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OnePlus 10 Pro offiziell vorgestellt

Das OnePlus 10 Pro wurde nun offiziell vorgestellt: Alle technischen Details wurden uns bereits präsentiert, nun folgt die komplette Vorstellung des neuen High-End-Smartphones. Leider fehlt noch immer das normale OnePlus 10. Preislich ändert sich nicht viel beim Topmodell und in China kostet das OnePlus 10 Pro umgerechnet ca. 650€. So darf man auch einiges erwarten, aber gleich schon vorweg: Das 10 Pro wird nicht in jedem Bereich besser, wenn man nicht sogar von Downgrades sprechend sollte.

OnePlus 10 Pro Head

Die Partnerschaft mit Hasselblad wird fortgesetzt, das Display wird als „LTPO 2.0“ noch besser, der Akku misst 5000mAh und kann noch schneller geladen werden. Außerdem kommt auch bei diesem Flagship der Snapdragon 8 Gen 1 zum Einsatz. Den Fokus legt man als Hauptaspekt aber wieder auf die Kamera: „Capture Every Horizon“ – „Jeden Horizont einfangen“ ist der Slogan.

Das OnePlus 10 Pro wurde heute am 11. Januar 2022 in China vorgestellt und startet dort am 13. Januar in den Verkauf. Unterschiede zwischen der chinesischen und globalen Version wird es wohl keine geben (abgesehen vom System), aber der Start verzögert sich noch auf „später im Jahr 2022“.

OnePlus 8 Pro Testbericht Beitragsbild
OnePlus 8 Pro Testbericht
OnePlus 9 Pro Silber
OnePlus 9 Pro Test
OnePlus 10 Pro Beitragsbild
OnePlus 10 Pro offiziell vorgestellt
Größe 165,3 x 74,35 x 8,5mm 163,2 x 73,6 x 8,7mm 163 x 73,9 x 8,55mm
Gewicht 199g 197g 200g
CPU Snapdragon 865 - 1 x 2,84GHz + 3 x 2,42GHz + 4 x 1,8GHz Snapdragon 888 - 1 x 2,84GHz + 3 x 2,42GHz + 4 x 1,8GHz Snapdragon 8 Gen 1 - 1 x 3,0GHz + 3 x 2,5GHz + 4 x 1,8GHz
RAM 8 GB RAM, 12 GB RAM 8 GB RAM, 12 GB RAM 8 GB RAM, 12 GB RAM
Speicher erweiterbar Nein Nein Nein
Display 3200 x 1440, 6,7 Zoll 120Hz (AMOLED) 3200 x 1440, 6,7 Zoll 120Hz (AMOLED) 3200 x 1440, 6,7 Zoll 120Hz (AMOLED)
Betriebssystem Oxygen-OS, OxygenOS Android 11, OxygenOS Android 12, OxygenOS
Akku 4510 mAh (30 Watt) 4500 mAh (65 Watt) 5000 mAh (80 Watt)
Kameras 48 MP + 48MP (dual) + 8MP (triple) 48 MP + 50MP (dual) + 8MP (triple) 48 MP + 50MP (dual) + 8MP (triple)
Selfikamera 16 MP 16 MP 32 MP
Anschlüsse USB-C, Dual-SIM USB-C, Dual-SIM USB-C, Dual-SIM
Entsperrung Fingerabdruck, Face-ID Fingerabdruck, Face-ID Fingerabdruck, Face-ID
Empfang 5G: n1, n3, n7, n28, n78
4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 32, 34, 66, 38, 39, 40, 41
5G: n1, n3, n5, n7, n8, n20, n28, n38, n41, n66, n77, n78
4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 32, 66, 38, 39, 40, 41
5G: n1, n3, n5, n8, n41, n77, n78
4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 26, 28, 34, 38, 39, 40, 41
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Design & Display

Die Front verändert sich kaum, da das Display weiterhin fast die komplette Vorderseite einnimmt und man die einzelne Frontkamera in einer Punch-Hole-Notch oben links unterbringt. So misst das OnePlus 10 Pro 163 x 73,9 x 8,5 Millimeter und behält damit ungefähr die Abmessungen des OnePlus 9 Pro. Mit 200 Gramm wird es aufgrund des größeren Akkus etwas schwerer.

