Nachdem wir von No.1 das Modell G6 getestet haben, kam nun das neue Modell, die No.1 S9, auf den Markt. Es handelt sich wieder um eine Smartwatch, die ohne ein Android Betriebssystem auskommt. Ob die No.1 S9 im Praxiseinsatz überzeugen kann, erfahrt Ihr im folgenden Testbericht.

Wie bereits bekannt wird die No.1 S9 in der typischen No.1 Verpackung aus Karton geliefert. Im Lieferumfang sind ein microUSB-Kabel zum Laden und eine Bedienungsanleitung enthalten. Ein Armband zum Wechseln wie bei der G6 sucht man hier vergeblich. Doch das System zur Befestigung der 23cm breiten Bänder ist standardisiert und man kann somit auf jedes handelsübliche Uhrenband zurückgreifen.

Spezifikationen

Betrieben wird die No.1 S9, genau wie der Vorgänger G6, von einem Mediatek MTK2502 Prozessor mit einer Leistung von 260MHz. Da die Uhr kein Android Betriebssystem besitzt und deshalb auch nur beschränkt Apps ausführen muss, reichen die 128MB RAM vollkommen aus. Der interne Speicher umfasst 64MB und bietet somit genug Platz, um per Bluetooth Telefonbuch oder Ähnliches zu synchronisieren. Das komplett runde 1,2 Zoll Display der No.1 S9 ist das gleiche, das auch im Vorgänger verbaut war und hat eine Auflösung von 240×240 Pixel. Bei genauem Betrachten ist es noch möglich, einzelne Bildpunkte wahrzunehmen, das ist jedoch bei einer Smartwatch mit kleinem Display durchaus in Ordnung. Gekoppelt wird die Uhr über die Bluetooth 4.0 Schnittstelle mit dem Smartphone.

Als App wird die FunDo Companion verwendet, die auch mit anderen Smartwartches kommunizieren kann. Auf einen GPS-Sensor und ein WIFI-Modul muss bei der No.1 S9, genauso wie bei der G6, leider verzichtet werden. Da die Uhr aber nur als Fernbedienung für das Handy dienen soll, sind die beiden Einheiten eher unwichtig. Bei der No.1 S9 gibt es nun einen verbesserten Herzfrequenzmesser und einen Schrittzähler. Der Pulsmesser ist im Vergleich zu einem Modell von Samsung meist etwas ungenauer. Medizinisch verlässliche Messungen gibt es also nicht. Wer allerdings nur einen ungefähren Anhaltswert haben möchte und dem eine kleine Abweichung unwichtig ist, kommt hiermit durchaus zurecht. Eine exakte Pulsmessung, wie man sie etwa von Polar kennt, kann man jedoch bei den meisten Smartwatches ohnehin vergessen, da auch der Messpunkt am Handgelenk nicht der Beste ist. Die No.1 S9 kann jedoch beim Schrittzähler punkten, der sehr genau funktioniert.

Verarbeitung und Design

Unser Testfazit zum Vorgängermodell No.1 G6 lautete: „Die No.1 G6 ist als Sportuhr konzipiert worden und dementsprechend wurde sie auch gestaltet. Dennoch macht der silberne Rahmen um das Display einen edlen Eindruck. Die Gummiarmbänder machen zwar einen wasserdichten Anschein, die Uhr selbst ist jedoch nicht gegen Wasser gesichert.“

Hier wurde auch nichts verändert. Die Gummiarmbänder wurden nun gegen hochwertigere Metall- und Lederarmbänder ausgetauscht, jedoch bleib der Rest gleich. Der einzige Unterschied im Design sind zwei Kronen an der rechten Seite, um den Pulsmesser beziehungsweise den Bildschirm allgemein zu aktivieren. Auch an der Wasserfestigkeit wurde nichts verändert. Schwimmen ist also mit No.1 Smartwatches noch nicht drin.

Die S9 gibt es nun in verschiedenen Ausführungen. Es sind zwei Varianten mit Metallarmband und zwei mit Lederband erhältlich, jeweils einmal in Silber und einmal in Schwarz.

