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Oppo Reno 3 – Wo bleibt die Innovation?

Mit dem Oppo Reno 10x hat das Unternehmen aus dem BKK Konzern 2018 große Wellen schlagen können. Damals war es das erste und einzige Smartphone mit flossenförmiger Pop-Up-Kamera, hatte eine Hauptkamera mit nahezu verlustfreiem 10-Fach Zoom, einen top Prozessor und ein grandioses Display. Kurzum: Rundherum ein Flaggschiff.

Schon ein halbes Jahr später wurde mit dem Oppo Reno 2 und diversen Schwestermodellen eine ganze Serie an Nachfolgern präsentiert, die allerdings nur das normale Reno Modell beerbt haben. Das Reno 10x blieb nach wie vor das Top-Modell der Serie.

Reno3Pro 1

Jetzt, ein ganzes Jahr später, sollte man meinen, dass von Oppo endlich ein Update für die ganze Serie kommt. Aber nein – unter den zwei Geräten, die kurz nach Weihnachten vorgestellt wurden, findet sich erneut kein Top-Modell. Dafür bekommen alle Modelle der neuen Serie nun 5G. Ich möchte das nicht schlecht reden – beide Geräte haben durchaus einiges zu bieten. Für eine Serie, die mit dem Reno 10x so spannend begonnen hat, wirken die neuen Geräte aber ziemlich langweilig.

Reno 3 und 3 Pro – Wirklich eine Serie?

Wenn man den Namen der Geräte nicht kennt, ist schwer zu erahnen, dass es sich bei den zwei Smartphones um die gleiche Produktreihe handelt. Denn anders als Serien anderer Hersteller haben das Reno 3 und Reno 3 Pro äußerlich wenig Gemeinsamkeiten.

Die Ähnlichkeiten liegen in den vier verschiedenen Farbvarianten. Zur Auswahl stehen Sunrise (ein Farbverlauf von hellblau zu rot), Moonlight Weiß, ein blauer Farbverlauf, Schwarz und die Farbe des Jahres – “Pantone” Blau.

Reno3Pro 2

Optisch unterscheiden sich die Geräte signifikant durch ein Waterfall Display mit Punch-Hole im Reno 3 Pro und ein normales Display mit Waterdrop-Notch im Reno 3. Im Inneren gibt es bis auf den Akku, die 5G Unterstützung, den In-Cell Fingerabdruckscanner und Android 10 ebenfalls wenig Gemeinsamkeiten:

Oppo Reno 3 Pro
Oppo Reno 3
Display: 6,5 Zoll – 2400×1080 Pixel – AMOLED 20:9, 404 PPI, In Display Fingerprintreader, Waterfall Display mit 90Hz 6,4 Zoll – 2400×1080 Pixel – AMOLED 20:9, 411 PPI, In Display Fingerprintreader
Maße: 159,4 x 72,4 x 7,7mm – 171g 160,3 × 74,3 × 7,9mm – 181g
Hardware: Snapdragon 765G, Adreno 620, 8+128GB / 12+256GB MediaTek Dimensity 1000L, Mali-G77 MC7, 8+128GB / 12+128GB
Kamera: Quad Cam

Sony IMX586 48MP

13MP Tele Sensor

8MP Ultra-Weitwinkelsensor

2MP Schwarz-Weiß Sensor

32MP Punch-Hole Selfie Cam

Quad Cam

64 MP (Sony oder Samsung?)

8MP Ultra-Weitwinkelsensor

2MP Portraitsensor

2MP Schwarz-Weiß Sensor

32MP Punch-Hole Selfie Cam

Akku: 4025mAh, VOOC 4.0 4025mAh, VOOC 4.0

Wo bleibt die Innovation?

Im Großen und Ganzen handelt es sich um grundsolide Smartphones, die auf dem neusten Stand der Technik sind. Doch im Rennen um immer schneller Geräte mit dem neusten Standard sind in der Entwicklungsabteilung von Oppo anscheinend die neuen Innovationen zu kurz gekommen. Die Hai-Flosse? Weg. Der O-Dot? Weg. Was fehlt, sind die extravagenten Designelemente und die neuen Ideen, die wir von Oppo gewohnt sind. Stattdessen handelt es sich bei den Reno 3 Geräten um Smartphones, die jede andere Firma genauso hätte bauen können.

Dennoch wollen wir noch einen genaueren Blick auf die technischen Daten werfen.

Display des Oppo Reno 3

Für zwei verschiedene Smartphones bekommen wir auch zwei verschiedene Displays. Beide lösen in FHD+, also mit 2400 x 1080 Pixeln auf und haben ein Seitenverhältnis von 20:9. Außerdem sind die Panels wie bei den Vorgängern auch vom TÜV Rheinland als besonders augenschonend zertifiziert.Reno3Pro 1

Das Display des Reno 3 Pro orientiert sich am aktuellen Trend, den wir schon beim Samsung Galaxy S10 und dem Oneplus 7 Pro beobachten konnten. Es hat einen 90Hz Bildschirm mit Waterfall Rändern, eine Punch-Hole Kamera und ist beinahe rahmenlos.

Das Reno 3 ist da etwas langweiliger und verfügt über ein Waterdrop-Display, wie es momentan in jedem zweiten Gerät verbaut wird. Auch die Bildwiederholungsfrequenz liegt bei normalen 60Hz. Unten sieht man ein kleines Kinn, sonst wirken die Ränder auf den Produktbildern recht schmal.

