Startseite » Gadgets » Kopfhörer » Nothing ear (Stick) vorgestellt – inklusive saftiger Preiserhöhung

Nothing ear (Stick) vorgestellt – inklusive saftiger Preiserhöhung

Das dritte Produkt vom ehemaligen OnePlus Gründer Carl Pei wurde vorgestellt: Auf die Nothing ear (1) und das Nothing Phone (1) folgen die Nothing ear (Stick). Dabei handelt es sich wieder um True-Wireless-Ohrhörer, allerdings nun im halboffenen Design und einem Ladecase, das an einen Lippenstift erinnert.

Bei der London Fashion Week wurden sie bereits als modisches Accessoires gezeigt, jetzt sind sie inklusive aller Software-Features und technischen Daten offiziell. Was bieten die Nothing ear (Stick) neben dem schicken Design? Der Hersteller verspricht einiges: Dem Sound helfe man mit der Software auf die Sprünge, man halte den Bass trotz der fehlenden Abschirmung aufrecht und mit dem Nothing Phone (1) sollen die Kopfhörer nahtlos zusammenarbeiten. Ist das Ziel, die Nothing TWS-Ohrhörer als Apple AirPod Alternative zu etablieren, zu hoch gegriffen? Die Nothing Ear (Stick) sind ab sofort vorbestellbar zu einem Preis von 119€ (UVP – 99$ in den USA) und werden ab dem 4. November ausgeliefert.

Design & Ausstattung

Die Ohrhörer selbst sind größtenteils durchsichtig und geben Einblick auf die Komponenten. Auch das Ladecase ist so gestaltet und macht mit der roten Kappe oben auf sich aufmerksam. Dreht man diese, wird auch das Case aufgedreht und die Earbuds können entnommen werden.

Nothing Ear Stick vorgestellt Ansichten

Ein einzelner Ohrhörer wiegt 4,4 Gramm und misst 29,8 x 18,8 x 18,4 Millimeter. Die Ohrhörer sind nach IP54 zertifiziert und daher gut für den Sport geeignet. Das Ladecase misst 87,1 x 29,8mm (Zylinderförmig) und wiegt 46,3g.

Bedient werden die Nothing ear Stick nicht länger über Touchflächen an den Enden, sondern metallene Flächen am Stiel. So drückt man die Ohrhörer nicht in den Gehörgang beim Tippen. Die Funktionen können angepasst werden über die App. Um die Lautstärke zu verringern, hält man etwa den linken Earbud gedrückt. Auch eine Trageerkennung mit Näherungssensoren ist integriert, sodass die Musikwiedergabe automatisch gestoppt wird, wenn man die Ohrhörer aus dem Ohr nimmt.

Die Akkulaufzeit der Earbuds alleine soll bei 7 Stunden liegen, mit dem Ladecase zusammen sind 29 Stunden möglich. In 10 Minuten sollen 2 Stunden Wiedergabezeit nachgeladen werden können. Anders als die teureren In-Ears, lässt sich das Ladecase der neuen Nothing Ear Stick nicht kabellos aufladen.

Sound & Software-Features

Mit dem Smartphone koppeln sich die Nothing ear (Stick) über Bluetooth 5.2 und Google Fast Pair. Als Audiocodec stehen lediglich SBC und AAC bereit. Ein Gamemodus mit geringerer Latenzzeit wird automatisch aktiviert, wenn das Smartphone in den Spielemodus wechselt.

Die nötige Software ist beim Nothing Phone direkt implementiert. Für andere Smartphones steht zum Launch die Nothing-X App bereit, um auch ohne Nothing Phone 1 auf die Funktionen, Anpassungsmöglichkeiten und Equalizer zurückzugreifen. Diese erscheint im Google Play Store, aber auch für iPhones im Apple App-Store.

Bei den Nothing ear (Stick) kommen nun 12,6mm große dynamische Treiber zum Einsatz (11,6mm bei den ear 1). Um das Soundtuning kümmert sich Nothing bei den Ear (Stick) selbst und nicht mehr die Soundexperten „Teenage Engineering“ wie bei den ersten kabellosen Ohrhörern.