Display

No.1 hat bei der S9 ein rundes 1,2 Zoll Display mit 240×240 Pixeln verbaut. Dies ergibt eine Bildpunktdichte von 282 ppi, welche fast genauso hoch ist die der Apple Watch mit 290 ppi. Bildpunkte sind nur bei genauem Betrachten zu erkennen. Die Helligkeit liegt im durchschnittlichen Bereich. Die Uhr ist auch für den Außeneinsatz geeignet, bei starker Sonneneinstrahlung wird das Ablesen jedoch manchmal etwas schwierig. Der Touchscreen reagiert sehr gut und spricht direkt an. Auch mithilfe von Touchpens lässt sich die Smartwatch ohne Probleme bedienen. Das horizontale und vertikale Wischen klappt erstaunlich gut. Hier hat No.1 keinerlei Änderungen im Vergleich zur No.1 G6 vorgenommen. Jedoch könnte No.1 sein Userinterface etwas besser an das runde Display anpassen. Es gibt immer wieder Komplikationen, sodass Apps nicht komplett angezeigt werden, sondern an den Ecken abgeschnitten sind.

Apps

Da die S9 Smartwatch kein Android Betriebssystem besitzt, ist es kaum möglich, weitere Apps auf die Uhr zu laden. No.1 hat dieses Modell konstruiert, um es als Bedienhilfe für das Smartphone zu nutzen. Per Bluetooth wird das System mit Informationen des Handys synchronisiert und lässt somit ein Fernsteuern des Smartphones zu. Bereits vorinstalliert sind im Bereich Kontakte ein Telefonbuch, die Anrufliste und eine App, um Telefonnummern zu wählen. Somit kann die No.1 S9 auch als Freisprecheinrichtung dienen, was im Test überraschend gut und klar funktionierte. Des Weiteren gibt es eine App, die Benachrichtigungen steuert. So kann man sich Whatsapp Nachrichten, Facebook Updates und weitere Informationen direkt auf dem Handgelenk anzeigen lassen. Antworten kann man jedoch nicht über die Uhr. Im Bereich Fitness und Gesundheit bietet die Smartwatch einen Schrittzähler, einen Pulsmesser mit leichten Ungenauigkeiten, die wohl dem etwas ungeschickten Messpunkt auf dem Handgelenk geschuldet sind und einen Sedentary Reminder, der mithilfe von Signaltönen den Nutzer darauf aufmerksam macht, dass er schon zu lange am Schreibtisch sitzt. Einige wenige zusätzliche Apps, wie zum Beispiel neue Watchfaces, lassen sich über die FunDo Companion App herunterladen.

Akku

In der No.1 S9 wurde, wie schon in der G6, ein 380mAh Akku verbaut. Auch hier wurden wir wieder von der Betriebsdauer überrascht. Der sparsame MTK2502 Prozessor verbraucht im Betrieb nur sehr wenig Strom und so reichte bei normaler Nutzung und dauerhafter Bluetooth Verbindung der Akku fast zwei komplette Tage. Das ist wieder ein großer Pluspunkt der No.1 S9 Smartwatch und übertrifft damit auch die Konkurrenz.

Fazit

Die No.1 S9 soll eine per Bluetooth synchronisierte Unterstützung des Smartphones darstellen. So lassen sich Nachrichten und andere Meldungen praktisch am Handgelenk erkennen. Gleichzeitig hilft die Smartwatch auch noch, den Fitnesszustand etwas zu überwachen. Beim Autofahren lässt sich die Uhr als Freisprecheinrichtung nutzen. Diese Funktionen klappen einwandfrei und hinterließen einen guten Eindruck. Doch dann überzeugte uns die lange Akkulaufzeit erst recht. Wer nach einer Smartwatch für diese Zwecke sucht, der ist bei No.1 beim richtigen Partner. Wem diese Zusatzfunktionen jedoch egal sind, der sollte sich das Xiaomi Mi Band 2 als Alternative ansehen.

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