Oppo R17 Pro – die Vorlage für das OP6T?

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Während die Gerüchteküche um das Oneplus 6T ordentlich brodelt, veröffentlichte vielleicht der Mutterkonzern BBK-Electronics das Gerät bereits unter dem Namen Oppo R17 Pro. Zumindest werden wir wohl ein paar Features des R17 Pro wie die Triple Kamera, den In-Display Fingerabdruckscanner,  SuperVOOC Quick-Charge, die Mini-Notch im AMOLED Display und vielleicht auch ein bisschen vom Design im OP6 sehen. Nur beim Prozessor kommt beim OnePlus nur der Snapdragon 845 in Frage. Auch wenn das Oppo R17 und R17 Pro 460-550€ kosten, sind die Smartphones mit einem Snapdragon 670 und 710 (im Pro) für den Preis etwas untermotorisiert.

Exkurs: Wer jetzt noch denkt, dass die Chinesen alle Xiaomi kaufen, ist leider falsch gewickelt. Neben Huawei, Apple und Samsung gehören Vivo und Oppo zu den Top-Verkäufern in China. Das Konzept basiert auf aggressivem Marketing und hohen Preisen. Preis/Leistung ist ebenso wie in Deutschland für kaum einen ein Argument und so kauft man durchaus schöne Oppos und Vivos zu Mondpreisen und schenkt dem eigentlichen Herz, also dem Prozessor, kaum Beachtung. Trotzdem liefern die beiden Hersteller immer wieder Innovationen wie zuletzt mit dem Vivo Nex oder das Oppo Find X. Das R17 Pro ist also eine Alternative zum Oppo Find X und unterstützt auch ein paar Features, die das Mega-Flaggschiff eben nicht hatte. Mit der Untermarke Realme will Oppo jetzt allerdings auch die preisbewussten Käufer erreichen, hier geht’s zur Ankündigung des Realme 2.

Oppo R17 und R17 Pro im Vergleich

Oppo R17 R17 Pro Farben

Anstatt einem Snapdragon 670 Prozessor kommt im R17 Pro ein Snapdragon 710 zum Einsatz. Das ist auch kein High-End Prozessor und den kennen wir bereits aus dem Xiaomi MI8 SE. Bluetooth 5.0, SuperVOOC Fast Charging, ein 200mAh größerer Dual Akku, Type-C USB, kein Klinkenanschluss und NFC Unterstützung und schon sind alle relevanten Unterschiede benannt. Design und Abmessungen sind identisch, wobei es das R17 Pro aber nur in einer hellblau bis lila schimmernden Spezialfarbe gibt. Das R17 ist noch in Blau und Rot verfügbar, aber auch mit farblichen Übergängen. Im weiteren Bericht geht es nun um das R17 Pro und die Features, welche wir vermutlich auch im OnePlus 6 sehen werden.

Design und Display

Oppo R17 Pro Design Hand

Oppo R17 Pro DisplayDie neuen Glasrückseiten mit Farbübergängen je nach Licht gefallen mir persönlich verdammt gut. Beim Oppo R17 Pro verändert sich die Farbe von Blau bis Lila und auch das Find X sah in Bordeauxrot einfach genial aus. Die Abmessungen fallen mit 157,6 x 74,6 x 8 mm für ein Smartphone mit einem derart großen Display wirklich kompakt aus. Auf der Waage sind es dann wertige 183g. Auf der Rückseite ist das Design durch die 3 Kamerasensoren und ein dezentes Oppo-Logo geprägt. Die Vorderseite besteht fast ausschließlich aus Display. Das 6,4 Zoll große AMOLED Display ist im 19:9 Format gehalten und löst mit 2340 x 1080 Pixel auf. Das ergibt dann gestochen scharfe 402 Pixel pro Zoll und die Notch beinhaltet, wie auch beim Honor 8X Max, nur noch die Frontkamera. Während die Notch zwar von Apple eingeführt wurde, geht der Trend bei den anderen Herstellern nun zu einer kleineren Notch. Apple hat gerade erst wieder 3 neue Smartphone mit riesen Notch präsentiert. Das Display zu Gehäuse Verhältnis gibt der Oppo beim R 17 Pro mit 91,5% an, ein Wert von dem Apple nur träumen darf. Auch wenn in diesem hohen Preibereich Extras wie eine IP-Zertifizierung wünschenswert wären, wird derzeit immer noch darauf verzichtet. Wie wird wohl das Ganze beim Oneplus 6T ausschauen? Wir sind gespannt. Der Fingerabdrucksensor befindet sich beim R17 und R17 Pro direkt im Display.

Oppo R17 Pro Fingerabdruck im Display

Oppo R17 mit Snapdragon 710

Eigentlich ist der Qualcomm Mittelklasse Chipsatz eine ziemlich gute Wahl und schließt in der Nutzung subjektiv die Lücke zwischen Mittelklasse und High-End Gerät. Wie die Benchmarks des Oppo R17 Pro ausschauen sehen wir bereits beim Mi8 SE.

Oppo R17 Pro Gaming Performance

Mit dem Chip sind der Handynutzung eigentlich keine Grenzen gesetzt. Interessanter wäre der Speicher, also ob hier nur eMMc oder doch UFS Speicher zum Einsatz kommt. Die Größe ist mit 8/128GB beim Pro angemessen. Das normale R17 gibt es auch noch mit 6/64GB. Ins Schwitzen kommt der Prozessor jedoch auch bei anspruchsvollen 3D Games kaum, nur auf die Zukunftssicherheit eines SD845 muss man insofern verzichten.

