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Olight Warrior Mini 2 Taschenlampe im Test

Getestet von Jens M. am
Vorteile
  • heftige Performance
  • eingängiges User Interface
  • Näherungssensor
  • Clip in zwei Positionen nutzbar
Nachteile
  • Spezialakku nötig
  • recht hoher Preis
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Die Olight Warrior Mini hatte ich bereits im letzten Jahr für Euch getestet. Die taktische EDC-Lampe konnte mich schon damals überzeugen. Nun hat Olight eine neue, verbesserte Version dieser Lampe herausgebracht. Was an der Olight Warrior Mini 2 wirklich neu ist und ob sie die bessere Wahl ist, erfahrt Ihr in diesem Testbericht.

Spezifikationen der Olight Warrior Mini 2

Die Olight Warrior Mini war ein absoluter Verkaufsschlager im letzten Jahr. Das Modell war/ist wirklich sehr beliebt, aber es gab (vor allem bei Nutzern in den USA) doch ein recht kurioses “Problem”. Nicht wenigen Nutzern in den USA ist es passiert, dass sich die Lampe unbeabsichtigt in der Hosentasche oder im Rucksack eingeschaltet hat. Dabei wurden prächtige Brandlöcher erzeugt und die Kunststofflinsen der Lampen sind geschmolzen. Olight stellte daraufhin eine Art Rückruf-Aktion auf die Beine, bei der man entweder seine Lampe kostenfrei zurücksenden konnte (wurde natürlich kaum gemacht) oder eine limitierte Obulb sowie eine Silikonendkappe (zur Vermeidung des unbeabsichtigten Einschaltens) bekommen konnte. Wie man sich denken kann, wurde die zweite Lösung dieses m.M.n. großzügigen Angebots sehr gern in Anspruch genommen. Mit dieser gesamten Aktion war jedoch auch klar, dass die Warrior Mini wohl einen Nachfolger bekommen muss.

Dieser ist in Form der Olight Warrior Mini 2 nun endlich da! Im direkten Vergleich fällt sofort auf, dass die Warrior Mini 2 wohl der etwas größere Bruder der Warrior Mini sein möchte. Mit 122 Gramm (inklusive Akku) und einer Gesamtlänge von 11,8 cm ist die Mini 2 etwa einen Zentimeter länger und auch knapp 20 Gramm schwerer als ihr Vorgänger. Der Lampenkörper besteht weiterhin aus Aluminium und die Lampe wird im aktuellen Olight Sale in den Farben Schwarz (unser Testgerät), Desert Tan und Mountain Sky erhältlich sein. Die Lampe besteht, wie auch schon ihr Vorgänger, aus zwei Teilen: dem Lampenkopf und dem Batterierohr samt Endkappe.

 

Der Lampenkopf ist 4,4 cm lang und hat im vorderen Bereich einen Durchmesser von 25 mm. Im Lampenkopf befinden sich gleich zwei wichtige Neuerungen, mit denen man vor allem die von mir geschilderte “USA-Problematik” lösen wollte. Zum einen ist nun eine Glaslinse verbaut, damit ein Schmelzen der Linse bei zu hoher Temperatur nicht mehr möglich ist. Außerdem gibt es nun einen Näherungssensor im Lampenkopf. Dieser regelt die Lampe runter, sobald man zu nah an eine feste Oberfläche kommt. Dieses Feature ist für die beiden höchsten Leuchtstufen aktiv. Im Lampenkopf sitzt sonst unverändert eine Luminus SST40 LED hinter einer TIR-Optik. Die aufgesetzte Bezel wurde ebenfalls leicht geändert. Die eher flache Bezel der Warrior Mini, wurde nun zu einer etwas erhabeneren Bezel mit einem welligen Rand. Die Außenseite des Lampenkopfes hat ebenfalls eine Wellenlinie als Designelement verpasst bekommen. Die Clipaufnahme und der gegenüberliegende Seitenschalter samt Status-LED sind quasi unverändert, aber jeweils etwas größer bei der neuen Warrior Mini 2. Es handelt sich weiterhin um einen Two-Way-Clip, der, wie der Name schon sagt, in zwei Richtungen genutzt werden kann.