Aus drei werden zwei Farbvarianten: „Volcanic Black“ Schwarz mit deutlich strukturiertem mattem Glas und „Emerald Forest“ Grün mit seidenmatter Oberfläche. Der Metallrahmen ist glänzend lackiert und besitzt weiterhin auf der rechten Seite neben dem Powerbutton einen Lautstärke- / Profil-Schieber. So kann man schnell zwischen „Klingeln, Vibrieren und Lautlos“ umschalten.

Mit dem neuen Design kommt die frisch gestaltete Kameraeinheit in Schwarz nun klasse zur Geltung. Den Schwung führt man direkt in den Rahmen über. Die drei Sensoren liegen weiterhin separat und auch der LED-Blitz ist ringförmig. Klar darf hier der „Hasselblad“ Schriftzug nicht fehlen. Unten am Rahmen liegen der SIM-Slot, USB-C-Anschluss (3.1) und Hauptlautsprecher, der zusammen mit dem Ohrlautsprecher Stereosound bietet.

OnePlus 10 Pro Farbvarianten 3

An den Spezifikationen des Displays kann man zunächst keinen Fortschritt ablesen. So verbaut man ein abgerundetes AMOLED (curved) mit 6,7 Zoll in der Diagonale im 20,1:9 Format. Mit der Auflösung von 3216 x 1440 Pixel erreicht es eine Bildpunktdichte von 525 Pixeln pro Zoll. Allerdings haben wir jetzt ein „LTPO 2.0“ (Low-Temperature Polycrystalline Oxide) Panel.

So kann die Bildwiederholungsfrequenz variabel zwischen 1 und 120 Hertz wechseln. Das Always-On-Display läuft stets bei 1 Hertz. Mit der „Dual Color Calibration“ verspricht das OnePlus 10 Pro bei hoher und niedriger Bildschirmhelligkeit eine exakte Farbwiedergabe. Die maximale Helligkeit beträgt 1300 Lux und geschützt wird die Front durch Gorilla Glas Victus.

Hardware & System

Keine Kompromisse bei der Rechenleistung: Der neue Snapdragon 8 Gen 1 kommt zum Einsatz und soll z.B. im AnTuTu-Benchmark die 1 Million Punktemarke knacken. Gefertigt wird der Prozessor im 4nm-Verfahren und setzt nun (endlich) auf neue ARM v9 Kerne. Beim System integriert man „HyperBoost“, das Games auf die hohe Bildwiederholungsfrequenz optimieren soll. Beim Speicher handelt es sich um LPDDR5 Arbeitsspeicher und UFS 3.1 Systemspeicherplatz. Folgende Speichervarianten sind für das OnePlus 10 Pro verfügbar:OnePlus 10 Pro Game

  • 8/128GB – 4699 Yuan, umgerechnet ca. 650€
  • 8/256GB – 4999 Yuan, umgerechnet ca. 691€
  • 12/256GB – 5299 Yuan, umgerechnet ca. 733€

Etwas anderes als den Top-Qualcomm Chip hatten wir auch nicht bei der Leistung erwartet, aber spannender wird es da beim System. OnePlus operiert jetzt unter der Fahne von Oppo und die beiden Systeme, Oxygen OS und Color OS, sollen verschmelzen. Das Vorhaben „schimpft“ sich OnePlus 2.0 😉. Soweit die offizielle Angabe: In China kommt das OnePlus 10 Pro mit Color OS 12.1, in Europa (USA und Indien) wird das Flagship mit OxygenOS 12 ausgeliefert. Als Grundlage dient stets Android 12.

Die Kameras des OnePlus 10 Pro

Mit der Expertise vom Kameraexperten Hasselblad hat man letzte Generationen einen großen Schritt in Richtung Siegertreppchen gemacht. Die Zusammenarbeit geht nun in die nächste Runde als „Zweite Generation Hasselblad-Kamera für Smartphones“.

