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OnePlus Concept One: Smartphone mit unsichtbaren Kameras

Am 7. Februar hat die “OnePlus Concept One: World Tour” einen Halt in Köln eingelegt. Ich war für euch vor Ort und habe mir das Konzept-Smartphone angeschaut und fotografiert. Im Folgenden lest ihr eine Mischung aus einer Nachbesprechung der Veranstaltung und Informationen zum OnePlus Concept One.

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OnePlus Concept One: World Tour macht Halt in Köln

oneplus concept one 4Bevor es um das Smartphone selber geht, erstmal ein paar Eckdaten zu dieser “World Tour”. Dabei handelt es sich um eine Serie von Events, bei denen OnePlus-Mitarbeiter, häufig mit Unterstützung von Technik-Influencern, ein neues Konzept-Smartphone vorstellen.

Die Veranstaltung in Köln fand im Bogen 2 statt, einer schicken Location mit Lagerhallen-Ambiente, was in keinster Weise negativ zu verstehen ist. Es hat irgendwie gepasst – es war roh, simpel; nicht aufgeregt oder unnötig luxuriös. Als Unterstützung waren die Technik-YouTuber Felixba und OwnGalaxy vor Ort, gemeinsam auch als “DIE KREW” bekannt.

Der besagte OnePlus-Mitarbeiter: Martin Kang

Nachdem sich die ziemlich vielen Gäste eingefunden haben – genügend Stühle gab es erstmal nicht – haben Felix, Julian und der freundliche OnePlus-Mitarbeiter mit einem kleinen Frage-Antwort-Dialog begonnen. Dabei wurden Fragen zur Technik des Konzept-Smartphones beantwortet. Die Atmosphäre war locker, das Gespräch kurzweilig und unterhaltsam. Der Produkt-Manager von OnePlus hat es trotzdem irgendwie geschafft, viele technische Details des Konzept-Smartphones in seinen Antworten unterzubringen. Respekt!

Am Ende des Dialogs wurde das besagte Smartphone unter einem Tuch hervorgeholt. Den Zuschauern wurde versprochen, dass jeder es anschauen und Fotos machen könne. Unter dem Strich ging es sogar noch weiter – das eine von insgesamt drei im Raum verteilten Smartphones, durfte sogar festgehalten und ausprobiert werden.

Nachdem die meisten Besucher das Smartphone ausprobiert und Fragen mit dem Produkt-Manager von OnePlus geklärt hat, richtete sich die Aufmerksamkeit mehr auf Felix und Julian. Viele Fans waren anwesend und hatten die Möglichkeit, sich mit den YouTubern zu unterhalten. Ab diesem Zeitpunkt hielt sich das OnePlus-Team stark im Hintergrund und überließ den Influencern die Bühne.

oneplus concept oneNach dem kurzen Intermezzo haben Felix und Julian dann begonnen, einen ihrer Podcasts (KREWCAST) aufzunehmen. Dabei wurde das Publikum integriert, einige Zuschauer wurden sogar auf die Bühne geholt und konnten sich mit den Podcastern (ja, mir gehen langsam die Synonyme aus…) über Themen wie E-Mobilität oder Digitalisierung der Schulen sprechen. Obwohl der gesamte Podcast über zwei Stunden dauerte, kam mir im Saal niemand gelangweilt vor.

Insgesamt war das Event für OnePlus sicherlich ein Erfolg. Jeder hatte Spaß, niemand hat sich unwohl gefühlt. Die Atmosphäre war gelassen, es gab keinerlei Pannen und die Anwesenden konnten sich mit den Themen super gut identifizieren. Felix und Julian waren unglaublich freundlich, das OnePlus-Team war nett. Ein bisschen mehr zu Essen wäre nicht übel gewesen, aber ich hätte auch einfach vorher Abendessen können. 😉

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Das erste Konzept-Smartphone von OnePlus

Genau das wurde nämlich mehrfach betont. Es handle sich um ein KONZEPT-Smartphone, das so niemals im Handel erscheinen werde. Und gleichzeitig sei es auch das ERSTE Smartphone dieser Art von OnePlus, es könnten also durchaus noch weitere folgen, die dann andere Features in den Mittelpunkt stellen. Aber worum geht es überhaupt? Was ist das OnePlus Concept One?