Leistung

Das Reno 3 Pro wird von einem Qualcomm Snapdragon 765G angetrieben, während im Reno 3 ein MediaTek Dimensity 1000L arbeitet.

Der Snapdragon 765G (Mehr dazu in unserem Artikel) wurde ebenso wie der Dimensity 1000L ganz neu vorgestellt und die Reno Geräte greifen mit als Erste auf die SoCs zu. Eine genaue Einschätzung gestaltet sich deswegen schwierig.

Allerdings ist bereits ein Antutu Score zu den beiden Geräten aufgetaucht, wonach das Leistungsniveau ungefähr auf dem des Pocophone F1 einzuordnen wäre. Außerdem gibt es eine Überraschung: Der MediaTek Prozessor liegt knapp über dem von Qualcomm. Weshalb Oppo in seine Pro-Version einen beinahe gleich schnellen Prozessor einbaut, wie in die günstige Variante, ist mir ein Rätsel. Vielleicht hat sich der zuständige Ingenieur bei der Bestellung verklickt und es hätte eigentlich der Snapdragon 865 werden sollen?

Reno3Antutu

Kamera

Die Kameraqualität war schon immer ein Pluspunkt der Reno Geräte und auch das Datenblatt des Reno 3 (Pro) kann überzeugen. Beide Modelle haben ein Quad-Kamera Setup und eine 32MP Selfiekamera. Auch ein optischer Bildstabilisator ist bei beiden Smartphones mit dabei.

Das Reno 3 hat einen 64MP Sensor von Samsung spendiert bekommen und wird von drei weiteren, eher schwachen Sensoren unterstützt.

Das Reno 3 Pro hingegen hat den Sony IMX586 Sensor mit 48MP. in der Praxis sind die beiden Hauptsensoren vermutlich ähnlich gut. Das Setup des Reno 3 Pro ist aber insgesamt stärker, so hat die Ultraweitwinkelkamera zum Beispiel 13 statt nur 8 Megapixel. Außerdem das Reno 3 Pro eine neue Videostabilisierung, die zumindest im Werbevideo der Qualität von Gopros HyperSmooth in nichts nachsteht. Ohne Test sehe ich das kritisch, wenn die Stabilisierung aber tatsächlich so gut sein sollte, wie im Video von Oppo gezeigt, wäre das wohl eine kleine Revolution. Auch ein 5-Facher Hybridzoom ist wieder mit an Bord.

Ausstattung

Wie gewohnt bekommen wir bei Oppo den aktuellsten Stand der Technik in Sachen Konnektivität. Die Geräte laufen auf dem aktuellen Android 10 mit Color OS 7, unterstützen NFC, Bluetooth 5.1, Dolby Atmos und Navigation via GPS, Beidou, Glonass und Galileo.

Weiterhin haben die Reno Modelle einen Dual-Sim Slot, von denen einer auch 5G unterstützt. Für den LTE-Empfang in Deutschland sind alle nötigen Frequenzen mit dabei:

WCDMA: Bands 1/2/4/5/6/8/19

LTE FDD: Bands 1/2/3/4/5/7/8/12/17/20

LTE TDD: Bands 34/38/39/40/41

Ob der Speicher erweiterbar sein wird, ist noch nicht klar. Der UFS2.1 Festspeicher beträgt wahlweise 128GB oder 256GB im Pro Modell und 128GB in der normalen Version. Bei beiden Varianten kann man zwischen 8GB und 12GB Arbeitsspeicher wählen. Die Geräte sind mit Magnetsensor, Helligkeitssensor, Näherungssensor, Beschleunigungssensor, Schwerkraftsensor und Gyroskop ausgestattet und auch ein Schrittzähler ist natürlich mit dabei.

Reno3 2

Der 4025mAh große Akku wird mit VOOC 4.0 Qick-Charge über USB-C aufgeladen. Mit 30 Watt bringt das Ladegerät den Akku innerhalb von 20 Minuten auf 50% Ladung.

Unsere Einschätzung

Reno3 3Nach wie vor sind die Geräte aus Oppos Reno Serie tolle Smartphones mit der nötigen Power, guter Qualität und einer top Kamera. Leider ist in der dritten Runde der Ideenreichtum in Oppos Entwicklungsabeitlung verloren gegangen und die Smartphones sind wie alle Anderen auch – gut, aber eben nichts Besonderes.

Preislich liegen die Geräte zwischen 430€ und 575€ in China, werden als Import also mindestens bei 450€ losgehen. Für ein Smartphone mit 5G ist das ein super Preis. Aber hey – wir sind hier in Deutschland – Was will man hier mit 5G? Alles andere bekommt man bei anderen Herstellern auch, und zwar mit deutschem Betriebssystem – bisher ist nämlich noch nicht von einer globalen Version die Rede.

Eine gute Alternative in einer ähnlichen Preisklasse wäre das Oneplus 7 Pro, das dem Reno 3 (Pro) in nichts nachsteht, wenn man einmal von der fehlenden 5G Unterstützung absieht. Ohne Waterfall Display bekommt man auch für deutlich weniger Geld gute Smartphones, wie etwa das Xiaomi Mi 9 oder, wenn man weniger Wert auf die Kamera legt, das Meizu 16th.

Quellen

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