch bedienen. Google Now zu benutzen um die kleine Tastatur zu umgehen, ist eine gute Möglichkeit. Allerdings hat die No.1 D7 hier lange Ladezeiten und es ist im Endeffekt dann doch schneller alles per Hand einzugeben.

Durch das Leeren des Arbeitsspeichers kann man wieder Platz und somit auch Rechenleistung schaffen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Telefon und Kommunikation

Mithilfe des SIM-Karten Slots lässt sich die Smartwatch in ein eigenständiges Telefon verwandeln. Sobald die SIM eingelegt ist, kann man sowohl Telefonnetz als auch mobiles Internet mit den 3G Frequenzen empfangen. Jedoch fällt die Bedienung bei diesem kleinen Bildschirm etwas schwer. Nummern wählen oder Nachrichten schreiben ist eigentlich beinahe unmöglich. An der Qualität der Telefonate, sowohl über Bluetooth Headset als auch über den Lautsprecher, ist nichts auszusetzen. Gespräche werden klar übertragen und Nebengeräusche beinahe komplett ausgeblendet.

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Akku

Das Thema Akku ist wie immer bei den Smartwatches ein leidiges Thema. Auch wenn bei der No.1 D7 500mAh anstatt der 440mAh bei der D6 verbaut wurden, ist die Nutzungsdauer für einen Dauergebrauch zu kurz. Nutzt man die Uhr als Bluetooth Fernbedienung für das Handy reicht der Akku keinesfalls über den Tag. Nach knapp vier Stunden ist Schluss mit dem Spaß. Nutzt man die No.1 D7 mit einer SIM-Karte, dann ist die Betriebsdauer noch weitaus kürzer. Die Ladezeit ist allerdings mit einer knappen Stunde erstaunlich gering und so kann man auch den Tag über immer wieder mal nachtanken. Mithilfe von Magneten wird das Ladekabel an der Rückseite der Uhr angebracht. Wie erwartet hält diese Verbindung mehr schlecht als recht.

Fazit und Alternative

Nachdem No.1 mit Smartwatches mit eigener SIM-Karte auf sich aufmerksam gemacht hat, wurden gefühlt fast monatlich neue Modelle vorgestellt. Mit der No.1 D6 wurde dann eine erstaunlich gute und leistungsfähige Uhr auf den Markt gebracht. Wir hofften, dass dies weitergeführt wird, doch leider entschied sich dazu beim Thema Hardware einen Schritt zurückzugehen und auch beim Thema Software wurde von Android 5.0 auf 4.4 herabgestuft. Die Verarbeitung bleibt allerdings, wie gewohnt, sehr gut. Die Sensoren (GPS, Pulsmesser, Schrittzähler) funktionieren einwandfrei. Die Funktionen der No.1 D7 sind zwar vielfältig, doch der limitierende Faktor ist der Akku. Auch deswegen kann man die Smartwatch nicht als Handyersatz ansehen. Wir sind immer noch der Meinung, dass man mit einem Xiaomi Mi-Band 2 die beste Wahl trifft, wenn man nach einer Erweiterung des Smartphones sucht.

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