Großen Fokus will Nothing bei der Konzeption auf den Klang, insbesondere den Bass gelegt haben. Durch die halboffene Bauweise ist dieser weniger druckvoll als bei In-Ears mit den abdichtenden Silikonstöpseln. Das ist naturgemäß die größte Schwachstelle von halboffenen Kopfhörern. Nothing will dieses Problem aber gelöst haben:

Mit dem Software-Feature „Bass Lock“ nehmen die Mikrofone auf, wie viel Sound nach außen gelangt und der Equalizer verstärkt automatisch den Bass – So sollen die tiefen Töne konstant und stark rüberkommen.

Über die App kann man die Equalizer-Kurve selbst anpassen oder auf voreingestellte Presets zurückgreifen. Pro Seite sind drei Mikrofone verbaut, um beim Telefonieren Hintergrundgeräusche herauszufiltern (Reduzierung um bis zu 31 Dezibel). Active Noice Cancelling ist bei den halboffenen Ohrhörern nicht mit an Bord – Da muss man dann zu den Nothing ear (1) greifen.

Unsere Einschätzung & Preisgestaltung

So langsam formt sich die Unternehmensphilosophie, die Carl Pei schon bei der Präsentation angepriesen hat: Ein verbundenes Ökosystem mit dem besonderen Etwas. Nun sind endlich beide True-Wireless-Ohrhörer in das System integriert und den zweiten Punkt erfüllt man ganz klar mit dem transparenten Design. Die neuen Ear Stick (1) sind äußerlich die Extrovertiertesten bisher.

Nothing Ear Stick vs Ear 1

Die ersten Kopfhörer haben sich zahlreich verkauft: Weltweit konnten über 600.000 Stück abgesetzt werden. Aber anscheinend zu gut… Die Nothing Ear (1) starteten für 99€ – im Angebot gab es sie teils für 60€. Jetzt hat man den Preis auf 150$ angehoben. Dabei führt Carl Pei zwei Gründe an. Die Nothing In-Ears wurden über Softwareupdates kontinuierlich verbessert und konkurrieren nun mit Modellen höherer Preisklassen. Außerdem sind die Kosten gestiegen: Inflation, Produktion und statt 3 Mitarbeitern sind nun 185 bei Nothing tätig.

 

Unsere Einschätzung

Die Nothing ear (1) hatten wir nie im Test, das Nothing Phone 1 konnte aber einen guten Eindruck machen – Die neuen Nothing ear (Stick) sind optisch interessant, aber um ehrlich zu sein mit 119€ ebenfalls recht teuer. Schließlich haben die Kopfhörer weder einen hochauflösenden Bluetooth-Codec zu bieten, noch ANC oder wenigstens Wireless-Charging. Damit sehen sie vom Datenblatt aus betrachtet ziemlich alt aus im Vergleich mit den Anführern unserer TWS-Bestenliste. Wir werden dennoch versuchen, die neuen halboffenen Kopfhörer von Nothing einem Test zu unterziehen. Vielleicht überrascht uns das junge Unternehmen ja doch.

Quellen

Preisvergleich

Unsere Empfehlung
118 €*

1-3 Tage - aus DE
Zum Shop
Unsere Empfehlung
Nur 118 €* Zum Shop
1-3 Tage - aus DE

*Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 07.12.2022


Newsletter bestellen

Hol Dir die neuesten Infos zu Chinahandys und Gadgets direkt ins Postfach!

Kommentare

Abonnieren
Kommentar Updates
guest
5 Kommentare
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Zeige alle Kommentare
Nico
Gast
Nico (@guest_92107)
1 Monat her

Habe das Phone (1) sowie die Ear (1) und bin mit beidem super zufrieden.
Kostet vllt. alles etwas mehr als die Produkte der Konkurrenz, dafür bekommt man aber auch ein außergewöhnliches Design, aber auch Produkte die wirklich gut funktionieren (ohne Bugs) und man merkt mmn. nach, dass sich hier das Team dahinter auch wirklich Gedanken macht und nicht nur herzlose Stangenware auf den Markt wirft.

Sonic
Gast
Sonic (@guest_92061)
1 Monat her

Wenn nur Design zählt sicherlich etwas Erfrischendes, aber die “alten” Modelle war technisch gut und günstiger…

Dieter
Gast
Dieter (@guest_92057)
1 Monat her

Bedienung am “Stiel”… Wird hier als Feature bezeichnet, damit man sich die hörer nicht ins Ohr drückt. Stattdessen drückt man die Hörer dann raus? Ist doch mega wackelig, wenn man das am Stiel bedient und jedes Mal die Hörer so verschiebt.

Lade jetzt deine Chinahandys.net App