Olight Warrior Mini 2 (links) vs. Olight Warrior Mini (rechts)

Das Batterierohr ist insgesamt 8,2 cm lang und hat im Griffbereich einen Durchmesser von 22 mm. Im Griffbereich besitzt das Batterierohr ein sehr “aggressives” Knurling, wie wir es auch schon von der Warrior Mini kennen. Die Rutschfestigkeit ist dadurch auch bei der Warrior Mini 2 sehr hoch und man hält die Lampe jederzeit sicher in der Hand – auch mit Handschuhen! Unterhalb des Griffbereichs kommt dann die dritte (größere) Neuerung. In diesem Bereich befindet sich eine abnehmbare Lanyardaufnahme. Diese kann bei Bedarf auch mit dem Clip vom Lampenkopf getauscht werden, sodass man die Position des Clips und des Lanyard nun sogar aus zwei Positionen wählen kann. Die Lanyardaufnahme ist um 360 Grad rotierbar und besitzt einen kleinen Schlüsselring, um die mitgelieferte Handschlaufe oder den Karabiner daran befestigen zu können. Am unteren Ende des Batterierohrs befindet sich der Heckschalter. Dieser ist von drei kleinen Erhöhungen umgeben. Auf diesen Erhöhungen ist die Lampe schließlich auch tailstandfähig, selbst wenn das ganze nicht so stabil wie auf einer vollständig flachen Tailcap ist. Die Warrior Mini 2 ist an der Endkappe ebenfalls magnetisch. Jedoch reicht die Kraft des Magneten nur aus, um die Lampe kopfüber an magnetischen Flächen zu halten. Ein horizontales Halten der Lampe an entsprechenden Flächen, so wie es bei der Warrior Mini noch möglich war, ist aufgrund des höheren Gewichts der Mini 2 nicht mehr möglich – das finde ich etwas schade. Die Warrior Mini 2 ist natürlich auch nach IPX8 wasserdicht und übersteht Stürze aus 1,5 Metern.

Insgesamt muss ich Olight ein großes Lob für die neue Warrior Mini 2 aussprechen. Mit der Glaslinse, dem Näherungssensor und der zusätzlichen Clip-Positon bzw. der abnehmbaren Lanyardaufnahme hat Olight gleich drei konkrete Punkte adressiert. Das unbeabsichtigte Einschalten (selbst wenn man dies natürlich auch einfach durch den manuellen Lockout hätte lösen können) sollte damit kein Problem mehr darstellen. Der Two-Way-Clip kann nun an beiden Seiten der Lampe genutzt werden, was ich persönlich sehr praktisch finde. Dieses Modell ist ein Beweis dafür, dass Olight auf seine Kunden hört. Eine etwas kritischere Betrachtungsweise würde vielleicht eher zu dem Schluss kommen, dass sich Olight anscheinend recht schnell durch zweifelhafte Anwendungsfehler wichtiger Käufergruppen bestimmte Features quasi diktieren lässt. Hier soll und darf sich jeder von Euch gern selbst eine Meinung bilden. Das Design und die Umsetzung der Olight Warrior Mini 2 sind jedenfalls absolut gelungen. Die neuen Features sind sehr sinnvoll und machen diese Taschenlampe zu einem noch besseren Modell.

Lieferumfang

Zum Lieferumfang der Olight Warrior Mini 2 gehören:

  • Olight Warrior Mini 2 Taschenlampe
  • 18650 Li-Ion Akku
  • Handschlaufe
  • Karabiner
  • Ladekabel
  • Bedienungsanleitung

Olight Warrior Mini 2 01

User Interface

Das User-Interface der Olight Warrior Mini 2 hat sich im Vergleich zum Vorgänger überhaupt nicht geändert. Sie besitzt sowohl einen Seitenschalter als auch einen Heckschalter zur Steuerung. Olight-typisch schaltet man die Lampe mit einem Click auf den Seitenschalter ein. Dabei wirkt direkt der Mode Memory und man gelangt automatisch in den letzten verwendeten Mode. Ist die Lampe eingeschaltet, zeigt die Status-LED an, wie es um den Akkufüllstand der Lampe bestellt ist. Mit Click & Hold bei eingeschalteter Lampe wechselt man schließlich zwischen den drei Leuchtmodes Low – Med – High.