OnePlus 10 Pro Kamera Specs

Zunächst die Hardware, denn hier wechselt man im Vergleich zum Vorgänger nur zwei der vier Sensoren aus. Bei der Hauptkamera handelt es sich um den Sony IMX789 mit 48 Megapixel. Der Sensor ist 1/1.43“ Zoll groß und hat 1.12μm große Pixel. Gelagert ist der Sensor in einem OIS und kann Videos mit 4K / 60fps, 4K / 120fps und 8K / 24fps aufnehmen. Die Zoomkamera, ein Telephotosensor mit 8MP, erlaubt einen 3,3x optischen Zoom und ist ebenfalls in einem OIS untergebracht. Nun zu den veränderten Kamerasensoren.

Statt des Sony IMX766 mit 50MP im OnePlus 9 & 9 Pro, kommt jetzt der Samsung JN1 mit 50MP als Ultraweitwinkelkamera zum Einsatz, wie auch beim Realme GT 2 Pro. Hier haben wir ebenfalls das extrem große Blickfeld von 150° inklusive des „Fish-Eye“ Effekts auf Wunsch. Alternativ knipst man mit 110° und Verzerrungskorrektur. Allerdings ist der JN1 auch deutlich kleiner mit einem 1/2.76“ Zoll großem Sensor bzw. 0.64μm großen Pixel. Der IMX766 bot hier noch 1/1.56” und 1.12 μm. Die Frontkamera übernimmt man vom OnePlus Nord 2 (was definitiv positiv ist) und der Sony IMX615 Sensor vorne löst mit 32MP auf.

OnePlus 10 Pro KameraKamerasoftware & Features: Mit der „OnePlus Billion Color Solution“ kann man mit allen drei Sensoren 10-Bit + Hasselblad-Farbkalibrierung aufnehmen oder mit 12-Bit im Pro-Modus. Hier sind auch 12-Bit-RAW Aufnahmen möglich, was gerade für die Bildbearbeitung am PC praktisch ist. Mit „RAW+“ verbindet die Vorzüge des Automatikmodus mit dem größeren Dynamikumfang und der Rauschunterdrückung. Beim Filmen von Videos darf man im „Movie Modus“ ISO, Verschlusszeit und Weißabgleich selbst festlegen. Aufnehmen darf man auch im LOG-Format für die Nachbearbeitung am PC.

Ausstattung des OnePlus 10 Pro

OnePlus Flagships lassen für gewöhnlich nichts missen bezüglich der Konnektivität. Dabei unterstützt auch das chinesische OnePlus 10 Pro wieder alle wichtigen Frequenzen für Deutschland, sodass dem Import nichts im Wege steht. Ins 5G Netz gelangt man mit dem Snapdragon 8 Gen 1 und dem Snapdragon X65 Gen 4 Modem. Zu den weiteren Konnektivitässtandards zählen WiFi 6 mit 2×2 MIMO, Bluetooth 5.2 mit AptX HD, LHDC und Dolby Atmos, Google Pay mit NFC sowie VoLTE & VoWiFi. Navigiert wird über die Dienste GPS, GLONASS, BeiDou und Galileo.

OnePlus 10 Pro Wireless ChargeEin großes Upgrade noch zum Schluss: Bei der Akkulaufzeit und Ladegeschwindigkeit legt das OnePlus 10 Pro ordentlich zu. Mit 5000mAh haben wir den bisher größten Akku in einem OnePlus Smartphone. Aufladen lässt sich das Flagship nun ebenfalls flotter. Kabelgebunden über USB-C wird dank „SuperVOOC“ (ja, Oppo lässt grüßen) mit bis zu 80 Watt. Das Ladegerät gehört zum Lieferumfang und ein kompletter Ladevorgang dauert so gerade mal 32 Minuten. Die kabellose Variante „AirVOOC“ schafft weiterhin 50 Watt, womit es von 1 auf 100% in 47 Minuten geht. Auch Reverse Wireless Charging zum Laden anderer Endgeräte wird unterstützt.