Oppo R17 Pro Color OS

Die 4 Kameras des R17 Pro

Oppo R17 Pro Tripple KameraAuf der Vorderseite findet man einen 25 Megapixel Sensor, der mitunter für hervorragende Selfies sorgen könnte. „Könnte“ deshalb, weil die reine Megapixelzahl nicht immer mit der Bildqualität korreliert. Aber wir sind schon Mal gespannt, was Oppo hier liefert. Der Hauptsensor auf der Rückseite stammt aus dem Samsung Galaxy S9+ und verfügt über eine variable Blende von f/1.5 bis f/2.4. Dieser wird von einem 20 Megapixel Sensor und einem weiteren 3F TOF Tiefensensor unterstützt. Während letzterer für Bokeh Shots verantwortlich ist, ist der Einsatzzweck des 20MP Sensor noch nicht klar. Vielleicht für bessere Nachtaufnahmen, aber mal abwarten, was der Sensor in der Praxis liefert. Ob das Triple Kamera Set-Up nun der neue Standard wird, wird sich dann zeigen.

Konnektivität und Super Quick-Charge

An Sensoren und Funkstandards wurde keineswegs gespart, es gibt eigentlich alle Frequenzen auf der Welt, inklusive Band 20. Folgende Netzfrequenzen werden vom R17 Pro unterstützt:

(4G+) TD-LTE / LTE FDD: B38C / B39C / B40C / B41C / B39A+B41A / B40D / B41D / B39A + B41A + B41A / B39A + B39A + B41AB1C / B2C / B3C / B7C / B1A + B3A / B1A + B3A + B5A

(4G) TD-LTE / LTE FDD: B34 / B38 / B39 / B40 / B41 (120M)B1 / B2 / B3 / B4 / B5 / B7 / B8 / B12 / B13 / B17 / B18 / B19 / B20 / B25 / B26 / B28

(3G) WCDMATD-SCDMACDMA2000:  B1 / B2 / B4 / B5 / B6 / B8 / B191900 (f) / 2000 (a) MHzBC0 (800MHz)

(2G) GSMCDMA: 850 / 900 / 1800 / 1900MHzBC0 (800MHz)

Neben aktuellem Bluetooth 5.0 wird ac-WIFI im 2,4 und 5GHz Netz unterstützt. Der Type-C Anschluss ist sogar ein USB 3.1 Port, was nicht häufig vorkommt. Neben OTG gibt es auch noch NFC und neben den 3 Standardsensoren auch noch ein Gyroskop und Kompass. GPS fehlt selbstverständlich auch nicht.

Oppo R17 Pro Super VOOC Quick Charge

Im R17 Pro kommt ein Dual Akku zum Einsatz. Ja… nach Dual Kameras, gibt es jetzt auch Dual Akkus. Der Akku ist hier in 2 x 1850 mAh aufgeteilt und bietet damit eine gute Kapazität von 3700 mAh. Also ein Tag intensive Nutzung sollte nicht nur wegen dem vergleichsweise stromsparenden Prozessor kein Problem sein. Mit dem mitgelieferten Ladeadapter ist Oppos hauseigenes SuperVOOC Schnellladetechnik möglich. Laut eigener Aussage lädt das Oppo in nur 10 Minuten 40% Akku, was einer Power von fast 50W entspricht. Die Technik ist auch bereits in der Lamborghini Edition des Oppo Find X verwirklicht worden und definitiv eine Option für das Onepus 6T.

Einschätzung und Preis

Für Band-20-Fans ist das R17 Pro die einzige Option und bedenkt man den Aufpreis von 100€ bei der 8/128GB Version, wäre das Gerät definitiv ein interessantes Gesamtpaket. Ein Strich durch die Rechnung macht meiner Meinung nach der Prozessor. Warum man hier keinen Snapdragon 845 verbaut, ist mir schleierhaft. Auch das normale R17 hat mit dem In-Display Fingerabdruckscanner bereits ein interessantes Feature mit an Bord. Aber dort ist der Prozessor mit einem SD670 nochmal ein Downgrade. Beim System kommt Oppos Color OS zum Einsatz, welches leider nur englisch ist, dafür lassen sich die Google Apps spielend einfach nachrüsten. Und mit unserer Anleitung ist auch der Playstore auf Deutsch nutzbar unter Color OS. Das Vivo Nex und Oppo Find X waren also erst der Anfang, die Chinesen preschen mit wahnwitzigen Feature wie dem Super VOOC weiter nach vorne. Falls ihr euch für einen Test interessiert und welche Meinung ihr zu dem Smartphone habt, könnt ihr in den Kommentaren kundtun.

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elelias
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elelias

Klingt spannend, vor alllem den in-Display Fingerabdrucksensor finde ich ein tolles Feature. Ich würde mich auch über einen Testbericht freuen

Peter Greddy
Mitglied
Peter Greddy

Zitat: „Warum man hier keinen Snapdragon 845 verbaut, ist mir schleierhaft“

weil es einfach vernünftig ist. Für Standard-Anwendungen reicht immer ein SD 6xx/7xx, nur Zocker brauchen diesen 8xx. Einen normalen Anwender interessieren keine Antutu oder andere tolle Benchmarks.

Joe
Gast
Joe

..ganz richtig ich denke ein gutes und lichtempfindliches Kamerasetup auch für Low light macht ein Smartphone interessanter..bitte testet das Smartphone doch mal da ich schon vernommen habe, dass die Bilder nicht ganz High End sein sollen. Danke und Gruß Joe