Zustand Aktion Leuchtmode
Aus 1 x Click (SS) Lampe an – Memory Mode
Aus 2 x Click (SS) Lampe an – Turbo Mode
Aus 3 x Click (SS) Lampe an – Strobe Mode
Aus 1 x Click & Hold (SS) Lampe an – Moonlight Mode
An 1 x Click (SS) Lampe aus
An 1 x Click & Hold (SS) Wechsel zwischen den Modes (Low – Medium – High)
Aus ½ x Click (HS) Lampe an – Medium Mode (Konfiguration 1)
Aus 1 x Click (HS) Lampe an – Turbo Mode (Konfiguration 1)
Aus ½ x Click (HS) Lampe an – Turbo Mode (Konfiguration 2)
Aus 1 x Click (HS) Lampe an – Strobe Mode (Konfiguration 2)
(SS) = Seitenschalter; (HS) = Heckschalter

Wechsel zwischen Konfiguration 1 und 2: Heckschalter 1 x Click & Hold und gleichzeitig Seitenschalter 1 x Click

In den Moonlight Mode gelangt man, indem man den Seitenschalter bei ausgeschalteter Lampe drückt und hält. In den Turbo Mode gelangt man schließlich durch einen Doppelclick auf den Seitenschalter. Mit dem Heckschalter kann man außerdem noch in zwei verschiedenen Konfigurationen auf unterschiedliche Leuchtmodes zugreifen (siehe Tabelle).

Was mir bei der Warrior Mini 2 wirklich gut gefällt, ist der direkte Zugriff auf den Moonlight-, den Turbo- und den Strobe Mode. Bei einer taktischen Taschenlampe muss man meiner Meinung nach schnell an diese Modes gelangen können, ohne dabei komplizierte Click-Muster durchlaufen zu müssen. Dies hatte Olight bereits bei der Warrior Mini ausgezeichnet gelöst. Deshalb bekommt das User-Interface der Olight Warrior Mini 2 einen klaren Daumen nach oben von mir.

Performance der Olight Warrior Mini 2

Auch für die Beamshots habe ich die neue Olight Warrior Mini 2 natürlich direkt mit der Olight Warrior Mini verglichen. Alle Beamshots sind in einer Session und mit unveränderten Belichtungseinstellungen entstanden. Da die Verwendung der Luminus SST40 LED unverändert bleibt und sich auch die Optik nur minimal verändert hat, kann man ehrlich gesagt keine großen Unterschiede zwischen beiden Modellen erkennen.

Lediglich in den Turbo-Beamshots weiter unten sieht man, dass der Spill (der äußere, etwas hellere Bereich des Beams) bei der Warrior Mini 2 etwas deutlicher nach außen hin begrenzt ist. Insgesamt ist die Warrior Mini 2 minimal spottiger geworden, selbst wenn Spot und Spill im Vergleich zum Vorgänger, deutlich schärfer abgegrenzt sind. Die Lichtfarbe liegt weiterhin bei 6.000 – 6.500K.

Die Olight Warrior Mini 2 besitzt, wie auch schon der Vorgänger, insgesamt vier Leuchtstufen sowie den Moonlight Mode. Da dieser mit einem Lumen jedoch gewollt schwach ist, habe ich auf die Darstellung hier verzichtet. Die Modes von Low bis High sind bezüglich des Lumenoutputs unverändert geblieben. So stehen im Low Mode weiterhin 15 Lumen für 164 Stunden zur Verfügung. Der Med Mode mit seinen 120 Lumen ist 19 Stunden nutzbar. Ab dem High Mode mit 500 Lumen hat man dann genügend Licht für ausgedehnte Nachtspaziergänge. Der High Mode ist 218 Minuten nutzbar, bevor auf 200 Lumen runtergeregelt wird, die dann nochmals für 55 Minuten verfügbar sind. An dieser Stelle kann man Olight auch nochmal dafür loben, dass sie einer der wenigen Hersteller sind, bei dem die tatsächlichen Laufzeiten inklusive der Stepdowns transparent angegeben sind.