Unsere Einschätzung

Auf der technischen Seite halten sich die Überraschungen in Grenzen. Das Upgrade beim Akku und der Schnellladegeschwindigkeit begrüßen wir definitiv und der Snapdragon 8 Gen 1 war ja klar. Das neue „LTPO 2.0“ Display muss sich aber noch im Praxistest beweisen und auch die Kamera muss sich die Lorbeeren verdienen. Aber gerade den neuen Ultraweitwinkelsensor sollte man im Auge behalten: Der alte IMX766 war eine Wucht und nur weil der neue Samsung JN1 150° bietet, ist er nicht unbedingt besser

Wo man vielleicht den größten Schritt nach vorne machen kann, ist bei der Kamerasoftware. Die Hardware an sich verbessert man ja nicht großartig, aber mit Hasselblad hat man weiterhin einen Experten in Sachen Post Image Processing an der Seite.

Preislich ändert sich in China nichts am OnePlus 10 Pro und wenn es dann mal hierzulande auf den Markt kommt, kann man sicher mit den gleichen Preisen wie beim 9 Pro rechnen: Die kleine Speicherversion mit 8/128GB für 899€ und 12/256GB für 999€. Ein Import der chinesischen Version könnte sich angesichts von LTE Band 20 und dem einfachen Wechsel zur Global ROM auch wieder lohnen.

Quellen


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IgorB
Gast
Igor (@guest_84256)
9 Tage her

Hört sich eher nach einem T Modell an, anstatt nach einem neuen.
Eigentlich sollte so die Ausstattung des OP 10 sein und die des OP 10 Pro sollte mit einer Zoom Kamera kommen.

Petunia
Mitglied
Mitglied
Petunia (@petunia)
9 Tage her

Schade wegen dem Kamera-Downgrade. Fand die große Ultraweitkamera echt interessant. Lieber sollte man nen besseren Sensor bei der Tele-Kamera verwenden.

pavlov
Gast
pavlov (@guest_84075)
16 Tage her

Ist das Display flash oder edge?

Lucas
Gast
Lucas (@guest_84034)
17 Tage her

Kooperation mit Premium-Hersteller Hasselblad für Kamerasystem lässt aufhorchen.

ЅΔΜI
Gast
ЅΔΜI (@guest_83930)
21 Tage her

Es wird am 11. Januar vorgestellt um 14 Uhr vorgestellt. 😉

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre (@jonas-andre)
21 Tage her
Antwort an  ЅΔΜI

Mal sehen 😉

Scum
Gast
Scum (@guest_83913)
22 Tage her

Gerade da OxygeneOS war ein Alleinstellungsmerkmal, das O+ seit der ersten Stunde hatte und ich als Nutzer der ersten Stunde kann mich schwer damit abfinden jetzt ColourOS vorgesetzt zu bekommen! Wenn ich es will dann kann ich gleich zu OPPO,Realme usw. greifen!
Ich glaube nicht das ich der einzige bin der das eher als Rückschritt als Fortschritt sieht!

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre (@jonas-andre)
21 Tage her
Antwort an  Scum

Servus Scum,

ich denke ehrlich gesagt auch, dass das sehr viele OP Nutzer so sehen wie du. Aber zunächst abwarten, was da jetzt genau passiert. Bootloader Unlock und Custom ROMs werden ohnehin das Alleinstellungsmerkmal bei OnePlus bleiben.

Beste Grüße

Jonas

Scum
Gast
Scum (@guest_83924)
21 Tage her
Antwort an  Jonas Andre

Ich hoffe das du da mit BL recht hast, denn bei OPPO (was früher mal auch kein Problem war) oder Realme,Vivo kann man es mit Custom Roms vergessen

pavlov
Gast
pavlov (@guest_84074)
16 Tage her
Antwort an  Scum

Stimmt. Bei Realme kann man es mittlerweile vergessen selbst mit Snapdragons. OP Nord 2 hat zwar einige CRs, aber die sind noch nicht ausgereift.

Andreas S.
Gast
Andreas S. (@guest_84097)
15 Tage her
Antwort an  Scum

Stimmt nicht. Das OnePlus One war mit Cyanogen OS ausgestattet, einer speziellen Version des Custom ROMs Cyanogen Mod.
Das One hatte sogar noch ein Cyanogen Logo auf der wunderschönen Sandstone Rückseite…
Oxygen OS entstand erst später, und war eigentlich ursprünglich mehr eine Notlösung, als man sich von Cyanogen trennte….

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