Nun, ganz nüchtern betrachtet ist es ein umgebautes OnePlus 7T Pro. Die Technik ist komplett identisch und am Design der Front erkennt man den “Spender” auch. Das eigentlich interessante am Concept One ist die Rückseite.

oneplus concept one 12Diese ist aus Glas und Leder. Um das Design hat sich der britische Autohersteller McLaren gekümmert. Dessen primärer Anteilseigner ist übrigens der Staat Bahrain, ganz lustig eigentlich. Jedenfalls wurde beim Concept One das exakt selbe Leder in der Farbe Papaya Orange verwendet, das McLaren im 720S verbaut.

Doch nicht nur optisch hat sich OnePlus bei McLaren inspirieren lassen. Im McLaren 720S gibt es nämlich ein Glasdach, das auf Knopfdruck von schwarz zu transparent wechselt. Diese Technik wird elektrochromes Glas genannt. OnePlus hat diese Idee dann aufgegriffen und wollte sie in einem Smartphone umsetzen. Explizit sollte damit erreicht werden, dass die Kameras auf der Rückseite des Smartphones “unsichtbar” sind, wenn die Kamera-App nicht geöffnet ist.

Monatelange Entwicklung des elektrochromen Glases

Das Problem: Es gab keinen Hersteller, der so kleines und dünnes elektrochromes Glas baut. Deswegen hat OnePlus selber entwickelt und nach eigener Aussage eine Vielzahl von Prototypen hergestellt, die aber für den “Umschalt-Vorgang” von schwarz zu transparent zu lange brauchten. Im finalen OnePlus Concept One dauert das gerade einmal 0,7 Sekunden. Beeindruckend!

oneplus concept one 9Ist das sinnvoll? Ein bisschen! Das Concept One hat nämlich im Gegensatz zum OnePlus 7T Pro kein herausstehendes Kamera-Modul. Das liegt sicherlich nicht an dem neu entwickelten Glas, cool ist es aber trotzdem. Primär stand aber im Vordergrund, zu zeigen, was technisch möglich ist. Die Technologie sollte erstmal geschaffen werden, um in Zukunft noch mehr erreichen zu können. Eine unsichtbare Front-Kamera zum Beispiel.

Unsere Einschätzung

So oder so, das OnePlus Concept One ist ein super schickes Smartphone. Den orangen Leder-Look könnte man gerne für das OnePlus 8 Pro beibehalten, das sieht super aus und fühlt sich toll an. Und die unsichtbaren Kameras sind faszinierend und eine Entwicklung, die uns in den nächsten Jahren sicherlich noch einige Male über den Weg laufen wird. Ein Durchbruch für die Entwicklung neuer Smartphones ist sie aber nicht. Das hat aber auch nie jemand behauptet. Einfach nur ein bisschen angeben muss ja auch mal sein.



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Igor
Gast
Igor (@guest_58394)
5 Monate her

Die Idee der Technik finde ich gut, nur kann ich nicht verstehen wo der Vorteil darin liegen soll die Hinteren Kameras durch diese Technik zu verstecken.
Was man machen könnte z.b.
Wenn man die komplette oder ein Großteil der Rückseite mit dem Glas verbaut, dann konnte man per Software die Farbe der Rückseite ändern.

Jens
Gast
Jens (@guest_58377)
5 Monate her

Hi Benjamin, cooler Bericht. Dennoch weiß ich nicht so genau, was diese unsichtbare Kamera eigentlich bringen soll… . Die unsichtbare Frontkamera wäre das Highlight, wobei dieses Konzept nur eine nette Spielerei ist.

Alexander Müller
Gast
Alexander Müller (@guest_58373)
5 Monate her

Schöne Berichterstattung von dem Event. Weiter so! 🙂