Im Turbo Mode bringt es die Warrior Mini 2 dann schließlich auf 1.750 Lumen und eine Reichweite von 220 Metern. Der Unterschied zu den 1.500 Lumen der Warrior Mini ist auf den ersten Blick nicht wirklich erkennbar. Erst wenn man sich einzelne Bäume im hinteren Teil des Bildes anschaut, sieht man, dass die Reichweite der neuen Warrior Mini 2 tatsächlich etwas größer geworden (+ 30 Meter) ist.

Die Performance der Olight Warrior Mini 2 ist ähnlich wie auch schon beim Vorgänger wirklich klasse. Diese knapp 12 cm lange Taschenlampe kann in den unteren Modes ein echter Langläufer sein und gleichzeitig sorgt sie mit maximal 1.750 Lumen für eine heftige Ausleuchtung, wenn man diese benötigt. Sie gehört daher definitiv zu den Top EDC-Lampen aus meinen Taschenlampentests.

Akku

Die Olight Warrior Mini 2 nutzt den gleichen 18650 Li-Ion Spezialakku wie auch schon die Warrior Mini. Der Akku hat eine Kapazität von 3.500 mAh. Die verwendete Zelle hat einen kombinierten Plus-Minus-Pol und damit sind normale 18650er Li-Ion Akkus in der Olight Warrior Mini 2 leider nicht nutzbar. Dies ist recht schade, da das 18650er Format sehr weit verbreitet ist und damit Ersatz schnell besorgt werden kann. Ich habe die Spezialakkus bereits bei einigen anderen Olight-Lampen kritisiert, aber Olight geht hier nun mal einen eigenen Weg und daran scheint sich wohl auch nicht viel zu ändern. Wenigstens passt die Akkulaufzeit bei der Warrior Mini 2 – da kann man nicht meckern.

Olight Warrior Mini 2 09

Geladen wird der Akku direkt in der Lampe mithilfe des magnetischen Ladekabels. Dies kann an der Endkappe der Lampe angebracht werden. Eine Status-LED direkt am Ladekabel zeigt den Ladevorgang (leuchtet rot) bzw. den abgeschlossenen Ladevorgang (leuchtet grün) an.

Testergebnis

Getestet von
Jens M.

Die neue Olight Warrior Mini 2 ist definitiv ein würdiger Nachfolger! Sie behält die Stärken der Warrior Mini und konnte mit kleinen Änderungen sogar noch etwas besser werden. Der neue Näherungssensor und die Glaslinse sind sinnvolle Sicherheitsfeatures. Der beidseitig nutzbare Two-Way-Clip und der neue Lanyard-Karabiner tragen ebenfalls zur Verbesserung dieser Taschenlampe bei. Die weiterhin sehr starke Performance sowie das eingängige User-Interface mit den zwei Schaltern machen die Olight Warrior Mini 2 zu einer der besten EDC-Lampen in diesem Bereich. Einzig der recht hohe Preis und die Verwendung eines Spezialakkus bleiben klare Kritikpunkte.

Wer nach einer leistungsstarken, taktischen Taschenlampe sucht, die sogar in die Hosentasche passt, dem kann ich die Olight Warrior Mini 2 absolut empfehlen. Ein paar ebenfalls hervorragende Alternativen sind die Klarus E2, die Fenix PD32 V2.0 oder die Sofirn SC31 Pro.

AKTION:

Die hier getestete Olight Warrior Mini 2 bekommt ihr nur jetzt zum aktuellen Olight Sale zu wirklich guten Preisen. Ihr könnt die Lampe dabei einzeln aber auch im Set mit einer Obulb oder gar im “großen” Warrior Mini 2 Set mit allen Farbvariationen erwerben:

Der aktuelle Sale startet am 17.06.21 um 10:00 Uhr und läuft bis zum 19.06.21 um 14:00 Uhr. Solltet Ihr den Sale verpassen, könnt Ihr mit dem Code Chinahandynet10 jederzeit 10% auf alle Artikel bei Olight sparen.

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Simon
Gast
Simon (@guest_78892)
4 Monate her

Sorry wenn ich nerve aber wann kommt der Test zur Convoy M21C-U? Vor einem halben Jahr meintest du demnächst, könntest du das evtl. präzisieren 😉